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Was ist mit den Tierfilmen los?

Sicher ist die Jagd grausam. und ich muss sagen, mir muss man das nicht in allen details zeigen, damit ich das weiß.
Warum nicht? Es ist doch so.
Jäger und Beute spielen ja nicht Fangerles und dann sagt der Jäger zur Beute: "Tu mir den Gefallen und fall tot um. Damit ich Dich fressen, liebe Beute."
Ich habe Löwen gesehen, die anscheinend ein bestehendes Rudel übernommen haben, der Löwe hatte, glaube ich, den Rest eines Jungtiers im Maul.
Im Gegenteil, ich finde manche Stilisierung eines Tiers eher undankbar.
Schon mal die Bekanntschaft eines wütenden Dachses gemacht? Man braucht nicht weit laufen, aber laufen man schon.
 
Mir zeigt dieser Thread, dass die Menschen sich zusehends immer mehr von der Natur entfremden. Tiere ansehen ja, aber bitte nicht ihr natürliches Verhalten? Das passt für mich nicht zusammen. Tiere sind instinktgetriebene Wesen, die töten, um zu überleben. Das sind keine Kuscheltiere, sondern können echte Bestien sein, die man nie unterschätzen sollte. Aber das lernt man nur, wenn man sie in ihrem natürlichen Verhalten sieht.
 
Nochmal muss ich mir nicht ansehen, wie die Gnus von den Krokodillen geschnappt werden. habe ich es einmal gesehen, dann weiß ich was unter Tieren los ist. Wenn man sieht wie Männchen die Weibchen packen und ab damit und zack loslassen und Männchen weg, dann weiß man, dass das keine Kuscheltirere sind. Tiere sind einfach Tiere, wer da romatisiert, hat wesentliches nicht verstanden.

Es gab einen Film über Pinguine in der Antarktis, ich glaube es war "Die Reise der Pinguine". Der Film wäre interessant gewesen, wenn der Sprecher die Tiere nicht vermenschlicht hätte. Was ist mir das auf den Geist gegangen.
 
Das ist keine einseitige Darstellung.
Ich denke schon. Man kann auch die anderen Seiten von Tieren sehen: Das Sozialverhalten, Lernfähigkeit, Kommunikation, Intelligenz, selbst Empathie (vermisse ich manchmal bei Menschen sehr).

Gefühle wie Angst und Freude, Trauer. Tiere haben Charakter und Persönlichkeit. Das sollte nicht ausgeblendet werden.

Diese Art von den neueren Tierdokumentationen haben für mich allzuoft den Charakter von Gladiatorenkämpfen.

Die Einschaltquoten müssen natürlich möglichst gut sein. Action-Splatter liefert das anscheinend. Es gibt da wohl eine Zielgruppe, für die sachlich-informativer Charakter eher nebensächlich zu sein scheint.
 
Man kann auch die anderen Seiten von Tieren sehen: Das Sozialverhalten, Lernfähigkeit, Kommunikation, Intelligenz, selbst Empathie (vermisse ich manchmal bei Menschen sehr).

Gefühle wie Angst und Freude, Trauer. Tiere haben Charakter und Persönlichkeit. Das sollte nicht ausgeblendet werden.
Aber das wird in den Tier-Dokumentationen doch auch gezeigt. Die Neugierde der Keas, die Intelligenz der Rabenvögel, der Spieltrieb der Delphine und vieles mehr; darüber habe ich schon sehr viele Dokumentationen gesehen.

Diese Art von den neueren Tierdokumentationen haben für mich allzuoft den Charakter von Gladiatorenkämpfen.
Solche Art von Tierdokumentationen gab es früher auch schon. Die sind also nicht neu.
 
Man kann auch die anderen Seiten von Tieren sehen: Das Sozialverhalten, Lernfähigkeit, Kommunikation, Intelligenz, selbst Empathie (vermisse ich manchmal bei Menschen sehr).
Das wird doch auch gezeigt.
Nur würdest Du Dich wundern, wenn es um das Sozialverhalten außerhalb des eigenen Rudels/Gruppe geht. Da ist dann nichts mehr mit Empathie.
Auf der Suche nach dem erwähnten Kobravideo bin ich, ebenfalls schon vor Jahren, mindestens 11, auf eines gestoßen: auch Indien, Dürre, staubig überall, Arbeiter gehen einen Weg entlang und sahen eine Kobra. Das wurde in dem Video im Text geschrieben. Das Video selbst setzt ein, als sich ein Inder der ziemlich kaputten Kobra mit einer Wasserflasche nähert. Er gab ihr daraus zu trinken. Die Kobra trank ein wenig und knallte dann fast auf den Boden zurück und rührte sich nicht. Sie hob dann wieder den Kopf und wollte offensichtlich noch mehr Wasser. Er gab es ihr auch, die Kobra trank ein paar Schlucke. Machte wieder eine Pause. Inzwischen gab es in dem Video immer mehr Menschen und Menschen zu sehen mit Stöcken und so...klar, immerhin ist das eine gefährliche Schlange. Wieder machte die Kobra auf sich aufmerksam, diesmal schon etwas lebendiger und soff aus der Flasche. Lange. Schlangen können aus Flaschen trinken wie Kinder, ich hätte das auch nicht geglaubt.
Man hat die Kobra dann in einen Sack getan und weggetragen.
Laut einem Bekannten aus dem Raum ging dieses Video in Indien viral. Und jetzt hat man es mit mehreren Videos und immer wieder neuen zu tun "Schlange trinkt aus Flasche".
Meinst Du solche?
Oder das, was auch schon ewig und drei Tage unterwegs ist in den social media: eine alte Schimpansin, die im Sterben liegt, erkennt ihren alten Tierpfleger wieder?
 
Es muss wieder dahin gekommen werden, dass gezeigt und berichtet wird, was ist. Und nicht was der Medienschaffende aus welchem Grund auch immer in einer Gesellschaft für zeigbar und berichtbar hält.

Richtig. Wäre auch umsetzbar, nur beurteilen, ob das Gezeigte auch neutral und realistisch ist können wiederum nur wenige.
Um auf die Beschreibung aus dem Eröffnungsbeitrag einzugehen, wüsste ich zum Beispiel nicht, ob die besonders brutalen Tötungen nun Effekthascherei von Außnahmesituationen sind oder diese Tierart täglich genauso tötet.

Wie dem auch sei, diese Tierfilme bilden dennoch einen Teil der Realität ab. Wenn man jedoch selbst nun meint den Überblick über die Tierwelt zu haben, nur weil man regelmäßig Tierdokus schaut, hat man nicht ausreichend Medienkompetenz.

Diese Medienkompetenz finde ich besonders wichtig Kindern beizubringen: Zusammenschauen und besprechen.
Gefährlich finde ich solche brutalen Tierdokus nicht für Kinder. Die schauen schon weg, wenn es ihnen zuviel ist.
 
Es gab einen Film über Pinguine in der Antarktis, ich glaube es war "Die Reise der Pinguine". Der Film wäre interessant gewesen, wenn der Sprecher die Tiere nicht vermenschlicht hätte. Was ist mir das auf den Geist gegangen.
Ja, so gehts mir auch oft bei Tierdokus, da werden Tieren direkt menschliche Gefühle wie Eifersucht oder Eitelkeit unterstellt, dazu noch in pathetischem Tonfall.
 

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