ich habe überlegt, ob das Thema in dieses Unterforum passt, da es hier ja um Übergriffe und Gewalt unter Menschen geht.
ich habe nur die erste seite der antworten gelesen und schon die schnauze voll. wenigstens da sieht man, bei diesem thema geht es nicht nur um gewalt unter tieren.
Ich bin verstört, was man heutzutage im Nachmittagsprogramm in Tierfilmen /-dokumentationen sieht.
mir geht es ähnlich und ich muss so einen kram abschalten. ich will auch nicht sehen, wie tiere zu tode gehetzt werden, ihren todeskampf. ihr leid. das geht mir viel zu nahe. ich bin gerade emotional offen. ich heule schon, wenn sich bei julia wie auch immer sich zwei lang verlorene verwandte in den armen liegen. das ist mir zu heftig.
Das ist so eine einseitige Darstellung von der Brutalität in der Natur.
es ist eine einseitige Darstellung, das sehe ich auch so. und wenn ich hier die kommentare lese, dann merkt man wenigstens, was so eine einseitige darstellung mit erwachsenen macht.
Sicher ist die Jagd grausam. und ich muss sagen, mir muss man das nicht in allen details zeigen, damit ich das weiß. musste man auch als kind nicht. ich finde, das verroht und wird dann zu einem "das ist eben so". und dann zu einem "die welt ist böse, menschen sind nur ein teil davon, also darf ich auch böse sein und du bist einfach nicht hart genug für diese welt. du bist ein weichling".
so ist die welt nicht. auch die tierwelt nicht und wir als menschen haben die wahl. und wer sich hinter einem jagenden löwen versteckt, um die eigene grausamkeit zu rechtfertigen, der hat das leben nicht kapiert.
in letzter zeit gehen auch viele videos online, die zeigen, wie viel mitgefühl tiere haben. wie intelligent tiere sein können. mein lieblingsbeispiel ist immer noch eine gruppe von killerwalen, die ein altes, verkrüppeltes tier mit durchfüttern und der gruppe erhalten. aus dem einfachsten und besten grund. es ist ein erfahrener wal, von dem die anderen noch viel lernen können. die westliche zivilisation hat das leider verlernt und begründen das damit - die sind ja nutzlos.
Ich frage mich, welche Auswirkungen solche Bilder auf die Psyche von Kindern haben, die sowas einfach im Fernsehen anschauen können.
das ist unterschiedlich, weil nicht alle kinder gleich sind. es ist wichtig, die richtigen kinder zu schützen UND zu sehen, dass sie nicht schwach sind, sondern dass es viel stärke braucht, um so berührbar zu bleiben und immer noch aufrecht durch die welt zu gehen. aber genau das braucht diese welt.
es wird kinder geben, die kommen besser damit klar. und denen sollte man ganz dringend auch die andere seite der natur zeigen. sehr dringend.
und es wird kinder geben, die solche gewalt genießen. da sollte man sich klar sein, mit denen stimmt was nicht und die sollte man echt beobachten. und sie nicht irgendwann ceo oder präsident von irgendwas werden lassen sondern sie rechtzeitig in therapie schicken.
Märchen haben ihren grausamen anteil. Das ist eine wichtige Katharsis. Und Kinder lernen den Umgang mit Gewalt und Grausamkeit. Aber als Ausgleich ist das Happy End so wichtig. Sonst bleibt bei Kindern das Gefühl zurück, der Welt ausgeliefert zu sein. Und ich denke, so müsste eine Doku dieser Art wenigstens ein Happy End haben, eine positive Auflösung. Aber das ist ja oft dann auch nicht gegeben. Weil man ja angeblich die Welt so zeigen will, wie sie ist. Quark. Die Welt hat genauso ihr Happy End. Das Leben hat ein Happy End. Und wenn man als Kind nicht lernt, dass es da ist, ist es später schwer, danach zu suchen und tatsächlich auch sein eigenes happy end zu kreieren.
Ich jedenfalls schau mir so was nicht an. Ich habe festgestellt, das Leben ist beides. Licht und Dunkelheit. Konzentriert man sich immer nur auf die Dunkelheit, verpasst man im Tunnel die Abzweigung zum Licht.
Ich finde es ganz wichtig, dass es Menschen gibt, die berührbar bleiben und die irritiert sind. wir sollten solche dokus wirklich hinterfragen, denke ich.