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Was ist mit den Tierfilmen los?

Das ist so eine einseitige Darstellung von der Brutalität in der Natur. Ich frage mich, welche Auswirkungen solche Bilder auf die Psyche von Kindern haben, die sowas einfach im Fernsehen anschauen können.
Um ein "Trauma" zu bekommen, muß kein Blut spritzen. Da reicht es schon, daß man kleine Vögel zeigt, die in der Regenzeit geboren wurden, aber bei Beginn der Trockenzeit noch nicht alt genug waren, um mit den Eltern und Geschwistern wegzufliegen. Die machten sich dann auf einen Marsch, der mich später erinnert hat an Napoleons Russlandfeldzug.
Das ist so eine einseitige Darstellung von der Brutalität in der Natur.
Das ist keine einseitige Darstellung.
Ich habe eine komplette und unwahrscheinliche Phobie vor Schlangen. Das kann ich gar nicht in Worten ausdrücken.
Dennoch schau ich mir ab und zu, wenn ich mich gut genug fühle, auch Dokus mit Schlangen an. Aber nur auf dem TV-Schirm (auf dem Tablet ginge das nicht...das muß ich ja in der Hand halten).
Einmal sah ich eine Doku über Königskobras in Indien. In Kautschukplantagen hatte man immer wieder Probleme mit den Schlangen. Man wollte "untersuchen", ob Schlangen, die eingefangen und woanders hin versetzt werden, wieder zurückkommen. Kobras haben ein ausgeprägtes Territorialverhalten, ganz besonders wenn sie ein Nest bewachen.
Also hat man ein weibliches und ein männliches Tier eingefangen, betäubt, ihnen einen Sender eingebaut und auf anderem Gebiet wieder freigelassen und beobachtet. Das Männchen hat sich, glaube ich, gleich wieder auf den Rückweg gemacht.
Das Weibchen allerdings fand einen Partner. Es war so schön, den beiden zuzugucken, wie sie sich so angenähert haben und auf Romantik machten, obwohl es ja Schlangen sind. Sie haben sich also zusammengetan...
Es kam ein anderes Kobramännchen, der war auch scharf auf sie. Hat dann mit ihrem Kobramann gekämpft und ihn vertrieben. Hat sich über sie hergemacht. Plötzlich wird er aggressiv, beißt sie zu Tode (Kobras tun das auch mal mit kleineren Artgenossen, habe ich selbst schon gesehen) und versucht sie zu fressen. Er konnte sie nicht fressen und hat sie wieder ausgespuckt.
Die Dokumentarfilmer waren selbst ganz traurig, konnten sich nicht erklären, woher diese Aggression auf einmal kommt. Man hat sie dann tatsächlich obduziert und festgestellt, sie war bereits schwanger von ihrem Romeo. Wahrscheinlich war das der Grund.

P.S.: Ich schreibe das deshalb in epischer Länge, denn vielleicht hat jemand diese Doku auch gesehen und weiß, wo sie auf youtube zu finden ist. Ich suche sie schon seit Jahren.
 
Gibt es doch. Mussten wir uns damals im Biologie-Unterricht ansehen. Da wurde gezeigt, wie Geflügel, Schweine und Rinder geschlachtet werden.

Ich finde das nur oft kurios. Geht es um Tierfilme, argumentieren viele, Kinder dürfen ruhig die Realität sehen. Im Schlachthaus aber gilt das für viele aber nicht.


Fiel mir nur grad ein.
 
So was wurde uns nie gezeigt (Mitte der 70er Jahre), statt dessen sahen wir die Geburt eines Babys 🙂
Bei mir war das Ende der 80er. Ich find es wichtig, dass Kinder,bzw. Jugendliche wissen, wie die Tiere, deren Fleisch sie essen, geschlachtet werden.

Da reicht es schon, daß man kleine Vögel zeigt, die in der Regenzeit geboren wurden, aber bei Beginn der Trockenzeit noch nicht alt genug waren, um mit den Eltern und Geschwistern wegzufliegen. Die machten sich dann auf einen Marsch, der mich später erinnert hat an Napoleons Russlandfeldzug.
Das waren nicht zufällig Flamingos? Da hab ich früher mal eine Doku drüber gesehen. Da ist der Salzsee zu früh ausgetrocknet und die noch nicht flüggen Jungvögel sind dann irgendwann einfach drauf los marschiert. Zum Teil hatten die regelrechte Klumpfüsse, weil der Schlamm an ihren Füssen angetrocknet war. Die haben mir furchtbar leidgetan.
 
P.S.: Übrigens habe ich noch nie gesehen, dass einem Pinguin etwas angetan wurde 🙂 🐧🐧🐧

Die Orkas lehren ihre Brut an Pinguien und Robben, wie man sie jagt. Das Spiel geht so lange bis der Pinguin nicht mehr kann und zack, noch ein paar Mal durch die Luft geschleudert, dann ist er weg. Gab es schon des öftern im TV zu sehen, nicht bis zum letzten, aber die Jagd wurde gezeigt.
 
Das waren nicht zufällig Flamingos? Da hab ich früher mal eine Doku drüber gesehen. Da ist der Salzsee zu früh ausgetrocknet und die noch nicht flüggen Jungvögel sind dann irgendwann einfach drauf los marschiert. Zum Teil hatten die regelrechte Klumpfüsse, weil der Schlamm an ihren Füssen angetrocknet war. Die haben mir furchtbar leidgetan.
Ja, das war "Die lustige Welt der Tiere" oder "Die Wüste lebt". Ich habe Monate danach noch Heulattacken bekommen, sagte meine Mam, weil ich das überhaupt nicht glauben konnte...die filmen das, gucken da zu und helfen diesen kleinen Vögeln nicht.
 
ich habe überlegt, ob das Thema in dieses Unterforum passt, da es hier ja um Übergriffe und Gewalt unter Menschen geht.
ich habe nur die erste seite der antworten gelesen und schon die schnauze voll. wenigstens da sieht man, bei diesem thema geht es nicht nur um gewalt unter tieren.

Ich bin verstört, was man heutzutage im Nachmittagsprogramm in Tierfilmen /-dokumentationen sieht.
mir geht es ähnlich und ich muss so einen kram abschalten. ich will auch nicht sehen, wie tiere zu tode gehetzt werden, ihren todeskampf. ihr leid. das geht mir viel zu nahe. ich bin gerade emotional offen. ich heule schon, wenn sich bei julia wie auch immer sich zwei lang verlorene verwandte in den armen liegen. das ist mir zu heftig.

Das ist so eine einseitige Darstellung von der Brutalität in der Natur.
es ist eine einseitige Darstellung, das sehe ich auch so. und wenn ich hier die kommentare lese, dann merkt man wenigstens, was so eine einseitige darstellung mit erwachsenen macht.

Sicher ist die Jagd grausam. und ich muss sagen, mir muss man das nicht in allen details zeigen, damit ich das weiß. musste man auch als kind nicht. ich finde, das verroht und wird dann zu einem "das ist eben so". und dann zu einem "die welt ist böse, menschen sind nur ein teil davon, also darf ich auch böse sein und du bist einfach nicht hart genug für diese welt. du bist ein weichling".

so ist die welt nicht. auch die tierwelt nicht und wir als menschen haben die wahl. und wer sich hinter einem jagenden löwen versteckt, um die eigene grausamkeit zu rechtfertigen, der hat das leben nicht kapiert.

in letzter zeit gehen auch viele videos online, die zeigen, wie viel mitgefühl tiere haben. wie intelligent tiere sein können. mein lieblingsbeispiel ist immer noch eine gruppe von killerwalen, die ein altes, verkrüppeltes tier mit durchfüttern und der gruppe erhalten. aus dem einfachsten und besten grund. es ist ein erfahrener wal, von dem die anderen noch viel lernen können. die westliche zivilisation hat das leider verlernt und begründen das damit - die sind ja nutzlos.

Ich frage mich, welche Auswirkungen solche Bilder auf die Psyche von Kindern haben, die sowas einfach im Fernsehen anschauen können.
das ist unterschiedlich, weil nicht alle kinder gleich sind. es ist wichtig, die richtigen kinder zu schützen UND zu sehen, dass sie nicht schwach sind, sondern dass es viel stärke braucht, um so berührbar zu bleiben und immer noch aufrecht durch die welt zu gehen. aber genau das braucht diese welt.

es wird kinder geben, die kommen besser damit klar. und denen sollte man ganz dringend auch die andere seite der natur zeigen. sehr dringend.

und es wird kinder geben, die solche gewalt genießen. da sollte man sich klar sein, mit denen stimmt was nicht und die sollte man echt beobachten. und sie nicht irgendwann ceo oder präsident von irgendwas werden lassen sondern sie rechtzeitig in therapie schicken.

Märchen haben ihren grausamen anteil. Das ist eine wichtige Katharsis. Und Kinder lernen den Umgang mit Gewalt und Grausamkeit. Aber als Ausgleich ist das Happy End so wichtig. Sonst bleibt bei Kindern das Gefühl zurück, der Welt ausgeliefert zu sein. Und ich denke, so müsste eine Doku dieser Art wenigstens ein Happy End haben, eine positive Auflösung. Aber das ist ja oft dann auch nicht gegeben. Weil man ja angeblich die Welt so zeigen will, wie sie ist. Quark. Die Welt hat genauso ihr Happy End. Das Leben hat ein Happy End. Und wenn man als Kind nicht lernt, dass es da ist, ist es später schwer, danach zu suchen und tatsächlich auch sein eigenes happy end zu kreieren.

Ich jedenfalls schau mir so was nicht an. Ich habe festgestellt, das Leben ist beides. Licht und Dunkelheit. Konzentriert man sich immer nur auf die Dunkelheit, verpasst man im Tunnel die Abzweigung zum Licht.

Ich finde es ganz wichtig, dass es Menschen gibt, die berührbar bleiben und die irritiert sind. wir sollten solche dokus wirklich hinterfragen, denke ich.
 
Bei der Vielfalt von Medienangeboten müssen Eltern mehr darauf achten, was die Kinder sehen.

Es ist halt einfach zu sagen, die anderen müssen besser Kontrollieren, mit der Prämisse, daß dabei meine Mündigkeit auf der Strecke bleibt
oder
ist mittlerweile alles eine Nummer zu groß ?

***nachdenk***

Gruß Hajooo
 
Die Welt ist nicht nur schwarz weiß sondern es gibt viele Abstufungen.

Ich finde es auch nicht optimal so was im Nachmittagsprogramm zu zeigen, wenn es denn da gelaufen ist, aber andererseits ist Nachmittagsprogramm auch nicht gleich Kinderprogramm.

Und ja, zur Erziehung gehört es auch den Medienkonsum von kleinen Kindern zu reglementieren und zu kontrollieren, ggf durch technische Maßnahmen einzuschränken, um später eine Medien/Konsumkompetenz zu erlangen mit der außdrücklichen Erlaubniss über alles reden zu können.

(...)
 
Zuletzt bearbeitet:
ich finde, das verroht und wird dann zu einem "das ist eben so". und dann zu einem "die welt ist böse, menschen sind nur ein teil davon, also darf ich auch böse sein und du bist einfach nicht hart genug für diese welt. du bist ein weichling".
Das finde ich nicht. Weder meine Lebensgefährtin noch ich sind durch solche Dokus "verroht" oder der Meinung, weil die Natur "böse" ist, dürften wir das auch sein. Im Gegenteil, wir sind beide sehr tierlieb und versuchen stets, gute Menschen zu sein und niemandem zu schaden. Wichtig ist, dass die Eltern dabei sind, wenn die Kinder sowas sehen und ihnen erklären, was da passiert und das Tiere das nicht aus Spass machen, sondern um zu Überleben. So haben meine Eltern das zumindest gehandhabt und bei mir hat das für ein gesundes Verhältnis zum Thema Tod und grossem Respekt vor der Natur und dem Leben gesorgt.
 

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