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Was ist bloß mit meinem Jungen los...

In dem Alter deines Sohnes ist das Finden der
Geschlechtsidentiät ein wichtiger Vorgang.
Normalerweise ist insbesondere der Vater dafür da,
solches sicherzustellen.
Was aber wenn Vater nicht erreichbar ist ? Dann
sucht sich Sohn Vorbilder da draußen.

Befragt man minderjährige Töchter nach ihren Vorbildern, so
antwortet ein großer Teil: Meine Mutter.

Bei Jungen ist das anders. Es verwundert auch nicht in
einer vaterlosen Gesellschaft. Doch es geht noch weiter,
damit nicht genug: Erst nimmt man den Kindern den
Vater, dann die Mutter.

Auf was will ich hinaus ?

Ich vermute, dass ihr Beide euch zu wenig um euren Sohn
gekümmert hat.

Die beste Therapie ist ein gutes Familienleben.
Probiert es aus, falls es noch nicht zu spät dafür ist.

Herzlichst

Germ

Der leibliche Vater meines Sohnes hat sich gar nicht gekümmert...wir haben uns getrennt als mein Großer in die 1. Klasse ging...es gab zwei - drei Treffen...danach ist der Kontakt total eingeschlafen...Mein Sohn wollte nie darüber sprechen...im letzten Jahr, bekamen wir einen Brief von der Bewährungshelferin meines Exmannes, dass der Gute den Wunsch verspürt meine Jungs zu sehen...ich dachte ich rede erst mit den beiden um sicher zu stellen, dass sie ihren Vater sehen möchten...Wider Erwarten war mein großer sehr angetan davon seinen Vater zu treffen...Aus dem Termin wurde dann nichts, da sich weder die Bewährungshelferin noch mein Ex zum vereinbarten Termin bei mir gemeldet haben...und auch dass war eine der Ohrfeigen die ihm das Leben im letzten Jahr verpasst hat...

Aber ich glaube nicht, dass ich mich zu wenig gekümmert habe...vielleicht hab ich mich falsch gekümmert...es gab auch Zeiten in denen es mir nicht besonders gut ging, aber ich habe immer versucht, dass meine Kinder nichts davon zu spüren bekommen...
 
Janis mach Dir da keine Vorwürfe und laß Dir auch keine einreden. 100%ige Mütter gibt es nicht. Die wird es auch nie geben. Und das ist gut so.
 
Gibt es bei dir in der Nähe eine gut sortierte Bibliothek? Vielleicht sogar eine Universität?
Ich hab nämlich einen Buchtipp für dich.
"Jungen, was sie brauchen", William F. Pollack. Der Titel stimmt vielleicht nicht ganz aber ich fand es sehr interessant.
 
Gibt es bei dir in der Nähe eine gut sortierte Bibliothek? Vielleicht sogar eine Universität?
Ich hab nämlich einen Buchtipp für dich.
"Jungen, was sie brauchen", William F. Pollack. Der Titel stimmt vielleicht nicht ganz aber ich fand es sehr interessant.

Danke für den Buchtipp....

hab eben erfahren müssen, dass er heute wieder nicht in der Schule angekommen ist...was ist bloß in ihn gefahren?
 
Liebe "Janis",

ich weiss nicht, ob Du meinen Beitrag gelesen hattest:

Mein Bruder (jetzt 12 Jahre) hatte genau dieselben Anzeichen.
Wollte nirgendwo hin - keine Schule und am besten alleine
verkriechen und auch ueber nix reden.

Das sind fuer mich ziemlich eindeutig Anzeichen fuer Depressionen.

Viele denken, in dem Alter hat man sowas noch nicht - das stimmt
nicht - die ZEiten haben sich geaendert. Die Menschen werden
immer juenger mit psychischen Krankheiten und Depressionen
verbreiten sich immer mehr bei Kindern. Sogar schon 7-Jaehrige
haben Depressionen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das das Problem (uiii - das sind
viele 'das' nacheinander 😛) Deines Sohnes ist und da kannst Du
selber gar nicht viel machen, da es an den Chemikalien im
Koerper Deines Sohnes liegt. Das muss professionell behandelt
werden - wenn noetig mit medikamentoesen Mitteln IN KOMBINATION
mit Therapie.

Vorwuerfe sollst Du Dir wirklich keine machen - da stimme ich
absolut zu - wir tun alle meist das Beste und manchmal gibt es
einfach auch Umstaende, die wir einfach nicht aendern koennen.

Das mit seinem leiblichen Vater koennte schon einen starken
Einfluss auf sein Gefuehl heute zu tun haben, aber man darf
auch nicht vergessen, wie stark die Gesellschaft und der
Gesellschaftsdruck eine Rolle spielt. Ich fand daher den
Beitrag von melni sehr wichtig, die uns als 14-Jaehrige am Meisten
Einblick in die heutige Schulgesellschaft geben kann. Es ist nicht
mehr so in der Schule wie wir es kennen, und die Jugendlichen
sind mit Sicherheit unter Zwaengen und Druck, die wir bis heute
nicht kennen gelernt haben. Sehr schade, aber wahr. Der Druck
wird auf einer anderen Schule nicht anders werden.

Ich denke auch, dass es nicht an den schulischen Leistungen/
Ueberforderungen liegt, sondern mehr an seinem Wohlbefinden -
und das wird in seiner Situation momentan hoechst wahrscheinlich
ueberall schlecht sein. Ich denke, er fuehlt sich wirklich "sch...."
- egal wo. Deshalb kann ich nur einen Therapie bei einem GUTEN
Professionellen Therapeuten mit gutem Ruf empfehlen.

Und bis dahin: Versuche fuer ihn da zu sein. Versuche mit ihm
etwas zu unternehmen, was er mag. Frage ihn, was er gerne
machen will. Wahrscheinlich wird er Dir antworten, dass er
momentan nix mag und nichts machen moechte. Versuche
ihn zum Lachen zu bringen, wenn es aber nicht klappt, dann
sei nicht boese.

Nimmt er Deinen neuen Mann sehr gut an? Vielleicht kann er
sogar mal mit ihm alleine reden - unter Maennern. Das kommt
jetzt auf das Verhaeltnis der beiden an.

Wenn er ein gutes Verhaeltnis zu ihm hat, koennen die beiden
vielleicht mal ein paar Maennersachen zusammen machen?!

Auf jeden Fall versuchen, ihm Schoene Dinge zu zeigen - nicht
krampfhaft, aber versuchen, INteresse zu wecken.

Versuche herauszufinden, was er toll findet - was ihn doch noch
irgendwie begeistert.

Ist er kuenstlerisch/musikalisch veranlagt? Er koennte dadurch
unheimlich toll seine miese Laune heraus'malen', 'singen', mit
Instrument 'spielen'... Das hatte mir als Jugendliche unheimlich
geholfen!!!

Lass mal wissen, wie's weiter geht.

Alles alles Gute!

*Drueck*
 
Liebe "Janis",




Nimmt er Deinen neuen Mann sehr gut an? Vielleicht kann er
sogar mal mit ihm alleine reden - unter Maennern. Das kommt
jetzt auf das Verhaeltnis der beiden an.

Wenn er ein gutes Verhaeltnis zu ihm hat, koennen die beiden
vielleicht mal ein paar Maennersachen zusammen machen?!


*Drueck*

Das Verhältnis zu meinem Mann war von Anfang an ausgesprochen gut...er unternimmt auch viel mit ihm...sie gehen vorallem gemeinsam auf Fußballspiele, wofür sich eben mein sohn als einziges im Augenblick interessiert.
 
hallo janis
ist schon eine unschöne geschichte mit deinem sohn.
und dass er erneut nicht in die schule gegangen ist war ja absehbar. es kommt nämlich jetzt noch hinzu, dass er sich schwach fühlt, sich den leistungsdruck in der schule nicht zutraut und deswegen angst haben könnte auch von seinen mitschülern als schwach angesehen zu werden. wenn man so lange gefehlt hat, ohne eine plausible begründung abzugeben fällt es umso schwerer sich der situation zu stellen, sollte klar sein, oder? genau dieses verhalten ist stellvertretend für alles woran der in letzter zeit gescheitert ist. er ist immer davongelaufen, hat erkannt dass es der einfachste weg ist. doch langsam sieht er ja selbst wo ihn dieser weg hinführt. es fehlt ihm massivst an selbstvertrauen.

was kannst du tun? ich finde es ganz wichtig, ihn erstmal auf den richtigen weg zurückzubringen, ihm den weg auch teilweise zu ebnen. er braucht einen grund für sein fernbleiben, eine ausrede, etwas das nicht seine schwäche so offensichtlich darlegt. sprich mit den verantwortlichen der schule, seine mitschüler dürfen davon nichts mitbekommen.
dann lass ihn einfach mal machen in der schule, sag ihm dass dir die noten egal sind und dass es jetzt erstmal wichtig ist, dass es ihm wohl da ist. seine motivation zu lernen wird von selbst kommen wenn der druck erstmal weg ist.
hat er freunde und was macht er so in seiner freizeit, hat er hobbies? vielleicht kann er sich etwas suchen dass ihn in ein soziales umfeld integriert und ihm selbstbestätigung gibt. ich denk mal das braucht er jetzt am allermeisten um selbstbewusster zu werden.
 
ih denke auch, dass da erstmal Ursachenforschung betriben werden muss, bevor ihr überlegt, wie ihr euren Sohn wieder in die Schule kriegt und welche Schulform er besucht. Schulangst und Versagensängste sind nicht zu unterschätzen.

Holt Euch unterstützung bei einem Schul- oder Jugendpsychologen und klärt erstmal ab, was los ist.
 

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