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Was haltet ihr von Steinmeiers Idee zum sozialen Pflichtdienst

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@Andreas900 warum nur 200 Euro mehr? Davon kann man doch nicht leben, wenn man Miete und Co. selbst bezahlen muss.

Als Zivi damals habe ich knapp 600 € verdient. Hartz 4 wenn man alle Vorteile reinrechnet beträgt knapp 1000 €. Insofern finde ich 1.200 € für einen Sozialendienst ganz ok.
Es gibt heute ja schon das freiwillige sozialen oder ökologisches Jahr. Dabei verdient man 300 bis 400 €, wobei dein Arbeitgeber deine Versicherungen mit zahlt.

Es geht dabei ja nicht um einen dauerhaften Job mit gutem Einkommen. Es geht darum, dass jungen Menschen nach der Schule ein Jahr Sozialdienst machen oder Menschen später im Leben wenn sie nichts anderes finden oder Freude daran haben eine Alternative sehen. Man könnte Zeiten der Arbeitslosigkeit sinnvoll überbrücken oder andere Lücken damit schließen.
 
Man darf aber nicht vergessen, dass eine Pflicht etwaigen eigenen Plänen massiv im Weg stehen kann.

Es soll auch junge Menschen geben die sich bereits im Abschlussjahr einen Ausbildungsplatz gesichert haben, oder schon genau wissen was sie mit ihrem Abschluss dann studieren möchten.

Denen dann zu sagen "Haha nö, bevor du DEINE Zukunftspläne umsetzen darfst kannste erstmal 1 Jahr schön malochen, ne, tuste mal bisschen was für die Gemeinschaft, woll" halte ich für bevormundend und frech, mindestens fragwürdig.
 
Man darf aber nicht vergessen, dass eine Pflicht etwaigen eigenen Plänen massiv im Weg stehen kann.

Es soll auch junge Menschen geben die sich bereits im Abschlussjahr einen Ausbildungsplatz gesichert haben, oder schon genau wissen was sie mit ihrem Abschluss dann studieren möchten.
erinnere mich zurück und hatte damals ebensolche, allerlei pläne, plätze im blick wo es mich hingezogen und ich mich lieber aufgehoben gefühlt hätte.

dienst ist dienst und schnaps ist schnaps.
 
Man darf aber nicht vergessen, dass eine Pflicht etwaigen eigenen Plänen massiv im Weg stehen kann.

Es soll auch junge Menschen geben die sich bereits im Abschlussjahr einen Ausbildungsplatz gesichert haben, oder schon genau wissen was sie mit ihrem Abschluss dann studieren möchten.

Denen dann zu sagen "Haha nö, bevor du DEINE Zukunftspläne umsetzen darfst kannste erstmal 1 Jahr schön malochen, ne, tuste mal bisschen was für die Gemeinschaft, woll" halte ich für bevormundend und frech, mindestens fragwürdig.
Eben, jede Planungssicherheit fällt damit weg, wenn man ein Jahr zwangsweise überbrücken muß, obwohl man eigentlich schon eine Ausbildungsstelle sicher hätte. Aber dieses Problem hatten die Zivis und Wehrdienstleistende früher genauso. Auch ne Methode, den jungen Leuten die Zukunftsplanung zu versauen.
 
erinnere mich zurück und hatte damals ebensolche, allerlei pläne, plätze im blick wo es mich hingezogen und ich mich lieber aufgehoben gefühlt hätte.

dienst ist dienst und schnaps ist schnaps.
Eben, jede Planungssicherheit fällt damit weg, wenn man ein Jahr zwangsweise überbrücken muß, obwohl man eigentlich schon eine Ausbildungsstelle sicher hätte. Aber dieses Problem hatten die Zivis und Wehrdienstleistende früher genauso. Auch ne Methode, den jungen Leuten die Zukunftsplanung zu versauen.
Man könnte dann eigentlich annehmen, dass man daraus gelernt hat. Wieso wurde dieses System ursprünglich abgeschafft? Muss ja irgendeinen logischen Grund dafür gegeben haben.

Wenn man selbst weiß wie ätzend das war könnte man ja auch sagen man erspart den heutigen jugendlichen das.
 
Als Zivi damals habe ich knapp 600 € verdient. Hartz 4 wenn man alle Vorteile reinrechnet beträgt knapp 1000 €. Insofern finde ich 1.200 € für einen Sozialendienst ganz ok.
Es gibt heute ja schon das freiwillige sozialen oder ökologisches Jahr. Dabei verdient man 300 bis 400 €, wobei dein Arbeitgeber deine Versicherungen mit zahlt.
Und 300-400€ ist definitiv zu wenig! Ich hatte nur 280€ (Mein Frewilligendienst ist aber auch schon länger her). Um die 100€ gingen noch für Fahrtkosten (trotz Ermäßigung) drauf. Wie kann man bitte davon Nahrung kaufen und Miete zahlen? Bei mir ging es wie gesagt nur, weil mein Mann verdient hat. Es ist also nur möglich, wenn man einen zahlenden Partner oder zahlende Eltern im Hintergrund hat.
Mindestlohn sollte schon drin sein, finde ich. Mehr muss es auch nicht sein.
 
Es gibt heute ja schon das freiwillige sozialen oder ökologisches Jahr. Dabei verdient man 300 bis 400 €, wobei dein Arbeitgeber deine Versicherungen mit zahlt.

Es geht dabei ja nicht um einen dauerhaften Job mit gutem Einkommen. Es geht darum, dass jungen Menschen nach der Schule ein Jahr Sozialdienst machen oder Menschen später im Leben wenn sie nichts anderes finden oder Freude daran haben eine Alternative sehen. Man könnte Zeiten der Arbeitslosigkeit sinnvoll überbrücken oder andere Lücken damit schließen.
Manche jungen Leute haben aber bei Schulabgang schon feste Pläne, und/oder keine reichen oder spendablen Eltern, denn versuch Du mal von popeligen 400 Euro zu leben, wenn Du damit alles, einschließlich Miete, zahlen mußt. Da machen dann die "großzügig" übernommenen Versicherungen das Kraut auch nicht mehr fett. Deswegen ist diese Art von Sozialdienst auch nur für reiche Kids geeignet, oder für junge Leute die sich schon vorher ein finanzielles Polster verdient haben. Und 1200 Eier verbrauchen sich auch ziemlich schnell, wenn man vor Ort keine bezahlbare Wohnung findet und der Anfahrtsweg endlos ist.
Wo will man denn die ganzen Zwangsverpflichteten unterbringen, in einer Kaserne oder einer leerstehenden Flüchtlingsunterkunft?
Wer diese Schnapsidee hatte, ist ganz selbstverständlich von seinen eigenen Verhältnissen ausgegangen, wo eigenes Geld, Auto mit Führerschein und/oder Wohnung in der Stadt vorhanden sind. Wenn ich da aber an meine eigenen Verhältnisse zur damaligen Zeit denke, Wohnen in der Pampa, Öffentliche jeweils 2 x früh und abends an Werktagen, Samstag nur 2 x (letzter früher Nachmittag) und Sonntag gar nicht (sprich keine Schichtarbeit oder Wochenendeinsätze möglich), Führerschein und eigenes Geld null, nächste Stadt eine ganze Strecke weit weg ... wie hätte sowas laufen sollen, bitte?
Mal davon abgesehen daß ich mit Menschen sowieso nicht kann, und ich kann nicht so gut heucheln daß ich zu unerwünschten, aufgezwungenen Tätigkeiten auch noch ein lachendes Gesicht machen täte. Bei mir führt sowas schnell zu Frust, und Frust führt zu offen sichtbarer Gereiztheit und unter Umständen sogar was handfestem, wenn mir einer falsch kommt. Und dann wundert man sich, wenn sich ein lästiger, verbockter, sexuell zudringlicher oder mit tausend überzogenen Ansprüchen gesegneter Patient irgendwann eine fängt ...
 
Das ist ja noch eine Seite der Medallie.

Will man wirklich Teenager zwangsweise auf kranke und Pflegebedürftige jagen? Ob das gut gehen würde halte ich für sehr diskutabel.
 
Wär ich nicht EM-Rentner und man würde mich zwangsweise ins Altenheim oder so schicken, dürfte das alles andere als gut enden. Zum einen bin ich als Autist eine relative Niete im Zwischenmenschlichen, zum anderen bin ich nicht stresstolerant und würde da garantiert einen Overload und im schlimmsten Fall sogar einen Meltdown bekommen. Würd Oma Piepenbrink mich dann trösten wollen, könnte ich nicht garantieren, dass ich die dann nicht aus dem Fenster oder gegen die Wand schubs. Will man so jemanden wie mich wirklich auf alte, behinderte oder kranke Menschen loslassen?
 
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