_Tsunami_
Urgestein
Eine erfreulich bunte Vielfalt an Meinungen/Ansichten. Finde ich gut. Bedankt.
Und erstmal kurz vorweg: Ich denke, dass es kaum einen Weg umhin gab, als dass die heutige Welt- und Religionslandschaft "exakt" so aussieht, wie sie heute aussieht, aber das nur am Rande.
Da ich gerade "keine Tinte auf dem Füller" habe, etwas aus der Konserve, gewissermaßen ein persönlicher Erfahrungsbericht aus einer Zeit, in der ich mich aus gegebenem Anlass etwas näher mit dem Buddhismus (plus ein bisschen) beschäftigte:
Pars pro toto.
Hier
die Wiki-Definition dafür.
Wie soll man das nun verstehen? Je nach Situation/Anforderung sicherlich anders.
Ich meine es in einem eher "buddhistischen" Sinne. Ich muss dazu anmerken, dass ich kein Buddhist bin, obwohl ich mal auf Einladung mehrere Stunden auf einer buddhistischen Veranstaltung mit schätzungsweise 2000 Teilnehmern verbracht habe. Das hat mir Spaß gemacht. Durchweg symphatische Personen, soweit ich mich erinnern kann. Zum Ende hin wurde noch gemeinschaftlich 20 Minuten lang meditiert und dann ging es zur anschließenden Party, wo es zu günstigen Preisen Selbstgemachtes (z.B. Dinge aus Ton oder Gips, mir fällt der Fachbegriff nicht ein), Verzehrbares und Getränke gab. Ich kann alle Argwöhnischen beruhigen, Buddhisten feiern wie alle/viele andere Menschen auch - unter anderem, zumindest partiell, mit viel Bier.
Wenn ich eine "Religion" wählen müsste, dann wäre es wohl der Buddhismus - nicht wegen dem Bier. Hatte während der langen Veranstaltung mit einem Lama festgestellt, dass ich so ähnlich ticke wie die bzw. die wie ich. In meinem Größenwahn gehe ich natürlich davon aus, dass die so ticken wie ich, und nicht anders herum. 😉
So, wie ich es verstanden habe, besteht der Buddhismus zu großen Teilen daraus, hin und wieder Meditation/Kontemplation zu betreiben, um letztendlich auf seine eigene Art und Weise zu sich selbst zu finden. Da gibt es nur wenige Gebote oder Verbote, sondern nur ein Fokussieren auf sich selbst, mit dem Ziel, Eins-zu-sein. Das gefällt mir.
Jetzt darf man das Fokussieren auf sich selbst nicht mit Egoismus (welcher größtenteils negative, aber auch durchaus positive Aspekte hat) verwechseln.
Denn die Erkenntnis ausgiebiger Meditation bzw. Kontemplation und gleichzeitig eine/die grundlegende Maxime des Buddhismus ist, dass man immer ein Teil des Ganzen und gleichzeitig das Ganze ist. So ist man immer ein Teil des Lebens und gleichzeitig das ganze Leben.
Ich finde den gerade genannten Gedanken durchaus interessant und inspirierend.
In dieser Sicht verliert auch der Spruch "Tue dir und anderen Gutes." seine Bedeutung, denn was man für oder wider andere tut, richtet man am Ende nur gegen sich selbst.
Mittlerweile bin ich schon nicht mehr (oder doch?) beim buddhistischen Glauben, sondern bei meiner persönlichen Sicht der Dinge. Ich habe nicht wirklich eine Religion oder Glauben, den ich befolge. Ich habe schon einen Glauben, doch dieser Glaube baut eher auf dem Menschen an sich und das, was man "natürlicher Menschenverstand" nennt - wesentlich, einfach, intelligent und dennoch praktikabel.
Es ist nun wirklich kein Geheimnis, dass man an Einsamkeit krepieren kann, und das zudem, sehr schnell und unglücklich. Mann kann heutzutage noch so intelligent, wissenschaftlich und fortschrittlich sein, es täuscht nicht über das grundlegendste und wichtigste Motiv menschlichen Handelns und Lebens hinweg: nicht alleine sein.
Ist zum Beispiel Geld ein grundlegendes und wichtiges Motiv des Menschen? Nicht wirklich. Es ist eine Ersatzbefriedigung. Mehr nicht. Alles das, was man jetzt tut, könnte man - sehr theoretisch - genauso gut oder noch besser tun, ohne sich ständig Metall und Papier hin und her zu schieben. Ich danke an dieser Stelle [...] für seine fachkundige Aussage an anderer Stelle in diesem Forum. Geld, seine Bedeutung und Nützlichkeit, ist ein sehr weites Feld, welches ich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nich beackern möchte.
Wenn man sich nun die Wichtigkeit und gleichzeitig die Zerbrechlichkeit eines Menschen in Bezug auf das "Nicht-alleine-sein" (zu können und zu wollen) ernsthaft und ehrlich vor Augen führt, dann sollte man sich wirklich mal überlegen, wie man zu sich selbst, seinen Freunden, seinen Familienmitgliedern, seinen Arbeitskollegen und dem "Rest der der Welt" steht.
Der Buddhist würde jetzt müde lächeln und sich des Eins-sein vergegenwärtigen.
Es ist auch gerade für "zivilisierte" Menschen mit all ihren Zivilisationskrankheiten schwierig, (gerade und insbesondere) ihren Kopf frei zu kriegen. Da, wo "rückständige"/arme Völker täglich um ihr Überleben ringen, herrschen oft mehr Übereinstimmung über Werte und Streben für gemeinschaftliches Glücklichsein, als es der materiell befreite und in Anbetracht der schier unbegrenzten Möglichkeiten, und dennoch ständig sinnsuchende "Zivilisationsbürger" und seine Gemeinschaft es vermögen.
Das würde mir sehr stark zu denken geben.
(26.01.2010)
Die Ehrlichkeit kommt vor dem Fall, aber auch vor dem Aufstieg.
Und erstmal kurz vorweg: Ich denke, dass es kaum einen Weg umhin gab, als dass die heutige Welt- und Religionslandschaft "exakt" so aussieht, wie sie heute aussieht, aber das nur am Rande.
Da ich gerade "keine Tinte auf dem Füller" habe, etwas aus der Konserve, gewissermaßen ein persönlicher Erfahrungsbericht aus einer Zeit, in der ich mich aus gegebenem Anlass etwas näher mit dem Buddhismus (plus ein bisschen) beschäftigte:
Pars pro toto.
Hier
die Wiki-Definition dafür.
Wie soll man das nun verstehen? Je nach Situation/Anforderung sicherlich anders.
Ich meine es in einem eher "buddhistischen" Sinne. Ich muss dazu anmerken, dass ich kein Buddhist bin, obwohl ich mal auf Einladung mehrere Stunden auf einer buddhistischen Veranstaltung mit schätzungsweise 2000 Teilnehmern verbracht habe. Das hat mir Spaß gemacht. Durchweg symphatische Personen, soweit ich mich erinnern kann. Zum Ende hin wurde noch gemeinschaftlich 20 Minuten lang meditiert und dann ging es zur anschließenden Party, wo es zu günstigen Preisen Selbstgemachtes (z.B. Dinge aus Ton oder Gips, mir fällt der Fachbegriff nicht ein), Verzehrbares und Getränke gab. Ich kann alle Argwöhnischen beruhigen, Buddhisten feiern wie alle/viele andere Menschen auch - unter anderem, zumindest partiell, mit viel Bier.
Wenn ich eine "Religion" wählen müsste, dann wäre es wohl der Buddhismus - nicht wegen dem Bier. Hatte während der langen Veranstaltung mit einem Lama festgestellt, dass ich so ähnlich ticke wie die bzw. die wie ich. In meinem Größenwahn gehe ich natürlich davon aus, dass die so ticken wie ich, und nicht anders herum. 😉
So, wie ich es verstanden habe, besteht der Buddhismus zu großen Teilen daraus, hin und wieder Meditation/Kontemplation zu betreiben, um letztendlich auf seine eigene Art und Weise zu sich selbst zu finden. Da gibt es nur wenige Gebote oder Verbote, sondern nur ein Fokussieren auf sich selbst, mit dem Ziel, Eins-zu-sein. Das gefällt mir.
Jetzt darf man das Fokussieren auf sich selbst nicht mit Egoismus (welcher größtenteils negative, aber auch durchaus positive Aspekte hat) verwechseln.
Denn die Erkenntnis ausgiebiger Meditation bzw. Kontemplation und gleichzeitig eine/die grundlegende Maxime des Buddhismus ist, dass man immer ein Teil des Ganzen und gleichzeitig das Ganze ist. So ist man immer ein Teil des Lebens und gleichzeitig das ganze Leben.
Ich finde den gerade genannten Gedanken durchaus interessant und inspirierend.
In dieser Sicht verliert auch der Spruch "Tue dir und anderen Gutes." seine Bedeutung, denn was man für oder wider andere tut, richtet man am Ende nur gegen sich selbst.
Mittlerweile bin ich schon nicht mehr (oder doch?) beim buddhistischen Glauben, sondern bei meiner persönlichen Sicht der Dinge. Ich habe nicht wirklich eine Religion oder Glauben, den ich befolge. Ich habe schon einen Glauben, doch dieser Glaube baut eher auf dem Menschen an sich und das, was man "natürlicher Menschenverstand" nennt - wesentlich, einfach, intelligent und dennoch praktikabel.
Es ist nun wirklich kein Geheimnis, dass man an Einsamkeit krepieren kann, und das zudem, sehr schnell und unglücklich. Mann kann heutzutage noch so intelligent, wissenschaftlich und fortschrittlich sein, es täuscht nicht über das grundlegendste und wichtigste Motiv menschlichen Handelns und Lebens hinweg: nicht alleine sein.
Ist zum Beispiel Geld ein grundlegendes und wichtiges Motiv des Menschen? Nicht wirklich. Es ist eine Ersatzbefriedigung. Mehr nicht. Alles das, was man jetzt tut, könnte man - sehr theoretisch - genauso gut oder noch besser tun, ohne sich ständig Metall und Papier hin und her zu schieben. Ich danke an dieser Stelle [...] für seine fachkundige Aussage an anderer Stelle in diesem Forum. Geld, seine Bedeutung und Nützlichkeit, ist ein sehr weites Feld, welches ich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nich beackern möchte.
Wenn man sich nun die Wichtigkeit und gleichzeitig die Zerbrechlichkeit eines Menschen in Bezug auf das "Nicht-alleine-sein" (zu können und zu wollen) ernsthaft und ehrlich vor Augen führt, dann sollte man sich wirklich mal überlegen, wie man zu sich selbst, seinen Freunden, seinen Familienmitgliedern, seinen Arbeitskollegen und dem "Rest der der Welt" steht.
Der Buddhist würde jetzt müde lächeln und sich des Eins-sein vergegenwärtigen.
Es ist auch gerade für "zivilisierte" Menschen mit all ihren Zivilisationskrankheiten schwierig, (gerade und insbesondere) ihren Kopf frei zu kriegen. Da, wo "rückständige"/arme Völker täglich um ihr Überleben ringen, herrschen oft mehr Übereinstimmung über Werte und Streben für gemeinschaftliches Glücklichsein, als es der materiell befreite und in Anbetracht der schier unbegrenzten Möglichkeiten, und dennoch ständig sinnsuchende "Zivilisationsbürger" und seine Gemeinschaft es vermögen.
Das würde mir sehr stark zu denken geben.
(26.01.2010)
Die Ehrlichkeit kommt vor dem Fall, aber auch vor dem Aufstieg.