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Was haltet ihr vom Buddhismus?

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Vielleicht muss man auch hier von "Lügenpresse" und mangelnder Information ausgehen, aber sind vom Grundsatz her die Selbsterkenntnis, das Einssein mit Welt/Natur/Universum und das friedliche Leben nicht überaus erstrebenswert für eine jegliche Gesellschaft?

Ich denke schon dass es das ist, aber was hat das mit dem Buddhismus zu tun? Um friedlich zu sein, meinen Nachbarn nicht mit dem Nudelholz einen Scheitel zu ziehen und die Natur / Umwelt respektvoll zu behandeln brauche ich keine Ideologie. Die Fähigkeit, mir Gedanken über mich selbst zu machen, meine „Art und Weise“ zu reflektieren und zuvorkommend zu anderen zu sein, das sind grundsätzlich menschliche Eigenschaften die vom Buddhismus (und wahrscheinlich auch von anderen Glaubenskonstrukten) übernommen und instrumentalisiert wurden.

Persönlich denke ich dass man dann möglichst „frei“ ist, wenn man von jeglichen Ideologien und Glaubenssystemen einen großen Bogen macht und so handhabe ich das für mich auch.
 
Nein, ich denke nicht, dass der Buddhismus besser als das Christentum oder der Islam ist, aber allem Anschein nach ist er bedeutend friedlicher, hat weniger Kindesmissbrauch, Morde und Kriege auf dem Gewissen.

Er ist nicht besser, aber friedlicher?
Ein Verhaltenstrainer hat mit mal den weisen Spruch gesagt "alles was vor einem aber steht, ist eine Lüge" 😀
(Bitte nicht als persönlichen Angriff verstehen)

Allein die Aussage, dass der Buddhismus friedlicher ist, finde ich vage. Hast du da Statistiken oder vermutest du einfach mal?
Wir kennen primär unseren Kulturkreis. Was wissen wir denn, was in Indien und co passiert? Jedenfalls gibt es reichlich kritische Ansätze der vermeindlich friedlichen Vorzeigereligion, die schon mit der Frage anfangen, ob mangels Gott überhaupt Religion der richtige Begriff ist.

Mein Problem mit dem Buddhismus ist die absolutistische/fatalistische Sichtweise des Lebens angefangen mit der Karma Lehre. Schlechte Taten im vergangen Leben ziehen ein schlechtes jetziges Leben nach sich. Ich zitiere mal aus Licht und Schatten des Buddhismus
"Die gequälten, ermordeten Juden wollten ihrer Meinung nach im KZ nur ihr schlechtes Karma abarbeiten"

Nach der Karmalehre ist jeder für sein Leiden halt selbst verantwortlich, halt Pech gehabt... Damit ist der Buddhismus die vielleicht am wenigsten emanzipierte Religion, die das Leben als unveränderliches Schicksal resultierend aus dem vergangenen Leben ansieht. Mit dieser Philosophie gibt es in Indien heute noch das Kastenwesen, dass die persönliche Freiheit armer Menschen extrem einschränkt. Wer arm geboren ist, ist selber Schuld und hat keinen sozialen Aufstieg verdient. Googelt mal "unberührbare"!

Nicht falsch verstehen, ich bin kein Feind des Buddhismus. Jede Religion ist das, was Menschen aus ihr machen. Der Buddhismus ist wie fast jede Religion im Kern friedlich; den Ruf als "die Religion des Friedens" verdient er m.E. jedoch nicht.
 
Ich zitiere mal aus Licht und Schatten des Buddhismus
"Die gequälten, ermordeten Juden wollten ihrer Meinung nach im KZ nur ihr schlechtes Karma abarbeiten"
Um den Text etwas kontextreicher zu zitieren:
"Karmalehre [...]. Rechtsgerichtete Esoteriker z.B. haben konsequenterweise auf der Basis dieses Denkens ein neues, schreckliches Legitimationsargument für Auschwitz erfunden: Die gequälten, ermordeten Juden wollten ihrer Meinung nach im KZ nur ihr schlechtes Karma abarbeiten
."

Es kommt meiner Meinung nach wie bei jeder Religion auf die Interpretation an, aber der Buddhismus bieter weniger Freiraum für menschenverachtende und rassistische Ideologien als die anderen großen Religionen.
 
Es kommt meiner Meinung nach wie bei jeder Religion auf die Interpretation an, aber der Buddhismus bieter weniger Freiraum für menschenverachtende und rassistische Ideologien als die anderen großen Religionen.

Wo liegt der Unterschied, ob man jemandem aufgrund seiner Rasse oder seiner Klasse in der er geboren wurde Rechte abstreitet?
Frieden bedeutet für mich mehr als nur das Freisein von Gewalt. Vielmehr bedeutet Frieden auch Freisein von Unterdrückung. Wenn Buddhismus in seiner fatalistischen Sicht ein Klassendenken fördert, dass in Unterdrückung resultiert, ist dann nicht Buddhismus sogar sehr unfriedlich?

Ist ein Klassensystem nicht GERADE eine menschenverachtende Ideologie? 😛
 
Es gibt nur eine "Religion" - und die heißt Darwin.

So isses. Deswegen werden sich nicht die weisesten, sondern die aggressivsten und gierigsten Religionen durchsetzen.
Und wenn die RFID-Chips spätestens bei der nächsten Generation unter der Haut sind, werden alle auf dem Planeten zum Christentum gezwungen. Die Verlockung der Macht und Kontrolle über den anderen ist groß. Darwin lässt sich kaum austricksen.
 
Ich bin Atheistin.
Aber der Buddhismus interessiert mich sehr.
Wenn eine "Religion/Glaube" dann der Buddhismus. Er ist friedlich.
 
Ist mir eigentlich egal. Auf alle Fälle tritt er nicht so aggressiv auf, wie der Islam und versucht auch nicht, die ganze Welt unter seine Kontrolle zu bringen. Man kann ihn auch kritisieren und verlassen, ohne gleich vor Gericht gestellt oder gar mit dem Tod bedroht zu werden.

Alles das sind signifikante Unterschiede zum derzeit so hochgelobten Islam und machen mir den Buddhismus daher recht sympathisch.

Um das so in Relation zu stellen, müsstest DU erst einmal den Islam verstehen...
Frag doch mal die Frauen in Indien und Pakistan, welcher Buddhismus gelebt wird.
Es ist nicht der, der westlichen Lesart.
Wie es eben im Islam auch einen gelebten gewaltfreien Islam gibt.

Und niemand muss in den Islam eintreten, folglich auch nicht austreten...

 
Nicht ganz. Ich habe ja mehrere Jahre unter Buddhisten verbracht und kann sagen: Auch im Buddhismus gibt's ansatzweise Egoismus.
Aber natürlich kein Vergleich zu den aggressiven westlichen Religionen.

Dann freue dich, dass du unter wohlhabenden Buddhisten gelebt hast und nicht unter denen, die im Kastensytem ganz unten stehen und sich von den Ratten auf dem Feld ernähren müssen 🙄

Aber sicher ja, eine Religion, die Unterwerfung und Ergebung ins Schicksal prädigt, schafft Frieden. Wer den Wunsch auf eine bessere Zukunft abhakt und sich in die Leibeigenschaft fügt, der lebt im vermeintlichen Frieden.

Wenn ich mir die europäische Geschichte ansehe, erkenne ich aber in Kriegen manchmal sogar positives. War die französische Revolution nicht unterm Strich ein Erfolg für Menschenrechte und Demokratie?

Ich glaube, es wird unseren westlichen Religionen nicht gerecht, diese als aggressiv zu bezeichnen. Westliche Religionen sind emanzipierter und setzen auf mündige Menschen, dir ihr Schicksal aktiv gestalten.

Ein wesentlicher Vorteil des Christenums gegenüber dem Buddhismus verstehe ich in der Gleichheit der Menschen. Christus versinnbildlicht, dass selbst Gottes Sohn nicht über den Menschen steht. Wesentliche humanistische Fortschritte in der europäischen Geschichte erfolgten daraus.
 
Ein wesentlicher Vorteil des Christenums gegenüber dem Buddhismus verstehe ich in der Gleichheit der Menschen.

Tolle Gleichheit, wenn die einen gleicher als die anderen sind.
Die Geschichte des Christentums ist eine Geschichte von Mord, Gewalt, Intrigen.
In Europa wurden Menschen Jahrhunderte lang gequält oder als Hexen verbrannt bis sich der letzte dieser Religion beugte.
Auf den beiden amerikanischen Kontinenten hat man die Indianer fast komplett ausgerottet und ihr Gold an die Kirche geliefert. Den Rest hat man zum Christentum gezwungen.
Zwei Weltkriege wurden von christlichen Ländern gestartet.
Unzählige, gut finanzierte christliche Organisationen missionieren jetzt in Asien, schleichend und unbemerkt Tag für Tag.

Bleib mir bloß mit dieser verbrecherischen Religion fern, sie war das schlimmste was es in der Geschichte der Menschheit gab.
 
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