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Was denkt ihr über diesen Brief?

M

Monarose

Gast
Es ist besser, eine schwierige Beziehung zu ergründen als zu verdrängen.
Natürlich muss man sich mit "solchen Menschen" beschäftigen, wenn man sich innerlich befreien will. Es ist ihre Mutter, nicht irgendeine Nachbarin.
Die Beziehung zu unseren Eltern hat viel zu tun mit künftigen Konstellationen. Freiheit hat viel zu tun mit Ergründen und Begreifen. Das tut häufig weh, ist aber wichtig. Ich finde, Andrea macht es ganz richtig.
 

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somebody_

Mitglied
Vom Mörtel halte ich auch nicht sonderlich viel - ich kenne ihn zwar nicht persönlich aber in den medien repräsentiert er sich so als wäre er der größte.

Katzi tut mir ehrlich gesagt leid, ich glaub dass die mit dem ganzen medienrummel absolut nicht klarkommt auch wenn sie vielleicht nur aufgrund des berühmtheitstatusses was mit mörtel am laufen hat.. aber mal ganz ehrlich - wie verantwortungslos behandelt dieser "alte" mann dieses "junge mädel"? er sieht dass es ihr zunehmend schlechter geht, und anstatt vielleicht den medienrummel mal wegzulassen und sich zeit für seine "geliebte" zu nehmen lässt er sie meist dann einfach zu hause hocken und er schaut dass er trotzdem immer und überall präsent ist.. für sein image wäre ersteres mit sicherheit mal um einiges besser als ständig interviews zu geben und fernsehsendungen zu drehen!!
 

Gretchen Wieners

Aktives Mitglied
Es ist besser, eine schwierige Beziehung zu ergründen als zu verdrängen.
Natürlich muss man sich mit "solchen Menschen" beschäftigen, wenn man sich innerlich befreien will. Es ist ihre Mutter, nicht irgendeine Nachbarin.
Die Beziehung zu unseren Eltern hat viel zu tun mit künftigen Konstellationen. Freiheit hat viel zu tun mit Ergründen und Begreifen. Das tut häufig weh, ist aber wichtig. Ich finde, Andrea macht es ganz richtig.

@ Fuechsin
was Patch da schreibt ist tatsächlich der grund, warum ich diese ganzen fragen stelle.
du hast zwar recht wenn du sagst, man sollte sich mit belastendem zeug/menschen nicht beschäftigen, sondern lieber mit solchen, die einen aufbauen und mit denen man gerne redet.

aber das geht nicht mit allen personen/in allen situationen. mein leben war und ist viel zu sehr mit dem meiner mutter verstrickt, noch um vieles mehr als bei anderen menschen.
ich werde jeden tag ganz ohne dass ich mich mit ihr beschäftigen will wieder an sie erinnert, weil ich jeden tag in situationen komme, in denen ich von ihr übernommene oder durch sie ausgelöste verhaltensweisen an den tag lege.
ich kann dieses kapitel erst schließen, wenn ich alle zusammenhänge ergründet habe bzw. es im alltag keine situationen mehr gibt, die eine erinnerung an sie herauf beschwören.
verdrängen bringt nichts, das musste ich schon zu lange.

zu dem brief reinstellen an sich: der zweck heiligt die mittel.
zumindest in diesem fall. bei jedem anderen menschen hätte ich skrupel. aber bei meiner mutter ist das egal.


@ Tourette

JA, ich bin sogar sehr verunsichert. ich hatte nämlich noch nie normale menschen im familienleben miterlebt, deswegen kann ich das nicht bewerten und beurteilen inwiefern leute wirklich ständig über andere lästern und sie abwerten.
aber ich glaubs halt eigentlich nicht, weil in filmen z.b. (die nicht satire o.ä. sind), da sind die leute halt immer eher nett zueinander oder in der werbung. und in der schule hat man mir auch immer so gesagt, dass man eher nett zueinander ist.
aber meine mutter sagt halt, die lügen nur alle und in wirklichkeit hassen die sich schon alle. aber ich glaub das halt inzwischen nicht mehr so. also zumindest außerhalb der familie weiß ich dass es nicht so ist. und warum sollten denn so viele leute ganz ohne grund immer sagen "mir ist die familie wichtig" usw.? wenn da jeder den anderen hassen würde, dann wär mir die familie überhaupt nicht wichtig.
 

Tourette

Aktives Mitglied
Ich kann dir versichern, dass es in der Welt nicht überall so abläuft.

Ich bin eine respektvolle Grundhaltung sowohl innerhalb der Familie, als auch zwischen den Mitmenschen gewohnt. Ich kenne durchaus Fälle von Menschen, die schlecht über andere sprechen. Vielmals fühlen sie sich in dem bestätigt, in dem was sie sind, wenn sie sich auf die Fehler andere Menschen konzentrieren und diese vergrößern. Sie fühlen sich sozusagen besser, wenn die andere schlechter erscheinen.

Aber ich möchte sagen, dass das eine sehr eingeschränkte Art der Weltsicht ist und sicherlich nicht die Norm entspricht.
 
F

Fuechsin

Gast
Jeder Mensch hat schlechte Vehaltensweisen, die ihre Ursache in der Kindheit haben. Keinem Menschen wird geholfen, wenn man immer nur analysiert warum etwas falsch laeuft. Besser ist es konsequent an den Verhaltensweisen und Eigenschaften die einem nicht gefallen zu arbeiten und die positven auszubauen.

Sicher hast du auch gerade durch deine belastende Kindheit sehr gute Eigenschaften gewonnen. Bist vielleicht einfuehlsamer fuer die Probleme anderer, kannst gut zu hoeren, bist geduldig.... .
Ich habe es mitlerweile akzeptiert, dass meine Kindheit nicht wie aus dem Bilderbuch war und bin froh, dass ich nun erwachsen bin und mein Leben selbstbestimmen kann. Das war ein etwas steiniger Weg und ich hab auch nicht geglaubt, dass ich es irgendwann mal so akzeptieren kann wie es nunmal war. Dr. Rock hat damals behauptet, dass es ginge und ich habs nicht geglaubt. Aber er hatte zum Glueck doch Recht.

Wichtig finde ich auch, dass man aufhoert alles auf sich zu projezieren. Klar hat man Probleme, aber andere Menschen auch. Du fuehlst dich manchmal vielleicht zimlich bescheuert, aber glaub mir, das ist auch nur so, weil du nicht weisst was andere Leute den ganzen Tag so denken und fuehlen. Jeder hat irgendwie ein Rad ab. Du bist nicht alleine.
 
N

Nutzerin

Gast
Der Brief beinhaltet in meinen Augen nicht mehr Gehässigkeit, als sie heutzutage im Alltag vorkommt.

Beispiel: Eine Ärztin unterhält sich mit einem Radiologieassistenten, der ihr erzählt, dass ein Typ abends mal seine Wohnung im Erdgeschoss renoviert hat und draußen ein paar junge Kerle Krach gemacht hätten. Der Typ geht ans Fenster und bittet sie drum leiser zu sein. Folge ist, dass diese Kerle einsteigen, ihn verprügeln und sich aus dem Staub machen.

Die Ärztin: "Na, wenn man im Erdgeschoss bei offenem Fenster sowas bringt, muss man doch wirklich extrem blöd sein."

Da kann sich jeder wohl seinen Teil denken. Echt super, was?
 

Gretchen Wieners

Aktives Mitglied
Jeder Mensch hat schlechte Vehaltensweisen, die ihre Ursache in der Kindheit haben. Keinem Menschen wird geholfen, wenn man immer nur analysiert warum etwas falsch laeuft. Besser ist es konsequent an den Verhaltensweisen und Eigenschaften die einem nicht gefallen zu arbeiten und die positven auszubauen.

Sicher hast du auch gerade durch deine belastende Kindheit sehr gute Eigenschaften gewonnen. Bist vielleicht einfuehlsamer fuer die Probleme anderer, kannst gut zu hoeren, bist geduldig.... .
Ich habe es mitlerweile akzeptiert, dass meine Kindheit nicht wie aus dem Bilderbuch war und bin froh, dass ich nun erwachsen bin und mein Leben selbstbestimmen kann. Das war ein etwas steiniger Weg und ich hab auch nicht geglaubt, dass ich es irgendwann mal so akzeptieren kann wie es nunmal war. Dr. Rock hat damals behauptet, dass es ginge und ich habs nicht geglaubt. Aber er hatte zum Glueck doch Recht.

Wichtig finde ich auch, dass man aufhoert alles auf sich zu projezieren. Klar hat man Probleme, aber andere Menschen auch. Du fuehlst dich manchmal vielleicht zimlich bescheuert, aber glaub mir, das ist auch nur so, weil du nicht weisst was andere Leute den ganzen Tag so denken und fuehlen. Jeder hat irgendwie ein Rad ab. Du bist nicht alleine.
also ich sehe es so, dass immer BEIDES notwendig ist, die analyse der gefühle/verhaltensmuster/vergangenheit und gleichzeitig aber auch das aktive ausprobieren/verändern des verhaltens/der eigenen lage.
das eine geht ohne das jeweils andere nicht (meiner meinung nach).

als beispiele kann ich da geben: es gibt bestimmte situationen bei mir, da fühle ich mich auf einmal ganz bestimmt und ein programm läuft ganz automatisch (ohne das ich irgendwas dagegen tun könnte) in meinem inneren ab (gefühlswelt) oder ich zeige bereits nach außen hin ein bestimmtes verhalten, dass auch wie von selbst abgespult wird.
ich fühlte mich in bestimmten situationen auch ganz anders (meistens in negativer form), als es in der entsprechenden situation angebracht gewesen wäre.
diese probleme hätte ich niemals lösen können allein durch ausprobieren, das hätte ich psychisch gar nicht durchgestanden. da war die analyse das einzig wahre!
ohne die analyse hätte ich gar nicht gewusst wo ich ansetzen soll, hätte gar nicht gemerkt, dass in mir von zeit zu zeit ein "falsches programm" abgespult wird und selbst wenn hätte ich nicht gewusst, was die alternative dazu wäre oder warum ich eigentlich so bin (=>schuldgefühle).

als ich es dann aber begriffen hatte warum ich so fühlte bzw. überhaupt erstmal selber verstand was ich da eigentlich überhaupt fühle und was da in mir vorgeht, da konnte ich mich immer mehr beruhigen und die probleme aus einer objektiveren perspektive betrachten. und als ich das konnte habe ich es auch geschafft erste aktive versuche zu starten mich neu auszuprobieren und mein verhalten zu ändern.
manchmal musste ich mich sogar gar nicht ausprobieren, weil allein dadurch, dass mir bewusst geworden ist, was ich da eigentlich fühle und warum, das problem von selbst verschwunden ist (leider ist es so nicht immer!;))

lg
 

Gretchen Wieners

Aktives Mitglied
Der Brief beinhaltet in meinen Augen nicht mehr Gehässigkeit, als sie heutzutage im Alltag vorkommt.

Beispiel: Eine Ärztin unterhält sich mit einem Radiologieassistenten, der ihr erzählt, dass ein Typ abends mal seine Wohnung im Erdgeschoss renoviert hat und draußen ein paar junge Kerle Krach gemacht hätten. Der Typ geht ans Fenster und bittet sie drum leiser zu sein. Folge ist, dass diese Kerle einsteigen, ihn verprügeln und sich aus dem Staub machen.

Die Ärztin: "Na, wenn man im Erdgeschoss bei offenem Fenster sowas bringt, muss man doch wirklich extrem blöd sein."

Da kann sich jeder wohl seinen Teil denken. Echt super, was?
das...check ich etzt irgendwie grade nicht, was meinst du?:p
 

Gretchen Wieners

Aktives Mitglied
Sicher hast du auch gerade durch deine belastende Kindheit sehr gute Eigenschaften gewonnen. Bist vielleicht einfuehlsamer fuer die Probleme anderer, kannst gut zu hoeren, bist geduldig.... .
a propos, ich glaube, dass das bei mir leider nur wenig bis gar nicht zutrifft.
ich glaube, dass ich wenn überhaupt, "toleranter" im bezug auf problembehaftete menschen geworden bin.

wenn mir jemand offenbart (oder ich es eh schon von alleine merke), dass jemand (diese und jene) probleme hat, er mir aber abgesehen von diesen trotzdem sympathisch ist, dann bin ich trotzdem gern mit ihm zusammen und akzeptiere ihn.
ich bin auch viel mit psychisch kranken, armen leuten, leuten aus der unterschicht allgemein, arbeitslosen usw. zusammen, 1. weil ich selber zu ihnen gehöre und mich aber dafür nicht (mehr) schäme, 2. weil es die leute sind, mit denen ich mich einfach am besten verstehe tendenziell, weil wir eben noch am allermeisten gemeinsam haben und 3. weil auch sie mich akzeptieren!:)
 

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