Rhenus wie gesagt mich wundern die Reaktionen hier nicht.Ich fühle mich nicht als Richter berufen denoch denke ich das Tierqüaler härter bestraft werden müssen,daß sich da im Gesetz was ändern sollte.
Nun ja, das ist alles dein legitimes Recht zu fordern, dass Gesetze verschärft werden, doch hier wird massiv zur Selbstvergeltung und Gewalt aufgerufen. Dagegen bin ich.
Doch mich verwundert diese gespielte Aufregung durchaus, denn man muss nur ihre Beiträge über längere Zeit aufmerksam lesen, und sich die vielen widersprüchlichen Aussagen merken.
Wir müssen dringend an unserer gesellschaftlichen Ethik und Deeskalation von Gewalt arbeiten.
So war es früher nahezu unmöglich, dass jemand bei einem nichtigen Streit auf Wehrlose eintrat.
Ich bezweifele, dass dies mit härteren Strafen (siehe USA) zu bewältigen ist.
Doch wenn an sich friedliche Menschen zur Gewalt und Gegengewalt aufrufen, wenn sie Tiere mit Menschen gleichgestellt, oder gar höher bewertet wissen wollen, dann stimmt doch etwas nicht, oder?
Für mich ist das ein wenig kurios, jeder spricht von Recht, was er einfordert und eingehalten werden wissen will, doch selbst äußert man bedenkenlos Selbstjustiz und Gewaltvorstellungen.
Wo bleibt da eine Rechtsstaatlichkeit, wenn ich keine Gesetze und Rechtmäßigkeit akzeptiere, die auf gemeinsame demokratische Entscheidungen basieren?
Jeder hat das Recht sich politisch zu engagieren und dafür einzusetzen, dass gewisse Strafen verschärft werden. Das wird übrigens ständig getan, doch tragen Strafverschärfungen absolut nicht zum gewünschten Erfolg bei.
Denn wenn eine Gesellschaft zunehmend verroht, dann helfen Strafen kaum noch.
Eine Gewalt fängt immer in den Köpfen an und wenn man ihnen nicht in Beiträgen widerspricht, dann wird diese Gewalt realisiert und schließlich sogar als gerechtfertigt empfunden.
Du schriebst: „Die Gedanken sind frei!“
Doch wenn diese Gewaltverherrlichungen niedergeschrieben werden, sind sie nicht mehr frei und zu tolerieren.
Einige Gewalttaten wird man nie verhindern können. Wir nehmen es auch hin, dass durch übermotorisierte Autos und fehlendes Tempolimit, tagtäglich Menschen sterben, die auch Angehörige haben, die leiden.
Das ist ebenfalls eine Form von Gewalt.
Hier in diesem Fall sind die notwendigen Strafrahmen durchaus vorhanden. Mich regt eher auf, dass das bestehende Gesetz nicht die richtige Anwendung finden, oder die Täter nicht ermittelt werden.
Um beim Fall zu bleiben:
TierSchG - Einzelnorm
Ich denke, dass der festgesetzte Strafrahmen durchaus ausreichend ist, zumal hier der Raubüberfall dazu kommt.