Der Titel heißt ja Warum?
vielleicht kann ich es ja beantworten.😉
Also ich sehe genau solche Aussagen als genauso krankhaft, wie die Tat selbst. Denn es ist genau die selbe Art Grausamkeit, wenn man die Möglichkeit hätte. Jeder Mensch ist zu allem fähig, es gibt keine bösen Gene. Man sieht hier bestens, Grausamkeit und die Neigung zur Zerstörung wurzelt in jedem von uns. Unsere Erfahrungen und unser daraus resultierendes Denken entscheidet ob es sich durchsetzt oder verkümmert.
Die meisten Menschen glauben an den freien Willen. Dass jeder frei zu entscheiden hat, und dass alle Handlungen völlig bewusst ablaufen, das kann aber garnicht möglich sein. Wir alle sind beeinflusst durch die Kultur in der wir leben. Nazis z.b. Wer würde glauben, dass genau zu dieser Zeit genau ganz Deutschland alle die genau gleiche Einstellung hatten und es heute zufällig die meisten überhaupt nicht so sehen.
Also wo liegt der Unterschied zwischen einem gesunden, mitfühlenden Menschen und einen kranken, gewalttätigen Menschen. Zum einen hat der kranke Mensch keine Erfahrung mit der Erkennung der Ähnlichkeit mit sich selbst und einem anderen Lebewesen. Er sieht es also als etwas absolut von sich getrennt an. Also kann er sich nicht vorstellen, das es wie er auch, Schmerzen fühlt, oder besser gesagt, dass der Schmerz des Tieres oder anderen Menschen der gleiche Schmerz ist, wie seiner auch. Er kann diese Verbindung zu sich selbst nicht herstellen.
Und auch der gesunde Mensch verhindert den Schmerz eines anderen nur weil er sich selbst auch in dieser Situation sehen kann. Deswegen reagieren manche Menschen mit den brutaltsten Vorstellungen. Es ist die Abwehrfunktion des Egos das die Bedrohung mit allen Mitteln ausradieren möchte.
Aber wo ist der Nutzen dabei. Wo die Lösung? Wenn wir uns selbst, den Mensch, nicht kennen. Wenn wir nicht wissen wie wir funktionieren, werden wir uns die Köpfe einschlagen. Und im Namen des Guten uns das Blut von den Händen waschen. Wer dann der wirkliche Gute ist, bleibt zu bezweifeln.
Muss man einem Kind oder einen Erwachsenen der noch nicht gelernt hat, wie man sich angemessen verhält immer schlagen und bestrafen? Ist das nicht in erster Linie unsere Unfähigkeit zu verstehen, wie man einen Menschen erzieht. Soetwas wie Resozialisierung kann nur scheitern, weil was sind schon 15 Jahre Kindheitstrauma gegen 1 Jahr fremde psychologische Betreuung nebenbei. Das bringt das Fass nicht zum kippen. Und dann sagt man: "der ist unfähig zur Besserung". Weil der Mensch nicht mit Ungewissheit Leben kann, macht er seine Ahnname zur Realität.
Wir müssen den Schmerz besiegen, also legen wir es an einem Objekt fest, das wir vernichten können. Ähnlich wie die Projektion eines Dämonen auf einen Gegenstand, den wir dann zerschlagen, und so glauben wir den Schmerz besiegt zu haben. In Wirklichkeit hat man nichts verändern, alles bleibt gleich.
Also entweder man straft alle kranken Menschen, was dann sowieso keinen Unterschied mehr macht, weil der Mensch trotzdem krank bleibt und die Tat schon passiert ist, oder man versucht zu erkennen wo die Ursache liegt, was grundlegendes in der Entwicklung mancher Menschen fehlt oder schief lief, und versucht sich darauf zu konzentrieren, dann verhindert man vielleicht das Leid und auch die Krankheit des Einzelnen, und nicht nur für dieses eine mal, sondern auch für alle weitere, die geschehen wären.
Wir dürfen nicht von uns ausgehen, und nur weil wir ein schönes Leben leben dürfen, erwarten dass alle anderen jetzt so wie wir denken und handeln sollen. Das ist ziemlich uneinsichtig, hat aber nichts mit Verharmlosung zu tun.
Solange man Geld, Energie und Zeit in Bestrafung, Schutz, Sicherheit, Gefängnisse, Gesetze und Richter investiert, wird sich nie etwas ändern. Das ist wie sich zig Medikamente einzuwerfen, um die Symptome zu betäuben, wenn man schon krank ist, anstatt garnicht erst krank zu werden oder zu bleiben. Irrsinn!
Also wenn jemanden wirklich etwas daran liegt, solche Dinge in Zukunft zu vermeiden, dann muss er sich Wohl oder Übel mit den ursächlichen Problemen auseinandersetzen.