Burbacher
Aktives Mitglied
Gerade beim Freitod ist Trauer sehr angebracht. Trauer auch über das eigene Versagen. Die meisten Selbstmorde ließen sich verhindern, wenn wir nicht so unachtsam durchs Leben rennen würden. Ich weiß wovon ich rede.
Manchmal kommen verdeckte Hilferufe. Und wenn man die nicht erkennt, kann es dann oft auch soweit kommen.
Danke, Nemo. Ich bin in einer solchen Situation damals vom sprichwörtlichen Pontius zu Pilatus gelaufen. Wer sehen wollte, konnte sehen, dass alles auf eine drastische Lösung hinauslaufen könnte. Ich lief mir Blasen, holte mir eine Abfuhr nach der anderen.
Dann handelten Menschen aus meiner Umgebung. Ich landete innerhalb von zwei Stunden in der Klinik, wo ich über drei Monate lang behandelt wurde.
Das hat mir das Leben gerettet. Wenn man selbst nicht mehr handeln kann, so beschreibe ich meinen damaligen Zustand, dann hofft man fast inständig darauf, dass da jemand ist, der das tut, wozu man selbst nicht mehr fähig ist.
Von freier Entscheidung kann da keine Rede mehr sein, weder zum Leben, noch zum Tod.
Burbacher