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Warum sind Menschen so nachtragend, wenn es Streit gab?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 118418
  • Datum Start Datum Start
Ein alter Freund von mir hatte mal eine Krise, als er von seiner Ex-Freundin verlassen wurde. Ich war für ihn da, habe ihm zugehört und ihn getröstet. Doch als ich mal in eine Krise geriet, brach er den Kontakt zu mir wortlos ab. Er ließ mir über andere Menschen ausrichten, dass ich ihm mit meiner schlechten Laune zu anstrengend geworden war. Als es mir wieder besser ging, kam er wieder angekrochen.

Nun ja, jeder freut sich über einen "Idioten", den er die Ohren volljammern kann, bis man aufeinmal selbst dieser Idiot ist.

Freunde sind eben keine Therapeuten und das ist auch nicht deren Aufgabe. Klar kann man sich freundschaftlich ab und zu unter die Arme greifen in Sinne von "Ach vergiss die olle Ex, wir gehen jetzt saufen", bei ernsthaften Krisen aber, spätestens bei Suizidgedanken, stoßen die Meisten doch auf ihre Grenzen und das Individuum schützt sich selbst.

Du solltest vielleicht unabhängiger werden in dem Punkt.
 
Liebe Apples,
wenn dir diese Freundschaft/dieser Mensch so wichtig war, warum könntest du ihm selbst nicht seine "Fehler" nachsehen, sondern sprichst von "angekrochen" etc.?

Die Sachlage ist ein wenig anders, als es bei dir rübergekommen ist. Ich habe diesen Mann im Rahmen eines Hobbys kennengelernt und so ca. alle 1-2 Monate (manchmal auch seltener) gesehen. Bis man jemanden wirklich gut kennt, dauert es eine ganze Weile. Vor allem, wenn man sich nur unregelmäßig sieht und zwischen den Treffen wenig Kontakt hat. Ich mochte ihn, weil wir einerseits viele gemeinsame Interessen haben und er auf der anderen Seite ein sehr interessanter Gesprächspartner ist.

Seine negativen Eigenschaften sind mir erst nach seinem Rückzug damals aufgefallen. Leider muss ich mittlerweile sagen, dass dieser Mann in Freundschaften hauptsächlich auf seinen eigenen Vorteil aus ist und dazu neigt, andere Leute auszunutzen. Z. B. hat er schon öfters bei meinem Freund und mir geschnorrt, obwohl er viel mehr verdient als wir. Umgekehrt fällt es ihm gar nicht ein, uns auch mal etwas auszugeben. Ich habe ihn und seine Frau schon mehrmals besucht und jedes Mal ein Gastgeschenk mitgebracht. Trotzdem musste ich meine gesamten Kosten (Fahrt, Essen, Getränke) immer komplett selbst bezahlen. Damit hätte ich kein Problem, wenn die Beiden mich und meinen Freund umgekehrt auch mal besuchen würden. Ich habe sie schon mehrmals eingeladen, aber sie haben mich jedes Mal mit Ausreden abgespeist.

Als er vor einigen Jahren geheiratet hat, war ich nicht eingeladen. Eine gemeinsame Freundin war sehr überrascht darüber und hat ihn nach dem Grund gefragt. Seine Antwort lautete er, dass er mich noch nie als enge Freundin gesehen hat und ich für ihn schon immer nur eine Bekannte war (da hat er zu mir mal was ganz anderes gesagt, aber egal). Zum Polterabend wurde eine größere Menschenmenge an Freunden und Bekannten eingeladen, ich war auch dabei. Am Ende gab es Vorwürfe, weil er automatisch davon ausgegangen war, dass ich Essen und Getränke für die Feier spendieren würde und keine Lebensmittel dabei hatte. Ich bin für diese Feier über 2 Stunden mit der Bahn gefahren, habe mir ein Hotelzimmer genommen und dem Paar ein Geschenk mitgebracht - natürlich alles selbst bezahlt. Sein angeblich bester Freund war gar nicht anwesend. Dem war es zu stressig, eine längere Fahrt in Kauf zu nehmen. Er hat sich lieber einen gemütlichen Abend vor der Glotze gemacht... und wird von dem besagten Mann trotzdem viel mehr geschätzt als ich.

Seit dem Beginn von Corona hat mich dieser Mann schon einige Male angerufen und fragt mich jedes Mal, wann ich denn wieder ihn und seine Frau übers Wochenende besuche. Ich sehe es aber nicht nicht ein, irgendwelche Leute zu besuchen, die in mir nur eine flüchtige Bekannte sehen und die ganzen Kosten auf mich abwälzen. Er hat mich nicht eingeladen, weil ich ihm wichtig bin. Er hat mich eingeladen, weil während Corona vieles geschlossen wurde und ihm zu Hause langweilig war.

Ich bin sicher kein Mensch, der jede einzelne Gefälligkeit aufrechnet. Aber ich habe keinen Bock auf Kontakte, in denen ich immer die Gebende bin und die andere Seite sich auf meine Kosten ein bequemes Leben macht.
 
Nun ja, jeder freut sich über einen "Idioten", den er die Ohren volljammern kann, bis man aufeinmal selbst dieser Idiot ist.

Freunde sind eben keine Therapeuten und das ist auch nicht deren Aufgabe. Klar kann man sich freundschaftlich ab und zu unter die Arme greifen in Sinne von "Ach vergiss die olle Ex, wir gehen jetzt saufen", bei ernsthaften Krisen aber, spätestens bei Suizidgedanken, stoßen die Meisten doch auf ihre Grenzen und das Individuum schützt sich selbst.

Du solltest vielleicht unabhängiger werden in dem Punkt.

Mir ging es damals nicht schlecht im Sinne von Depressionen oder gar Suizidgedanken, so schlimm war das nicht. Aber ich habe im letzten Beitrag etwas genauer beschrieben, wie dieser Mann tickt. Er nimmt supergerne, aber Geben ist nicht wirklich sein Fall. Er findet das klasse, wenn andere Menschen etwas für ihn tun. Aber dass er mal etwas für einen anderen macht, never ever. Haben mir auch schon mehrere Personen bestätigt, die schon lange mit ihm Kontakt haben.
 
Viele sind bereits mit Menschen beschäftigt, mit denen sie sich gestritten haben. Die haben natürlich einen Vorteil ;-). Nach meiner Erfahrung ist auch die Gefahr für einen weiteren Streit relativ hoch.
 
Die Sachlage ist ein wenig anders, als es bei dir rübergekommen ist. Ich habe diesen Mann im Rahmen eines Hobbys kennengelernt und so ca. alle 1-2 Monate (manchmal auch seltener) gesehen. Bis man jemanden wirklich gut kennt, dauert es eine ganze Weile. Vor allem, wenn man sich nur unregelmäßig sieht und zwischen den Treffen wenig Kontakt hat. Ich mochte ihn, weil wir einerseits viele gemeinsame Interessen haben und er auf der anderen Seite ein sehr interessanter Gesprächspartner ist.

Seine negativen Eigenschaften sind mir erst nach seinem Rückzug damals aufgefallen. Leider muss ich mittlerweile sagen, dass dieser Mann in Freundschaften hauptsächlich auf seinen eigenen Vorteil aus ist und dazu neigt, andere Leute auszunutzen. Z. B. hat er schon öfters bei meinem Freund und mir geschnorrt, obwohl er viel mehr verdient als wir. Umgekehrt fällt es ihm gar nicht ein, uns auch mal etwas auszugeben. Ich habe ihn und seine Frau schon mehrmals besucht und jedes Mal ein Gastgeschenk mitgebracht. Trotzdem musste ich meine gesamten Kosten (Fahrt, Essen, Getränke) immer komplett selbst bezahlen. Damit hätte ich kein Problem, wenn die Beiden mich und meinen Freund umgekehrt auch mal besuchen würden. Ich habe sie schon mehrmals eingeladen, aber sie haben mich jedes Mal mit Ausreden abgespeist.

Als er vor einigen Jahren geheiratet hat, war ich nicht eingeladen. Eine gemeinsame Freundin war sehr überrascht darüber und hat ihn nach dem Grund gefragt. Seine Antwort lautete er, dass er mich noch nie als enge Freundin gesehen hat und ich für ihn schon immer nur eine Bekannte war (da hat er zu mir mal was ganz anderes gesagt, aber egal). Zum Polterabend wurde eine größere Menschenmenge an Freunden und Bekannten eingeladen, ich war auch dabei. Am Ende gab es Vorwürfe, weil er automatisch davon ausgegangen war, dass ich Essen und Getränke für die Feier spendieren würde und keine Lebensmittel dabei hatte. Ich bin für diese Feier über 2 Stunden mit der Bahn gefahren, habe mir ein Hotelzimmer genommen und dem Paar ein Geschenk mitgebracht - natürlich alles selbst bezahlt. Sein angeblich bester Freund war gar nicht anwesend. Dem war es zu stressig, eine längere Fahrt in Kauf zu nehmen. Er hat sich lieber einen gemütlichen Abend vor der Glotze gemacht... und wird von dem besagten Mann trotzdem viel mehr geschätzt als ich.

Seit dem Beginn von Corona hat mich dieser Mann schon einige Male angerufen und fragt mich jedes Mal, wann ich denn wieder ihn und seine Frau übers Wochenende besuche. Ich sehe es aber nicht nicht ein, irgendwelche Leute zu besuchen, die in mir nur eine flüchtige Bekannte sehen und die ganzen Kosten auf mich abwälzen. Er hat mich nicht eingeladen, weil ich ihm wichtig bin. Er hat mich eingeladen, weil während Corona vieles geschlossen wurde und ihm zu Hause langweilig war.

Ich bin sicher kein Mensch, der jede einzelne Gefälligkeit aufrechnet. Aber ich habe keinen Bock auf Kontakte, in denen ich immer die Gebende bin und die andere Seite sich auf meine Kosten ein bequemes Leben macht.
Dann solltest du wahrscheinlich wirklich damit abschließen. Solche Menschen gibt es. Sie sagen viel, wenn der Tag lang ist und am Ende stellt sich heraus, dass jeder die Freundschaft anders verstanden hat aufgrund fahrlässiger Aussagen oder Handlungen.

Alles Gute dir.
 
Welchen Unterschied macht es für Dein Gegenüber, ob Du es mit oder ohne Absicht verletzt hast?

Einen gewaltigen. Wenn man jemanden nicht mit Absicht verletzt war man sich dessen wohl nicht bewusst. Dann sollte man doch erwachsen genug sein dass Raum für ein klärendes Gespräch und eine Entschuldigung vorhanden ist. Sofort tödlich beleidigt sein, wenn es gar nicht böse gemeint war finde ich sehr kindisch.
 
Oh, soziale Kontakte bedeuten mir durchaus viel. Aber ich verschwende meine Zeit nicht gerne.
Und Freundinnen, die mich "auf den rechten Pfad der Tugend" führen wollen, indem sie mir "Problemgespräche" ans Bein binden, brauche ich nicht.
Man mischt sich nicht in das Liebesleben anderer Menschen. Außer, das Gegenüber fragt ausdrücklich, was man davon hält. Ungefragt rumtröten, dass man "so was ganz schlimm findet" ist in meinen Augen nicht freundschaftlich.

Also soll man am besten keine andere Meinung haben als du, sonst wird man auch ganz schnell aussortiert. Ich vermute mal dass ist das Verhalten, dass die TE so bedauerlich findet. Sich in ein Liebesleben zu mischen und ein für ein kleines Kind mitunter schädliches Verhalten zu kritisieren sind zwei Dinge.
Ist deine Sache, ohne Frage. Aber kommt sehr schroff und kalt rüber.
 
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Freunde sind eben keine Therapeuten und das ist auch nicht deren Aufgabe. Klar kann man sich freundschaftlich ab und zu unter die Arme greifen in Sinne von "Ach vergiss die olle Ex, wir gehen jetzt saufen", bei ernsthaften Krisen aber, spätestens bei Suizidgedanken, stoßen die Meisten doch auf ihre Grenzen und das Individuum schützt sich selbst.

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Hast du dich nicht an anderer Stelle über Beleidigungen geäußert? Tust es aber hier selber....
 
In grundlegenden Dingen sollten Freund ähnlich ticken, das sehe ich tatsächlich so.
Wenn du "kalt und stroff" durch "ehrlich" ersetzt, wird ein Schuh draus. 🙂
(Es hat doch keiner was davon, wenn man eine Fake-Freundschaft am Laufen hält.)
 

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