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Warum schlagen Eltern ihre Kinder?

  • Starter*in Starter*in Sonnja
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    eltern
So ganz unrecht hast du da nicht. Aber ich denke die größte soziale Bildung erfahren Kinder im Kindergarten und in der Schule, nämlich dort, wo es auf andere Menschen trifft. Wo du recht hast, dass es darauf ankommt, welche soziale Vorbildung die Eltern für die Schulzeit geliefert haben. Aber wie ich bereits am Beispiel zeigte, gibt es deutlich mehr Faktoren, als nur die Eltern, während der sozialen Prägephase. Das sollte man nicht vergessen.
 
Ich denke es ist immer besser jede Familie individuell zu sehen.
Wenn ich mit meinem Sohn aneinander gerate sind das momentane Machtkämpfe - das "kleine Monster 😉" weiß genau, dass ich ihn abgöttisch liebe und man deshalb mit mir Rasselböck fangen darf.

Aber in vielen Familien fehlt einfach das Herz. Wenn Kinder geliebt werden, dann halten sie auch ne ganze Menge aus. Und Mütter stecken die Frechheiten der Kids auch weg. Ausschließlich und nur meine Kids dürfen sich mir gegenüber sooooo verhalten. Andere würde ich mit dem Bobbes nicht mehr anschaun.

Es gibt aber halt auch viele Kinder die aus "armen" Verhältnissen kommen. Arm an Liebe, arm an Geld, arm an Geist........diese Kinder sind nicht zu beneiden. Oftmals ist´s auch noch so, dass gerade Kinder die aus armen Verhältnissen kommen auch noch in der Schule schlecht sind. Die armen Kids werden quasi doppelt und dreifach bestraft.

Fair ist das Alles nicht. Aber wie machts man besser.
Unterstützung statt Maßregelung?

Ich finde es fehlt in unserer Gesellschaft an Respekt und Achtung. Auf viele Menschen wird herabgeschaut, als wären die Anderen was Besseres.

Ich glaube viele Menschen würden sich ganz anders verhalten, wenn sie das Gefühl hätten von Anderen als vollwertige, achtenswerte Menschen angenommen zu werden.
 
Die Frage ist auch, wo wir uns hinentwickeln, in ein bis zwei Generationen.

Schlagen, physische Gewalt - als ich ins Berufsleben kam, war 2 Jahre vorher dies in den Betrieben verboten worden jegenüber Jugendlichen. In Schule und Elternhaus, so wie heute, dagegen nicht.

Das ist über 45 Jahre her, aber die Dunkelziffer bei physischer Gewalt scheint ja riesig zu sein.

Die, die das Privileg einer gewaltfreien Erziehung hatten, werden dies an ihre eigenen Kinder so weitergeben können.

Die es nicht hatten - ist das eine Endlosschleife ? Eigene Erkenntnis, dass es so nicht geht, und es bei den eigenen Kindern anders zu machen, wird sich das einmal durchsetzen können ?

Verbote und Gesetze mögen ja gut gemeint sein, sind aber ohne eigne Einsicht erstmal nur Papier.

Letztlich kommt auch das Problem der emotionalen Vernachlässigung hinzu. Wie entwickeln sich Kinder, die zwar nicht geschlagen, dafür aber "abgeschoben" wurden von den Eltern, weil die sich nicht die nötige Zeit für ihre Kinder nehmen wollten oder konnten ? Entsteht dadurch neues Gewaltpotential ?

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich halte Verwahrlosung und Pflegeverweigerung von Eltern für genauso schlimm und schädlich wie physische Gewalt. Das Problem ist nur, dass Psychoterror nicht nachgewiesen werden kann, wenn die Kinder nicht reden. Und die meisten in dieser Situation dürften die Kraft nicht aufbringen, aus Einschüchterung oder Selbsthass.
 
Hey.

Ich habe auch 2 Jungs (7 und 10).
An dieser Diskussion sollten sich nur ELTERN beteiligen dürfen, weil alle, die keine Kinder haben einfach keine Ahnung haben.
Ich habe meine Jungs auch noch nicht geschlagen, bin dafür aber anderweitig strenger.
Aber wenn man mal schaut was heutzutage an Schulen und in der Öffentlichkeit abgeht, denke ich wäre es besser ab und zu einen klapps auf den Po oder eine Ohrfeige (und eine straffere Erziehung) hätte bei den Jugendlichen Gewalttätern evtl. doch etwas bewirkt.
Ich habe in meiner Kindheit manchmal eine eingefangen (im Nachhinein muss ich sagen zu Recht).
Heutzutage muß man im Prinzip alles ewig ausdiskutieren.
zB. Sag ich zu dem einen bringe bitte mal den Müll raus, kommt als Antwort ich hab doch erst.
Dann entgegne ich, die letzten beide Male hat dein Bruder denn Müll rausgebracht.
Kommt vom Sohnemann, ich mußte neulich aber dreimal hintereinander den Müll rausbringen.
Hilft dann nur zu sagen, diskutier nicht machs oder es gibt Computerverbot oä.
Möchte mal wissen welcher Heini vor Jahren mit der Antiauthoritären Erziehung ankam.
Vermutlich jemand der keine Kinder hatte.
 
Warum sollte man jeden A**** als gleich- und vollwertig akzeptieren? 😉

edit: Ich finde es lustig, wie sich die Mütter hier die Rosinen rauspicken ... die schlechten Eigenschaften hat das Kind aus der Schule, die guten von Mami. 😀

Definiere doch mal "A****".
Man darf und sollte gut aufpassen, vielleicht gehört man selbst ja dazu ohne es zu bemerken.

Meine Kids sind die allerbesten - bester Sohn von Welt, beste Tochter von Welt...gelle 😀😀😀🙂
 
*g* Darkside, kommst Du auch vom Land wegen deiner Ausdrucksweise? 😉


Es ist übrigens ein natürliches Verhalten, die Schuld beim anderen zu suchen und nicht bei sich selbst. Zumindest erstmal beim oberflächlichen Betrachten. Viele gehen aber dann schon in sich und erkennen, dass auch sie Fehler gemacht haben (auch wenn sie das dann nicht zugeben).

Warum sollten hier nur Eltern schreiben dürfen? Wir waren doch alle mal Kind und hatten vielleicht Erfahrungen mit schlagenden Eltern. Ich denke, dass man solche Dinge schon beurteilen kann, auch wenn man noch keine Kinder groß gezogen hat. Man sollte sich dann vielleicht mit Äußerungen wie "ich würde mein Kind niemals schlagen" zurück halten, weil man das nun echt nicht wissen kann. Aber ne grundsätzliche Meinung kann man ja schon haben.
Ich meine, Deine Kids, Grisu, kommen auch erst in die Pubertät 😀 - wer weiß, inwieweit sie Dich noch an Deine Grenzen bringen 😉.

Dies Ausdiskutieren bringts wahrscheinlich auch nicht - das ödet alle Beteiligten nur an... Vielleicht legst Du ihm die Mülltüte mal liebevoll auf sein Bett, das könnte ihn animieren. Habt ihr denn einen festen Plan, wer was macht? Bei uns gabs das - der eine musste den Müll wegbringen, der andere abwaschen, immer schön im Wechsel. Hat aber auch nicht funktioniert 😛


Zu der Frage von Pete: Ich denke, Kinder brauchen am meisten Liebe und Zeit. Wobei zwei arbeitende Elternteile in meinen Augen auch nicht das Problem sind, wenn das gut organisiert ist. Also dort eine liebevolle Oma und Tagesmutter die Kinder umsorgt. Und die Kinder am Abend, am Morgen und am Wochenende mit ihren Eltern Zeit verbringen können, erzählen können, etc.

Vernachlässigung kanns auch geben, wenn beide Eltern arbeitslos sind und den ganzen Tag zu Hause...
 
ich denke das in erster Linie das Elternhaus bestimmend ist was aus Kindern wird...Kindergärten und Schulen sind eher zweitrangig, haben zwar auch einen gewissen Einfluss aber die allerersten Lebensjahre sind die wichtigsten und die verbringen die Kids zu Hause bei ihren Eltern, die es drauf haben oder eben nicht.

Solche Meinungen, dass nur Eltern zum Thema Ahnung haben finde ich unangemessen. Es gibt sehr viele Menschen, die keine eigenen Kinder haben aber viel mehr Ahnung von Kindern haben als so manche Eltern und wenn man mit solchen Schoten anfängt, dass nur Eltern Ahnung hätten müsste man auch anfangen alle Lehrer, alle Erzieher etc., die keine eigenen Kinder haben aus dem Dienst zu entlassen etc...
Kinder und Eltern sind auch nur Menschen und an sich hat jeder Mensch Menschenkenntnis oder keine Kenntnisse bzw. nur mangelhafte Kenntnisse.

Heutzutage muss man nicht alles diskutieren.....viele Eltern scheinen kaum ne Ahnung von verschiedenen ERziehungssystemen zu haben...kennen oft entweder nur autoritär oder antiautortär, dabei gibt es auch andere Formen wie autoritativ...erklärend, aber manchmal bestimmend....Klar sollte man ggü den Kids Achtung zeigen und erklären warum man etwas erlaubt oder verbietet, aber manchmal reicht es wie Grisu zu sagen: mach es einfach, denn auch die Kinder sollten ggü den Eltern Achtung zeigen. Meine Schwester sagt auch manchmal auf die Frage meiner 6-jährigen Nichte warum sie dies oder das nicht darf einfach: weil ich die Mutter bin und das so sage und das gut für dich ist..peng fertig.
Zu autoritär sollte es nicht zugehen, denn das gibt dem Selbstwertgefühl nen Knax und generiert abhängige Befehlsempfänger, was auch nicht so dolle ist. Kinder sollten sich manchmal auch durchsetzen dürfen und ne gute Taktik den eigenen Willen auf gute Art und Weise durchzusetzen honoriert und gefördert werden...das muss nicht dann sein, wenn es um häusliche Mitarbeit/Pflichten wie Müll raustragen geht, aber bei anderen Gelegenheiten halt.

Es ist Quatsch, dass Gewalt in der Erziehung nötig ist oder auch was Gutes bringt. Klaps und Ohrfeige sind Demütigungen und verletzen eine Kinderseele...und sind auch total überflüssig, weil man anders Erziehungsmacht ausüben kann. Wenn einem mal die Hand ausrutscht und das ne Ausnahme bleibt und nicht zur Regel wird muss man sich wegen eines Klapses oder einer Ohrfeige nicht groß schlimm vorkommen..aber es wird grenzwertig wenn man die Ansicht vertritt: ein bisschen Gewalt und Demütigung hat noch keinem geschadet...hat es doch! Und zwar sehr sehr vielen Kindern und ich halte regelmäßige Klapserei als Einstiegsdings in eine Art Züchtigungspraxis, die letztlich mehr Nach- als Vorteile bringt.

Apropos Ohrfeige...ganz kleine Kinder kann ne Ohrfeige durchaus umbringen...

Was Gewalt bei jugendlichen Straftätern bringt zeigt sich ja: sie haben i.d.R zu Hause Gewalt erlebt und üben ebenfalls Gewalt aus...wären die Kids ordentlich und gewaltfrei erzogen worden und ihnen Achtung vor ihren Mitmenschen beigebracht worden..auch indem man ihnen genügend Achtung entgegengebracht hätte, wäre vieles zu verhindern gewesen.
Gerade Jungs ggü ist man viel zu lasch im Training von Sozialkompetenzen..von Mädels wird anständiges Benehmen und unaggressives Auftreten, Folgen von Anfang an gefordert, aber Jungs lässt man viel zu viele Freiheiten und Lieblosigkeit oder Desinteresse ggü den Geschwistern oder auch Aggression wird als normal und oft begrüßenswert empfunden, das Jungs ja lernen müssen sich durchzusetzen..und bei vielen Jungs die früh kriminell werden ist es so gelaufen, dass der Papa zu Hause das Sagen hatte und sein Alphamännchenstatus durch Gewalt behauptet, autoritäres Erziehungsmodell, die Jungs gelangweilt in Machocliquen rumhängen und zu viel Mist im Kopp haben und viel zu viel Zeit den dann auch noch umzusetzen, keine vernünftige Grundethik und WERTE vermittelt bekommen haben..weder zu Hause noch in der Schule (wo ist Ethik Pflichtfach??) noch sonstwo.

Allgemein ist gegen ein wenig Strenge ab und an an sich nix einzuwenden, ich persönlich bin auch recht streng ggü meinen Kids, die ich betreut habe...und die Kids standen drauf...ich denke weil es dabei gerecht zuging und natürlich vollkommen gewaltfrei...mal abgesehen von so üblichen Erpressungsgeschichten: entweder du machst dies und das oder halt dies und das Verbot..wobei man sich als Kinderfrau noch mal nen Tacken mehr einfallen lassen muss...man kann ja nicht viel verbieten sondern muss oft so tun als ob......aber das wirkt oft schon....es reicht an sich ruhig und überzeugend zu bleiben und klare Struktur reinzubringen, Regeln kindgerecht zu vermitteln. Zum Punkt Ruhe hapert es oft bei den Eltern...der emotional größere Abstand von Kinderbetreuern hat da echt Vorteile....man behält besser die Übersicht und reagiert oft angemessener...was Eltern jedoch durchaus auch lernen können. Ich habe mal den Teenager einer Erzieherin betreut, die anstatt zu erziehen, Regeln aufzustellen und konsequent einzufordern nur rumgeschrien und auch geschlagen hat und ggü mir und später dem Psychologen meinte: das kann niemand verstehen..es ist was vollkommen anderes wenn es um fremde oder eigene Kinder geht und ich und auch der Psychologe sagten dazu: ja, stimmt, aber auch wieder nicht..denn das Kind gehört einem nicht und sollte auch ein stückweit ein fremdes Kind für einen sein, dem man genausoviel Achtung entgegenbringen sollte wie den Kindern die man im Beruf betreut. Klar steht man dem eigenen Kind ggü näher, aber ein wenig professionelle Distanz sollte jeder wahren können, das macht vieles oft leichter.

Ich stimme Sori zu, dass es auch und oft gerade wenn Eltern arbeitslos zu Hause sind Kinder vernachlässigt werden, es hat viel mit Organisation und der Qualität der Aufmerksamkeit zu tun, die man seinen Kindern gibt. Es gibt Eltern, die den ganzen Tach zu Hause sind, aber mit sich selbst beschäftigt und Eltern, die den ganzen Tag arbeiten, dann aber in ihrer Freizeit sich intensiv ihren Kids widmen....

Tyra

Betr. autoritativ habe ich im Netz ne kleine Kurzerklärung gefunden...in Kombi mit nem medizinischen/psycholog. Aspekt..interessant.

Dicke Kinder durch strenge Erziehung?
 
klar, kann eine Ohrfeige ein Kind umbringen.

Meine Güte, ich spreche von Ausnahmefällen, in denen nicht eine Mutter ihre 2jährige Tochter so feste ins Gesicht schlägt, dass sie ein Schädel-Hirn-Trauma erleidet 😱.

Wenn ich jetzt von einem leichten Klaps auf den Po rede, wird mir sicher der nächste erklären, dass man dabei das Kind so verletzen könnte, dass es gelähmt bleibt.

Dass man generell davon ausgehen sollte, dass Gewalt tabu ist (nicht nur gegenüber von Kindern) ist für mich selbstverständlich. Aber niemand ist perfekt.

Das Argument "Du sollst das tun, weil ich Dir das sage" finde ich übrigens absolut blöd. Weil es auch überhaupt nicht einsichtig ist für das Kind, außer, dass es halt nix zu sagen hat, weil die Eltern die Macht haben. Man muss den Kindern schon erklären, warum es bestimmte Regeln gibt. Das bedeutet ja nicht, ewig lang rumzudiskutieren - aber blinder Gehorsam kanns auch nicht sein.
Erpressungen mit Bestrafungen finde ich auch nicht besonders sinnvoll. Was lernen denn die Kinder dabei?? Sicher nicht, dass es sinnvoll ist, sich an Regeln zu halten. Das ist auch schon demütigend. Wieso darf ich keinen Nachtisch, nur weil ich meine Hausaufgaben nicht gemacht hab. Diese blöden Verbote stehen meistens in überhaupt keinem Zusammenhang zum eigentlich Vorfall und demonstrieren eigentlich nur die Machtlosigkeit der jeweiligen Person, die das Verbot erlässt.
 
stimmt niemand ist perfekt...ich habe mich an sich auf grisus Meinung bezogen, dass hin und wieder ein Klapps oder Ohrfeige nicht schaden, also ein Erziehungsmodell dass Ohrfeigen etc. als Erziehungsmittel mit einbaut...ich bin gegen sowas.
Es ist schon wichtig, dass Eltern sich genügend unter Kontrolle haben und über sich erschrecken sollten, wenn es denn doch mal passiert anstatt sich rauszureden und öfters zu klappsen oder Maulschellen zu verteilen.

Was diese "Erpressungen" angeht..das hatte ich überspitzt ausgedrückt..es geht hier um Geben und Nehmen. Kinder wollen was..z.B Fernsehen..dann sollen sie zum Austausch auch was geben: anständiges Benehmen z.B...Ich finde es legitim Macht auszuüben und zu sagen: wenn du das und das nicht tust dann verbiete ich dir halt was...Ein paar Druckmittelchen braucht es schon...denn Kinder sind Menschen im rohen Naturzustand und zwar klein und niedlich aber riesengroße Egoisten, die erst lernen müssen ihren Willen ein wenig an den Willen anderer anzupassen und das nicht alles geht, was sie wollen. Und das geht so gut wie nie ohne kleine Kämpfe ab...bei denen man schon geschickt taktieren muss...je älter die Kids werden desto geschickter.
Dabei hilft es schon ne funktionierende Belohnungs-Sanktions-Struktur parat zu haben.
Das mit den Verboten oder Sanktionen muss natürlich altersgerecht angelegt sein...bei ganz kleinen Kindern sanktioniert man selbstverständlich anders als bei größeren, die die Zusammenhänge besser erfassen können...5-jährige können aber schon sehr gut den Zusammenhang erkennen zwischen sich daneben benehmen und Fernsehverbot. Bei meiner NIchte funktioniert jedenfalls die Androhung schon..und solche Spiele wie: 1. Schritt freundlich auffordern 2. SChritt: anmahnen, 3. Schritt befehlen: 1, 2, 3..ich zähle bis drei und dann sitzt du am Tisch od.ä...

Kinder probieren es immer wieder...sie versuchen die Grenzen auszuweiten..wenn man da zu oft zu viel nachgibt schadet das ihnen mehr als es ihnen auf Dauer nutzen wird...Eltern haben die Verantwortung dafür die Grenzen klar zu definieren, klar und kindgerecht zu vermitteln und auch durchzusetzen, damit aus kleinen Raubtierchen Mitglieder einer sozialen Gemeinschaft werden, was ein langer mühevoller Prozeß ist.

Sanktion mit Futterentzug, also Nachtisch nicht geben finde ich ein wenig unpassend und sowas funktioniert in der Regel auch nicht, außer bei vielleicht bei extrem verfressenen Kindern...Man sollte sich da glaube ich was Besseres einfallen lassen...😉

Man kann übrigens auch nicht den ganzen Tach immer alles erklären warum man dies oder das vom Kind will...meine Nichte hat eine sehr gute Grundbindung und sehr viel Vertrauen zu ihrer Mama, ihrem Papa und auch mir..es reicht und sie ist zufrieden damit wenn wir manchmal (nicht immer) sagen: tu das und fertig. Es hat was mit AChtung zu tun, die einem das Kind dadurch zeigt..es verlässt sich darauf, dass ein Befehl in Ordnung ist...Eltern die unsicher sind verunsichern ihre Kinder und die lehnen sich dann ständig auf, wegen der inneren Unsicherheit, aufgrund mangelnder Strukturen (die überfordern) oder aber auch zu viel Struktur (die einengt) und das bringt ständige Unruhe.

Es geht natürlich nicht um blinden Gehorsam sondern in erster Linie um einen funktionierenden Alltag..und ein Normalalltag mit Kindern funktioniert einfach nicht wenn du jedesmal diskutieren musst wenn es um so Sachen wie Jacke und Schuhe anziehen oder: laufe nicht auf die Straße, die Regel an der Straße hat das Kind an der Hand zu gehen oder wenn es mit dem Rad unterwegs ist ausschließlich auf dem Gehweg zu fahren etc. geht. Es gibt im Alltag Dinge die werden in einigen Situationen einfach bestimmt und das ist auch gut und in Ordnung so...und es gibt Dinge, über die man reden und diskutieren kann...alles zu seiner Zeit.
Wenn man gerade in Eile ist und unterwegs und das Kind setzt sich in den Kopp mal die Regel mit den Rad nur auf dem Gehweg zu fahren außer Kraft zu setzen gibt es oft wenig Zeit für lange Diskussionen, sondern das Kind sollte auf Zuruf direkt reagieren und "spuren" sowas kann manchmal Leben retten...Es ist wichtig, dass Kinder Achtung vor Regeln zeigen und folgen ,nicht blind gehorchen, aber vertrauensvoll folgen und auf das hören, was ihre Eltern ihnen sagen und von ihnen fordern.

Das klingt jetzt alles ein wenig unpraktisch und theoretisch..im Alltag läuft dann alles auch mal anders ab und es gibt da Situationen wie: Kind du tust jetzt dies oder das, räumst dein Zimmer auf und es gibt Gemaule und man je nach eigener Tagesform und der des Kindes entweder befiehlt und sich mit Fernsehverbotdrohung durchsetzt, oder das ganze mit Charme und Humor löst etc.das muss man dann spontan entscheiden und manchmal gibt man natürlich auch teilweilse oder ganz nach (außer in Straßensituationen oder so wo Gefahr bestehen könnte)...das alles läuft an sich mit einem einigermaßenen Grundkonzept und einem guten Draht zum Kind irgendwie von alleine....und man findet da einen Weg, manchmal halt über klare Anweisungen, manchmal über Kompromisse.
 
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