ich stimme eher zu 99% oder sagen wir 98%...also grundsätzlich ist die Erziehung und Sozialisation ein ganz ganz wichtiger Punkt und viele Eltern (aber auch Schulen oder die Gesellschaft insgesamt) gehen damit ein wenig zu unbewusst und larifari um.
Klar haben Kinder unterschiedliche Charaktere..ein Beispiel: ggf ist jedes dritte Kind sensibler und verletzlicher als andere Kinder. Ich bin mit zwei Schwester in einer Familie aufgewachsen, in der die Eltern, insbesondere der Vater gewalttätig waren...ich und meine jüngere Schwester wurden stärker durch den familiären Stress und Kriegszustand (aber nicht aus Spass, sondern um zu überleben) und die mittlere ist irgendwann psychisch total in die Knie gegangen...also wird das Ganze wohl zum Glücksspiel wenn Muttis die bei gewalttätigen Kerlen bleiben wollen ihre Kinder mit ins Spiel bringen??
Der Charakter von Kinder mag unterschiedlich sein aber soziale Kompetenzen und Sozialverhalten sind erlernt...da ich in einer unnormalen Familie aufwuchs in der das Prinzip: Krieg aller gegen alle herrschte musste ich mich jahrelang, an sich bis heute noch selber umerziehen und mir selber beibringen was moralisch o.k. ist und was nicht und wie ein angemessenes Sozialverhalten aussieht. Die Erstsozialisation war scheisse und ich musste diese Scheisse erstmal wegräumen...das laste ich schon meiner Mutter an, denn an sich hatten wir Kinder damals bereits unsere Koffer gepackt und ne Wohnung gesucht, aber sie ist im letzten Moment mit Selbstmorddrohung ausbebüxt und hat uns erpresst zu bleiben...gut dass die Verachtung ggü meiner Mutter so groß war und der Wille auf gar keinen Fall so zu werden wie sie...ich vermute jedoch, dass viele da oft resignieren und sich einfach in diese Tradition reinfallen lassen..denn Auflehnung kostet schon einiges an Kraft...
Sehr vielen (ich denke den meisten) wird nicht bewusst, dass sie in einer ungünstigen Realität leben und sie grenzen sich nicht kritisch genug ab und bleiben einer ungünstigen Tradition verhaftet, die sie erlebt, erlitten und erlernt haben.
Ein Soziologe hat die Macht der Geschichte (in Privatform die Geschichte der Kindheit) mit dem Buchtitel: Der Tote packt den Lebenden ausgedrückt...daher mein Rat: macht keine dummen Geschichten und seht zu, dass ihr euer Nest reinhaltet von Mistkerlen, die euren Charakter und den euerer Kinder versauen bzw. ggf die verletzlicheren Kinder für immer zerstören...ganz abgebrühte Muttis denken sich dann ggf: ok. nur die Stärksten überleben...ich hab ja drei Kinder, dann kann ich für meinen Stecher ruhig eins über die Klinge springen lassen? Tja mit einem solchen Kalkül sind die Mütter durchaus und voll und ganz natürlich menschlich...denn die Natur führt ja dieses Schema, was man Selektion (Auswahl der Stärksten, survival of the fittest) nennt und offenbar reproduzieren einige Muttis das recht fleißig..da bei ihnen die Moral am pennen ist...und sie irgendwie anders kalkulieren und irgendwo für sich einen Vorteil sehen nicht zu gehen, sondern einen schlechten Kerl weiter zu dulden...Mütter in Naturform ohne ausreichende Moral...da sie diese mit hoher Wahrscheinlichkeit selber nicht erlernt haben.
Vom Charakter her sind Menschen unterschiedlich und einige haben ggf. von Geburt aus eine größere Affinität zur sozialen Anpassung als andere, aber ich denke damit diese Grundtendenz wachsen und gedeihen kann braucht sie eine weitgehend intakte Umgebung und Förderung. Ich denke grundsätzlich hat JEDER Mensch in sich soziale Fähigkeiten und weiss intuitiv gut und böse zu unterscheiden..aber sowas kann im Laufe einer ungünstigen Sozialisation auch wieder verkümmern.
Tyra