Sigillaria
Aktives Mitglied
Erstens waren die meisten Begründer von Therapieschulen Männer, das nur am Rande.Therapie wird überwiegend von Frauen empfohlen, weil dieses ganze Reden, Blabla, einen auf Verständnis machen und sich mitteilen und reflektieren usw. eher auf die zugeschnitten ist und hier überwiegend Frauen schreiben. Also empfehlen die auch, was ihnen geholfen hat, oder wobei sie sich besser fühlen.
Du solltest schon benennen können was du hast. Das kannst du dann bei Google selber suchen und wie man dagegen vorgeht, da liest du überwiegend das Gleiche, was dir ein Psychodoc auch mitteilen würde, nur dass die Infos dort nichts kosten. Informiere dich parallel über mehrere Quellen, die Fähigkeit das zu filtern und gegebenenfalls zu hinterfragen, setze ich voraus.
Ich würde dir als Mann eher empfehlen, dir eine Hantelbank zu besorgen, oder dich im Boxgym anzumelden. Diese Therapien dort haben mir viel gebracht und einen tatsächlichen Nutzen.
Wenn du dafür kein Geld hast, reduzierst du eben andere Kostenfaktoren und investierst dann das so eingesparte Geld. Ich kriege das Gleiche an Stütze wie du und für mich war das nie ein Problem.
Und heutzutage besteht Therapie eben nicht nur aus Reden, und schon gar nicht bekommt man in einer Therapie für alles und jedes Verständnis!
Nur rumlabern und "Kindheit aufarbeiten", das ist schon eine ziemlich altbackene Vorstellung von Therapie, und besonders erfolgreich ist diese Art von Therapie m.E. auch nicht unbedingt.
Natürlich ist zumindest zu Beginn einer Therapie das Reden auch wichtig, wie soll man sonst erzählen und ausdrücken was das Problem ist, was einen belastet?
Aber Therapie beinhaltet sehr viel mehr, z B bei der Verhaltenstherapie geht es viel mehr um etwas machen, und zwar so zu machen daß man irrationale Ängste und Zwänge ablegen kann. Also die Dinge zu tun, die einem Angst machen, oder Zwangshandlungen zu unterlassen und die Angst einfach mal auszuhalten anstatt sie vermeiden zu wollen.
Und in bestimmten Therapien macht man z.B. auch Vieles, was mit Körperlichem Auspowern und an Grenzen gehen, oder mit Erleben zu tun hat, denn das ist gerade für Menschen sehr wichtig, die sich innerlich ausgebrannt, leer und emotionslos fühlen.
Übrigens, in früheren Jahrhunderten gab es dieses Klischee vom Mann als immer coolen, emotionslosen "Macher" so in der Form auch noch nicht.
Schau dir mal die Werke von Dichtern, Autoren, Musikern und Malern vom Mittelalter bis ins vorletzte Jahrhundert an, da wird soviel Emotion gezeigt, daß es heute selbst für Frauen teilweise völlig "kitschig" rüberkommt!
Weil Gefühle eben in so einer durchautomatisierten (Arbeits)Welt wie unserer leider als überflüssig und störend angesehen werden, vor allem bei Männern.
Und die Folgen davon sieht man in jeder psychiatrischen oder psychosomatischen Klinik....