Hey
@BinNichtWertlos
es tut mir leid, dass du dich gerade so fühlst. Manchmal ist das so, dann ist alles k..cke und man möchte es einfach nur irgendwo lassen. Wo, wenn nicht hier?
Bevor ihr die Gefühle von
@BinNichtWertlos bewertet und sagt, wie er sich fühlen sollte, darf er sich vielleicht erstmal den Raum nehmen, das rauszulassen, es da sein zu lassen? Mich macht das ehrlich gesagt wütend, wie schnell hier mit "Übertreibung", "verzerrte Wahrnehmung" etc. argumentiert wird.
Davon abgesehen finde ich es echt schlimm wie hier (erneut!) von oben herab auf eine andere Kultur geschaut wird. Die Kulturen sind
anders, niemand hat das Recht zu bewerten was hier "besser" oder "schlechter" (oder problematisch oder wie auch immer es formuliert wird) ist.
@BinNichtWertlos du hattest ja schon öfter geschrieben, dass du hier einen Ort hast um deine Gefühle rauszulassen, und das finde ich absolut legitim.
Und manchmal, wenn man sehr emotional ist, wenn einiges zusammenkommt, zum Beispiel deine körperlichen Beschwerden, traumatische Erfahrungen, und dann noch Dinge im Alltag oder im Umfeld obendrauf, dann fühlt es sich manchmal so an, dass alles zu viel ist, dass man nicht mehr kann. Ich selbst würde es nicht als "ich sterbe" formulieren, aber du formulierst es so, und dann ist das so.
Natürlich gibt es immer Leute, denen es schlechter geht, aber ich kann mir vorstellen, dass das für dich gerade (so wie für die meisten Menschen in solchen Situationen) nicht hilfreich ist, das gesagt zu bekommen. Nur Menschen, die die gleiche Krankheit wie du haben, wissen, wie es ist sie zu haben und selbst die haben nicht deine Geschichte, deine Familie, etc.
Für mich ist es hilfreich, wenn ich den Eindruck habe, alles ist zu viel, erstmal einen Ort zu haben, wo ich mich mitteilen und sortieren kann. Wenn ich mich dann sortiert habe, meinen Empfindungen Raum gegeben habe, dann fällt es mir auch wieder leichter, zu schauen, was kann ich jetzt konkret machen? Was ist das dringlichste, worum ich mich kümmern muss oder möchte, was kann ich machen, um diese Herausforderung anzugehen? Dabei schaue ich auch, was kann ich leisten, wo sind meine Grenzen? Denn da bin auch ich der Meinung, es ist wichtig zu schauen, dass man nicht zu sehr über die eigenen Grenzen geht, zu viel Verantwortung für andere übernimmt, wenn es dann auf Kosten der eigenen Gesundheit geht. Denn das weißt du ja sicher, du kannst am besten für andere da sein, wenn es dir selbst gut geht.
Aber das ist nur meine eigene Sicht- und Vorgehensweise und ich weiß nicht, inwieweit diese hilfreich für dich ist.
Kannst du spüren, was dir momentan hier helfen würde, was du brauchen könntest?