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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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ich als bürger dieses staates beauftrage die regierung im sinn dieser rechte zu agieren und sie zu schützen.

darum ist es eine gefährliche sichtweise. du stellst die selbstverständlichkeit der menschenrechte in frage.

Menschenrechte betreffen auch Religion und Meinungsfreiheit und lassen Toleranzgrenzen erkennen. Auch wenn ich die Wirksamkeit von Menschenrechten für wichtig halte, so kann ich dennoch nicht erkennen, dass Du als einzelner Bürger der Regierung irgendeinen Auftrag erteilen könntest. Da überschätzt Du sicherlich Deine Kompetenz, vermute ich mal. Oder wie soll man sich Deine Beauftragung vorstellen?
 
Da gibt es schon einige über die man durchaus diskutieren könnte:

Kirchenprivilegien - Die Sonderrechte der Amtskirchen (Archiv)

Schöner Link

Zeigt in wie vielen Positionen die Kirche eine Sonderstellung inne hat bis dahin, dass der Staat sie aktiv und kostenlos bei der Einnahme ihrer Geld unterstützt.

Man muss aber oft zweimal hinsehen. Da heißt eine Schule "katholisch" oder "christlich", aber wir zu 90 oder gar 100% vom Staat finanziert. Meine Kollegin hat mir mal gesagt, sie "könne ja nicht aus der Kirche austreten, zumal ihrer Kinder in der kostenlosen evangelischen Jugendgruppe seien". Bezahlen tut diese Gruppe aber der Staat....

Als Nicht-Mitlied einer Kirche muss ich mal für mich feststellen: Ich ärger mich wenn
A) von meinem Geld gegen meinen Willen kirchliche Einrichtungen bezahlt werden und
B) die Lorbeeren dafür sogar noch die Kirche erntet während
C) die Kirche viel Geld hat, es aber zum großen Teil nicht für Wohltätiges ausgibt
 

Religion gründet sich also auf Moral. Nicht umgekehrt. Denn sonst würde sie auf Unterwerfung und Zwang bestehen.
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Moral ist in meinen Augen je nach Kultur, Zeit und Religion durchaus verschieden. Mein Eindruck ist, dass Moral im Allgemeinen wechselhafter und unbeständiger ist, als Religion. Wenn ich an die christliche Religion denke, so gibt es auch dort Anpassung an Gegebenheiten, jedoch im Wesentlichen sind die moralischen Vorstellungen zeitneutral. Und diese werden von den religiösen Vorschriften (z.B. 10 Gebote, die Lehre Jesu, "das höchste Gebot") beinflusst. Einen Einfluss von Moral, der z.B. zu der Bildung der 10 Gebote oder Jesus veranlasst haben könnte, zur Formulierung des höchsten Gebotes, ist mir unbekannt und kann ich auch heute noch nicht feststellen.

Was Du Unterwerfung und Zwang nennst, würde in meinen Augen nur dann zutreffen, wenn z.B. im Christentum die Nicht-Christen gezwungen werden, die christlichen Regeln einzuhalten. Christen kennen in diesem Sinne weder Unterwerfung noch Zwang, sondern Erkenntnis der Richtigkeit, der Wichtigkeit sowie Akzeptanz und freiwilligen Gehorsam. Und selbst Gehorsam ist nicht immer die Grundlage eines Christen, diese oder jene moralische Verhaltensweise auch zu leben. Oft steht anstelle von Gehorsam die Liebe zu Gott und zum Menschen, die die Beachtung von bestimmten Verhaltensweisen erforderlich macht.
 
Auch die christliche Lehre bzw. die Auslegung der Bibel hat sich im Laufe der Zeit gewandelt und an die geltenden Moralvorstellungen und Gegebenheiten angepasst.

Oder gibt es heute noch Hexenverbrennungen und Inquisition oder Ablassbriefe?

Gibt es nicht. Schlicht weil es moralisch nicht mehr toleriert werden würde.
 
Menschenrechte betreffen auch Religion und Meinungsfreiheit und lassen Toleranzgrenzen erkennen. Auch wenn ich die Wirksamkeit von Menschenrechten für wichtig halte, so kann ich dennoch nicht erkennen, dass Du als einzelner Bürger der Regierung irgendeinen Auftrag erteilen könntest. Da überschätzt Du sicherlich Deine Kompetenz, vermute ich mal. Oder wie soll man sich Deine Beauftragung vorstellen?

Menschenrechte betreffen alle Menschen. Logisch das damit auch die religösen Menschen gemeint sind. Nicht?
Aber wie kann die Religion selbst Menschrechte haben?😕 Das verstehe ich nicht. Wer ist Religion?

Hier geht es nicht um die Toleranzgrenzen, sondern exakt um Intoleranzen. Die wiederum kann man einfach aus den Menschenrechten die jeder hat, ableiten.

lol... Das man das auch noch erklären muß ->Ein Kreuz auf dem Wahlzettel. Damit beauftrage ich die Regierung stellvertreten sich für mich und alle meine Rechte einzusetzen ect.pp.
So einfach ist das. Ansonsten kann jeder vor Gericht ziehen. Ggf. auch mit den Menschrechten argumentieren. Kommt ja darauf an weswegen man Klagt.

Leider ist die Kirche, nicht nur hierzulande(!), ein Staat im Staat. Was das bedeutet, muss ich wohl nicht auch noch erklären.
 
Moral ist in meinen Augen je nach Kultur, Zeit und Religion durchaus verschieden. Mein Eindruck ist, dass Moral im Allgemeinen wechselhafter und unbeständiger ist, als Religion. Wenn ich an die christliche Religion denke, so gibt es auch dort Anpassung an Gegebenheiten, jedoch im Wesentlichen sind die moralischen Vorstellungen zeitneutral.

Religion ist beständiger als gesellschaftliche Moral?

Komisch, ich würde das fast drehen: Religion ist starr, festgeschrieben und unflexibel. Ihre Zeitneutralität erwächst einzig daraus, dass Menschen sie immer wieder neu interpretieren, je nach Zeitgeist und vorherrschender Moral. Religion kennt keine Moral, sondern läuft dieser nur hinterher.

Meiner Meinung nach ist Religion nicht Gottes Botschaft sondern eine Sammlung damaliger Moralvorstellungen, für deren Legitimation ein Gott erfunden wurde.
Je nachdem was moralisch gerade in ist, wird als Fundament die Bibel bzw. Gott benutzt. Meistens ist die Moral aber schon wieder einen Schritt weiter wenn die Kirche die Bibel zurecht interpretiert hat.

Gut, ich habe von dir gelernt Gott und Kirche zu trennen, verstehe es bitte als Kritik an der Kirche und nicht an Gott oder deinem persönlichem Glaubensbild 🙂

Wenn zwei Religionen aufeinander treffen habe ich immer das Gefühl es kämen ganz viele nette aufgeschlossene Menschen zusammen, aber jeder trägt ne Fußfessel (seinen Glauben), die es ihm unmöglich macht auf andere zuzugehen.

(p.s. gilt aber auch für manch Ungläubige, denen es schwer fällt auf Gläubige einzugehen)
 
Schöner Link

Zeigt in wie vielen Positionen die Kirche eine Sonderstellung inne hat bis dahin, dass der Staat sie aktiv und kostenlos bei der Einnahme ihrer Geld unterstützt.

Man muss aber oft zweimal hinsehen. Da heißt eine Schule "katholisch" oder "christlich", aber wir zu 90 oder gar 100% vom Staat finanziert. Meine Kollegin hat mir mal gesagt, sie "könne ja nicht aus der Kirche austreten, zumal ihrer Kinder in der kostenlosen evangelischen Jugendgruppe seien". Bezahlen tut diese Gruppe aber der Staat....

Als Nicht-Mitlied einer Kirche muss ich mal für mich feststellen: Ich ärger mich wenn
A) von meinem Geld gegen meinen Willen kirchliche Einrichtungen bezahlt werden und
B) die Lorbeeren dafür sogar noch die Kirche erntet während
C) die Kirche viel Geld hat, es aber zum großen Teil nicht für Wohltätiges ausgibt

Was viele wahrscheinlich nicht wissen, ist die Tatsache, dass Kirchen, sowie andere privaten Träger sowohl beim Bau als auch beim Betrieb bestimmter sozialer Einrichtungen vom Staat unterstützt werden. Wenn also mal angenommen ein paar Leute einen Verein gründen um eine KiTa zu betreiben, dann wird dieser Trägerverein genau so unterstützt vom Staat, wie die entsprechenden kirchlichen Einrichtungen. Nachlesen kann man das hier:

https://dejure.org/gesetze/KiTaG/8.html

Ähnliches gilt wahrscheinlich auch für Schulen und Krankenhäuser.

Allerdings müssen sich alle anderen freien Träger an geltendes Arbeitsrecht halten und hier bilden die kirchlichen Träger eine Ausnahme. Ob das wirklich so sein muss, darüber sollte man sich wirklich Gedanken machen.
 
Einen Einfluss von Moral, der z.B. zu der Bildung der 10 Gebote oder Jesus veranlasst haben könnte, zur Formulierung des höchsten Gebotes, ist mir unbekannt und kann ich auch heute noch nicht feststellen.
Es gibt im Großen und Ganzen keinen Unterschied zwischen der Moral und den Zehn Geboten!!! Letztere basieren auf der Moral 😉.

Was Du Unterwerfung und Zwang nennst, würde in meinen Augen nur dann zutreffen, wenn z.B. im Christentum die Nicht-Christen gezwungen werden, die christlichen Regeln einzuhalten. Christen kennen in diesem Sinne weder Unterwerfung noch Zwang, sondern Erkenntnis der Richtigkeit, der Wichtigkeit sowie Akzeptanz und freiwilligen Gehorsam. Und selbst Gehorsam ist nicht immer die Grundlage eines Christen, diese oder jene moralische Verhaltensweise auch zu leben. Oft steht anstelle von Gehorsam die Liebe zu Gott und zum Menschen, die die Beachtung von bestimmten Verhaltensweisen erforderlich macht.

Es gibt beides:
Es gibt die Wertschätzung der Moral und es gibt die Forderung der Moral, "weil Gott es so will". Letzere Form begründet die Moral mit der Anwesenheit Gottes, der strafen kann etc.

Man sollte aber das Gute um des Guten Willen tun und nicht, weil man eine Strafe Gottes fürchtet. Dieser himmelweite Unterschied wird meines Erachtens nicht hinreichend gesehen.
 
Es gibt im Großen und Ganzen keinen Unterschied zwischen der Moral und den Zehn Geboten!!! Letztere basieren auf der Moral 😉.

Das ist nur dann richtig, wenn die 10 Gebote rein aus Menschenhand kommen oder Gott sich vor Verfassung der 10 Gebote gesagt hätte: "bevor ich die 10 Gebote erlasse, will ich mal schauen, was gerade in Sachen Moral bei den Israeliten angesagt ist." 😕

Im übrigen sehe ich in den 10 Geboten ein Zeichen von Toleranzgrenzen. Diese Grenzen wurden durch Jesus deutlich weiter gefaßt. Bsp.: Aus dem Gebot "Du sollst nicht töten" wird bei Jesus: "...ich aber sage Euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein." (Matth. 5,21-22) Und dieser Hinweis ist insbesondere für Christen maßgebend und das unverändert seit über 2.000 Jahren. (Dass sich auch viele Christen nicht daran halten, ist zu bedauern.)
 
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