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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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Religion bzw. "religio" bedeutet wohl nicht zuletzt auch "Rückorientierung" (auf alte Werte). Wenn ihr mich fragt, dann zählen die "alten Werte" nicht mehr oder weniger als die "neuen Werte" - einer, zugegeben, auch oftmals kalten und unherzlichen Welt, die sich auf die Fahnen geschrieben zu haben scheint, trotz aller Möglichkeiten, nicht auf andere zu schauen, sondern nur auf sich selbst.

Vielleicht ist relegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘ die bessere Herkunft.

Wenn von alten und neuen Werten die Rede ist, so macht mich das schon misstrauisch. Was sind das für Werte, die nach der Mode gehen und veralten können?

Werte sind eigentlich alterungsbeständig. Wert bedeutet vor allem moralisches Verhalten. Alles andere ist relativ und dient eigentlich nur als Mittel zum Zweck. Moral ist aber Wert an sich (selbst).

Religion gründet sich auf die meines Erachtens gut begründete Hoffnung, dass der Mensch durch sein positives moralisches Verhalten eine positive Reaktion Gottes erwarten kann.

Religion gründet sich also auf Moral. Nicht umgekehrt. Denn sonst würde sie auf Unterwerfung und Zwang bestehen.

Unherzlichkeit und Kälte sind übrigens keine Werte sondern das Ergebnis triebhafter Neigungen
😉.
 


Werte sind eigentlich alterungsbeständig. Wert bedeutet vor allem moralisches Verhalten. Alles andere ist relativ und dient eigentlich nur als Mittel zum Zweck. Moral ist aber Wert an sich (selbst).
.

Das würde ich nicht so absolut sehen. Werte sind z.B. auch kulturabhängig, und deswegen vermutlich auch nicht alterungsbeständig. Werte können sich durchaus verändern und verschieben.
 
Also, soweit ich weiß, haben die Menschen damals auch nicht anders gefühlt als heute. Die Menschen, die damals beispielsweise der erwähnten schwarzen Pädagogik ausgesetzt waren, haben genauso darunter gelitten wie sie es heutzutage tun würden.

Die Frage wäre eher, warum die Pädagogen sich damals so verhalten haben und ihr Verhalten niemals in Frage gestellt hatten... möglicherweise, weil sie sich durch irgendwas dazu legitimiert sahen und womöglich der Ansicht waren, den Kindern etwas Gutes zu tun?

Ich sehe in den Gewalttätern unter den Pflegern von Heimen (egal ob unter kirchlicher Aufsicht oder nicht) in erster Linie Menschen, die selbst gequält wurden und denen ihr eigener "Sadismus" nun eine Art Kompensation verschaffte. "Gerechtigkeit" konnte ihnen nur widerfahren, wenn sie das erlittene Unrecht "weiterreichten". Natürlich ein unzureichender Mechanismus, der nur innerhalb dieser eingeschränkten Sichtweise eine gewisse Plausibilität hat.

Es hätte wohl auch ein erhebliches Plus an Leid bedeutet, wenn diese Leute auf ihre Gewalt verzichtet hätten. Nach ihrer Logik: "ich wurde doch auch gequält. Dafür steht mir ein Ausgleich zu".
 
das habe ich auch nicht behauptet. ich habe lediglich gesagt, es ist die logische konsequenz daraus.

Wenn Deine logische Konsequenz aus einem >kann< ein >muss< macht, dann bedeutet das, das man, wenn man irgendwo hingehen kann - dort auch hingehen muss - ist doch die logische Konsequenz lt. Deiner Aussage. Dann musst Du überall in der Welt, wo man hingehen kann auch hin gehen. Dann mach mal los, denn Du musst das ja... 🙂

[...]

Staat und Religion - Der Vatikan und die Menschenrechte (Archiv)


diese aussage verdreht den sinn der menschenrechte. egal, was der deutschlandfunk dazu sagt.

Dir ist nicht nur egal was der Deutschlandfunk sagt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Das würde ich nicht so absolut sehen. Werte sind z.B. auch kulturabhängig, und deswegen vermutlich auch nicht alterungsbeständig. Werte können sich durchaus verändern und verschieben.

Naja. Man muss sich fragen, ob es ein Wert ist, wenn ich jetzt etwas gut finde, was mich morgen wieder langweilt.

Vor allem darf man wohl nicht den Wert vermischen, mit der Definition: das macht mich glücklich. Wenn der Wert also nur im Genießen besteht. Und deshalb sage ich, dass der wahre Wert hauptsächlich darin besteht, sich maximal um das Gute zu bemühen.

Geld selbst mag zB einen "Wert" haben; aber nur einen relativen. Eigentlich hat er keinen, weil in ihm keine Würde steckt. Er ist Zweck zum Glücklichsein genauso wie ein Porsche. Aber Würde hat nur die Moral. Deshalb plädiere ich für eine Beschränkung der Wert-Definition auf den Begriff der Moral.

Ein Porsche oder ein Haus haben einen Preis, Moral hat einen Wert.
 
Solange sich kein Gott zeigt und sagt : "Hier die sind jetzt meine Vertreter, bei Fragen kann sich jeder gerne an mich wenden"., werde ich Organisationen, egal ob sie Köperschaft des öffentlichen Rechts ( Kirchen ) besitzen oder nicht ( Sekten u.ä.) nicht als von Gott eingesetzt betrachten, sondern als von Menschen gegründete Organisationen, die sich dadurch Vorteile zu sichern suchen und Sonderstellungen, die eigentlich nur Gottesvertretern gebührt.

Mir unerklärlich, wie eine aufgeklärte Gesellschaft sowas duldet. Das die alle noch nicht abgeschafft sind, die Sonderrechte, wundert mich und ich würde begrüßen, wenn sie es werden.

Das hat nichts damit zu tun, das jede Sekte oder Kirche ihre Daseinsberechtigung hat und es jedem Menschen auf der Welt freigestellt sein sollte, woran er glauben mag, oder eben auch nicht.

Das einzige was ich momentan da so beobachte, ist die Tatsache, daß die Kath. Kirche und die evnang. Kirche Ökumene betreiben, weil sie sehen , wie ihnen die Felle schwimmen gehen, sozusagen, das ist aber nicht verwunderlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange sich kein Gott zeigt und sagt : "Hier die sind jetzt meine Vertreter, bei Fragen kann sich jeder gerne an mich wenden"., werde ich Organisationen, egal ob sie Köperschaft des öffentlichen Rechts ( Kirchen ) oder nicht ( Sekten u.ä.) nicht als von Gott eingesetzt betrachten, sondern als von Menschen gegründete Organisatione, die sich dadurch Vorteile zu sichern suchen und Sonderstellungen, die eigentlich nur Gottesvertretern gebührt.

Mir unerklärlich, wie eine aufgeklärte Gesellschaft sowas duldet. Das die alle noch nicht abgeschafft sind, die Sonderrechte, wundert mich und ich würde begrüßen, wenn sie es werden.

Das hat nichts damit zu tun, das jede Sekte oder Kirche ihre Daseinsberechtigung hat und es jedem Menschen auf der Welt freigestellt sein sollte, woran er glauben mag, oder eben auch nicht.

Das einzige was ich momentan da so beobachte, ist die Tatsache, daß die Kath. Kirche und die evnang. Kirche Ökumene betreiben, weil sie sehen , wie ihnen die Felle schwimmen gehen, sozusagen, das ist aber nicht verwunderlich.

Also Dir scheint es um die "Sonderrechte" der Kirchen zu gehen. Benenne die doch mal bitte!
 
Religion bzw. "religio" bedeutet wohl nicht zuletzt auch "Rückorientierung" (auf alte Werte). Wenn ihr mich fragt, dann zählen die "alten Werte" nicht mehr oder weniger als die "neuen Werte" - einer, zugegeben, auch oftmals kalten und unherzlichen Welt, die sich auf die Fahnen geschrieben zu haben scheint, trotz aller Möglichkeiten, nicht auf andere zu schauen, sondern nur auf sich selbst.

Das ist pauschal richtig. Der einzelne Mensch entscheidet, welche Werte für ihn wichtig sind.

Die Haltung "alte Werte sind schlecht, weil sie alt sind und aktuell moderne Werte sind besser, weil sie modern sind" ist nicht die meine. Ich halte so eine Denkweise für oberflächlich.

Gute Werte sind in meinen Augen dadurch gekennzeichnet, dass sie helfen, auch in Krisenzeiten die Orientierung und den Halt zu finden, den der einzelne Mensch braucht.
 
Wobei ich die "alten Werte" keineswegs unbedingt als warmherziger einschätzen würde. Damals hat es wohl auch viel Kaltherzigkeit gegeben - man denke nur an die noch vor wenigen Jahrzehnten weitverbreitete "schwarze Pädagogik" in Schulen und Kinderheimen. Nicht selten hat man sich dabei auch noch auf religiöse Strenge bezogen, um diese drastischen Erziehungsmaßnahmen zu rechtfertigen.


Diesen Vergleich halte ich für falsch. Wir sagen ja auch nicht "in Deutschland ist es Winter, aber so ganz trifft das auch nicht zu, denn in meiner Wohnung ist es warm."😕
 
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