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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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Wenn zwei Religionen aufeinander treffen habe ich immer das Gefühl es kämen ganz viele nette aufgeschlossene Menschen zusammen, aber jeder trägt ne Fußfessel (seinen Glauben), die es ihm unmöglich macht auf andere zuzugehen.

(p.s. gilt aber auch für manch Ungläubige, denen es schwer fällt auf Gläubige einzugehen)

Aus meinem Erleben kann ich sagen, dass viele Christen auf andere Menschen unabhängig ihrer Religion oder Rasse zugehen. Dabei gibt es 1) Christen mit Vermischungsbestrebung sowie 2) die Christen mit entgegengesetzter Ansicht, dass man auf Menschen anderer Religion zugehen kann, ohne bisherige Glaubensauffassungen zu verlassen. Christen, die zu der Gruppe 2) gehören, werden schon mal als intolerant bezeichnet.
 
Aus meinem Erleben kann ich sagen, dass viele Christen auf andere Menschen unabhängig ihrer Religion oder Rasse zugehen. Dabei gibt es 1) Christen mit Vermischungsbestrebung sowie 2) die Christen mit entgegengesetzter Ansicht, dass man auf Menschen anderer Religion zugehen kann, ohne bisherige Glaubensauffassungen zu verlassen. Christen, die zu der Gruppe 2) gehören, werden schon mal als intolerant bezeichnet.
Gilt das nur für Christen oder auch für andere Religionen?
 
Hmm... die 10 Gebote.

Das erste Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Das zweite Gebot
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

Das dritte Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen.

Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten.

Das sechste Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.

Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen.

Das achte Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Das neunte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Habe das Ganze mal kurz überflogen bzw. reflektiert, weil ich denke, dass man alles hinterfragen sollte, was einem so "vorgesetzt" wird.

Als Nicht-Christ (höchstens "halber Christ") gehe ich mit den letzten fünf Geboten d'accord. Bei den ersten fünf Geboten kann ich mir aber durchaus "legitime" Ausnahmefälle vorstellen.
 
Als Nicht-Christ (höchstens "halber Christ") gehe ich mit den letzten fünf Geboten d'accord. Bei den ersten fünf Geboten kann ich mir aber durchaus "legitime" Ausnahmefälle vorstellen.

Na hoffentlich meinst Du die letzten 6 Gebote: Eine Ausnahme bei Nr 5 kann ich mir nicht so vorstellen😉😀
 
Na hoffentlich meinst Du die letzten 6 Gebote: Eine Ausnahme bei Nr 5 kann ich mir nicht so vorstellen😉😀

Nun ja. Eine vielleicht etwas provokante Frage: Sind alle Christen auch Pazifisten, ziehen also nicht in den Krieg und töten andere Menschen?

So müsste man dann vermuten, dass jeder Soldat, der schon mal in den Krieg gezogen ist oder ziehen wird, kein Christ ist?

~~~

Oder anders formuliert: Ein Christ tötet niemals einen anderen Menschen?

~~~

Oder noch anders formuliert: Ein Christ lässt niemals einen anderen Menschen verhungern?

~~~

Usw.

~~~

Will ja jetzt nicht überaus kritisch klingen, aber würde dennoch sagen, dass bei vielen Christen das "Christentum" auch nicht weiter als ihr eigener Ar*** reicht. Von der Vatikanbank wollen wir gar nicht erst sprechen.

Erinnere noch den Nuntius des Vatikan in Berlin. Erzählt der doch tatsächlich was von seinen 20 oder so Bediensteten in seinem Palast, und was für tolle Kunstwerke er hat. Auf kritische Fragen ist er natürlich nicht eingegangen. Im Übrigen wäre ich bei seinem Palaver fast eingeschlafen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun ja. Eine vielleicht etwas provokante Frage: Sind alle Christen auch Pazifisten, ziehen also nicht in den Krieg und töten andere Menschen?

So müsste man dann vermuten, dass jeder Soldat, der schon mal in den Krieg gezogen ist oder ziehen wird, kein Christ ist?

Als ich noch jünger war, als ich heute bin, habe ich den Wehrdienst verrweigert. Damals mußte man sich noch vor Gericht rechtfertigen. Mein Gedanke war: "Du bist schon eh ein Kämpfer. Wenn Du dann noch eine Waffe in die Hand bekommst, dann ist der Aggression kein Halt mehr geboten und anstatt den Frieden zu üben, übe ich die aggressive Auseinandersetzung bis zum Tod von irgendwem." Das wollte ich nicht!

Vor Gericht wollte man das nicht anerkennen und meinte, ich könne doch auch als Sanitäter zur Bundeswehr. Da meinte ich: Stellen Sie sich mal vor, sie wären Bürgermeister und einer ihrer Kumpels würde zu einer Rockerbande gehören und sie würden aus Freude am Motorradfahren nur mitfahren. Was würde ihre Ortsgemeinde da von ihrem Bürgermeister halten?"

Meine Gründe, nicht zur Bundeswehr zu gehen, wurden ohne wenn und aber anerkannt. Erst hinterher erfuhr ich, dass sich unter den sieben Beisitzern des Verfahrens einige Bürgermeister befanden.

Nein, ein Christ muß nicht töten.

Trotzdem breche ich nicht den Stab über Christen, die als Soldat z.B. nach Afghanistan geschickt werden. Wenn er Gott vertraut, wird er auch dort einen Weg finden, als Christ zu leben.

LG, Nordrheiner
 
Ich kann gut verstehen, dass es einen religiösen Menschen sehr kränken kann, wenn ihm harsche Kritik an der Kirche entgegenschlägt.

Das Problem ist, dass die Kirche diese Ablehnung auf sich zieht, sei es durch Ignoranz, Fortschrittsverweigerung, oder heuchlerische Selbstbeweihräucherung. Ich verstehe, dass selbst die friedfertigsten eine Wut auf diese Institution entwickeln.
 
Oder noch anders formuliert: Ein Christ lässt niemals einen anderen Menschen verhungern?

In meinem Mehrfamilienhaus lebt ein alleinstehender Mann, der im Dezember plötzlich Wahnideen entwickelte, verwirrt mit einer unsichtbaren Frau in der Garage 4 Stunden lang sprach, wobei er in der Kälte nur mit Trainingshose und T-shirt bekleidet war. Er war nicht mehr in der Lage, für sich zu sorgen, z.B. einzukaufen. Keiner im Haus wollte etwas mit ihm zu tun haben. Er war auch im gesunden Zustand etwas schwierig und ziemlich vulgär. Als er einen Nachbarn um Hilfe bat, sagte dieser nur: "Warte, bis der Nordrheiner kommt, der macht das schon."

Und ich habe ihn nicht nur mit Essen versorgt, sondern z.B. Sozialämter und ähnliche Einrichtungen kontaktiert. Es kam von keiner Seite weitere Hilfe. Und nicht nur ich habe ihn mit Essen versorgt. Als ich mit einer Frau aus meiner Gemeinde zufällig ins Gespräch kam, kam sie sofort vorbei und brachte ebenfalls zubereitetes Essen. Es war einfach meine Aufgabe, weil niemand da war, der helfen wollte (oder konnte). Nein, soweit ich es mitbekomme, verhungert niemand in meinem Umfeld und wenn jemand Herz-orientierte Hilfe benötigt, bin ich auch da, und wenn es mitten in der Nacht ist. So kenne ich das von Christen, die ihren Glauben ernst nehmen.
 
Ich kann gut verstehen, dass es einen religiösen Menschen sehr kränken kann, wenn ihm harsche Kritik an der Kirche entgegenschlägt.

Das Problem ist, dass die Kirche diese Ablehnung auf sich zieht, sei es durch Ignoranz, Fortschrittsverweigerung, oder heuchlerische Selbstbeweihräucherung. Ich verstehe, dass selbst die friedfertigsten eine Wut auf diese Institution entwickeln.

Ich verstehe, dass man unchristliche Aktionen kritisiert. Das darf man auch. Ich tue das übrigens auch. Nur verstehe ich nicht, dass man bis ins Mittelalter zurückgeht, um die heutige Kirche zu kritisieren.

Ich befürchte, dass ich in Deinem Sinne als rückständig gelten könnte. Und Fortschritt, der ethische Betrachtungen ausser Acht lässt, ignoriere ich. Also bin ich ggf. auch noch ignorant. Ich denke eben, dass das, was manche als Fortschritt bezeichnen, ein Rückschritt ist. Insofern habe ich manchmal den Eindruck, dass ich als rückständiger Mensch, der an "alten Werten" festhält, fortschrittlicher bin als die, die sich dafür halten.
 
Ich verstehe, dass man unchristliche Aktionen kritisiert. Das darf man auch. Ich tue das übrigens auch. Nur verstehe ich nicht, dass man bis ins Mittelalter zurückgeht, um die heutige Kirche zu kritisieren.

Ich befürchte, dass ich in Deinem Sinne als rückständig gelten könnte. Und Fortschritt, der ethische Betrachtungen ausser Acht lässt, ignoriere ich. Also bin ich ggf. auch noch ignorant. Ich denke eben, dass das, was manche als Fortschritt bezeichnen, ein Rückschritt ist. Insofern habe ich manchmal den Eindruck, dass ich als rückständiger Mensch, der an "alten Werten" festhält, fortschrittlicher bin als die, die sich dafür halten.

Ich habe ja schon oft gesagt, dass ich der Kirche mein Leben lang neutral, ja sogar freundlich gegenüber stand. Bis ich innerhalb einer kirchlichen Einrichtung mit deren Treiben konfrontiert worden bin. Ich persönlich kann der Kirche nicht mehr verzeihen, aber das ist ja nur meine individuelle Enttäuschung.

Ich denke aber es geht vielen Menschen so.
 
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