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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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Sind denn genaue frühere Eigentumsverhältnisse (Hauptmarkt samt Platz der Frauenkirche) bekannt?

Unterlagen gibt's im Stadtarchiv, sofern nicht irgendwann von München geklaut. War vor dem Pogrom alles dicht bebaut, da damals ein bei Christen eher unbeliebtes Wohngebiet (sumpfige Überschwemmungszone der Pegnitz), danach wurde der bis heute existierende Platz geschaffen. Alles nachweisbar, keine Trickserei möglich. Genau wie in anderen Städten. Innerhalb der jeweiligen Stadtmauern gibt es meistens ziemlich lange zurückreichende Unterlagen, wem was wann gehört hat. Oder wann z. B. eine Synagoge zerstört wurde.
 
In Sachen Schule gebe ich Dir Recht, sofern der Religionsunterricht verpflichtend ist. Aber das trifft meiner Meinung nicht zu. Wenn ich mich nicht irre, besteht kein Zwang, in öffentlichen Schulen am Religionsunterricht teilzunehmen.

Und solange es sich bei den Betrieben um Privatbetriebe handelt, handelt es sich um Privatsache.

Der Zwang besteht aber de facto.
Wenn 29 Klassenkameraden Religionsunterricht bekommen, deine Eltern es wollen und dein Lateinlehrer schaut wer sich morgens in der Kirche ist....😀

Zu meiner Zeit haben 2 (!) Kinder Ethik gewählt, der Kurs kam dann aber nicht Zustande, so dass die beiden im Schülercafè saßen während der Rest Religionsunterricht hatte.

Ich fände es fair, Religionsunterricht im Anschluss an die Schule zu erhalten, freiwillig, idealerweise sogar ohne Noten, denn ich habe eh nie verstanden wie man meinen Glauben benoten kann!?
 
Und solange es sich bei den Betrieben um Privatbetriebe handelt, handelt es sich um Privatsache.

Wenn es sich um von öffentlicher Hand sprich der Allgemeinheit finanzierte Betriebe geht, wie Krankenhäuser, Pflegeheime oder Kindergärten, geht es nicht mehr um echte Privatbetriebe, denn da kann die Allgemeinheit ein berechtigtes Interesse anmelden, daß es nach ihrem Gusto geht und nicht nach dem einer Kirche. So einfach ist die Sache nicht. Nur wer zahlt schafft an - wer nicht zahlt, braucht sich nicht einbilden den dicken Maxe spielen zu dürfen. Der dritte Weg gehört sich schon lange abgeschafft.
 
Ich fände es fair, Religionsunterricht im Anschluss an die Schule zu erhalten, freiwillig, idealerweise sogar ohne Noten, denn ich habe eh nie verstanden wie man meinen Glauben benoten kann!?

Ich habe ja noch am klassischen Religionsunterricht teilgenommen, aber die Frage nach der Bewertung war mir damals ein Rätsel gewesen. Wir mussten ja sogar Klausuren schreiben, und mir war nie so ganz klar, welche Antworten im Sinne einer guten Bewertung gegeben werden hätten müssen. Letztlich schien es überwiegend darum zu gehen, den Erwartungen des Lehrers zu entsprechen und seine Meinung "zu treffen". Mir persönlich war das nie besonders gut gelungen, weswegen ich im Religionsunterricht meistens relativ schlecht abgeschnitten hatte.
 
Der Zwang besteht aber de facto.
Wenn 29 Klassenkameraden Religionsunterricht bekommen, deine Eltern es wollen und dein Lateinlehrer schaut wer sich morgens in der Kirche ist....😀

Zu meiner Zeit haben 2 (!) Kinder Ethik gewählt, der Kurs kam dann aber nicht Zustande, so dass die beiden im Schülercafè saßen während der Rest Religionsunterricht hatte.

Ich fände es fair, Religionsunterricht im Anschluss an die Schule zu erhalten, freiwillig, idealerweise sogar ohne Noten, denn ich habe eh nie verstanden wie man meinen Glauben benoten kann!?

na ja, wenn die Eltern es wollen.... damit bleibt die Entscheidung zwar nicht beim Schüler, jedoch Privatsache.

Ich finde Religionsunterricht sogar sehr wichtig. Schon alleine die Wissensvermittlung, was nun Gegenstand des Glaubens in dieser und in jener Religion ist, halte ich für wichtig. Und dann taucht der Glaube an so vielen Stellen im Alltag auf, wie z.B. bei Horoskopen....

Der Mensch ist religiös, also sollte er etwas über Religion wissen. Allgemeinbildung eben. Schüler sollten lernen, wie weit Wissen geht und wo Glaube anfängt. Und dann sollte das Wissen beurteilt werden, nicht der Glaube. Und dann ist noch die wichtige Frage zu bearbeiten: Wie gehe ich mit jemandem um, der einen anderen Glauben hat? Warum begegnen mir Menschen mit einem bestimmten Glauben so oder so? Wenn ich an das Wissen denke, was heutige Deutsche über den Islam haben, ist mein Eindruck, da fehlt es vorne und hinten. Aber diese Religion erklären können sie (fast) alle...
 
Ich fände es fair, Religionsunterricht im Anschluss an die Schule zu erhalten, freiwillig, idealerweise sogar ohne Noten, denn ich habe eh nie verstanden wie man meinen Glauben benoten kann!?

Rein theoretisch darf nur der Unterrichtsstoff benotet werden, sprich ob man die übersichtsmäßigen Inhalte der jeweils beackerten Religionen herunterbeten kann oder nicht. Ziemlich viele Leute erzählen in Foren aber, daß sie für offen gezeigten Unglauben oder "dumme Fragen" wie etwa, ob Jesus Stuhlgang hatte (anscheinend beliebte Frage 😛) gezielt schlechte Noten bekamen. Also ein Fach, in dem der Willkür der jeweiligen Lehrkräfte kaum Grenzen gesetzt waren und alles davon abhing, wie gläubig der Lehrer selber war. Zumindest früher, wie es heute ist weiß ich nicht.
 
Wenn es sich um von öffentlicher Hand sprich der Allgemeinheit finanzierte Betriebe geht, wie Krankenhäuser, Pflegeheime oder Kindergärten, geht es nicht mehr um echte Privatbetriebe, denn da kann die Allgemeinheit ein berechtigtes Interesse anmelden, daß es nach ihrem Gusto geht und nicht nach dem einer Kirche. So einfach ist die Sache nicht. Nur wer zahlt schafft an - wer nicht zahlt, braucht sich nicht einbilden den dicken Maxe spielen zu dürfen. Der dritte Weg gehört sich schon lange abgeschafft.

Das ist so nicht richtig. Es gibt sehr viele private Unternehmen, die z.B. große finanzielle Subventionen der EU oder von Deutschland erhalten. Trotzdem gelten sie als Privatunternehmen und der Staat redet nicht mit, bis auf die vereinbarte Zweckverwendung.
 
na ja, wenn die Eltern es wollen.... damit bleibt die Entscheidung zwar nicht beim Schüler, jedoch Privatsache.

Ich finde Religionsunterricht sogar sehr wichtig. Schon alleine die Wissensvermittlung, was nun Gegenstand des Glaubens in dieser und in jener Religion ist, halte ich für wichtig. Und dann taucht der Glaube an so vielen Stellen im Alltag auf, wie z.B. bei Horoskopen....

Der Mensch ist religiös, also sollte er etwas über Religion wissen. Allgemeinbildung eben. Schüler sollten lernen, wie weit Wissen geht und wo Glaube anfängt. Und dann sollte das Wissen beurteilt werden, nicht der Glaube.

Angesichts der Willkür in gerade diesem Fach, in dem (zumindest früher) Lehrer glaubten, sie könnten per Dressur und Strafe per bewußt schlechter Benotung ihren eigenen Glauben den Schülern überstülpen, muß ich sagen, daß die Inhalte von Religion besser in Fächern wie insbesondere Geschichte, Ethik, Sozialkunde untergebracht wären. Geschichte ist ohne Ahnung von Religion an vielen Stellen kaum verständlich, was z. B. Kriege wie die Kreuzzüge oder den 30jährigen Krieg oder gesellschaftliche Strukturen vieler Kulturen (vergleiche altes Ägypten mit mittelalterlichem Europa) angeht. In Ethik und Sozialkunde sind es eher die moderneren Auswirkungen, nennen wir Schlagworte wie Aufklärung, Philosophie, Rechtskunde etc.
Der Vorteil wäre natürlich, daß hier die Religion gleich verständlich eingebettet ist in all den anderen historischen, gesellschaftlichen und sonstigen Entwicklungen, während sie in einem eigenen Fach mehr einer Orchideenzucht gleicht, ziemlich abgehoben vom Rest des Schulsystems.
 
Der Mensch ist religiös, also sollte er etwas über Religion wissen. Allgemeinbildung eben. Schüler sollten lernen, wie weit Wissen geht und wo Glaube anfängt. Und dann sollte das Wissen beurteilt werden, nicht der Glaube. .

Wenn Religionen im Sinne einer vergleichenden Religionswissenschaft unterrichtet wird, ähnlich wie z.B. Kunstgeschichte, dann stimme ich zu. Das würde aber eine relativ neutrale Darstellung der verschiedenen religiösen Strömungen und Glaubensrichtungen bedeuten, ohne zu fordern, dass die Schüler eine bestimmte davon unbedingt glauben müssen.

Zumindest in meinem Religionsunterricht wurde das Christentum (und hier wiederum die katholische Ausrichtung) als "richtige" Religion vermittelt, und die anderen Religionen wurden nur vergleichshalber auch dran genommen. Letztlich sollte uns schon beigebracht werden, dass wir den Katholizismus für wahr und gut halten sollten - besser und richtiger jedenfalls als die anderen Alternativen.

Ich weiß beispielsweise noch, dass wir mindestens einmal pro Jahr alle gemeinsam zur Beichte in die Stadtpfarrkirche geführt wurden. Als Kind hätte ich da sowieso nicht zu widersprechen gewagt, also sind wir alle dorthin getrabt, haben uns brav in Schlangen an den Beichtstühlen angestellt, und im Beichtstuhl wurden wir dann traditionsgemäß wegen unserer "Sünden" vom Pfarrer geschimpft. Solche "Unterrichtsinhalte" würde ich beispielsweise nicht gut finden.
 
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