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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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Beantworte diese Frage doch mal umgekehrt. Wie viele Schlachten wurden denn bislang im Namen Gottes geführt? Gegen andersgläubige, etc.!


Viele und grausame, das wurde auch berücksichtigt in den Forschungen, aber vor allen Dingen muss man unter der Oberfläche einer plakativen Überschrift graben: Irgendwo haben auch z.B. angebliche Christen eine Million andere Christen abgeschlachtet, eines der grausamsten Kriege aller Zeiten (Ruanda).

Nur was das mit Christus zu tun hat - die Frage stellt sich wohl keiner, es ist auf dem Papier ein religiöser Krieg. Die Religion ist damit böse - und das wird mir hier als Christ vorgeworfen, von angeblich immer besser geschulten Menschen der Moderne!

Aber in Wirklichkeit sehe ich, das die Schulung der Menschen immer schlechter wird. Zum Beispiel fand ich auf Youtube mal ein Video, dort wurde extrem oft angeklickt und viele, viele Likes nach oben gegeben. Dann googelte ich mal nach den angeblichen Fakten, auf welche das Video deutlich und fest baute - nur diese waren überhaupt nicht zu finden. Das bedeutet Schulung in der Neuzeit: Müll behaupten, unausgereifte Dinge von sich geben und als Wahrheit darstellen - und sich toll fühlen, Klicks sammeln und möglichst viele Dankes kassieren für den Schrott, welchen man verbreitet um seinem Ego Bestätigung zu liefern. Ich habe nichts gegen als Meinung formulierte Zusammenhänge, aber das Hinterfragen so vieler - fällt mir einfach auf, das fehlt nur allzuoft!

Genauso haben sich religiöse Menschen auch für Frieden eingesetzt. Es kommt auf den Menschen an, wer was woraus macht und wie er es macht...

Ich kann auch aus einer reinen Friedensideologie den Waffenbau rechtfertigen, aber wie unpassend das ist, das verstehen wohl nicht mehr allzu viele. Als Beispiel: Nicht "unsere Atombomben beschützen uns und sichern den Frieden", sondern "unsere Atombomben vernichten andere Menschen und fördern den Krieg"!

Grüße,
peace
 
Vielleicht weil viele Leute, die über die Kirche Bescheid wissen (sprich ihre negativen Seiten, von der Vergangenheit bis heute), darunter auch ich, das Gefühl haben, daß diese Kirche jederzeit gerne in mittelalterliche Verhältnisse, ihre "gute alte Zeit" als sie noch unumschränkte Macht ausüben konnte, zurückfallen möchte, wenn sie nur könnte und dürfte?

So ist das mit der informationsblase.
Wenn man nur nach negativen Informationen sucht (und so hast du es ja formuliert), wird man zum grossteil auch nur negative Informationen finden.
Objektivität? Fehlanzeige!
 
Ich verstehe nicht wirklich, warum hier ein verbaler Kreuzzug gegen Kirchen geführt wird, deren Geschichte nicht mehr änderbar ist.

Guter Spruch! Den merke ich mir wenn uns Deutschen das nächste mal wieder die Nazizeit vorgehalten wird. 🙂

Geschichte vergisst nun mal nicht. Das ist wie ein Kaugummi. Einmal reingetreten und man nimmt ihn überall mit hin.

So ist das halt! Damit können wir uns abfinden, oder zetern.

Aber eines sollte man doch lieber nicht tun: einen Thread eröffnen in welchem ein Themenstarter solche Dinge total einseitig kritisiert, anstatt Objektivität mit einfließen zu lassen.

Das dann entsprechende Kommentare verwundern, verstehe ich wiederum nicht.
 
Ich finde es sollte einfach eine Trennung stattfinden, zwischen Glaube und Religion. Ich kann glauben ohne religiös zu sein. Aber Religion funktioniert nicht ohne Glaube. Leider fordert das Bodenpersonal mancher Religion zu blindem Glauben auf und interpretiert Schriften in Ihrem Sinne (um).
Ob Jehova, Gott oder Allah oder Big Bang Theory am ende ist das was wir glauben immer eine Frage der Persönlichen Prägung durch Erziehung und Erfahrung und prädisposition. Das wichtige dabei ist es zu verstehen, das Andere Personen andere Erfahrungen haben, eine andere Erziehung etc haben, und daher ihr glaube ein anderer Sein kann/muss. Die Welt ist nicht objektiv. Und ich sollte als individuum soviel toleranz in mir haben, das ich anderen ihr anderssein gestatten kann. Dies ist leider genau der Punkt an dem das Religiöse Bodenpersonal oft scheitert. Nur weil ich einer Glaubensorganisation angehöre habe ich nicht die unfehlbare deutungshoheit über den Glauben der Menschen. Ich finde das ist ein ganz schmaler Grat und ich persönlich mache mich nicht von Vorurteilen frei. Doch ich versuche sie dadurch zu umgehen, das ich sie mir bewusst mache und sie versuche aktiv auszublenden. Denn ein Bischof kann ein Guter Christ aber ein Schlechter Mensch sein, wobei das laut Christlicher definition ja nicht gehen soll. Ein Iman ist nicht dadurch gleich Radikal oder Christenfeindlich weil er den Koran predigt etc.
Doch sollten wir die Vergangenheit nicht leugnen. Alle Kriege haben einen von 2 Gründen. Entweder sind es Glaubensbedingte Kriege gewesen (Ideologisch Motivierte Kriege gehören für mich auch dazu, da auch Ideoligische Ideen eine Art des glaubens sind) und oder Wirtschaftliche Gründe.
Ich verurteile Beide Formen und kann nur dafür plädieren das jeder dem Anderen genug Freiraum für den eigenen Glauben lässt. Wenn dies alle täten wären wir als Menschheit schon viel weiter

Lg
M.
 
Guter Spruch! Den merke ich mir wenn uns Deutschen das nächste mal wieder die Nazizeit vorgehalten wird. 🙂

Geschichte vergisst nun mal nicht. Das ist wie ein Kaugummi. Einmal reingetreten und man nimmt ihn überall mit hin.

So ist das halt! Damit können wir uns abfinden, oder zetern.

Aber eines sollte man doch lieber nicht tun: einen Thread eröffnen in welchem ein Themenstarter solche Dinge total einseitig kritisiert, anstatt Objektivität mit einfließen zu lassen.

Das dann entsprechende Kommentare verwundern, verstehe ich wiederum nicht.

Wenn ich hier im Forum eines gelernt habe, dann ist es, dass die hier viel beschworene und für sich so gerne in Anspruch genommene Objektivität unglaublich und immer wieder subjektiv ist, weil es immer Aspekte gibt, die nicht erwähnt wurden und es immer jemanden gibt, der mit einem "What about ..." dem anderen Dinge unterstellt, die so nicht gemeint waren.

"Wir Deutsche" werden uns die Nazizeit noch lange vorhalten lassen müssen, weil es ein Teil unseres Erbes ist und das ist auch gut so, solange nur ein Mensch daraus lernt, wie perfide dieses Ablehnen eigener Verantwortung von anderen missbraucht werden kann und der Eigennutz blitzschnell moralische Bedenken vom Tisch fegt.

"Verwundern" kann in diesem Zusammenhang leider nichts mehr, weil über die Jahre schon jeder Versuch gestartet wurde, jeden Aspekt für die jeweilige Seite zu vereinnahmen, ohne Anstand, ohne Respekt und ohne Schamgefühl.

Geschichte kann sehr wohl vergessen oder den Kaugummi der Wahrheit von den Schuhen kratzen, wenn nur genug Menschen dies zulassen. Wenn die Distanz von uns zu "diesen Bestien" nur groß genug wird, ist es leichter, die Bestien in uns auszublenden und dann wächst die Gefahr.

Was ich gemeint habe ist, dass die Kirche heute ihre Verfehlungen von früher nicht ungeschehen machen kann, darf und sollte, aber die Kreuzzüge, Hexenverbrennungen und sexuellen Straftaten dürfen auch nicht auf ewig allen Kirchenvertreter den Mund verbieten. Ja, manche sollten besser die Klappe halten, das ist sehr wohl wahr, aber manche Dinge machen und sagen Kirchenvertreter auch gut und richtig. Auch daran ändern die Kreuzzüge nichts mehr und sollten es auch nicht.

Wenn in der Sache verbal miteinander gefochten wird, dann ist das "Hundertste" und das "Tausendste" zwar nicht weit weg, aber ist es auch zielführend, um zu einem Ergebnis zu kommen? Wenn ein Priester in einem Stadtviertel für Zusammenhalt sorgt und darum kämpft, muss er sich dann verkriechen, weil er nichts gegen die Hexenverfolgung beigetragen hat?

Hat Deine, PC, oder meine heutige Auseinandersetzung mit Religion und den Kirchen wirklich noch etwas mit den Hexenverfolgungen zu tun? Mache ich meine Entscheidung für oder gegen meinen Glauben wirklich von solchen geschichtlichen Großereignissen abhängig? Ich tue das zumeist nicht, je nach Relevanz. Aber ich schaue mir an, was die Kirche heute zu sagen hat, wie der Papst heute wirkt, wozu der Rat der evangelischen Kirchen schweigt, was noch immer nicht gesagt wurde. Dann entscheide ich mich, wie weit meine Toleranz gegenüber Institutionen gehen soll und darf, die sich um Menschlichkeit und Verständnis in manchen Punkten einen Teufel scheren und die den Sätzen und selbst gegebenen Regeln aus vielen Jahrhunderten mehr verpflichtet sind, als den Herausforderungen der Zukunft und den Notwendigkeiten der Barmherzigkeit.

Es ist so einfach, kopfschüttelnd am Wegesrand zu stehen und den Zug der Akteure zu belächeln, so einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich manchmal, ob es ohne Religionen auf der Welt friedlicher zugehen würde.
Der Frage bin ich mal etwas tiefer nachgegangen.

Man stelle sich vor, wir stellen weltweit alles auf Anfang, auf Null, nichts kann mehr nach alten Regeln und Verhaltensmusternusw. bewertet werden. Wir nutzen nur die Erfahrungen der Menschheit konstruktiv. Selbstverständlich inklusive aller Religionen und Glaubensrichtungen. Das wärs doch, oder? Ein Reset.

Ich stelle fest, dass diese ganzen Unversöhnlichkeiten zwischen den Kulturen, Ideologien und Weltanschauungen, am Ende als ein großer und brodelnder Konfliktherd sichtbar werden. Dann weiß keiner so richtig, was man nun noch alles tun könnte, damit das Ding nicht Explodiert oder Implodiert.
Die DDR musste zwangsläufig an der wachsenden Intoleranz gegenüber dem Sytem implodieren. Dieser zwanghafte Gleichschaltungswille des selbsternannten Arbeiter und Bauernstaates, dass war der Garant dafür, dass genau das passieren muss.
Durch Propaganda stereotype Feindbilder erzeugen. Das DDR-Schema findet man nach wie vor oft auf der Welt. Genau diese Intoleranz durch Diskriminierng und Kriminnalsisierung anders Denkender. Systematisch wird die Religiosität zur Strecke gebracht, damit der genormten Mensch übrig bleibt? Bspw. Nordkorea.

Die Annahme, dass Kriege und Schuldzuweisungen, Waffen allgemein, Konflikte lösen könnten, ist schlichtweg falsch. Wir (Wir = Menschheit) urteilen und interpretieren und bewerten heute aus der Moderne heraus. Als hätten wir einen totalitären Anspruch der Richtigkeit aus der Geschichte generiert. Als ob dieser Anspruch jedes Mittel rechtfertigen würde, Dinge zu tun die kein Stück besser sind.
Man Kämpft folglich gegen etwas, dass wir nach unsern eigenen Regeln und diversen Maßstäben gleichzeitig achten wollen und sollen!😕

---

Weltweit betrachtet, wird die Kluft zwischen Arm und Reich kleiner. Wenn auch nicht viel und zu einem sehr hohen Preis.
Hierzulande wird die Kluft immer größer. Also wird dafür nach einem Schuldigen gesucht. Ein mehr hilflose Akt. Aktuell sind es die Flüchtlinge. Und wer war es Gestern? Wer wird es denn morgen sein?
- Wer wird morgen der Sündenbock/Feind Nummer eins sein?
- Diejenigen, die wir gestern mit unserer Geiz-ist-Geil-Mentalität indirekt ausgebeutet haben?
Das werden auch die von übermorgen sein.
Das größte Geschäft wird mit der Armut gemacht. Wer nichts hat, muss so billig wie möglich kaufen. Man geht zur Tafel, Containert, sammelt Pfandflaschen usw. + abfällige Blicke und Kommentare. Die Verlierer unsere Leistungs Gesellschaft, sie werden werden Stickmatisiert. Nur um sich nicht einzugestehen, dass man doch hier und da etwas abgegben könnt?
Das System nennt sich dann auch noch soziale Marktwirtschaft. Hauptsache einfach, billig und schnell, DASS kommt uns alle teuer zu stehen.

Dieses allgegenwärtige entgegenwirken wollen und auch müssen, erzeugt soziale Spannungen. Diese werden sich irgendwann und irgendwie und irgendwo entladen. Als eine Art soziale Notwehrreaktion - gegen die ökonomische und kulturelle Vereinnahmung. Bspw. durch die Globalisierung, welche gleiche ökonomische Standards bevorzugt - ohne nach dem Einfluß auf den kulturellen Hintergrund zu fragen.

Wer verarmt ist selber Schuld. Das erklärte Ziel aller - das Wachstum aller. Wer das Hamsterad nicht durchhält, verliert alles.
-> Da liegt es doch nahe, dass man sich in seiner Glaubensgemeinschaft halt sucht.

Friedlicher wird es für mich erst, wenn wir mit einem Unterschied friedlich umgehen können und dabei nicht die Eigene und die Identität des Anderen aus den Augen verlieren. Respekt haben.
Die eigene religiöse und kulturelle Identität, würde sie sich verwässern, fühlt man sich dann fremd im eigenem Land? Ist es die Ungewissheit darüber, dass es genau so sein könnte, die sehr vielen Angst macht?
Wer spielt, zum eigenem Vorteil, mit meinen oder Deinen Ängsten?

_______
Kurzum:
Nein, ohne den Glauben, hätten wir ein sehr großes Zimmer im Herzen weniger.
Wenn eine Religion ihre Gläubigen nur etwas mehr im Auge haben würde als sich selber, dann wäre es vermutlich um einiges besser. Wer weis...
 
Ich finde die Aussage bedenklich bzw. fraglich. Nicht so sehr in dem Sinne, dass Religion keine Hoffnung wäre. Aber, gibt es außerhalb der Religion keine Hoffnung, keine Prinzipien und Leitplanken?

Um Prinzipien oder Leitplanken geht es bei der Religion nicht. Die Religion ist ja nur eine Folge der Moral, (wie ich hier schon 1000mal gesagt habe 😉) und gibt diese nicht selbst vor.

Die religiöse Hoffnung, von der ich sprach, dürfte sich vor allem darin von aller "säkularen" Hoffnung unterscheiden, dass sie notwendig gilt und nicht zufällig erfolgt.
 
Also ich sehe - es ergibt sich hier ein wertvolles Unterhalten. Ich danke euch allen, ohne Ausnahme für eure Beiträge, denn ich fand und finde es interessant.

Grüße,
Peaceberg
 
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