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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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Wenn die Kirche sich heute ganz verschämt in kleinen Trippelschrittchen an die heutigen Moralverständnisse anpirscht, in denen man halt nicht mehr Frauen als minderwertig und geistig beschränkt hinstellen kann und nicht mal mehr Juden als "Christusmörder" verfolgen darf, dann ist das nämlich keineswegs eine freiwillige Entwicklung von Seiten der Kirche. Sondern eine gezwungene Anpassung an die Moderne, die sie sehr gern wieder rückgängig und ungeschehen machen möchte. Wenn sie nur die Gelegenheit dazu bekäme, aber dazu fehlt ihr inzwischen der Rückhalt in einer Bevölkerung, die sich sozial und gesellschaftlich längst weiterentwickelt hat. Der Holocaust - wäre ohne den jahrhundertelangen Antisemitismus des Christentums gar nicht möglich gewesen - war ein guter Augenöffner. :mad:

Nur mal nebenbei bemerkt: Es geht hier nicht um Kirche.

Im übrigen: Weder die kath. Kirche noch die evangelische Kirche sind homogen. Die Kirche gibt es nicht. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Christen in vielen Denominationen, die ihren Glauben ernst nehmen und es gibt kirchliche Würdenträger, bei denen man bezweifeln darf, dass sie die Lehre Jesu ernst nehmen. Ich bitte, das eine vom anderen zu unterscheiden!

Ich sehe für christliche Gruppen keinen Zwang, sich an von Dir pauschal "die Moderne" anzupassen. Was soll das sein? Wenn Du Technik meinst, kann ich Dich zumindest teilweise verstehen. Wenn Du Ethik oder christliche Grundhaltung meinst, nicht. Im Gegenteil. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich Christen von einem Trend vereinnahmen lassen und meinen, sich durch Säkularisation Freunde schaffen zu müssen.

Wenn man sieht, wie Jesus mit Frauen sprach und mit ihnen umging, welchen hohen Stellenwert sie bei Jesus und im NT hatten, dann erkenne zumindest ich, dass schon damals Frauen höher geschätzt wurden, als es in der damaligen Zeit und Gesellschaft üblich war.

Jedoch das Erfordernis, sich auf christliche Grundwerte zu besinnen, halte ich für den einzelnen Christen für wichtig, um eben nicht die Orientierung für das eigene Leben zu verlieren. Dabei sehe ich auch, dass es falsch ist, von einem Nicht-Christen zu verlangen, er solle nach den gleichen christlichen Werten leben wie es Christen tun. Das wäre genauso falsch, als ob Nicht-Christen verlangen, "die Kirche" solle sich nach der Meinung von Nicht-Christen entwickeln.

Man kann lediglich seine Denk- und Lebensweise als Angebot zur Disposition stellen und sollte nicht beleidigt sein, wenn das Angebot abgelehnt wird.

LG; Nordrheiner
 
Übrigens haben auch die Kirchen im Mittelalter noch fleißig von Sklaverei profitiert, und da meine ich jetzt nicht die afrikanischen und indianischen Sklaven in Amerika. Sondern die europäische Form der Sklaverei, die "Leibeigenschaft", von der die Kirchen als unbestritten größte Großgrundbesitzer des Mittelalters ganz entschieden profitierten. Irgendwer mußte die Felder ja bestellen und Abgaben an die Kirche leisten, und das waren überwiegend Leibeigene, seltener freie Bauern, die dann aber trotzdem gleichermaßen von Kirchen und Adel gerupft wurden bis sie oft im Winter verhungerten, weil ihnen nicht das geringste Essen mehr blieb (deshalb die ganzen Bauernaufstände durchs Mittelalter, diese Leute hatten schlicht nichts mehr zu verlieren außer ihrem Leben, und das war in den Augen ihrer Oberen eh nix wert).

Wann wo die Leibeigenschaft konkret abgeschafft wurde, dazu gibt es eine Liste auf Wikipedia, und es ist wohl kein Zufall, daß zeitgleich die zunehmende Aufklärung und das wachsende Selbstbewußtsein der Bürger zu einem schleichenden Niedergang der kirchlichen Macht führten.
 
Für dich? Es geht hier doch gar nicht um dich persönlich. Du stellst dich vor die Kirche und nimmst somit die grösste Gruppe von Fanatikern die es überhaupt geben kann, gerade bei solchen Themen in Schutz.

Ich stelle mich vor am Unrecht unbeteiligte Christen, die bei Pauschalverurteilung der Kirche mit verurteilt werden.


Demnach könnte die Hetze, wie du sie nennst, evtl. sogar berechtigt sein und weniger eine Hetze darstellen, sondern konstruktive Kritik hinsichtlich sämtlicher Verbrechen, die nun mal im Namen von Religion und Kirche geschahen.

Dann sag mir doch mal, was daran konstruktiv sein soll, wenn z.B. von Hexenverfolgung im Mittelalter gesprochen wird? Menschen der heutigen Zeit, seien es Kirchenvertreter oder einfache Gläubige, haben nichts damit zu tun. Willst Du sie büßen lassen für Sünden der Menschen im Mittelalter?
 
Wenn man sieht, wie Jesus mit Frauen sprach und mit ihnen umging, welchen hohen Stellenwert sie bei Jesus und im NT hatten, dann erkenne zumindest ich, dass schon damals Frauen höher geschätzt wurden, als es in der damaligen Zeit und Gesellschaft üblich war.

LG; Nordrheiner

Jesus hat Frauen hochgeschätzt, weil viele seiner Anhänger Frauen waren. Nur von seinen Nachfolgern, den Gründern des Christentums, wurde das gleich wieder niedergemacht (wie hieß es bei Paulus, Frauen hätten in der Gemeinde zu schweigen? Obwohl sie meistens die Hauptträger der Gemeinden waren und nicht der jeweilige Prediger oder Vorstand, der bloß die Galionsfigur nach außen war in überwiegend heidnisch besiedelten Gegenden, wo die Frauen - bei den Griechen und Römern - auch nur im wesentlichen "Haushaltsgegenstände" waren?)
 
Dann sag mir doch mal, was daran konstruktiv sein soll, wenn z.B. von Hexenverfolgung im Mittelalter gesprochen wird? Menschen der heutigen Zeit, seien es Kirchenvertreter oder einfache Gläubige, haben nichts damit zu tun. Willst Du sie büßen lassen für Sünden der Menschen im Mittelalter?

Heute redet man auch nicht mehr von Hexen, die gehören heute ins Reich von Harry Potter und esoterischem Geschwurbel, und auch das Judenverfolgen ist heute nicht mehr pc, sondern heute redet man stattdessen von Schwulen und Atheisten. Irgendeinen Sündenbock der sich prügeln lassen soll für alles, was er gar nicht verbrochen hat, finden Gläubige doch immer.
 
Jesus hat Frauen hochgeschätzt, weil viele seiner Anhänger Frauen waren.

Nein. Die Hochschätzung von Jesus beruht auf der Liebe, die allen Menschen gilt.

Nur von seinen Nachfolgern, den Gründern des Christentums, wurde das gleich wieder niedergemacht (wie hieß es bei Paulus, Frauen hätten in der Gemeinde zu schweigen? Obwohl sie meistens die Hauptträger der Gemeinden waren und nicht der jeweilige Prediger oder Vorstand, der bloß die Galionsfigur nach außen war in überwiegend heidnisch besiedelten Gegenden, wo die Frauen - bei den Griechen und Römern - auch nur im wesentlichen "Haushaltsgegenstände" waren?)

Auch das ist nicht korrekt, weil unvollständig. Aus einer Regel zur Gemeinde-Ordnung lässt sich die Einstellung zu Frauen und ihre Wertschätzung nicht ablesen. Dazu müsste man auch die anderen Passagen im NT mitlesen.....
Gerade Paulus machte darauf aufmerksam, dass der Umgang miteinander sich am Verhalten /Lehre Jesu zu orientieren habe.
 
Heute redet man auch nicht mehr von Hexen, die gehören heute ins Reich von Harry Potter und esoterischem Geschwurbel, und auch das Judenverfolgen ist heute nicht mehr pc, sondern heute redet man stattdessen von Schwulen und Atheisten. Irgendeinen Sündenbock der sich prügeln lassen soll für alles, was er gar nicht verbrochen hat, finden Gläubige doch immer.

Ich stelle mich gegen jeden, der einen Sündenbock sucht. Sündenbock ist jemand, der für Sünden anderer bestraft werden soll. So kann ich eine Kritik an Atheisten etc. feststellen, nicht jedoch Sündenbocksuche.
 
So kann ich eine Kritik an Atheisten etc. feststellen, nicht jedoch Sündenbocksuche.

Na, dann beruht dies ja auf Gegenseitigkeit. Von daher müsste man jetzt nur noch klären, weshalb du für eine Seite in die presche springst, und für die andere Seite nicht?

Und Daoga hatte "Schwule" erwähnt. Da wird es dir dann doch zu heikel? Das lässt du dann lieber unter den Tisch fallen.

So weit hat sich die Kirchendenke vom Mittelalter dann doch nicht entfernt. 😛

Nur gibt es eben Heute bedeutend weniger Dumme, die sich von Gläubigen etwas vom Pferd erzählen lassen. Aber das ist dann Hetze...
Die Menschen werden von Generation zu Generation Intelligenter. Natürlich entledigt man sich in diesem Zusammenhang von Religion und Kirche zunehmend. Das ist doch ganz normal.
 
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