Hallo,
vielen Dank für eure Antworten und Ratschläge. Ja, Ihr habt völlig Recht, alles könnte funktionieren, aber das Entscheidende (Öl=Liebe) fehlt und ich bin mir dessen mehr wie bewußt. Ich weiß auch, daß ich unter Menschen gehen müßte, aber mmittlerweile fühle ich mich schon so leer, kraftlos und vor allem minderwertig, daß ich mich überall ohnehin wie ein absoluter Außenseiter fühle.
Die Männerdomäne? Ich arbeite bei einem der größten Automobilzulieferer der Welt, bin allerdings noch in der Probezeit und weiß gar nicht, ob ich hier auch übernommen werde, aber das ist eine andere Geschichte. Diese Gefühlskälte meiner Kollegen macht mir wirklich zu schaffen und ich wollte mit der Männerdomäne dieses Problem auch keineswegs auf die Männerwelt beziehen, denn ich habe immer sehr gerne mit Männern zusammen gearbeitet und mich prima mit ihnen verstanden. Vielleicht ist es einfch das Industrieklima, daß so eiskalt ist. Als ich wagte zu erwähnen, daß meine Mutter an Krebs erkrankt ist, wurde ich am nächsten Tag belehrt, ich möge meine privaten Dinge doch bitte für mich behalten. Kein Wort des Mitgefühls oder Ähnliches. Ich finde so eine Gleichgültigkeit unter Kollegen einfach unfaßbar. Ich möchte dann nur noch weg, mich verkriechen, fort von allem, denn ich weiß: auch Abends ist da niemand.
Ich weiß, welch großes Geschenk mein Kind ist und ich bin auch unendlich dankbar dafür, doch wie wird ihr Leben sein? Hat sie nicht alle Vorraussetzungen auch so im Leben zu scheitern wie ich? Sie wächst wie ich ohne Vater auf und da ich mich mit Männern mehr wie schwer tue, werden wir auf Dauer leider allein bleiben. Ich habe keine Hoffnung mehr auf Liebe. Ihr werdet lachen: Ich gelte als die klassische Karrierefrau und dabei ist es das, was ich am allerwenigsten wollte. Es war mir nur wichtig eine intakte Familie zu gründen, da ich diese als Kind auch nie erleben durfte. Aber ich bin gescheitert und ich weiß: Nichts hat im Leben einen Wert außer Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen. Karriere macht nicht glücklich, Geld nicht, gar nichts. Ich bneide die Frauen, die mit ihren Männern und Kindern das Leben leben, daß ich nie führen werde. Ich sehe mich als Trost für alle Frauen, die meinen ihre Karriere verpaßt zu haben. Trotz Studium und Doktortitel bin ich auf ganzer Linie gescheitert. Ich weiß nicht, ob Ihr dies nachvollziehen könnt, aber es ist das bittere Resüme meines Lebens.
Alles Liebe
mad scientist