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Verstehst Du die Lösung gesellschaftlicher Probleme aus Sicht des Islam?

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Frage an dich, Nordrheiner:

Verstehst Du die Lösung gesellschaftlicher Probleme aus Sicht des Christentums?

Wenn wir ganz rigoros und analytisch vorgehen wollen, sollten wir vielleicht erstmal klären, was die gesellschaftlichen Probleme sind?

Gesellschaftliche Probleme sind nach meiner Meinung Aufgaben, die nicht oder bisher nur fehlerhaft und ungenügend angefasst werden und so zu Problemen werden.

Als gesellschaftliche Probleme erkenne ich u.a.:
- Überalterung
- Veränderung der Arbeitsplatzstrukturen (Abbau von Produktion, Zunahme im Handel)
- Überbürokratisierung der Arbeitsplatzvermittlung bzw. Vermittlung von Arbeitssuchenden (Jobcenter)
- staatlicher Umgang/Betreuung von Arbeitsplatzsuchenden
- Problematik in der Betreuung alter Menschen
- Werte-Entwicklung, z.B. im Bereich der Familien (Fehlende Unterstützung für Familien)
- Werte-Entwicklung bei jungen Menschen
- Zusammenleben mit anderen Kulturen
- Entwicklung des Wohnungsmarktes

Als Lösung sehe ich das gezielte Anfassen dieser Aufgaben und nicht das Beobachten und Verwalten.
 
Gestattet mir, dass ich nochmals meinen Eindruck über diese Diskussion für mich zusammenfasse. Dass ich Nordrheiner`s Themenstellung für unglücklich, ja auch inhaltlich überfrachtet und letztlich nicht zielführend halte, brachte ich wohl deutlich zum Ausdruck.
Er und ich haben da wohl sehr unterschiedliche Sichtweisen. Aber darum geht es schon längst nicht mehr. Besonders ihr, Tsunami und mikenull, erweckt in und mit euren Beiträgen, dass euch jede Antwort, die aus einer religiösen Überzeugung heraus gegeben wird, gegen den Strich geht.
Das allein aber würde mich nicht aus der Ruhe bringen. Was aber meinen Unmut, mein Unverständnis hervorruft, ist der Fanatismus mit dem ihr hier dem Nihilismus Tür und Tor öffnet. Auch das ist natürlich legitim und an sich nicht unredlich.
Dennoch die Fülle weckt mein Misstrauen. Vor allem aber frage ich nach der Motivation.
Was treibt euch? Was wollt ihr damit bezwecken? Wem dient das, was ihr tut?
Wir bewegen uns in einem Forum hier, in dem es sehr viel um menschliche Nöte, um existenzielle Probleme geht, auch um Fragen von Orientierung und inneren Halt geht. Und da gibt es dann Menschen wie Nordrheiner und mich, die diese Fragen aus ihrer religiösen Überzeugung beantworten.
Da unterscheiden wir beide uns nicht von all den ungezählten Milliarden, die vor uns solche Fragen formuliert haben und die Antworten darauf in den verschiedenen Religionen gefunden haben.
Ich selbst habe in meiner relativ kurzen Lebensspanne einige Menschen erlebt, die mir - mich überzeugende - Antworten aus ihrer religiösen Überzeugung gegeben haben. Das war in einigen Momenten nicht nur hilfreich allein, sondern sogar lebensrettend.
Ohne diese Antworten, ohne diese Menschen hätte ich meine Krise nicht überlebt.
Das allein schon überzeugt mich, vor allem aber, es gemahnt mich, daran festzuhalten. Man kann alles in Frage stellen, ob man das auch darf, bezweifle ich.
Nochmals zu euch, Tsunami und mikenull, was sind eure Motive? Wenn ihr Menschen aus einer sie psychisch und sozial versklavenden Sekte holen würdet, stünde ich sofort auf eurer Seite.
Lese ich jedoch eure Antworten, dann schlägt mir Geringschätzung dessen entgegen, was mir und anderen hier wichtig ist und wertvoll, um nicht zu sagen, "heilig."
Nein, teilen müsst ihr gar nichts. Respektieren allerdings. Als Nordrheiner`s Antwort, als meine sehr persönliche Entscheidung.
Einem Kind, das an die Liebe seiner Eltern glaubt, diese Liebe zu bestritten, ist schändlich. Einem sterbenskranken Menschen die Gewissheit zu nehmen, dass er nicht ins Nichts fällt, wenn er dann gehen muss, wäre für mich an Brutalität nicht zu überbieten und allemal schändlich.
Ich entnehme euren Beiträgen ein gewisses Vergnügen am Streit und das geht für mich in Ordnung. Nicht in Ordnung aber geht es, wenn ihr erstens versucht, Menschen das zu beschädigen, was ihnen heilig ist. Ohne, dass es dabei um religiöse Hintergründe ginge, fände ich das schändlich und despektierlich auch.
Mir sind zu viele Menschen begegnet, die sich nicht deshalb umbrachten, weil sie zu viel Halt hatten und sich etwa eingeschnürt füllten, sondern weil sie zu wenig Halt hatten und keinen Boden mehr unter den Füßen.
Schlussendlich: Gerade unter Experten wird ja bekanntermaßen immer wieder darüber gestritten, wie hilfreich solche Foren sind oder letztendlich sogar schädlich.
Euer beider Beiträge, tut mir leid, scheinen diesen Eindruck zu bestätigen, gerade wenn es um Themen geht, die einer gewissen Sensibilität und eines Mindestmaßes an Verantwortung bedürfen.
Ich bedaure, aber das musste ich euch jetzt ins Stammbuch schreiben.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Burbacher....

Gesellschaftliche Probleme nehme ich ernst, wie ich auch persönliche, individuelle Probleme ernst nehme. Aus meinem Glauben heraus sehe ich ein weites Feld, Verantwortung zu übernehmen. Das halte ich für den zutiefst christlichen Kern.

Ich trage für mich selbst Verantwortung, aber auch für die Menschen und die mit ihnen verbundenen Aufgaben. Ich vergrabe mich nicht in meinem Glauben sondern öffne mich allen Aufgaben, die auf mich zukommen. Dabei bin ich mir meiner Grenzen bewusst. Aber ich bin mir auch bewusst, dass ich Aufgaben nicht nach eigenem Gutdünken zu lösen habe, sondern dass auch mein Handeln eingebettet ist in einer Verantwortung vor Gott. Ich bin mir bewusst, dass ich fehlerhaft bin und daher Vergebung benötige. Aber ich bin mir auch bewusst, dass ich Vergebung habe. Weil dieser Kreislauf der Vergebung befreiend ist, kann ich mutig Aufgaben angehen und ich darf hoffen, dass Gott mich leitet, so ich denn lernen will, die jetzt fehlerhaft angegangene Aufgabe das nächste Mal besser durchzuführen.

Ich denke, dass ist eine gute christliche Einstellung, auch gesellschaftliche Probleme anzugehen.
 
Mir gehen nur "religiöse" Antworten gegen den Strich, wenn diese ( wie bei Nordrheiner ) laufend den Eindruck erwecken, daß Gläubige ( auufgrunde ihres Glaubens ) etwas "besseres" wären und "Ungläubige" schuld am Unglück der Welt wären.
 
Wenn ihr so gläubig und vornehm seid, dannn ist doch alles okay. Dann lasst eure Liebe doch durch Taten, Gefühle, Gedanken und Handlungen sprechen. Was sollen denn eure Sticheleien gegen Anders- und Nichtgläubige? Sowas habt ihr und euer Gott doch gar nicht nötig.
 
Es ist auch nicht notwendig, auf die einzelnen Punkte ( als "gesellschaftliche Problem" bezeichnet ) von Nordrheiner einzugehen. Denn dise haben weder mit "islam" noch mit "christlich" was zu tun.
 
Wenn ihr so gläubig und vornehm seid, dannn ist doch alles okay. Dann lasst eure Liebe doch durch Taten, Gefühle, Gedanken und Handlungen sprechen. Was sollen denn eure Sticheleien gegen Anders- und Nichtgläubige? Sowas habt ihr und euer Gott doch gar nicht nötig.

Ach, Tsunami, ich triefe nicht vor Frömmigkeit und ich rühme mich schon gar nicht meiner Taten, weiß ich doch, dass ich manchmal entschiedener hätte einschreiten müssen und auch aktiv handeln.
Da kenne ich die Bilanz meines Soll-und Habens. Übrigens, meine letzten Beiträge waren der Versuch eines Zugehens auf dich, und ich bedaure, dass Du dies so ignorierst.

Aber geschenkt🙂

Burbacher
 
Ach, Tsunami, ich triefe nicht vor Frömmigkeit und ich rühme mich schon gar nicht meiner Taten, weiß ich doch, dass ich manchmal entschiedener hätte einschreiten müssen und auch aktiv handeln.
Da kenne ich die Bilanz meines Soll-und Habens. Übrigens, meine letzten Beiträge waren der Versuch eines Zugehens auf dich, und ich bedaure, dass Du dies so ignorierst.

Aber geschenkt🙂

Burbacher

Na ja, Burbacher, ich bin schon ganz bei dir, aber gleichfalls habe ich den besten aller Götter. Insofern muss ich alle eure Götter als zweifelhaft sehen.
 
Ist ja drollig. Geht es nicht zuletzt auch um einen besseren oder gar den besten Menschen? Einen Menschen, der liebenswürdig, liebenswert und voller Liebe ist?
Hier geht es NUR um Moral. Richtig!

In Anbetracht aller Dinge sehe ich nicht, wie das Christentum oder der Islam dabei behilflich sind. Auch und gerade in der Weise, wie das hier partiell ausgeführt wird.
Religion ist dann quasi das Zusatzprogramm, das auf der Moral aufbaut.

Erhält Liebe seine Größe nicht durch die Ausführung des Menschen ohne Beachtung weiterer Umstände?
Was nützt der beste Mensch ohne Gott? Was nützt Moral ohne Gott? Was nützt es, wenn Du 80 Jahre nur Gutes tust, aber es verpufft in einem absurden, ungerechten Universum (= Weltbild ohne Gott). Ohne Glaube schmeißen die meisten Leute spätestens nach vier oder fünf Jahren guter Taten ihre Brocken hin, wenn sie außer ihren guten Taten nichts merken 🙄. Religion verschafft die Hoffnung, dass meine Absichten und Handlungen immer ganz gerecht eine Antwort Gottes finden werden.
 
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