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Verstehst Du die Lösung gesellschaftlicher Probleme aus Sicht des Islam?

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Als gläubiger Muslim würde ich antworten: "Die Gesetze Allahs sind perfekt und somit das Beste, was einem Land passieren kann. Daher sollten alle nach diesen Gesetzen leben und nicht nach von Menschen gemachten Gesetzen. Wir sollten daran arbeiten, dass diese Gesetze Allahs Allgemeingültigkeit bekommen."
Überhaupt nichts kannst du für irgendjemand anderen als dich selber antworten!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat doch mit einer Staatsreligion nichts zu tun. Die allermeisten der Attentäter sind entweder Europäer oder haben zumindest lange in Ländern gelebt, in denen keine Religion vorgeschrieben ist.
 
Sicher zählen Terroranschläge zum Handlungsrahmen des Islam. Dass diese Anschläge zu verurteilen sind, dürfte klar sein. Ich denke, dass auch muslimische Organisationen (zumindest in Belgien, Frankreich, Deutschland) diese Terroranschläge verurteilen.
Falsch. Das ist Deine Interpretation. Das ist als würdest Du sagen: Die katholichen Kirchengebäude sind bestens geeignet für Unrecht. Thema Beichtstuhl. Threma Missbrauch. Man beichtet und alles ist wieder Schick.

Ich möchte einen Punkt, den ich schon mal erwähnte, an dieser Stelle herausstellen:

Arme gläubige Muslime leben in einem Land mit reichen Ungläubigen.

Was erwartet ihr, wie diese Muslime mit dieser Situation umgehen?

lol... was soll das denn nun wieder. Gehen Dir die Argumente aus. Auge um Auge, Zahn um Zahn oder wie?

Die bösen Ungläubigen. Man man man.... 🙄
Und was ist mit den armen Ungläubigen und den reichen Muslime? Die sind automatisch friedlich. 😀😎:daumen:

Ich klink mich besser ganz aus.... ist mir zu lächerlich und fanatisch.
 
Und was passiert, wenn arme Christen auf reiche andersgläubige treffen haben wir auch schon erlebt, oder?
Und was passiert, wenn arme Christen auf ebenso oder noch ärmere Muslime treffen, erleben wird gerade. Das hat einfach nichts mit dem Glauben zu tun, oder?
Was sagst Du, wenn irgendwer sagt: Brennende Asylheime gehören offenbar zum Handlungsspktrum des Christentums, sonst würden es doch nicht so viele tun und dabei Täter stehen ,die sagen, sie wollen sich gegen den Islam wehren und ihre Christlichen Werte verteidigen.

Klar, jetzt wirst Du sagen: Das sind keine "echten" Christen.
Aber ich empfinde das schon als sehr einseitig gedacht:Ein böser Mensch ist ein böser Mensch. Punkt! Egal welcher Religion er angehört. Deswegen bringt es auch nichts, die Gründ für seine Tat in der Religion zu suchen. Da wird man sie nicht bekämpfen können!
 
Das hat doch mit einer Staatsreligion nichts zu tun. Die allermeisten der Attentäter sind entweder Europäer oder haben zumindest lange in Ländern gelebt, in denen keine Religion vorgeschrieben ist.

Das Phänomen der Attentäter, die aus europäischen Ländern stammen, würde ich jetzt nicht mit den Menschen, die in einem islamischen Land ihre Wurzeln haben, in einen Topf werfen.
 
Und was passiert, wenn arme Christen auf reiche andersgläubige treffen haben wir auch schon erlebt, oder?
Und was passiert, wenn arme Christen auf ebenso oder noch ärmere Muslime treffen, erleben wird gerade. Das hat einfach nichts mit dem Glauben zu tun, oder?
Was sagst Du, wenn irgendwer sagt: Brennende Asylheime gehören offenbar zum Handlungsspktrum des Christentums, sonst würden es doch nicht so viele tun und dabei Täter stehen ,die sagen, sie wollen sich gegen den Islam wehren und ihre Christlichen Werte verteidigen.

Klar, jetzt wirst Du sagen: Das sind keine "echten" Christen.
Aber ich empfinde das schon als sehr einseitig gedacht:Ein böser Mensch ist ein böser Mensch. Punkt! Egal welcher Religion er angehört. Deswegen bringt es auch nichts, die Gründ für seine Tat in der Religion zu suchen. Da wird man sie nicht bekämpfen können!

Die Frage, was passiert, wenn arme Christen auf noch ärmere Muslime treffen ..... und ähnliche Fragen = das sind alles Fragen, die nicht unbedingt zum Hauptthema dieses Fadens passen. Wie ich aus gesendeten Interviews zum Thema AfD erfuhr, wurde die AfD in Sachsen-Anhalt von Menschen gewählt, die den Migranten die Hilfestellung einfach nicht gönnen. Die interviewten Deutschen hatten nur eine kleine Rente oder leben von H4 und wirkten neidisch und verbittert.

Natürlich gibt es soziale Konflikte, z.B. auf Grund von Armut, sowie Konflikte aus anderen bzw. rassistischen Gründen, die nichts mit der Religionszugehörigkeit zu tun haben. Und ich stimme Dir auch völlig zu: Ein böser Mensch ist ein böser Mensch!

Wenn ich zu Dir eine Brücke bauen darf, dann würde ich so formulieren: Es gibt Gründe schlecht zu handeln, die keinerlei religiösen Bezug und vielleicht noch nicht einmal kulturellen Bezug haben, selbst wenn das behauptet wird. Da spielen z.B. Neid oder die Angst "im Leben zu kurz zu kommen" oder gruppendynamische Prozesse die wesentlichen Rollen.

In einem kleinen Ort in meiner Nähe wohnen seit jüngster Zeit ca. 120 junge Männer aus Syrien, Irak und Afghanistan in kleinen Containerbuden. Jedes Container-Zimmer hat eine Größe von 1,80-2,00 m und ist 4 m lang mit einem Fenster. Es gibt ein Bett, ein kleines Regal/Schrank, einen Stuhl und einen kl. Tisch. Wer deutsche Gefängniszellen kennt, weiß, dass Gefängniszellen wohnlicher bzw. menschenwürdiger sind. Wie lange werden diese jungen Männer dort wohnen - oder soll ich besser formulieren hausen? Wie werden die sich dort fühlen? Die Stadt hat verfügt, dass diese jungen Männer nicht besucht werden dürfen, es sei denn, man verfügt über einen von der Stadt ausgestellten Besucherausweis. Und der wird nur ausgestellt, wenn man zur Flüchtlingshilfe gehört. Und die Flüchtlingshilfe besteht nur aus alten Frauen. Hier wird ein sozialer Sprengsatz gezüchtet. So sehe ich das.

LG, Nordrheiner
 
Ich habe viele Muslime kennengelernt, die nach Deutschland flüchteten. Soweit ich das feststellen konnte: Sie interessieren sich für das Leben ihrer kulturellen Gewohnheiten in einem sicheren Deutschland und träumen davon, sich hier ihre Zukunft aufzubauen. Da ihre Migration in die deutsche Gesellschaft flächendeckend zumindest zum jetzigen Zeitpunkt äusserst zweifelhaft ist, gehe ich davon aus, dass sie hier eine neue Subkultur bilden werden. Und die Folgen einer neuen Subkultur kann ich nicht als positiv erkennen.

Ob sich Subkulturen bilden oder nicht, hängt davon ab, wie die Neuankömmlinge hier empfangen werden, ob sie Chancen bekommen, sich zu assimilieren und nützliches, gebrauchtes und anerkanntes Teil unserer Gesellschaft zu werden - das fängt schon ganz simpel an, mit Sprachkursen, Ausbildung, Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse mit Nachlernen der nötigen deutschen Begriffe, so daß deutsche Arbeitgeber was mit ihnen anfangen können - oder nicht. Und da ist Deutschland ja ziemlich zweigeteilt, während im Westen mancherorts eine "Willkommenskultur", die diesen Namen auch verdient, vorhanden ist - München und Nürnberg, zwei Zentren der Flüchtlingsbewegungen, wo auch die Einheimischen ziemlich relaxt mit dem Zustrom umgehen - und auf der anderen Seite die Ostländer, wo Flüchtlingsheime angegriffen werden (diese Blockierung von dem Bus voller Flüchtlinge vor nicht langer Zeit war eine Schande!!! Für ganz Deutschland und den Osten sowieso!) und die Neulinge den "bösen Deutschen" gleich in voller Pracht kennenlernen. Was auch auf diese Deutschen rückschließen läßt, die ihre eigene tiefsitzende Verunsicherung nach dem Zusammenbruch der "kuscheligen" DDR und den "Absturz" ins pöhse gnadenlose Kapitalisten-System mit Fremdenhaß zu kompensieren versuchen. Oder die deutschen Hartz-Empfänger, die selber im Leben nichts auf die Reihe bekommen und sich jetzt einbilden, daß die Zuwanderer - geschätzt ein Drittel Akademiker oder andere gut ausgebildete Leute - doch in der deutschen Hackordnung gefälligst weit, weit unter ihnen rangieren müßten, statt sich binnen kurzem aus den Auffanglagern heraus beruflich und finanziell zu verbessern, indem sie sich allen Ernstes trauen was zu leisten, die Sprache zu lernen, Schulabschlüsse zu machen und sich Arbeit zu suchen (huch wie pöhse aber auch!).
Wer zu gelebter Willkommenskultur, auch und ganz besonders im privaten (privat organisierten) Rahmen und nicht nur den staatlichen Hilfen was lesen will, soll sich regelmäßig die Regionalteile z. B. der Zeitungen aus der Umgebung Nürnberg durchlesen. Im Vergleich dazu das Kontrastprogramm, der Fremdenhaß, der in Gebieten der ehemaligen DDR mit Flüchtlingslagern auftritt, dort ist die Entstehung von Subkulturen, mangels Assimilierung, geradezu vorprogrammiert.
 
Denk doch mal weiter: Wenn Muslime in Deutschland Außenseiter bleiben, ohne Job, ohne Geld, dafür aber mit viel zu viel Langeweile und Zeit ... und dies in einer Umgebung mit reichen Ungläubigen... dann...
Wer sagt denn, daß sie Außenseiter bleiben müssen? Der Staat? Die Einheimischen? Die Benachteiligten (... und/oder schlicht Faulen...) unter den Einheimischen? Haste was dagegen, dann tuste was dagegen, besorg den Neuen Arbeit und nimm ihnen Langeweile und (Frei-)Zeit. Ein beschäftigter Moslem in D. hat vermutlich weniger Lust und Anlaß, den Terroristen zu geben, als ein gelangweilter Moslem in Syrien.
 
- eine wachsende Anzahl unzufriedener Menschen mit Migrationshintergrund
- viele Deutsche, die jetzt schon von Niedriglohnjobs leben, werden noch unzufriedener, denn ihnen wird Konkurrenz vor die Nase gesetzt
- Parteien mit radikalen Thesen werden Lösungen versprechen und Zulauf bekommen
Soziale Probleme unserer Gesellschaft werden zunehmen - aber nicht gelöst.

Und die Lösung ist - erstens: nicht den radikalen Parteien hinterherlaufen, weil die zwar Großartiges versprechen, aber keine realistischen Alternativen bieten - jedenfalls nicht ohne unsere wichtigsten Grundlagen, wie Menschenrechte, Demokratie etc. bei dieser Gelegenheit zugrundezurichten, und dadurch wird garantiert nichts besser, nur schlechter.
Zweitens, die unzufriedenen Deutschen fragen, warum sie die "Konkurrenz" so fürchten - Menschen, die in ihrer Heimat alles verloren haben, wieviele der Deutschen haben heute genau denselben Hintergrund? Man denke an das Verhalten der einheimischen Deutschen nach Ende 2.WK gegenüber den deutschen Vertriebenen, und das waren damals immerhin ebenfalls Deutsche! Was also nehmen die Flüchtlinge den Deutschen weg? Und warum lassen die Deutschen es sich (was?) wegnehmen, indem sie (anscheinend?) schlechtere Leistungen bringen als Ausländer, die (noch) nicht einmal die Sprache beherrschen?
Und drittens, warum müssen Menschen mit Migrationshintergrund "unzufrieden" sein? Unzufrieden mit was? Wer gerade erst sein nacktes Leben aus einer Kriegszone gerettet hat, ist schon für sehr wenig dankbar.
Oder sollte man vielleicht lieber fragen, ob es Leute oder Institutionen gibt, die davon profitieren, wenn Menschen mit Migrationshintergrund unzufrieden sind und auch so bleiben sollen?
 
Und drittens, warum müssen Menschen mit Migrationshintergrund "unzufrieden" sein? Unzufrieden mit was? Wer gerade erst sein nacktes Leben aus einer Kriegszone gerettet hat, ist schon für sehr wenig dankbar.
Oder sollte man vielleicht lieber fragen, ob es Leute oder Institutionen gibt, die davon profitieren, wenn Menschen mit Migrationshintergrund unzufrieden sind und auch so bleiben sollen?

Ja, ich denke auch, dass zunächst Migranten sehr dankbar sind, dass sie aus einer Kriegszone gerettet sind.
Jedoch das Leben geht weiter. Und da werden wohl die meisten Migranten erkennen, dass das Leben in Deutschland völlig anders abläuft als in ihrem Heimatland. Und wie viele Migranten sich umstellen wollen und können, muß sich noch herausstellen. Ich denke auch: Je länger sich Migranten in Deutschland befinden, um so mehr tritt der Aspekt der Dankbarkeit in den Hintergrund - während die Ansprüche wachsen. Und die Betonung liegt auf Umstellung - Wollen und Können.
 
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