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Versicherung Quereinsteiger

Krissi94

Mitglied
Hallo,
arbeitet hier jemand bei einer Versicherung?
Ich bin gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte, über 1 Jahr arbeitslos und habe jetzt die Möglichkeit bei einer Versicherungsagentur im Backoffice anzufangen und dort dann auch die Weiterbildung zur Versicherungsfachfrau (2 Jahre - 6 mal im Jahr für eine Woche in eine andere Stadt) zu machen. Ich wäre dann die einzige Vollzeitkraft, weil die andere Freitag ihren letzten Tag hatte. Dann gibt es nur noch eine Teilzeitkraft, die ein fast 2 jähriges Kind hat, welches häufiger krank ist und sie somit auch mal ausfällt. Deswegen stell ich mir die Einarbeitung schwierig vor, da die Teilzeitkraft ja auch genügend zu tun hat.
Und es ist wohl sehr stressig, viel Telefon etc. was ich eigentlich nicht gerne mag. Hab bei meiner letzten Stelle schon Bauchschmerzen gehabt deswegen. Und bei Versicherungen ist es ja nicht nur so, dass man die Kunden weiterleiten muss sondern den die meiste Zeit selbst weiterhelfen muss. Das macht mir auch Sorgen. Bei der Weiterbildung muss man im praktischen Teil Kundengespräche führen, was ja überhaupt nicht meins ist.
Und der Chef hat klar gesagt, dass ich es nicht einfach ausprobieren kann um zu gucken ob es zu mir passt, sondern ich dann bleiben müsste. Weil es sonst Zeitverschwendung von beiden Seiten wäre. Aber woher soll ich es denn wissen? Weiß echt nicht was ich machen soll. Weil einerseits will man ja wieder arbeiten aber andererseits bringt es nichts wenn ich mit evtl. Bauchschmerzen dahin gehe. Und irgendwie achten die da nicht so auf Hygiene. Auf der Toilette hängt ein kleines Handtuch für 4 Mitarbeiter. Geht gar nicht - besonders nicht in diesen Zeiten. Die Mitarbeiterin kommt öfter krank zur Arbeit. Sie meint, dass sie nur Zuhause bleibt wenn es gar nicht geht.

Klar, gibt es auch positive Sachen wie z.B. nicht mehr arbeitslos sein, was neues lernen, etc. Ich möchte ja wieder arbeiten nur bringt es nichts wenn es nicht zu mir passt. Keine Ahnung ich bin zwiegespalten. Soll morgen anrufen und Bescheid geben ob ich möchte oder nicht.
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Mach den Job und gut ist. Ich kenne jemand, dem hat auch nichts gepasst, der gammelt seit fünf Jahren rum. Sein Bachelorabschluss kann er in die Tonne treten, der reicht jetzt nicht mal mehr für Pommesbude.
 

Weltkind

Aktives Mitglied
Und es ist wohl sehr stressig, viel Telefon etc. was ich eigentlich nicht gerne mag. Hab bei meiner letzten Stelle schon Bauchschmerzen gehabt deswegen.
Bei der Weiterbildung muss man im praktischen Teil Kundengespräche führen, was ja überhaupt nicht meins ist.
Weil einerseits will man ja wieder arbeiten aber andererseits bringt es nichts wenn ich mit evtl. Bauchschmerzen dahin gehe
Ich möchte ja wieder arbeiten nur bringt es nichts wenn es nicht zu mir passt.
Welche Tätigkeiten würden denn zu Dir passen?
 

Poros

Mitglied
Die Weiterbildung benötigst du m.E. nicht für das Backoffice, sondern für die Eintragung ins Vermittlerregister bei der IHK, damit du Verträge abschließen darfst.

So wie du dich beschreibst könnte es funktionieren, solange du nur die Leute bedienst, die ins Büro kommen und solange du nur Anrufe entgegen nimmst. Wenn von dir auch erwartet wird Termine am Telefon zu akquirieren oder Gespräche beim Kunden zu führen könnte es eng werden.

Ich arbeite nicht bei einer Versicherung, habe es jedoch mal getan (und auch in anderen Branchen im Vertrieb). Ich bin eher introvertiert und auch nicht völlig ungeeignet für den Vertrieb, es ist mir jedoch nie gelungen, nachhaltig brauchbare Resultate zu erzielen. Nur mit den nachhaltigen Bauchschmerzen beim Denken an die Arbeit hat es ganz prima geklappt.

Nach einigen Jahren habe ich es dann im Vertrieb aufgegeben und bin bei einer Behörde gelandet. Ich bearbeite jetzt Akten und das passt einfach zu mir und meiner Persönlichkeit. Kundengespräche habe ich auch mal und Telefonate mehrmals in der Woche, aber, ich will nichts verkaufen und Gespräche und Telefonate gehen locker von der Hand.

Daher: Hast du schon mal versucht, bei einer Verwaltung oder Behörde unterzukommen? In dem Team, in dem ich bin, haben in den letzten zwei Jahren zwei Renos angefangen.
 

Krissi94

Mitglied
Daher: Hast du schon mal versucht, bei einer Verwaltung oder Behörde unterzukommen? In dem Team, in dem ich bin, haben in den letzten zwei Jahren zwei Renos angefangen
Ja, ich hatte schon 2 Vorstellungsgespräche beim Landkreis und es hätte fast geklappt. Knapp gescheitert. Wie bist du denn in den öffentlichen Dienst gekommen? Hast du eine Bürokauffrau Ausbildung?

Hast du diese Weiterbildung auch gemacht? Wenn ja war es schwer? Ich habe am meisten vor diesen Kundengesprächen Angst, weil ich dafür überhaupt nicht der Typ bin.
Also die verkaufen auf jeden Fall keine Versicherungen. War es sehr stressig?
 

Poros

Mitglied
Gelernt habe ich zwar im öffentlichen Dienst, jedoch nicht bei einer Verwaltung, sondern bei einer Sparkasse. Die jetzige Ausbildung für Versicherungsvermittler habe ich nicht gemacht. Zuletzt habe ich mich 2012/2013 im Bereich Versicherung versucht. Für den Eintrag in das Vermittlerregister hat da tatsächlich mein Lehrabschuss aus 1988 gereicht. Ich meine es dürfte 1993/1994 gewesen sein, als ich eine andere Ausbildung im Bereich Versicherungen gemacht habe. Damals noch basierend auf einer Selbstverpflichtung der Branche. Nannte sich Versicherungsfachmann BWV (ohne IHK-Prüfung). Die war nicht schwer, aber ich glaube auch nicht mit der heutigen Ausbildung zu vergleichen. Für Vermittler gelten heute jedenfalls deutlich strengere Auflagen, als zu der Zeit, als ich damit erstmals zu tun hatte.

Aber vielleicht meint dein Arbeitgeber ja auch eine ganz andere Qualifizierung. Nicht die für die Eintragung in das Vermittlerregister.

In den öffentlichen Dienst bin ich wieder reingekommen, nachdem ich als Kunde des Jobcenters vom Jobcenter gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, dort zu arbeiten. Das konnte ich und jetzt ist es so.
 

flower55

Aktives Mitglied
Hallo,
das Finanzamt NRW sucht zur Zeit in einigen Städten Arbeitskräfte u.a.
Rechtsanwaltsfachangestellte. Eine diesbezügliche Anzeige stand an diesem
Wochenende bei uns in der Zeitung.

Wie wäre es mit einem beruflichen Einstieg bei der Justiz?
Eine Ausbildung im mittleren Dienst in einer Geschäftsstelle oder als
Rechtspflegerin oder höherer Dienst.

alles Liebe
flower55
 
H

Herbstlaub

Gast
Hast du schon eine Zusage?

Versuch es doch erstmal. Gerade wenn du länger arbeitslos gewesen bist würde ich jede Chance ergreifen. Je länger du Zuhause bleibst, desto schwieriger wird es etwas zu finden.

Am Anfang irgendwo neu anzufangen ist immer komisch und man fühlt sich unwohl, weil alles neu und unbekannt ist.

Wenn du merkst es passt überhaupt nicht kannst du immer noch kündigen. Egal was der Chef zu dir gesagt hat. Natürlich hat er ein Interesse daran das du dort anfängst deshalb sagt er sowas. Die Probezeit ist für beide Seiten da.

Du bist auch nicht für immer an diesen Betrieb gebunden. Nachher kannst du dir in Ruhe noch etwas anderes suchen. Aus einer ungekündigten Stelle bewirbt es sich leichter als wenn du lange Zeit weiterhin arbeitslos bist.

Wichtig finde ich es zu versuchen und nicht einfach so aufzugeben. Wer weiß vielleicht gefällt es dir dort ganz gut. Probearbeiten ist schon mal hilfreich aber richtig lernst du den Betrieb erst kennen wenn du dort arbeitest.
 
M

Marie1968

Gast
Und der Chef hat klar gesagt, dass ich es nicht einfach ausprobieren kann um zu gucken ob es zu mir passt, sondern ich dann bleiben müsste. Weil es sonst Zeitverschwendung von beiden Seiten wäre. Aber woher soll ich es denn wissen? Weiß echt nicht was ich machen soll. Weil einerseits will man ja wieder arbeiten aber andererseits bringt es nichts wenn ich mit evtl. Bauchschmerzen dahin gehe.

Mach den Job und gut ist. Ich kenne jemand, dem hat auch nichts gepasst, der gammelt seit fünf Jahren rum. Sein Bachelorabschluss kann er in die Tonne treten, der reicht jetzt nicht mal mehr für Pommesbude.


... um dann schlimmstenfalls mit Burn Out oder einer psychosomatischen Erkrankung erst mal in der Versenkung zu verschwinden und sich im Anschluss um eine Therapie und Umschulung bemühen zu müssen. Als ob dieses Forum nicht schon genug Beispiele für das Ergebnis von "Arbeit um jeden Preis" hat.

Das ist auch oft die Konsequenz, wenn man nicht auf seine Intuition hört. Und die Hilfesuchende schreibt hier schon das sie Bedenken hat. Was am Anfang schon nicht passt, wird nicht passend sondern aus Erfahrung so bleiben.
 

Krissi94

Mitglied
... um dann schlimmstenfalls mit Burn Out oder einer psychosomatischen Erkrankung erst mal in der Versenkung zu verschwinden und sich im Anschluss um eine Therapie und Umschulung bemühen zu müssen. Als ob dieses Forum nicht schon genug Beispiele für das Ergebnis von "Arbeit um jeden Preis" hat.

Das ist auch oft die Konsequenz, wenn man nicht auf seine Intuition hört. Und die Hilfesuchende schreibt hier schon das sie Bedenken hat. Was am Anfang schon nicht passt, wird nicht passend sondern aus Erfahrung so bleiben.
Ich hab ihn auch gefragt, ob ich auch etwas weniger (35) machen kann. Da meinte er, "sie wollen lieber weniger arbeiten und weniger verdienen?" Ich so "ja"
Sorry, dass mir meine Freizeit/Familie wichtiger ist als Arbeit.
Und die Teilzeitkraft, die ein Kind hat, hatte auch keine richtige Mutterschaftszeit. Der Chef wollte, dass sie am besten schon nach der Geburt wiederkommt. Sie hat dann von Zuhause gearbeitet und war 1 mal in der Woche in der Firma. Das kann ja auch nicht sein oder?
 

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