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verrückt/ abhängigkeit/ seelenverwandtschaft

Hallo Delete,

das was du da erkannt hast, das geht in die richtige Richtung, ja. Genau das habe ich auch endlich, vor längere Zeit schon, erkannt. Dann habe ich mich sukzessive freigestrampelt von allen Zwängen und musste erstmal bei mir selbst ankommen. Stell es dir aber nicht ganz so einfach vor, das braucht seine Zeit. Das bleibt noch eine ganze Weile ein Auf und Ab, trotz der Erkenntnisse. Man kann das mit dem Willen kontrollieren aber nicht sofort abschalten, nach meiner Erfahrung.

Und das Bedürfnis nach Nähe und nach Liebe, das bleibt immer, und das ist ja auch ganz natürlich. Da muss man etwas aufpassen, dass man nicht ins andere Extrem rutscht und meint, es gäbe nur noch Unabhängigkeit. 🙄

Aber schön, dass du das für dich erkannt hast, das ist auch sehr wichtig. 🙂

Viele Grüße
Traumatisierter
 
Hallo Delete,

das was du da erkannt hast, das geht in die richtige Richtung, ja. Genau das habe ich auch endlich, vor längere Zeit schon, erkannt. Dann habe ich mich sukzessive freigestrampelt von allen Zwängen und musste erstmal bei mir selbst ankommen. Stell es dir aber nicht ganz so einfach vor, das braucht seine Zeit. Das bleibt noch eine ganze Weile ein Auf und Ab, trotz der Erkenntnisse. Man kann das mit dem Willen kontrollieren aber nicht sofort abschalten, nach meiner Erfahrung.

Und das Bedürfnis nach Nähe und nach Liebe, das bleibt immer, und das ist ja auch ganz natürlich. Da muss man etwas aufpassen, dass man nicht ins andere Extrem rutscht und meint, es gäbe nur noch Unabhängigkeit. 🙄

Aber schön, dass du das für dich erkannt hast, das ist auch sehr wichtig. 🙂

Viele Grüße
Traumatisierter

lieber traumatisierter 🙂,
danke für deine antwort! ich denke auch, dass es nicht schnell geht. natürlich geht es sehr langsam. das ego ist halt sehr sehr sehr stark und es scheint nichts leichter zu sein als sich selbst zu belügen und ausflüchte zu finden um sich eben nicht wirklich sich selbst stellen zu müssen.
das bedürfnis nach nähe kommt auch immer wieder durch. hab mich neulich von einem typen im park anmachen lassen, obwohl ich eigentlich null interesse hatte.
ich weiß auch nicht wie es jetzt weiter geht. was ich mache wenn er sich nächste woche meldet. ich weiß aber, dass ich sehr vorsichtig sein muss und dass es für mich um mich geht und nicht um ihn. dass ich meine probleme für mich allein lösen muss.

ich habe mir vorhin bei youtube einiges von eckart tolle angesehen und könnte mir vorstellen, dass es der springende punkt ist, alles, aber wirklich alles so anzunehmen wie es ist. also die depressionen, den schmerz, die angst, die situation etc.
ich denke ich weiß rational sehr genau, was zu tun ist. aber es gibt da eben noch mein ego und evtl. die blockade meiner gefühle (da bin ich noch nicht ganz sicher; muss man weinen (können) um den schmerz loszuwerden?), welche mir die umsetzung erschweren.
aber den eckart tolle, den find ich schon echt klasse!

lg

p.s.: hab übrigens eine komplette kontaktsperre zu meinen eltern eingeführt.
 
liebe leser,

ich bedanke mich im voraus fürs lesen und evtl. antworten!

also eigentlich habe ich ein unbeschreibliches problem. um es vollständig zu "erklären" müsste ich einen ewig langen post schreiben.

es geht um einen mann, bei dem ich das gefühl von seelenverwandtschaft habe (wer so etwas schonmal erlebt hat, der weiß wovon ich rede, wer nicht, wird es nicht nachvollziehen können wenn ich es beschreibe). es gab auch einige seltsam zufällige begegnungen zwischen uns (wir haben in letzter zeit eigentlich nur geschrieben). allerdings möchte ich eigentlich gar nicht irgendetwas übernatürliches dem ganzen beiordnen.

wir haben uns vor einem jahr kennengelernt und ich habe deutlich gespürt, dass er in mich verliebt war. trotzdem er hat damals meine liebeserklärungen zurückgewiesen. ich habe ihn nie vergessen können und wir hatten immer mal wieder schreib-kontakt. vor kurzem hat er mir dann aber geschrieben er sei damals auch in mich verliebt gewesen (hat von seelenverwandtschaft geschrieben) und habe es aus ängsten nicht zulassen wollen.
wir haben beide psychische probleme. hatten sie bevor wir uns kennengelernt haben und außerdem wurden sie bei uns beiden verstärkt dadurch, dass ich mich an ihn geklammert habe und er mich zurückgewiesen hat.

er hat mir zuletzt dann wieder geschrieben er müsse zuerst seine probleme mit sich selbst lösen (er hatte vor zwei monaten einen nervenzusammenbruch) und wolle den kontakt abbrechen. wir haben also im moment keinen kontakt, sondern loggen uns nur ab und zu in ein forum ein, wo wohl der eine immer guckt wann der andere sich zuletzt eingeloggt hat.

dass er mir geschrieben hat, dass er erst seine probleme mit sich selbst lösen müsse ist jetzt ca. eine woche her.

ich habe mich in letzter zeit mit allem befasst. habe gelesen, dass BEDINGUNGSLOSE liebe die stärkste macht im universum ist und dass man sich von emotionaler abhängigkeit und aus bindungen nur befreien kann indem man diejenigen menschen, wo eine solche bindung besteht, bedingungslos liebt. bedingungslos lieben bedeutet ja immer jemanden frei gehen und kommen zu lassen, jeden menschen anzunehmen und loszulassen wenn es erforderlich ist.


ich habe jetzt den impuls meinen forums-account in dem forum, wo ich mit ihm geschrieben habe zu löschen, weil ich ihn wirklich loslassen möchte. er wäre damit auch nicht aus der welt. er weiß wie ich heiße und auch in welchem stadtteil ich wohne, könnte also immer noch kontakt mit mir aufnehmen. ist das eine gute entscheidung?
mir ist zwar klar, dass ich das selbst entscheiden muss, aber vielleicht hat jemand einfach eine meinung dazu.

herzlichen dank!

ich kann dich sehr gut verstehen.. denn ich habe vor 2 jahren meinen seelenverwanden gefunden.. deine gefühle die du beschreibst kannte ich damals auch noch nicht.. ich habe 36 jahre gebraucht um einmal dieses gefühl zu erleben. heute weiß ich wie es sich anfühlen muss "angekommen zu sein".. ich bin von diesem ort weggezogen.. weil wir niemals eine zukunft gehabt hätten.
 
von wegen probleme überwunden. ich bin wie ein kind, das ständig nach liebe von außen schreit.
jetzt sind er und ich wieder beim sich gegenseitig im forum nachspionieren angelangt (ich habe dort einen zweiten account und hatte gedacht er würde es nicht merken, dass ich ihn da kontrolliere).

oh mann, was ist das bescheuert. immer und immer wieder vergesse ich, dass ich mich selbst lieben lernen muss.

das forum werde ich nicht mehr besuchen, aber ich bin schon wirklich sehr psycho🙁:mad:
 
Liebe Delete,

von wegen probleme überwunden. ich bin wie ein kind, das ständig nach liebe von außen schreit.

sei froh, dass du es endlich erkannt hast. Ich glaube sogar, das ist bei allen psychischen Problemen der Fall, die schon in der Kindheit ihre Ursache haben. Es gab einen deutlichen Mangel an Liebe, dafür gab es jede Menge Verletzungen der eigenen Persönlichkeit. Das ist ja immer dasselbe Muster, auch wenn die Erfahrungen sich nicht decken müssen. Das ist keine Schande, da kannst du nichts dafür! Das daraus zwanghafte Muster entstehen, das ist nur natürlich. Deswegen kommt es ja darauf an, diese zu entdecken und erstmal abzustellen. Denn heute kannst du schon etwas tun, früher war das nicht so leicht möglich, und das belastet ja immer noch, zumeist ist das ja völlig unbewusst. Bewußtmachen des destruktiven Verhaltens, und dann allmählich Veränderungen einleiten, das ist der einzige Weg!

jetzt sind er und ich wieder beim sich gegenseitig im forum nachspionieren angelangt (ich habe dort einen zweiten account und hatte gedacht er würde es nicht merken, dass ich ihn da kontrolliere).

Das hat etwas von Selbstbestrafung, nicht wahr? Ich kenne das auch. Schlechte Gefühle, an einer Sache dranzubleiben, die im Grunde hoffnungslos ist. Wir sind das selbst, weil wir uns leider dann im Grunde nichts anderes zutrauen!

oh mann, was ist das bescheuert. immer und immer wieder vergesse ich, dass ich mich selbst lieben lernen muss.

Rückfälle sind völlig normal! Das wird immer wiedermal passieren. Versuche dir das zuzugestehen, mit blöd oder dumm hat das nichts zu tun. Dieses Verhalten ist uralt und eine große Gewohnheit, die nur auch allmählich nachlässt, wenn man sich verändert. Das geht sicherlich jedem so. Wichtig ist, dass du erkannt hast, was falsch läuft, dann kannst du mit dem Verstand gegensteuern!

das forum werde ich nicht mehr besuchen, aber ich bin schon wirklich sehr psycho🙁:mad:

Sei nicht so abwertend und so streng mit dir. Dir Erkenntnis des destruktiven Handelns macht es zunächst mal noch schlimmer, man kommt sich blöd vor. Schuld daran hast du aber nicht. Das hat seine Gründe, seine Ursachen, du hast Leid erfahren und sehr stark verinnerlicht. Deswegen ziehen wir das auch immer wieder an, wir kennen es oft nicht anders... Doch es geht aber anders. Denn du kannst deine Denkensweise schon ändern, aber du musst dir auch genügend Zeit dafür geben und darfst dich nicht verurteilen wegen der Rückfälle!

Alles Gute und sei stark, du trägst die Saat für die Verbesserung schon in dir. Lass es einfach langsam wachsen und strample dich erstmal frei von den Abhängigkeiten!

Liebe Grüße
Traumatisierter
 
@traumatisierter: danke für deine unterstützung.
leider ist die angst vor der zukunft bei mir immer noch sehr groß. und es ist manchmal schwer zu akzeptieren, dass die fortschritte so langsam kommen.
ich merke allerdings, dass bestimmte dinge sich im allerlangsamsten tempo verbessern. heute bin ich früh aufgestanden und es ist mir nicht schwer gefallen. ich habe die letzte zeit wirklich sehr verkrochen gelebt und war meist nachts wach.

und manchmal langweile ich mich zwischen den phasen, in denen es mir schlecht geht.

das leid/ der schmerz will auch einfach nicht aus mir rauskommen. ich klammere mich unbewusst total daran.
 
und manchmal langweile ich mich zwischen den phasen, in denen es mir schlecht geht.

Ja, ich kenne das auch, man es ist es so sehr gewöhnt, einen ständigen Stresspegel zu haben, eben gravierende Sorgen zu haben, dass es ohne sie schon gar nicht mehr geht. Das zeigt ja auch das Abhängigkeitspotential auf und dass man regelrecht an den Sorgen klebt.

das leid/ der schmerz will auch einfach nicht aus mir rauskommen. ich klammere mich unbewusst total daran.

Ich kann dir dazu nur raten, das mit Hilfe eines guten Therapeuten zu bearbeiten, dann kann es um einiges schneller gehen mit der Veränderung. Vielleicht würde dir ein stationärer Aufenthalt ja schneller weiterhelfen? Um aus dem Alltagstrott auszubrechen, der die Gewohnheiten ja immer wieder vorgibt? Es ist sehr schwer, das alleine zu schaffen. Ich weiß aus Erfahrung, dass gerade eine gravierende Veränderung wie eine stationäre Therapie eine Menge ausmachen kann.
 
heute ist mir etwas sehr wichtiges bewusst geworden. ich war im supermarkt und dort war jemand, der sein kind schlecht behandelt hat. wie auch früher immer hat mich das zuerst so stark irritiert, dass ich mich überhaupt nicht mehr auf meinen einkauf konzentrieren konnte.

aber dann habe ich auf einmal begriffen, dass das, was sich da gerade abspielt, meine person überhaupt nicht betrifft. außerdem ist mir bewusst geworden, dass mich das wohl nur deshalb so trifft, weil es mich unbewusst daran erinnert wie ich selbst als kind behandelt wurde.
und dann konnte ich ganz locker und in ruhe meinen einkauf fortsetzen.

@traumatisierter: d.h. man hält die langeweile einfach erstmal aus und sie wird irgendwann verschwinden wenn man auch die anderen probleme bearbeitet hat?

ich bin momentan keinem alltagstrott ausgesetzt. ich habe mein studium unterbrochen und tue mir auch keine organisierten hobbys ab. damit geht es mir sehr gut. außerdem habe ich privat regelmäßig kontakt zu jemandem, der sich mit depressionen und schmerz sehr gut auskennt und viel erfahrung in dem bereich hat (auch was unterdrückte gefühle etc. angeht). ich glaube es würde mir im moment auch schaden mit menschen in kontakt zu kommen, die ebenfalls probleme haben. ich bevorzuge es eher bei lust und laune jederzeit raus in die "normale" welt zu können.
 
Liebe Delete,
Das hat etwas von Selbstbestrafung, nicht wahr? Ich kenne das auch. Schlechte Gefühle, an einer Sache dranzubleiben, die im Grunde hoffnungslos ist. Wir sind das selbst, weil wir uns leider dann im Grunde nichts anderes zutrauen.

ja, im moment ist es hoffnungslos. und weil der moment das einzige ist, was zählt und weil ich nur im moment versuchen kann glücklich zu werden, möchte ich mich jetzt nicht mehr mit ihm beschäftigen.

dass ich mir im moment etwas anderes nicht zutraue, glaube ich nicht. ich will im moment ja gar nichts anderes.
 

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