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verrückt/ abhängigkeit/ seelenverwandtschaft

Ich finde es gut, wenn du für dich und deine Bedürfnisse sorgst. 🙂

Beziehungen, die wirklich zukunftsfähig sind, da ergibt sich das dann auch, dass die Bedürfnisse nicht zu kurz kommen. Stillstand, warum auch immer, tut aber sicherlich niemanden gut. Und das führt nur zu noch größeren Problemen, als man sie für sich allein schon hat, wenn man selbst vor allem auch nicht gerade in einer glücklichen Position ist. Verantwortung zu zeigen, das ist sehr wichtig. Aber eben auch die gesunde Verantwortung gegenüber sich selbst... 😉
 
danke!

also die depressionen kommen nicht durch ihn. sie kommen auch nicht durch die situation. ich hatte ja die depressionen schon bevor ich ihn kennengelernt habe.

die große sehnsucht, die ich habe, ist vielleicht der wunsch, die liebe, die ich zu mir selbst nicht habe, von ihm zu bekommen.
aber auch diese these von mir ist wiederum mit vorsicht zu genießen. die wahrheit ist nie einfach herauszufinden und auf eine art habe ich sehr sehr viel selbstliebe.

stillstand ist allerdings tatsächlich schädlich und da bin ich im moment. seit wochen habe ich meine wohnung nicht aufgeräumt und nichts für mein studium gemacht. habe mich auch nicht um soziale kontakte gekümmert.

denke schon, dass es eine beziehung werden kann. aber vielleicht erst wenn es mir besser geht.

habe irgendwie probleme herauszufinden was meine bedürfnisse überhaupt sind.
 
also die depressionen kommen nicht durch ihn. sie kommen auch nicht durch die situation. ich hatte ja die depressionen schon bevor ich ihn kennengelernt habe.

Davon bin ich auch ausgegangen. Ich gehe aufgrund meiner eigenen Erfahrungen sogar davon aus, dass eine unbewältigte Depression, und es kann ja durchaus auch manchmal eine versteckte, eher unbewusste und noch nicht eingestandene Depression sein, sogar zielsicher in eine unglückliche Beziehung und auch dort in einen Stillstand führen kann.

die große sehnsucht, die ich habe, ist vielleicht der wunsch, die liebe, die ich zu mir selbst nicht habe, von ihm zu bekommen.
aber auch diese these von mir ist wiederum mit vorsicht zu genießen. die wahrheit ist nie einfach herauszufinden und auf eine art habe ich sehr sehr viel selbstliebe.

Ja, das ist wohl wahr, so ganz einfach ist es nicht, eher komplex... 🙄

Aber ich meine, das Kompensieren der fehlenden Selbstliebe gehört zumindest mit dazu, so dass man in einer verzweifelten Situation halt auch nach Rettung von außen schaut. Das ist ja sicher nicht verwerflich, sondern zutiefst menschlich. Bei mir war das ein Anteil an meinem Desaster gewesen, dessen bin ich mir heute sehr sicher. Wie du ganz richtig schreibst, meine Depression beinhaltete auch nicht, dass ich grundsätzlich keine Eigenliebe mehr gehabt hätte, so war es nicht.

Aber sehr wesentlich war gewesen, dass ich in weiten Bereichen mit meinem eigenen Leben nicht zufrieden gewesen bin. Dass die Liebe darin einfach darin fehlte und dass ich so einiges aus der Vergangenheit noch nicht ausreichend verarbeitet hatte. Auch an der Selbstliebe hat es mir durchaus gemangelt. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich mir das auch eingestehen konnte. Ich vermute, das zieht dann auch andere Menschen an, denen es ganz ähnlich geht. Die das vielleicht nur auf eine individuell etwas andere Art kompensieren. Die aber auch Defizite bei der Selbstliebe haben. Und das ergibt eine ungünstige Kollusion, so ist meine Erkenntnis daraus heute. Denn dann spielt der Rettungsgedanke im Außen eine zu dominierende Rolle. Das führt dann schnell in eine Überfrachtung der Beziehung, die sehr leicht zum Idealisieren des anderen führt. Zumal er ja auch sehr gut vom eigenen Desaster ablenkt. 🙄

stillstand ist allerdings tatsächlich schädlich und da bin ich im moment. seit wochen habe ich meine wohnung nicht aufgeräumt und nichts für mein studium gemacht. habe mich auch nicht um soziale kontakte gekümmert.

So ist es mir auch ergangen und nach der Trennung wurde das auch erstmal noch viel schlimmer. Da kamen eben die Anteile in mir zutage, die schon immer gefehlt haben, eben die mangelnde Selbstverantwortung und Selbstliebe für mich selbst. Und die starke Fixierung auf den anderen, die mit der Zeit immer stärker geworden ist, das hatte meinen übrigen sozialen Kontakten auch nicht gut getan. Man steht dann erstmal vor einem sozialen und emotionalen Trümmerhaufen und tut sich schwer, die jetzt deutlich sichtbaren Überreste des Scheiterns aufzufegen.

Meine erst Erkenntnis daraus war aber, diese hatte ich zum Glück sehr bald schon nach der Trennung, dass es höchste Zeit wird, dass ich an mir selbst arbeite, dass ich meine Defizite angehe, die zu der Depression geführt haben. Damit es später mal anders werden kann. Ich denke, die Anziehung im Außen kommt nicht von ungefähr und die Vernachlässigung seiner selbst auch nicht. Mir war klar, dass ich zunächst die Depression auflösen musste, das hat mir vor allem geholfen, diese schwierige Lage erst einmal zu akzeptieren.

denke schon, dass es eine beziehung werden kann. aber vielleicht erst wenn es mir besser geht.

habe irgendwie probleme herauszufinden was meine bedürfnisse überhaupt sind.

Vielleicht ist das ja die wichtigste Frage überhaupt, worauf wir eine Antwort finden sollten. Damit lässt es sich viel zielgerichteter leben, denke ich. Und dementsprechend sorgen wir auch dafür, dass unsere Bedürfnisse besser erfüllt werden, und das zieht ja vielleicht auch ganz andere Menschen an? Ich glaube, das gehört irgendwie alles zusammen. Ohne ausreichende Selbstliebe gibt es halt auch keine Liebe zu einem anderen Menschen, das ist eher eine süchtige und destruktive Liebe, die mehr aus Entbehrungen besteht als aus Erfüllung der Bedürfnisse, die ja jeder Mensch hat.

Es ist sogar heute noch so, dass ich meine Beziehung jederzeit dort wieder aufnehmen könnte, wo ich sie beendet habe. Es ist nicht so, dass es in ihr an einem tiefen inneren Verständnis füreinander gefehlt hätte. Und es hat auch nicht an der gegenseitigen Zuneigung gefehlt. Aber es war halt unter diesen unseren Voraussetzungen, und das galt ja für beide Seiten, absolut nicht möglich, mehr daraus zu machen.

Es ist ja auch nicht gut, wenn sich nur eine Seite weiterentwickelt und die andere nicht oder es ein großes Ungleichgewicht gibt. Und selbst wenn es bei beiden Seiten eine Weiterentwicklung gibt, dann heißt das ebenfalls noch nicht, dass die damaligen Gründe für die Beziehung überhaupt noch bestehen bleiben. Man kann sich auch auseinanderentwickeln. Ich möchte eben offen sein für alles, was mir in Zukunft begegnet. Und neue Inhalte im Leben, neue Werte für mich selbst, das habe ich ja jetzt schon. Ich bin schon nicht mehr derselbe Mensch wie damals, der ich in dieser Beziehung gewesen bin, die ja auf Abhängigkeit beruhte.

Na ja, du musst es halt selbst wissen, wie dein Weg sein wird, ob mit oder ohne ihn, ob es möglich ist oder nicht. Es sind nur meine Erlebnisse und Erkenntnisse daraus, die ich hier aufschreiben kann. Aber vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen. Mir hat so manches inzwischen auch wieder einen neuen Auftrieb gegeben. Ich kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, eine solche Beziehung mit ständigen Warten zu führen. Du bist jedenfalls keineswegs allein damit. 😉

Viele Grüße
Traumatisierter
 
....
you can play it safe or play it cool
follow the leader or make up all the rules
...
(heavy cross, the gossip)

wie finde ich zu mir selbst? es ist mir nie gelungen mich mit einem berufsziel zu identifizieren. studiere lehramt.
was kann mich erfüllen? wie finde ich heraus was meine bedürfnisse in bezug auf einen beruf sind?
oder sind es nur selbstzweifel, die mich abhalten einfach weiter zu studieren? eigentlich will ich das ja.

herzlichen dank!!! ihr seid alle echt super hier!!!
 
ach gott, eigentlich hab ich doch gar kein problem bis auf diese ungewissheit.
sie ist doch der grund warum ich nicht weiterkomme.

denke ich werde ihn nochmal anschreiben und dann mit einer klaren antwort (wobei keine reaktion als ein nein gewertet wird) weitermachen können..

ganz lieben dank an euch alle!
 
@traumatisierter:

danke auf jeden fall für deine antwort. ich denke mittlerweile aber doch, dass meine situation anders ist. ich selbst habe sie glaube ich zuerst falsch eingeschätzt bzw. falsch beschrieben. eigentlich glaube ich doch, dass die depressionen durch die situation, also durch die ungewissheit, kommen. das ist doch auch normal. ich bin verliebt und weiß seit einer längeren zeit nicht ob das wirklich auf gegenseitigkeit beruht.
gut, vor einem jahr habe ich mich ihm gegenüber auch nicht gerade richtig verhalten. da haben meine eigenen ängste mich noch ziemlich kontrolliert. aber mittlerweile sind meine ängste eigentlich kaum noch vorhanden und eigentlich könnte ich sogar mein leben genießen und auch auf menschen zugehen. habe mich wirklich prima entwickelt. und über meine berufliche zukunft zu reflektieren wäre eigentlich auch kein akt.
aber so heftig verliebt zu sein und nicht zu wissen ob es erwidert wird ist wirklich sehr belastend. da kann man sich nur schlecht auf sich selbst konzentrieren.
denke ich werde jetzt also wirklich eine klare antwort verlangen. werde freundlich sein. er ist ein sehr verletzlicher mensch. ich bereue auch nicht, dass ich bis jetzt gewartet habe. er kann ja nicht wirklich was dafür, dass er diesen nervenzusammenbruch hatte, aber jetzt ist es einfach genug. ich habe nämlich diesmal soweit ich das beurteilen kann alles richtig gemacht und wenn er jetzt nicht weiß was er an mir zu verlieren hat dann wird er das auch später nicht mehr begreifen. oder wir passen dann einfach nicht zusammen...
 
Wenn er sehr verletzlich ist, wird auch eine freundlich formulierte Forderung noch eine unangenehme Forderung für ihn bleiben und ihn gegebenenfalls in eine Doppelbindungssituation bringen. Das wiederum empfinde ich als kritisch für eine Person in seinem Zustand.

Bei der Frage, ob eine Zuneigung erwidert wird, versuche ich mir den Normalfall vor zu stellen. Im Normalfall registriert und reflektiert der andere über deine entgegenbrachte Zuneigung, Worte und Körpersprache. Und gibt dann eine entsprechende, bestenfalls direkte Rückmeldung. So etwas passiert fortwährend in einer Beziehung, auf völlig freiwilliger Basis.

So gesehen, ist sein Verhalten wohl schon klare Antwort genug, auch wenn er sich vielleicht nicht bewusst so verhält. Um mit ihm eine Beziehung führen zu können, würdest du deine Bedürfnisse wohl erst eine ganze zeitlang zurück stecken und ihm klar machen müssen, dass er mit dir direkt interagieren muss und nicht um dich herum (ins Forum einloggen usw.). Damit wäre ich schnell wieder bei meinem ersten Absatz angelangt...

LG
 
vielen dank!

gut, mir ist jetzt aufgefallen, es handelt sich um eine ganz ganz üble abhängigkeit. ich glaube meine gefühle für ihn verschwinden so langsam. habe mich jetzt erkundigt wie ich den account dort löschen kann.

ich helfe weder ihm noch mir durch dieses verhalten. wenn er wollen würde würde er sich anders verhalten.

zu dieser abhängigkeit konnte es nur kommen, weil ich zu wenig selbstliebe habe. weil ich eine riesenangst vor nähe habe und weil ich keine liebe von meinen eltern bekommen habe.
mir ist heute nacht nochmal in den kopf gekommen wie meine eltern mich behandelt haben und mir ist klar geworden, dass sich da tiefe ängste bei einem menschen entwickeln müssen.
bin halt traumatisiert. mensch, das ist echt ein hartes los.
 
mir wird gerade das ausmaß meiner ganzen probleme bewusst. glaube es geht mir fast schlechter als ihm.

bin meinen ängsten sowas von ausgeliefert.

wer mir weiterhelfen möchte, der lese bitte meinen beitrag "Das ausmaß meines problems/ angst vor meinen eltern" in der rubrik "ich".

herzlichen dank!!!
 
Hallo Delete!

Was mir auffällt, du schwimmst ziemlich hin und her, sowohl verstandesmäßig als auch bei den irritierten Gefühlen. Du solltest das ganze Chaos in direrstmal sortieren. Ich weiß aus Erfahrung, dass man dafür auch oft auch Hilfe von außen braucht, eben einen geeigneten Spiegel zum Reflektieren. So manches erkennt man auch nicht, wenn man ganz allein damit da steht. Mach doch mal eine Therapie, wenn du einen guten Therapeuten findest, das könnte dir noch am meisten weiter helfen, denke ich.

Das mit dem Verlieben ist so eine Sache. Das kann ich ja auch ganz alleine tun und was da genau an Erwartungen dahintersteckt, das ist einem eben nicht immer selbst bewusst. Für die Liebe braucht es aber auf jeden Fall mindestens zwei Menschen. Und ob das der Fall ist, das merkt man schon einigermaßen bald. Eben daran, wenn es halt funktioniert, wenn es eine Beständigkeit und eine Entwicklung in der Beziehung gibt.

Alles andere, das unbedingte Festhaltenwollen, obwohl es Stillstand gibt, als auch das Fliehen vor der Nähe in einer Beziehung (was ja ohne einen konsequenten Abschied und ein innerliches Abschließen und Loslassen durchaus ja auch ein Festhalten sein kann) sind nur Wege in eine Abhängigkeit. Dann wird das Chaos zwangsläufig immer größer werden.

Aber schön, dass du erkennst, dass du ja auch selbst so einiges zu Verarbeiten hast und dass du es jetzt auch angehen möchtest und nicht mehr geringschätzen willst, dass du in Not bist. Und dass du dich um dich um dich selbst kümmern willst. Ich bin überzeugt davon, dass du damit am besten erstmal für die Zukunft sorgst. Denn indem ich mich um mich und um mein Trauma kümmere, um das halt verarbeiten zu können, damit lege ich ja schon die Weichen für neue und bessere Wege für mich selbst und für die Zukunft.

Ich wünsche dir, dass du gute Rückmeldungen bekommst und die Kraft aufbringen kannst, das auch gut auszuhalten. Dass es hilft, das merkt man ja oft erst um einiges später. Zunächst kann es erstmal belastend sein. Aber das macht sehr viel aus nach meiner Erfahrung. Und es tut ja auch gut, eben auch nicht ganz alleine damit zu sein, ein schweres Päckchen zu tragen, und zu der eigenen Not zu stehen. Es geht ja so manchen Menschen ganz ähnlich wie dir. Und es braucht seine Zeit, sich damit auseinander zu setzen. Versuche sie dir zu geben.

Viele Grüße
Traumatisierter
 

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