Guten Abend 🙂
Insgesamt in letzter Zeit – aber natürlich gerade besonders verstärkt durch Earthlings Beiträge – denke ich wieder vermehrt über das spätere Kontakthalten zu meinen Lehrerinnen nach (da siehst du, Earthling, wie unverrückt es ist, dass du dir bereits solche Gedanken darüber machst; oder ich bin zumindest viel verrückter, denn ich mache mich schon jetzt deswegen verrückt und habe noch deutlich mehr Schulzeit vor mir als du 😉). Nun macht mich mein Verhältnis zu Lehrerin 1 natürlich völlig wahnsinnig. Ich war noch sehr jung, als ich ihr mein Liebesgeständnis machte. Daher ist wohl klar, dass unser Verhältnis zuvor nicht allzu tief ging, ich bildete mir sehr viel ein. Allerdings weiß ich, dass sie mich damals sehr schätzte – oder wohl eher meine Leistungen; mich als Person kannte und kennt sie im Grunde kaum – und ich bekomme noch heute von anderen Lehrern mit, wie sie mit ihnen äußerst positiv über mich spricht (während sie mir gegenüber zwar wieder lockerer wird, aber natürlich noch eher distanziert ist) und sie teils sogar ermutigt, mich in gewissen fachlichen Dingen zu unterstützen, die sie damals übernommen hatte. Gewissermaßen hatten wir nämlich etwas "zusammengearbeitet" (so nannte sie es ^^), bevor ich ihr das Geständnis machte, das heißt, sie unterstützte mich sehr intensiv.
... Aber ich schweife ab. Jedenfalls habe ich mir unser Verhältnis, von dem ich glaube, dass es sich durchaus in die freundschaftliche Richtung hätte entwickeln KÖNNEN, hätte ich ihr Zeit gegeben und wäre ich selbst älter gewesen, damals wohl ziemlich zerstört. Auch, wenn sie inzwischen wieder total lieb ist und ein kleines bisschen offener versucht, mich zu fördern, habe ich den Eindruck, dass mein Geständnis immer zwischen uns stehen wird. Ich kann kein gutes Verhältnis zu ihr "aufbauen" wie bei Lehrerin 2; würde ich bei ihr anfangen, über Privates zu sprechen oder sie "ganz nebenbei" über private Dinge zu befragen, würde ich mich vermutlich hinterher unglaublich dafür schämen, weil ich immer den Eindruck hätte, sie wüsste genau Bescheid (vermutlich würde sie das auch). Sie ist mir nach wie vor unglaublich wichtig und ich kann mir nicht vorstellen, sie in einigen Jahren loslassen zu müssen. Aber das werde ich wohl tun müssen, nicht? Ich kann sie doch niemals nach meiner Schulzeit nach Kontakt fragen, wenn die einzigen Dinge, die sie über mich weiß, sind, dass ich 1. absolut begeistert von den Fächern bin, die sie unterrichtet, und 2. völlig verliebt in sie bin – nein, dass ich sie liebe (oder sie liebte? Aus ihrer Sicht? Vielleicht denkt sie ja, in den letzten Jahren hätte sich das "gelegt"?) Entschuldigung, dass dieser Absatz so verzweifelt wirkt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, sie jemals loslassen zu müssen. Sie ist eine unglaublich faszinierende und beeindruckende Person, und sie gibt mir mit ihrer Anwesenheit die nötige Kraft für alles Mögliche, das ich sonst niemals schaffen könnte.
Ich hatte mir daher vor einiger Zeit überlegt, sie nicht nach meinem Abitur um Kontakt zu bitten, sondern einfach zu gehen, mein Studium zu beginnen oder sonstiges, und sie dann nach vielleicht einem Jahr oder noch längerer Zeit wieder kontaktiere. Bis dahin werde ich hoffentlich ein bisschen Abstand zu ihr gewinnen können und sie auch zu mir und meinem Geständnis. Nur: Was, wenn sie in der Zeit die Schule wechselt? Vielleicht muss sie dann auch ihre schulische Mailadresse ändern und dann stünde ich dumm da, denn ich könnte sie nicht wiederfinden.
Was meint ihr dazu?
@ Earthling: Ich stimme der leisen Mitleserin voll und ganz darin zu, dass du das machen solltest, wie du dich am besten fühlst. Ist dir die private Mailadresse denn so wichtig? Ich denke, dass es eigentlich nicht ganz so entscheidend ist, wie man kommuniziert, oder? Vermutlich ergäbe sich das im Laufe der Zeit. Ich kann aber durchaus nachvollziehen, dass es gefühlt einfach ganz anders sein muss, wenn sie dir nicht mehr von der beruflichen Adresse schreibt. Auf ein Treffen kannst du ganz bestimmt anspielen, das taten hier auch schon so einige, wenn ich das richtig las 🙂 Und ja, es ist vielleicht ganz gut, solche Ansprachen eher kurz zu halten ^^ Ich kann da nur von mir sprechen: Ich jedenfalls verhasple mich sonst und gerate ins Stottern, wenn ich zu lange spreche und gar nicht weiß, was sie denkt. 😉
Dass ihr auch (BEIDE) miteinander über eure Privatleben sprecht, ist ein sehr gutes Zeichen 🙂 Sie wird, so wie ich sie einschätze, sich sehr gerne mit dir treffen wollen.
@ Eine leise Mitleserin: Puh; auch, wenn du das mittlerweile recht gut zu verkraften scheinst, muss es sehr schwierig gewesen sein, zu denken oder gar zu wissen, dass so einige Leute über die Gefühle zur eigenen Lehrerin Bescheid wissen! Ich stelle mir das sehr schlimm vor. Es tut mir leid, dass es dir so erging.
Du hast also nach all den Jahren noch Gefühle für deine Lehrerin 1? Läufst du ihr denn auch hin und wieder noch über den Weg, wenn die Stadt, aus der du kommst, klein ist? Ob du dich meldest oder nicht, ist natürlich sehr schwierig zu entscheiden, wenn nicht gar unmöglich. Spontan kommt bei mir die Frage auf, ob du es eventuell nicht einfach versuchen möchtest, da du selbst meinst, es ansonsten vielleicht zu bereuen. Denn: Was hast du zu verlieren? Ich denke, solltest du damit nicht zurechtkommen, bleibt dir jederzeit die Möglichkeit, den Kontakt zu ihr zu beenden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie es verstehen würde. Denkst du denn, es würde dir helfen, dich mit ihr auszusprechen?
@ Gast: Nun ja, ich würde es vielleicht für den Anfang einmal monatlich probieren? Was meinst du; kommt dir das zu oft vor? Und was meinen die anderen dazu? Ich denke, das wäre der ungefähre Zeitabstand, in dem ich ihm schreiben würde.
Ohje, das ist ja wieder ein fürchterlich langer Text von mir geworden!! 😀 Ich freue mich, wenn ihr bis hier durchgehalten habt, kann es aber niemandem verübeln, der im Laufe des Beitrags kapitulierte 😛