Hallo erstmal an alle, die diesen Beitrag jetzt lesen werden.
Ich verfolge alles hier jetzt seit 2 1/2 Jahren und ich schaue immer noch rein, ob was neues kam, aus dem folgenden Grund, den ich gleich erläutern werde.
Ich weiß nicht, ob hier noch andere mitlesen - aus früheren Zeiten weiß ich, dass dieser Thread hier nie alt geworden ist.
Ich möchte mir ein bisschen etwas von der Seele schreiben... So wie ich es immer tue. Ich glaube ich bin jetzt soweit, anders als noch vor einem Jahr, oder gar einem halben, dass ich mich reflektiert zu fast allem äußern kann und hier jetzt mal alle Erfahrungen, die ich bis zu diesem Zeitpunkt erlebt habe, niederschreiben kann.
Meine ,,Geschichte'' besteht quasi aus mehreren Teilen - und ist sicher schwer nachzuvollziehen, wenn man nicht selbst in so einer Situation war. Dennoch glaube ich, dass viele mich verstehen werden, die eben mindestens in einer dieser Situation waren.
Alles fing an im Jahr 2014. Eine erste Lehrerin kam, in welche ich mich verliebt hatte. Diese liebe ging um die 2 Jahre. Ich gestand meine Liebe zu ihr während ich sie als Lehrerin hatte - Anspannung, Vertrauenslehrer, Drama, schlechte und depressive Zeit -
Ich habe am meisten aus dieser Zeit gelernt. Ich habe gelernt mit meinen Gefühlen umzugehen, sie war der Grund, dass ich jetzt weiß, was ich niemals wieder machen würde, und wie ich jetzt mit meinen Gefühlen zu dem Lehrer(gleich mehr) umgehe. Ich habe ihr Nachrichten geschrieben, konnte nicht aufhören damit - ich habe mich quasi blamiert. Mails, die ich alle aus Reue gelöscht habe. Ich war eben ein Kind. Ich war 13, und in 3 Jahren passiert eben verdammt viel mit einem. Ich habe gelernt, dass ich nie wieder Gefühle in der Art offenbaren würde - schlichtweg würde ich alles anders machen. Besser.
Diese Lehrerin habe ich jetzt wieder im Unterricht. Ein ganz normales Verhältnis... mit doofen Erinnerungen, und Dingen, die ich wirklich bereue, auch wenn Fehler menschlich sind. Mit Fehlern kann ich trotzdem nicht wirklich gut umgehen.
Die 2. Lehrerin ist wohl eine ganz andere Geschichte... Das alles fing 2016 an, also wirklich nicht lange her, dauert bis heute an und alles weitere erzähle ich jetzt.
Sie hatte ich ebenfalls im Unterricht, kein typischer Unterricht, aber dennoch habe ich auch sie per Mail kontaktiert... Es war zuerst das gleiche Spiel. Irgendwelche Gründe finden, womit man anfangen kann. Das kennt wohl jeder. Daraus entstand aber mehr, als ich dachte. Private Treffen, zwar mit einem genauen Grund, dennoch ausserschulisch und auf sehr privater Ebene, mit nicht unbedingt sachlichen Themen. Aus diesen privaten Treffen folgen weitere, wir wissen unsere beiden Adressen, sie fuhr mich öfter nach Hause, SMS Kontakt bestand weiterhin, zwar sehr rar, vielleicht alle 2-3 Monate, aber trotzdem, es hielt an. Wir waren schon lange per-du. Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel verrate, hierüber könnte man endlos viel erzählen. Und so folgte das weiter, auch in den nächsten Tagen werde ich sie wieder besuchen. Meine Gefühle hielten 2016 für ca. 3 Monate an, danach kühlten sie ab, das Interesse ging nicht verloren - aber ich lernte sie irgendwie auf eine andere Weise kennen. Es war einfach nur entspannt, aus dieser Verliebtheit wieder rauszukommen. Manchmal, wenn ich sie jetzt sehe, bekomme ich eine Art Flashback, da kribbelt es vielleicht nochmal, mehr passiert aber irgendwie nicht.
Und jetzt die 3. Person, ein Lehrer. Eine neue Zeit beginnt, alles wiederholt sich, ich fühle mich erneut zurückversetzt und manchmal wie ein kleines Kind, aber mit anderer Perspektive, mit anderer Herangehensweise und mit anderen Gefühlen.
Er ist mein Fachlehrer, sehr distanziert und auch denke ich, bemerkt er von meinen Gefühlen nichts. Ich habe gerade Ferien und alles beginnt erneut. Aber der Unterschied ist, dass ich mich ablenken kann, wenn ich will. Ich weiß, was ich zu tun habe, wenn ich nur rumgrübel, und ich weiß wie ich mich zu verhalten habe, wenn ich kurz davor bin, ihm zu schreiben... Ich kann mich stoppen. Das konnte ich früher nicht.
Und das was hier passiert ist, alles, eure Beiträge, die Zeit mit den Lehrerinnen selbst, alles einfach, hat dazu beigetragen. Ich wurde verdammt doll geprägt. Ich habe Erinnerungen, an die ich mich gerne erinnere - und auch nicht. Es kann eine verdammt schwere Zeit sein: ich merke es an manchen Stellen gerade erneut, denn wieso und aus welchen Gründen auch immer, ich bin erneut von einem Lehrer hin und weg.
Aber was ich sagen will: Denke niemals, dass das alles eine verdammt schlechte Zeit ist.
Up- and Downs sind so menschlich. Denk nicht an die heulenden Nächte, später werden die guten Dinge überwiegen.
Die Liebe fällt plötzlich - und dann, dann sieh das gute in ihr! Ich gehe heute noch an Plätzen vorbei, wo ich mit einer von den Lehrerinnen saß, ich lächele, weil ich so viele Dinge mit mir trage... Das ist so wertvoll.
Danke für alles!