Dreamfighter
Mitglied
Eisherz,
auch mit meinen erst 22 Jahren kann ich dir reinen Herzens vollkommen und absolut zustimmen!
Als Kind hat man nicht die Distanz "alles" zu sehen. Natürlich bekommen wir das ein oder andere mit, aber wissen tun wir letzten Endes gar nichts.
Ich finde die Wendung dieses Threads, der ja eigentlich als ein Aufruf "verlassener Eltern" begonnen wurde, höchst aufwühlend und interessant.
Ich als "Angehörige" finde mich in vielen Posts als Zuschauer wieder - aber oft auch als Protagonist oder allg. Beteiligte.
Daher bleibt mir meist nichts anderes übrig, als eben aus "meinem" Leben zu schreiben - schließlich bleibt es das einzige, das ich kenne - und jemals kennen werde.
Ich habe begonnen zu beschreiben, wie der Verlust meiner Schwester war, die uns, das eigentliche Thema betreffend, verlassen hat. Und nun finde mich in einem Thema wieder, welches mich unumgänglich selbst betrifft.
Als ich nun deinen (Eisherz) langen Post gelesen habe, fand ich mich abermals wieder - in meinen Empfindungen und Taten.
Das Heute und das Damals ist so unendlich weit von einander entfernt - eben weil ich mich weiterentwickelt habe, weil ich gelernt habe, Dinge gesehen habe - oder aber sehen musste. Das Leben eben.
Und du hast einfach nur recht. Menschen sind nicht einfach so "so" oder "so". Sie werden geformt. Durch die Menschen, mit denen sie leben. Durch ihr Umfeld, ihre Interessen - alles eben.
Wenn ich wieder einen Blick auf meine Geschichte werfe sehe ich heute ganz genau, "Warum" meine Mutter seinerzeit eben in meinen Augen "falsch" gehandelt hat. Warum sie wie gewesen ist - und ich verstehe es.
Was Gast1977 jedoch beschreibt nimmt eine vollkommen andere Dimension an. Ich verspüre tiefes Mitgefühl für dich und dein Leben. Ich kann es mir nicht vorstellen - aber nun ansatzweise nachempfinden, wieso in deinen Augen Eltern so viel schlechtes ausstrahlen und "falsch" machen.
Auch du hast Recht. Jedes Recht.
Dir kann bei deinen Emotionen niemand helfen - aber glaube mir, die "Schuld" deiner Eltern verbessert deinen emotionalen Zustand auch nicht. Ich befürchte auch, dass etwaige Zugeständnisse nicht dafür sorgen könnten, dass du morgen aufwachst und froh bist, mit deinem Leben.
Dir ist einfach etwas unsagbar schlimmes passiert, dass du alleine nicht verwinden kannst - zu recht!
Jedoch hört man geradezu, wie du in dem was du schreibst, um jene Zugeständnisse und Änderungen bittest.
Doch Menschen ändern sich nicht "einfach" so. Und leider, und glaub mir, ich würde es dir von ganzem Herzen wünschen, wird definitiv keine Veränderung deinen Verlust mildern.
Ich denke, dass Du immer noch in diesem Konflikt bist. Mit der Entscheidung die deine Eltern einst für dich trafen und dich zwangen dieser zu folgen, ist ein unwiderruflicher Disput in eurer Familie entstanden.
Und sich mit etwas abzufinden, dass so 100%ig überhaupt gar nicht dem nahe kommt, was man selbst möchte, oder aber sich wünscht ist denke ich eine absolute Unmöglichkeit.
Du musst unbedingt loskommen! Du schreibst, dass du kurzzeitig eine Kontaktpause hast und ich muss dir entgegen all der Eltern die hier ihre Verluste der Kinder beklagen, die verschwanden, sagen, dass du womöglich damals eines dieser Kinder hättest sein müssen.
Ich weiß, dass dir das nichts gibt und dir in keinster Weise hilft.
Aber teil dich uns ruhig mit, wir lesen dich - und hören dich, und stehen dir ganz gewiss mit unseren - manchmal auch kontroversen, Denkanstößen mitfühlend zu Seite!
dreamy
auch mit meinen erst 22 Jahren kann ich dir reinen Herzens vollkommen und absolut zustimmen!
Als Kind hat man nicht die Distanz "alles" zu sehen. Natürlich bekommen wir das ein oder andere mit, aber wissen tun wir letzten Endes gar nichts.
Ich finde die Wendung dieses Threads, der ja eigentlich als ein Aufruf "verlassener Eltern" begonnen wurde, höchst aufwühlend und interessant.
Ich als "Angehörige" finde mich in vielen Posts als Zuschauer wieder - aber oft auch als Protagonist oder allg. Beteiligte.
Daher bleibt mir meist nichts anderes übrig, als eben aus "meinem" Leben zu schreiben - schließlich bleibt es das einzige, das ich kenne - und jemals kennen werde.
Ich habe begonnen zu beschreiben, wie der Verlust meiner Schwester war, die uns, das eigentliche Thema betreffend, verlassen hat. Und nun finde mich in einem Thema wieder, welches mich unumgänglich selbst betrifft.
Als ich nun deinen (Eisherz) langen Post gelesen habe, fand ich mich abermals wieder - in meinen Empfindungen und Taten.
Das Heute und das Damals ist so unendlich weit von einander entfernt - eben weil ich mich weiterentwickelt habe, weil ich gelernt habe, Dinge gesehen habe - oder aber sehen musste. Das Leben eben.
Und du hast einfach nur recht. Menschen sind nicht einfach so "so" oder "so". Sie werden geformt. Durch die Menschen, mit denen sie leben. Durch ihr Umfeld, ihre Interessen - alles eben.
Wenn ich wieder einen Blick auf meine Geschichte werfe sehe ich heute ganz genau, "Warum" meine Mutter seinerzeit eben in meinen Augen "falsch" gehandelt hat. Warum sie wie gewesen ist - und ich verstehe es.
Was Gast1977 jedoch beschreibt nimmt eine vollkommen andere Dimension an. Ich verspüre tiefes Mitgefühl für dich und dein Leben. Ich kann es mir nicht vorstellen - aber nun ansatzweise nachempfinden, wieso in deinen Augen Eltern so viel schlechtes ausstrahlen und "falsch" machen.
Auch du hast Recht. Jedes Recht.
Dir kann bei deinen Emotionen niemand helfen - aber glaube mir, die "Schuld" deiner Eltern verbessert deinen emotionalen Zustand auch nicht. Ich befürchte auch, dass etwaige Zugeständnisse nicht dafür sorgen könnten, dass du morgen aufwachst und froh bist, mit deinem Leben.
Dir ist einfach etwas unsagbar schlimmes passiert, dass du alleine nicht verwinden kannst - zu recht!
Jedoch hört man geradezu, wie du in dem was du schreibst, um jene Zugeständnisse und Änderungen bittest.
Doch Menschen ändern sich nicht "einfach" so. Und leider, und glaub mir, ich würde es dir von ganzem Herzen wünschen, wird definitiv keine Veränderung deinen Verlust mildern.
Ich denke, dass Du immer noch in diesem Konflikt bist. Mit der Entscheidung die deine Eltern einst für dich trafen und dich zwangen dieser zu folgen, ist ein unwiderruflicher Disput in eurer Familie entstanden.
Und sich mit etwas abzufinden, dass so 100%ig überhaupt gar nicht dem nahe kommt, was man selbst möchte, oder aber sich wünscht ist denke ich eine absolute Unmöglichkeit.
Du musst unbedingt loskommen! Du schreibst, dass du kurzzeitig eine Kontaktpause hast und ich muss dir entgegen all der Eltern die hier ihre Verluste der Kinder beklagen, die verschwanden, sagen, dass du womöglich damals eines dieser Kinder hättest sein müssen.
Ich weiß, dass dir das nichts gibt und dir in keinster Weise hilft.
Aber teil dich uns ruhig mit, wir lesen dich - und hören dich, und stehen dir ganz gewiss mit unseren - manchmal auch kontroversen, Denkanstößen mitfühlend zu Seite!
dreamy