...wenn das stimmt, mit den tausend leben...ich glaub, dann war ich schonmal auf der anderen Seite...
Ich denke es macht Sinn, ab und zu nicht zwischen den einzelnen
Lebewesen zu trennen, sondern mal davon auszugehen, dass es
nur ein einziges Leben gibt (was sich durchaus auch von der Evo-
lutionstheorie her begründen lässt, da wir ja alle von einer einzigen
Zelle abstammen) - und sich dann zu überlegen, was man welchem
Teil des Lebens antut und was nicht.
Wenn ich so denke, ist es gleich wertvoll, für eine Pflanze zu sorgen,
ein Tier nicht zu essen oder einem anderen Menschen Gutes zu tun.
Ein großer Teil des Problems, über das hier gesprochen wird, rührt
wohl schlicht daher, dass die meisten Menschen den Wert unter-
schiedlicher Lebensformen unterschiedlich hoch ansetzen und sich
dann aus erhabener Position anmaßen, über angeblich weniger wert-
volles Leben zu entscheiden. Dieser Grundgedanke liegt zum Beispiel
dem Nationalsozialismus zu Grunde - wobei hier die Grenze dessen,
was "wertvolles" Leben ist, sogar noch innerhalb der menschlichen
Art gezogen wurde (anhand mehr oder weniger wertvoller "Rassen",
von denen wir heute wissen, dass es sie gar nicht gibt).
Was würde geschehen, wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass es
gar keinen Unterschied zwischen dem Wert eines tierischen und dem
eines menschlichen Lebens gibt? Wer Veganer angreift, sollte vielleicht
verstehen, dass viele eben diesen Unterschied nicht mehr machen und
es für uns ähnlich bedrückend ist, ein totes Schwein an einem Spieß
schmoren zu sehen wie einen gequälten Menschen ...