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Vegane Ernährung: Gesunder Trend oder Mangelernährung?

Stimmt, Werner.
Allerdings gehe ich mit solch (wahren) Worten vorsichtig um, denn man erreicht mit so unbequemen Aussagen nur das, was ein paar Beiträge weiter oben geschrieben wurde: Es wird nicht drüber nachgedacht, sondern "auf Durchzug gestellt".

Oh darüber nach denke ich schon. Blöde bin ich nämlich nicht, vielen Dank. Ich weiß, dass Fleisch nicht auf dem Baum wächst und wie Massentierhaltung funktioniert und das nicht erst seit gestern.
Ich finde nur dieses extrem emotionale und das verunglimpfen von Leuten, die sich anders ernähren störend.
Ich gehe auch nicht zu einem Veganer hin und nenne ihn "Graslutscher" oder was weiß ich.
Wenn mir aber jemand mit einer Idee kommt und sie mir mit dem Holzhammer in den Kopf hämmern will, wie es (einige) Veganer gerne tun, dann schalte ich durch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lebe seit ca. einem Jahr vegan und war davor Vegetarierin. Manche behaupten ja, der Mensch würde "tierisches Eiweiß brauchen", wie es auch in dem Thread hier schon geschrieben wurde. Nun, wenn dem so wäre, müssten alle Veganer krank und mangelernährt sein, was jedoch nicht der Fall ist.

Ich finde es jedenfalls toll, wenn jemand den ersten Schritt wagt und versucht, sich fleischlos zu ernähren, und drücke bei diesem Vorhaben die Daumen 🙂

Ich selbst habe mich, nachdem ich mich auch mit den Themen "Legebatterien" und "Milchkühe" auseinander gesetzt und darüber gelesen habe, für eine Ernährung entschieden, welche rein pflanzlich ist. Gut, Eier von glücklichen Hühnern bekommt man vielleicht auf einem tierfreundlichen Bauernhof, da stellen sich aber auch die Fragen, was 1. mit den männlichen Tieren passiert und 2. wo sind Nutztiere heutzutage noch wirklich glücklich? Darum verzichte ich lieber ganz.

Und Milchkühe haben sowieso ein mieses Dasein - ständig künstlich befruchtet, dann werden ihnen noch die Kälber weggenommen... Bei Milch gibt es schließlich mehrere pflanzliche Alternativen, der Verzicht fällt da nicht schwer.

Das Problem ist eher, dass sich in so vielen Lebensmitteln Tierisches verbirgt. Warum müssen z.B. Kuchen immer Kuhmilch und Eier enthalten? Ich backe vegane Kuchen und Muffins und die schmecken mindestens ebenso gut. Veganes Eis ist superlecker, schmeckt viel "intensiver" als nicht-veganes Eis.

Unabhängige Studien haben ja schon öfters festgestellt, dass pflanzliche Ernährung gesünder ist. Leider schaffen es diese Ergebnisse oft nicht an die Öffentlichkeit. Und die Menschen sind einfach schon daran gewöhnt, sehr viel Tierisches zu konsumieren. Für die meisten ist das eben völlig normal und wird nicht in Frage gestellt.
Ich glaube, durch ein Umdenken der Bevölkerung bezüglich ihrer Ernährung würden viele Zivilisationskranken stark zurückgehen. Denn diese lassen sich ja meistens auf den Konsum tierischer Lebensmittel zurückführen.
 
Oh darüber nach denke ich schon. Blöde bin ich nämlich nicht, vielen Dank. Ich weiß, dass Fleisch nicht auf dem Baum wächst und wie Massentierhaltung funktioniert und das nicht erst seit gestern.
Ich finde nur dieses extrem emotionale und das verunglimpfen von Leuten, die sich anders ernähren störend.
Ich gehe auch nicht zu einem Veganer hin und nenne ihn "Graslutscher" oder was weiß ich.
Wenn mir aber jemand mit einer Idee kommt und sie mir mit dem Holzhammer in den Kopf hämmern will, wie es (einige) Veganer gerne tun, dann schalte ich durch.

Hi Sparkly, nanu? Hab' ich gesagt, Du seist blöde? 😕
(s. meine vielen "Danke" unter Deinen Beiträgen)
Auf "Durchzug" stellen, finde ich nicht gut, ansonsten sagte ich ja schon: Mit Druck geht garnix, damit erreicht man niemand, im Gegenteil, man erreicht das genaue Gegenteil.

Leider artet Meinungsaustausch über dieses Thema hier und anderswo grundsätzlich in erbitterten Streit aus.
 
Hi Sparkly, nanu? Hab' ich gesagt, Du seist blöde? 😕
(s. meine vielen "Danke" unter Deinen Beiträgen)
Auf "Durchzug" stellen, finde ich nicht gut, ansonsten sagte ich ja schon: Mit Druck geht garnix, damit erreicht man niemand, im Gegenteil, man erreicht das genaue Gegenteil.

Leider artet Meinungsaustausch über dieses Thema hier und anderswo grundsätzlich in erbitterten Streit aus.

Tut mir Leid, wenn ich etwas harsch war. 😱
Das war wieder ein guter Fall wo schriftliche Kommunikation zu falscher Interpretation neigt.

Nun, um auf die Diskussion zurückzukommen, ich stelle auf durch, wenn statt Argumente nur emotional aufgeladene Behauptungen und Beleidigungen kommen. Was bei extrem-Veganern und anderen Ideologen vorkommt. Sorry, aber jede guten Argumente, die man dann für seine Weltanschauungen hat werden durch solche Vorgehensweise unterminiert. Eben durch diesen Druck. Da sind wir uns ja einig. 🙂

Ja das stimmt, es ist sehr schwer über dieses Thema sachlich zu diskutieren.
 
Ich denke, die Vegetarier und Veganer fühlen sich manchmal unverstanden, bzw. frustriert, weil ihre Gedanken und ihre "Botschaften" oftmals untergehen oder als Weltverbesserei missverstanden werden, da die Mehrheit in diesen Gefilden behaupte ich mal immer noch Fleisch konsumiert.

Aber es gibt auch tatsächlich diese Weltverbesserer, die einen als blutrünstig und abartig hinstellen und mit der Holzhammermethode kommen. Im schlimmsten Fall stellen die sich als erhabener und bessere Menschen hin. Da fühlen sich die Fleischesser dann auch missverstanden und gekränkt.

Ich habe beides erlebt. Veganer und Vegetarier, die mir wirklich richtig auf die Nerven gegangen sind und welche, mit denen es viel Spaß gemacht hat, sich auszutauschen und Fragen zu stellen.

Eine Nachbarin von mir ist zwar keine Vegetarierin oder Veganerin, aber sie lebt extrem ökologisch, verwertet alles wieder und das in einem Ausmaß, wo unglaublich viel Geld und Zeit draufgeht. Aber es hat mir bis jetzt immer tolle Denkanstöße gegeben, mit ihr zu reden und sie hat auch nie versucht, meine Lebensweise anzuprangern, weil ich nicht alles wiederverwerte oder meine komplette Nahrung beim Biobauern kaufe.

Eine gute Freundin von mir ist vom Vegetarier-Dasein wieder darauf umgestiegen, ab und zu Fleisch zu essen und sie hat gesagt, trotz penibler Ernährung und Kontrollen beim Arzt fühlt sie sich persönlich körperlich besser, wenn sie ab und zu Fleisch isst. Überwiegend isst sie aber immer noch Tofu und vegetarisch. Genauso wie ich frühere Fleischesser kenne, die sagen, sie fühlen sich gesünder und fitter, seit sie das Fleisch weglassen. Das ist also meiner Meinung nach eine Sache des persönlichen Wohlbefindens und der eigenen Veranlagung.

Ich esse kaum Fleisch. Und übrigens kein Kalb oder Lamm. Will ich nicht und mag ich nicht. Ich kaufe auch nur kosmetische Produkte, die ohne Tierversuche auskommen, oder wo nichts dazu bekannt ist. Das ist nämlich auch so eine Sache, Tierversuche und Kosmetik- und Hygieneartikel.

Was den Rest angeht: das ist Natur. Der Löwe fragt auch nicht die Antilope, wie sie sich fühlt, dass er ihr Junges weggeschnappt hat. Wölfe entschuldigen sich auch nicht dafür, dass sie Tiere reißen. Und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass wenn wir im Beuteschema mancher Raubtiere wären, sie würden unsere Kinder und uns auch jagen und verspeisen, wenn wir zu schwach wären. Was sogar immer mal wieder vorkommt, dass ein wildes Tier aus Hunger einen Menschen frisst.

Das soll NICHT wahllosen Fleischkonsum oder Töten rechtfertigen oder gutheißen, oder dass es moralisch einwandfrei ist und es keine Bedenken geben darf. Ich hab auch ein paar Tränchen verdrückt, als ich gehört habe, dass häufig männliche Küken in manchen Wirtschaftsbereichen direkt nach der Geburt entsorgt werden, weil sie nicht so "wertvoll" wie weibliche sind. Das ist schrecklich und das ist sinnloses Töten.

Ich habe vor meiner Nahrung Respekt. Mir ist bewusst, dass da ein lebendes Wesen auf meinem Teller liegt. Aber im weitläufigen Sinn ist mir das auch klar, wenn ich Gemüse esse. Das stammt auch von einer lebenden Pflanze ab, die dafür sterben musste, dass man ihre Früchte ernten kann.
 
Mir ist bewusst, dass da ein lebendes Wesen auf meinem Teller liegt. Aber im weitläufigen Sinn ist mir das auch klar, wenn ich Gemüse esse. Das stammt auch von einer lebenden Pflanze ab, die dafür sterben musste, dass man ihre Früchte ernten kann.

Naja, Findefuchs, wenn es mal auf deinem Teller liegt,
lebt es vermutlich nicht mehr 😉 aber ich denke, das
Bewusstmachen ist ein wichtiger Schritt und das kann
man kaum von außen erzwingen. Bei mir hat es ja
auch einige Zeit gedauert und ich habe zunächst nur
aus gesundheitlichen Gründen (wegen Allergien) auf
tierische Eiweiße verzichtet.

Zu den Pflanzen: Wenn du Nüsse oder Früchte isst,
musste dafür in der Regel keine Pflanze sterben, auch
bei Getreide (einjährige Pflanze) würde ich keine Be-
denken haben. Wobei für mich dort eine Trennlinie be-
steht, wo ein Lebewesen ein Gehirn und damit (vermut-
lich) Bewusstsein hat. Und dass man vor einem Baum
Respekt hat, ist selbstverständlich - und ihn nicht um-
sägt, nur weil man Kirschen essen möchte. Die Kirsche
selbst wird aber vermutlich lieber von einer Amsel ge-
gessen als von Schimmelpilzen zerlegt 🙂

Apropos Pilze: Da isst man ja nicht den Pilz, sondern
den Fruchtkörper.

Noch ein Linktipp: Ein Stern-Reporter hat gerade einen
Versuch dokumentiert, sich einige Zeit lecker vegan zu
ernähren - hier eines der Highlights: eine vegane
Schokotorte: Vegan selbst versucht!: Tag 17-18: Die erste vegane Torte und ein Gedankenkarussell - Genuss | STERN.DE
 
Mal als Beispiel der Speisenplan einer Veganerin. (Keine Sorge, es handelt sich nicht um Missionierung. Vieles davon würde ich meinen Lebtag nicht essen. Denke ich.) Und zudem erläutert sie im ersten Teil ihres Videos, dass sie keinesfalls aus ethischen Gründen Veganerin ist, sondern ausschließlich aus pragmatischen/gesundheitlichen (Allergien, Neurodermitis und so, wenn ich es richtig verstanden habe).
 
Mal als Beispiel der Speisenplan einer Veganerin. (Keine Sorge, es handelt sich nicht um Missionierung. Vieles davon würde ich meinen Lebtag nicht essen. Denke ich.) Und zudem erläutert sie im ersten Teil ihres Videos, dass sie keinesfalls aus ethischen Gründen Veganerin ist, sondern ausschließlich aus pragmatischen/gesundheitlichen (Allergien, Neurodermitis und so, wenn ich es richtig verstanden habe).

😕 Wieso betont sie (und auch du) das extra so, dass sie NICHT AUS ETHISCHEN GRUENDEN veganerin ist, sondern aus pragmatischen/gesundheitlichen?
Sind das denn "die besseren veganer"?
Muss man sich schämen, wenn man etwas aus ethischen gründen tut oder nicht tut?
 
😕 Wieso betont sie (und auch du) das extra so, dass sie NICHT AUS ETHISCHEN GRUENDEN veganerin ist, sondern aus pragmatischen/gesundheitlichen?
Sind das denn "die besseren veganer"?
Muss man sich schämen, wenn man etwas aus ethischen gründen tut oder nicht tut?

Hatte ich mir auch gedacht.

Immer öfter fällt mit auf, dass man sich quasi schon im Vorhinein entschuldigen sollte, wenn man gegen das Essen von Tieren ist. Selbst, wenn man es ganz sachlich sagt und nur auf sich selbst bezogen, also ohne jeglichen Vorwurf und ohne jegliches Überzeugenwollen, können es manche Fleisch-Esser überhaupt nicht sachlich sehen, sondern fühlen sich sofort angegriffen. Das ist schade, denn so driftet ein Gespräch sofort in Richtung Streit.
 
Das Problem bzw. die Herausforderung am Thema Ernährung ist eben, dass es so vielschichtige Facetten hat - von der Gesundheit, der Ethik und der globalen Ökologie bis hin zu Wirtschaft und Genuss.

Damit habe ich natürlich nichts Spezifisches gesagt, sondern nur auf den groben bzw. größeren Rahmen des Themas hingewiesen.

In gewisser Weise, und da spinne ich mal ganz groß, ist die tagtägliche Ernährungsentscheidung die größte Entscheidung, die ein Mensch treffen kann. Und weil es so ist, sollte sie zumindest einem selbst gefallen. Es ist unnütz und meines Erachtens nachhaltig nicht haltbar, wenn man sich mit seiner Entscheidung nicht identifizieren kann.

---

Für den Fleischkonsum spricht meines Erachtens Einiges. Erstmal ist eine Wurst oder ein Ei gar kein Tier. Zudem, und da spreche ich aus Erfahrung, gibt es kaum etwas Leckeres als gedämpfte Hühnerfüße, Lammmagen, Serrano-Schinken oder ein gutes Omelette. Hinzu kommt, dass tierisches Eiweiß jenes Eiweiß ist, welches die vollständigste Anzahl an Aminosäuren hat und am Leichtesten zu verarbeiten/verwerten ist. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass der Mensch nur eine bestimmte Aminosäurenkette besser verarbeiten könnte, als die eines Tieres. Nämlich die, eines Menschen selbst.

(Mag kurios klingen, aber ist keinesfalls abwegig: Wenn der Mensch sich selbst nicht von der Speisekarte gestrichen hätte, dann hätte er heutzutage wahrscheinlich das schmackhafteste und wertvollste Lebensmittel überhaupt.)

(Und natürlich - der Gedanke liegt nahe -, gesünder und schmackhafter wäre der Mensch, wenn er natürlich aufgewachsen und nicht mit Antibiotika und Medikamenten vollgepumpt wäre.)

(Und noch einen letzten Schritt weitergedacht, dürften "Bio-Menschen" bessere Eier legen als "Käfigmenschen".)

Und der nun allerletzte Gedanke im hinduistischen Sinne:

An einem unserer Tage werden wir uns (vielleicht) auf der anderen Seite des Käfigs wiederfinden.

(Wir alle haben tausend Leben.)
 
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