Danke für Eure Antworten!
Danke auch für die vielen Anregungen und Ideen zum Grundstück und der Situation im Allgemeinen,
ich musste über den einen oder anderen Beitrag sehr schmunzeln 🙂
Ja, und ihr habt recht, natürlich lieben wir das Leben in der Stadt und die Schwester meines Mannes das Leben auf dem Land.
Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Eltern meines Mannes, auch wenn wir diese nicht so oft sehen.
Mein Mann telefoniert jeden zweiten Tag mit Ihnen, wir bringen auch ständig Geschenke für die Familie mit, wenn wir sie besuchen.
Ich glaube das Problem ist in diesem Fall weniger das Grundstück an sich, sondern mehr das Gefühl von einem Ungleichgewicht in der Familie meines Mannes. Er sagt öfters "manche müssen sich eben nicht alles so hart erkämpfen wie wir". Und damit meint er natürlich seine Schwester, die zusammen mit Ihrem Mann trotz ihrer Teilzeitjobs noch nie Miete in ihrem Leben gezahlt haben.
Darauf antworte ich natürlich, dass er das doch bitte seinen Eltern sagen soll, wenn ihm diese Situation nicht passt.
Letztendlich darf ich mir von meinem Mann anhören, dass er die Aufteilung so nicht richtig findet.
Ich mag mich da übrigends nicht einmischen oder etwas zu den Schwiegereltern sagen, ich bin ja nur die Schwiegertochter. Wahrscheinlich sind das die Situationen, wo sich ein Kind von seinen Eltern ein Leben lang benachteiligt fühlt, und sich dann irgendwann mit der ganzen Familie zerkracht.
Stellt euch mal vor, ich hätte zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter.
Da ich Gleichberechtigung wichtig finde, schenke ich meiner Tocher einen rosa Handschuh (für die rechte Hand),
meinem Sohn ebenfalls einen rosa Handschuh (für die linke Hand). Gerecht, oder?
Ich habe eben kein anderes Geschenk für die beiden.
Was denkt Ihr was dann passiert?
- Der Sohn braucht sich nicht benachteiligt fühlen, er hat doch auch eine rosa Handschuh bekommen
- er kann ja immerhin seinen Handschuh billig an seine Schwester verkaufen, für einen sehr geringen Preis,
er kann mit einem rosa Handschuh sowieso nichts anfangen.
Was denke ich mir dabei, wenn ich meinen beiden Kindern (Tochter und Sohn) jeweils einen rosa Handschuh schenke?
Ok, Handschuhe, ein schlechtes Beispiel. Kein Mensch braucht Handschuhe.
Aber was ist, wenn es sich hier um wichtige Dinge handelt, die das Leben einer Person verändern können?
Mein Mann hat das Gefühl, als hätte er seiner Schwester erst alles ermöglicht, was sie sich aufgebaut hat.
Es gibt wohl immer Menschen, die kompromissbereit sind, lieber geben und ständig etwas für andere tun.
Und dann eben auch die Leute, die die Hilfen gerne annehmen, ob da etwas jemals zurückkommt ist die andere Frage.
Vielleicht würde auch schon ein DANKE reichen von der Schwester, dass er ihr aus Güte einen Teil seines Grundstückes abgetreten hat. Stattdessen gibt sie uns per Email durch, was sich der Sohn vom Taufpaten zu Weihnachten wünscht.