Eine "Störung" oder "psychische Erkrankung" ist auf irgendeine Art körperlich, was sich in Kombination mit äußeren Faktoren früher oder später zeigt bzw. zeigen kann.
Beispielsweise zeigt ein ADS ler bzw. . Kanner-Autist schnell Symptome, weil er seine Einschränkung nicht selbst kompensieren kann. ADSler meist ab circa 4 Jahre, dem Alter, in dem Kinder "Empathie" entwickeln und ein Kanner-Autist von Geburt an, weil seine Wahrnehmung durch die Fehlbildung im Gehirn komplett anders ist.
Während jemand, dessen "Körperchemie" immer an de Grenze zur nicht-Normvariante ist, durch einen auslösenden Faktor "erkranken" kann, z.B. eben Depression/PTBS etc..,
die Anlage dafür war schon immer da, aber erst ein Ereignis von außen hat das ausgelöst. In einem anderen Leben mit anderen Situationen wäre wohl nichts passiert.
Also es ist natürlich deutlich komplizierter, aber nur grob!!!!!
Nun ist noch die Frage, wie "man" oder "die Menschen" was verstehen.
PTBS wäre wohl wirklich für die meisten eine Erkrankung wie Grippe oder am ehesten Lähmung nach Unfall
Yo, am ehesten Unfall.
Ich würde , glaube ich , auch von ptbs sprechen,, wobei die meisten Leute wohl dann zuerst nicht wissen, was du meinst.
Aber es ging darum, ob psychische Krankheiten anders gesehen werden als körperliche.....
Und ich denke, die meisten würden ptbs eben gar nicht als Krankheit sehen, snden wie gesagt als Unfallfolge. Und deswegen auch niemanden von "meiner Krankheit" erzählen, sondern, wenn überhaupt, das umschreiben:
"ich habe immer noch mit den Folgen von.... zu kämpfen...." das ist auch für Leute, welche die Abkürzung PTBS nicht kennen, verständlicher.
Na ja, ich denke die Ausdrucksweise kann ein Faktor sein.
Wenn aber jemand schon Vorbehalte hat oder eine negative Einstellung zu Menschen mit psychischen Erkrankungen, dann wird auch das nicht viel ändern.
Eine Freundin von mir hat Borderline, was sie sich anhören darf ist oft ziemlich heftig.
Eine andere hat Burnout, da ist das Verständnis schon größer. Weil viele es als "sie war ja so fleißig" Erkrankung sehen. Und das andere eher als höchst problematisch, schlimm und was nicht alles, dabei ist sie ein sehr liebevoller Mensch und hat eben auch einige Schicksalsschläge erlebt.
Da ist halt auch die Frage, wäre es bei ihr in einem stabileren, validierenden Umfeld auch dazu gekommen?
Wahrscheinlich nicht. Dann hätte man halt gesagt sie ist etwas sensibler, emotionaler, aber eben nicht im pathologischen Sinn.
Meine Freundin mit dem Burnout sagt das immer recht offen zu jedem.
Auch dass sie deshalb in einer Klinik war usw.
Ich mit meiner PTBS habe ähnliche Erfahrungen wie meine Freundin mit Borderline.
Deshalb sage ich oftmals gar nicht mehr , dass ich eine PTBS habe.
Ich denke, wie gesagt, das eine ist wie man etwas formuliert, das andere wie es gesellschaftlich gesehen wird. Und das andere wie man selbst als Mensch ist. Ob man empathisch ist oder Stereotypen folgt und Menschen mit psychischen Erkrankungen dann negative Eigenschaften zuschreibt.
Diese eine deren Beiträge gelöscht wurden, fand ich ist da ein gutes Beispiel.
Egal was man macht, alles ist nur falsch. Du hattest Magersucht, hast dir Hilfe gesucht, bist heute gesund, nichtig. Wirst dafür noch runter gemacht.
Solche Menschen gibt es nicht wenige. Und da ist die Frage ob da Aufklärung, die richtige Wortfindung oder was auch immer wirklich das hilfreiche Mittel ist?