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Umgehen mit Stigmatisierung...

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 129299
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G

Gelöscht 129299

Gast
Gerade fühle ich mich etwas getriggert, denn eine Person, die mich wegen meiner psychischen Erkrankung stigmatisierte, kann nun bei einer anderen in Bezug auf ihre körperliche Erkrankung Empathie zeigen.
Kurz, die Person und ich kannten uns 2 Jahre. Keine enge Bindung, eine Bekanntschaft. Als ich ihr damals von meiner Krankheit erzählte, sagte sie in der darauffolgenden Meinungsverschiedenheit wie man "denn mit psychisch Kranken "Konversation" halten und das richtige Wort finden solle".
Vorher hatte diese Person nie in Frage gestellt sich mit mir unterhalten oder auch mal eine Diskussion mit unterschiedlichen Ansichten führen zu können, doch auf einmal schien das ein Problem, oder wurde zumindest von ihr so in den Raum gestellt.
Was ich durchaus als stigmatisierend empfinde.
Denn weder meine Art der Kommunikation, noch sonst was hatte sich geändert.
Und nein, sie hatte auch mit Symptomen meiner Krankheit nie Berührung, dass es sie abgeschreckt haben könnte oder sonst was.
Ich hatte ihr das damals im Vertrauen erzählt, weil ich dachte man kennt sich lange genug, es wäre okay.

Mich hatten ihre Worte damals verletzt, weil ich mich dadurch nicht für voll genommen gefühlt habe.

Nun sehe ich, dass eine andere eine körperliche Erkrankung hat und nun auch längere Zeit später, ist sie verständnisvoll und reagiert und redet darüber empathisch.
Finde ich irgendwo auch verletzend und frage mich, warum man mit einer psychischen Erkrankung (durch Traumata entstanden) noch zusätzlich gestraft wird, wohingegen für eine körperliche Erkrankung die Leute jederzeit Verständnis zu haben scheinen?
 
A

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Re: Umgehen mit Stigmatisierung...
ich verstehe, dass dich das verletzt. aber du kannst leider nicht bestimmen, was andere empfinden.
Warum sie was wie empfinden, ist in ihrer eigenen Geschichte begründet;
die Bekannte hat dir ja sogar erzählt,
was ihr Problem ist:

Sie weiß nicht, wie sie mit dir reden soll (aus Angst, was Falsches zu sagen und dich zu verletzen).
Diese Gedanken hat sie halt bei körperlich Erkrankten nicht. Das ist nicht schön, aber das ist nicht zu ändern.

Es ist übrigens ein weiter Weg von "deine Bekannte" zu "die Leute jederzeit..." 🙂
 
Woher willst du wissen, ob sie Menschen mit körperlichen "Merkmalen" nicht auch beleidigt, sobald es mal zum Streit kommt? Manche Menschen suchen sich im Streitfall immer das heraus, was auf den ersten Blick als "Makel" zu erkennen ist ( Aussehen, Gewicht, Kleidung etc) um die Person gezielt zu beleidigen, zu verletzen oder zu triggern. Oder es wird eben mit Dingen beleidigt, die eine Person von dir weiß, das machen schon Kinder in der Grundschule so.

Worum ging es bei der Meinungsverschiedenheit?
 
Woher willst du wissen, ob sie Menschen mit körperlichen "Merkmalen" nicht auch beleidigt, sobald es mal zum Streit kommt? Manche Menschen suchen sich im Streitfall immer das heraus, was auf den ersten Blick als "Makel" zu erkennen ist ( Aussehen, Gewicht, Kleidung etc) um die Person gezielt zu beleidigen, zu verletzen oder zu triggern. Oder es wird eben mit Dingen beleidigt, die eine Person von dir weiß, das machen schon Kinder in der Grundschule so.

Worum ging es bei der Meinungsverschiedenheit?
Bei der Meinungsverschiedenheit ging es um Zuckerverzicht in der Ernährung.
Eigentlich kein schlimmes Thema. Sie meinte Zucker sei total schlecht und ich, dass es Sinn macht bei den meisten Dingen darauf zu verzichten, dass es aber auch okay ist sich ab und an was zu erlauben, dass man nicht total darauf verzichten muss.

Eigentlich banal.
 
Hey @Löwenhase
das ist gerade auch mein Thema. Kann man Vorurteile aufbrechen und wie. Es ist schwierig. Sie hört körperlich krank" und da hängt ein ganzes Bild daran. Jemand der leidet, der aber kämpft, der es schwer hat, den man unterstützen muss. Sie hört "psychisch krank" und da hängt ein ganz anderes Bild daran, jemand der schwierig ist und sich hängen lässt, der nichts leistet, der schwach ist, aber auf ungute Weise. Warum soll man den unterstützen. Nein, da hält man lieber Abstand.

Die wahre Geschichte ist doch, jemand der psychisch krank ist, ist genau so wie ein körperlich Kranker eingeschränkt. Wenn er genauso viel gibt, wie ein Gesunder, gibt er 120 %. Das sehen die Menschen dann gar nicht. Es ist dasselbe, nur man darf nicht darüber sprechen. Es ist tut mir sehr leid für dich, das ist ein gesellschaftliches Problem. Da müssten ganz viele daran arbeiten, dass das aufgebrochen wird. Wir haben noch nicht genug Menschen, die daran arbeiten. Weil es die Vorurteile gibt. Es ist ein Kreislauf. Sehr traurig...
 
ich verstehe, dass dich das verletzt. aber du kannst leider nicht bestimmen, was andere empfinden.
Warum sie was wie empfinden, ist in ihrer eigenen Geschichte begründet;
die Bekannte hat dir ja sogar erzählt,
was ihr Problem ist:

Sie weiß nicht, wie sie mit dir reden soll (aus Angst, was Falsches zu sagen und dich zu verletzen).
Diese Gedanken hat sie halt bei körperlich Erkrankten nicht. Das ist nicht schön, aber das ist nicht zu ändern.

Es ist übrigens ein weiter Weg von "deine Bekannte" zu "die Leute jederzeit..." 🙂
Na ja, ich finde es ist eine Sache zu sagen, du ich möchte dich nicht verletzen, ich weiß nicht wie ich mich ausdrücken soll, oder in Frage zu stellen, dass man mit jemandem mit einer psychischen Erkrankung überhaupt reden könne.

Ich empfand das eher so, dass sie in Frage stellte mich nicht ernst nehmen zu können, mir die Mündigkeit abzusprechen.
 
Hey @Löwenhase
das ist gerade auch mein Thema. Kann man Vorurteile aufbrechen und wie. Es ist schwierig. Sie hört körperlich krank" und da hängt ein ganzes Bild daran. Jemand der leidet, der aber kämpft, der es schwer hat, den man unterstützen muss. Sie hört "psychisch krank" und da hängt ein ganz anderes Bild daran, jemand der schwierig ist und sich hängen lässt, der nichts leistet, der schwach ist, aber auf ungute Weise. Warum soll man den unterstützen. Nein, da hält man lieber Abstand.

Die wahre Geschichte ist doch, jemand der psychisch krank ist, ist genau so wie ein körperlich Kranker eingeschränkt. Wenn er genauso viel gibt, wie ein Gesunder, gibt er 120 %. Das sehen die Menschen dann gar nicht. Es ist dasselbe, nur man darf nicht darüber sprechen. Es ist tut mir sehr leid für dich, das ist ein gesellschaftliches Problem. Da müssten ganz viele daran arbeiten, dass das aufgebrochen wird. Wir haben noch nicht genug Menschen, die daran arbeiten. Weil es die Vorurteile gibt. Es ist ein Kreislauf. Sehr traurig...
Ich glaube, genau das ist es.
Dabei kämpft oder macht man nicht weniger um wieder gesund zu werden als derjenige mit der körperlichen Erkrankung.
Und als schwach sehe ich mich nicht an. Denn ich habe dennoch vieles erreicht auf das ich stolz bin, auch wenn es manchmal schwer war.
 
Ich glaube, genau das ist es.
Dabei kämpft oder macht man nicht weniger um wieder gesund zu werden als derjenige mit der körperlichen Erkrankung.
Und als schwach sehe ich mich nicht an. Denn ich habe dennoch vieles erreicht auf das ich stolz bin, auch wenn es manchmal schwer war.
Das glaube ich dir, Löwenhase. Ich kenne jetzt dein Leben nicht genau, aber wenn du das sagst, dann glaube ich dir das. Sei stolz auf dich. 💐 Und nur weil du ein bisschen Zucker isst, bist du kein schlechterer Mensch, meiner Meinung nach zumindest. 😉
 
Ich finde mich selbst nicht so psychisch gesund und verstehe mittlerweile, wenn andere damit nicht umgehen können und frage mich, ob ich es umgekehrt könnte.
Ich denke mit Verständnis bist du hier am besten dran. Natürlich würde man sich das für sich selbst wünschen.
Die meisten Menschen haben so ihre Themen mit denen sie nicht richtig umgehen können - kann man auch nicht erwarten.
Ich würde mich an denen erfreuen, die dich mögen wie du bist und mit dir umgehen können und um die anderen würde ich mich nicht kümmern.
Natürlich ist es im ersten Moment, ärgerlich bzw. Verletzend, aber für deinen eigenen Frieden wäre es vielleicht besser das als gegeben hinzunehmen und dich den wichtigen Menschen in deinem Leben zu widmen.
Mir hat das geholfen.
 

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