Danke für Deine Ausführung, fleur!
Worum ich Dich bitten möchte ist, mich nicht mit anderen zu vergleichen.
Ich mach es gewiß nicht besser oder schlechter-nur anders. Jeder Mensch hat-wie ich schon geschrieben habe-seine ureigensten Ansichten, die aus unterschiedlichen Erfahrungen herrühren.
Ich finde manches an unserer Tochter peinlich-das ist bei ihr im Gegenzug zu uns genauso.
Bei Dir und Deinen Eltern verhält sich das (korrigier mich, wenn ich falsch liege) ähnlich.
Jeder hat seine Ansichten und Fehler und keiner rückt davon ab.
Unsere Tochter drückt uns ihre Kritik direkt aufs Auge.
In vielem hat sie Recht-das gebe ich unumwunden zu. Aber auch wir dürfen etwas falsch machen oder etwas falsches sagen.
Beispiel:
Wenn wir keinen Öko-strom wollen und uns nicht die Greenpeace-Zeitschriften kaufen, dann wollen wir das eben nicht.
Unser Kind kritisiert uns ständig. Mal findet sie, daß wir stark riechen(Deo benutzen) und ein andermal macht sie sich darüber lustig, daß ich 30Tassen im Schrank habe.
Wir haben das geschluckt und nichts dazu gesagt, um sie nicht zu verärgern.
In Zukunft würde ich sagen-das ist unsere Sache..
...Und wenn ich keine Bio-ente zu Weihnachten kaufe, ist das ebenfalls unsere Sache..
Gut, das sind jetzt ganz andere Probleme.
Zur Zeit ist es ja so, daß sie sich garnicht meldet. Wir haben sie schon ein viertel Jahr nicht gesehen. Unsere Enkelkinder ja ebenfalls nicht.
Wir verpassen ihre Entwicklung. Das geht nicht nachzuholen-und das nehme ich ihr übel.
Dankbar soll sie nicht sein. Ich sehe da Deine Ausführungen auch als meine Meinung.
Aber-und das ist der Punkt...ich würde mir schon wünschen, dass sie uns mehr in ihr Leben mit einbezieht.
Es macht uns traurig, daß sie viele Dinge nicht tut-die für mich selbstverständlich wären.
Es ist nicht...und da bin ich dran-diese Wünsche abzulegen.
Aber im Gegenzug...ich schrieb das schon..
Übrigens hat sich unsere Tochter ebenfalls schon darüber bei uns beschwert, daß wir ja früher nie Bekannte hatten. Kaum Kontakt zu anderen.
Sie hat uns das mehrmals vorgeworfen.
Aber-auch das hatte seine Ursachen. Das Hauptproblem war, daß ich eine -nicht erkannte- Sozialphobie hatte. Heute weiß ich es.
Mein Mann und ich haben in 3Schichten gearbeitet und sie so gelegt, daß immer jemand bei den Kindern sein konnte.
Da hatte ich ganz andere Sorgen, als Freundschaften zu pflegen.
Vielleicht habe ich meiner Tochter zu wenig entgegengesetzt. Vielleicht wollte sie mich provozieren und mein ewiges Ja-sagen mal in ein -Nein- umwandeln.
Dann hat sie das immerhin geschafft.