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Umgang formt den Menschen

natürlich ist es richtig zu fordern von den eltern unterstützt zu werden und kein überzogener anspruch. leider sollte man sich aus meiner sicht auch irgendwann damit abfinden, wenn einen die eltern nicht so unterstützen, wie man es sich wünscht. nein, man muss es auch nicht verzeihen, aber einen weg finden damit umzugehen.

Da gebe ich dir Recht, Spatz. 😛:blume:
 
nein, man muss es auch nicht verzeihen, aber einen weg finden damit umzugehen.

Genauso ist es.
Sonst leidet man..
Ich weiß jetzt nicht, WER mehr...Kind oder Eltern. Das ist sicher individuell unterschiedlich-tut aber sicher gleichermaßen weh. Menschen sind unterschiedlich.

Mir sind andere Menschen nicht egal. Leider...?? Sollte es das sein? Ist man besser dran, wenn alles egal ist..
 
Liebe Fleur,

ich habe Deinen Beitrag im anderen Thread gelesen.
Ich tue mich etwas schwer im Begreifen vieler Dinge...und ganz ehrlich...klar verteildige ich auch meine Standpunkte und habe ganz bestimmte Vorstellungen davon-was ich von meinen Kindern "erwarte"(mir fällt gerade kein anderes Wort ein)

Eigentlich sind es die ganz normalen Dinge, die für meine Begriffe ganz einfach zum Leben dazu gehören. Sie haben etwas mit Herzensbildung zu tun.
..Gesten, die ganz einfach zu machen sind und bei denen sich kein Mensch eine Zacke aus der Krone brechen muß. Dinge, die für mich selbsverständlich sind.

Ich möchte Dich gern fragen:

WAS würdest Du Dir von Deinen Eltern wünschen? WIE sollten sie sich verhalten-wie sollten sie sein?
Was müßten sie tun-oder Nicht tun, damit sie für Dich gute Eltern sind?

Liebe Grüße
Marion
 
Ich bin es noch einmal, weil mir gerade der Kopf schwirrt.
Mein Gefühl ist heute:Wut..und ich möchte das jetzt hier so schreiben-wie ich es empfinde..

WARUM soll immer nur ICH Verständnis aufbringen?

Du lebst Dein Leben -ohne Dich für uns zu interessieren. Ohne auf unsere Gefühle-die wir Dir gegenüber haben, Rücksicht zu nehmen.

Nun mußt Du in der Folge darauf damit leben, daß wir die Tür evtl. nicht öffnen-wenn Du anklopfst.
....Wenn die Gefühle für Dich in Abwehr umschlagen.

Müssen Eltern *besser* sein, als ihre Kinder?
 
Schon gar keinen Dank, der rechtfertigt, dass ich keinen Anspruch mehr stellen darf. Den Anspruch, dass sie mich und meine Kinder nett und liebevoll behandeln, wenn wir sie denn einmal im Jahr besuchen.

Einmal im Jahr...?!

Könnte da nicht auch Bitterkeit mit eine Rolle spielen?

..das ist mal die Frontseite des Weckers...

Für mich klingt das so ungefähr wie:

"Seid froh, daß ich Euch die Gnade gewähre-uns einmal im Jahr zu sehen...nun benehmt Euch auch gefälligst so-wie ich es will..."

Ich möchte meine Enkelkinder aufwachsen sehen! Das kann man nicht *einmal im Jahr*...

Ansprüche sollten eigentlich im Geben und Nehmen funktionieren-oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für Deine Ausführung, fleur!

Worum ich Dich bitten möchte ist, mich nicht mit anderen zu vergleichen.
Ich mach es gewiß nicht besser oder schlechter-nur anders. Jeder Mensch hat-wie ich schon geschrieben habe-seine ureigensten Ansichten, die aus unterschiedlichen Erfahrungen herrühren.

Ich finde manches an unserer Tochter peinlich-das ist bei ihr im Gegenzug zu uns genauso.
Bei Dir und Deinen Eltern verhält sich das (korrigier mich, wenn ich falsch liege) ähnlich.
Jeder hat seine Ansichten und Fehler und keiner rückt davon ab.

Unsere Tochter drückt uns ihre Kritik direkt aufs Auge.
In vielem hat sie Recht-das gebe ich unumwunden zu. Aber auch wir dürfen etwas falsch machen oder etwas falsches sagen.
Beispiel:
Wenn wir keinen Öko-strom wollen und uns nicht die Greenpeace-Zeitschriften kaufen, dann wollen wir das eben nicht.

Unser Kind kritisiert uns ständig. Mal findet sie, daß wir stark riechen(Deo benutzen) und ein andermal macht sie sich darüber lustig, daß ich 30Tassen im Schrank habe.
Wir haben das geschluckt und nichts dazu gesagt, um sie nicht zu verärgern.

In Zukunft würde ich sagen-das ist unsere Sache..
...Und wenn ich keine Bio-ente zu Weihnachten kaufe, ist das ebenfalls unsere Sache..
Gut, das sind jetzt ganz andere Probleme.
Zur Zeit ist es ja so, daß sie sich garnicht meldet. Wir haben sie schon ein viertel Jahr nicht gesehen. Unsere Enkelkinder ja ebenfalls nicht.
Wir verpassen ihre Entwicklung. Das geht nicht nachzuholen-und das nehme ich ihr übel.

Dankbar soll sie nicht sein. Ich sehe da Deine Ausführungen auch als meine Meinung.
Aber-und das ist der Punkt...ich würde mir schon wünschen, dass sie uns mehr in ihr Leben mit einbezieht.
Es macht uns traurig, daß sie viele Dinge nicht tut-die für mich selbstverständlich wären.
Es ist nicht...und da bin ich dran-diese Wünsche abzulegen.
Aber im Gegenzug...ich schrieb das schon..

Übrigens hat sich unsere Tochter ebenfalls schon darüber bei uns beschwert, daß wir ja früher nie Bekannte hatten. Kaum Kontakt zu anderen.
Sie hat uns das mehrmals vorgeworfen.
Aber-auch das hatte seine Ursachen. Das Hauptproblem war, daß ich eine -nicht erkannte- Sozialphobie hatte. Heute weiß ich es.
Mein Mann und ich haben in 3Schichten gearbeitet und sie so gelegt, daß immer jemand bei den Kindern sein konnte.
Da hatte ich ganz andere Sorgen, als Freundschaften zu pflegen.

Vielleicht habe ich meiner Tochter zu wenig entgegengesetzt. Vielleicht wollte sie mich provozieren und mein ewiges Ja-sagen mal in ein -Nein- umwandeln.
Dann hat sie das immerhin geschafft.
 

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