Bauernsturm
Aktives Mitglied
Woher nimmst Du die Erkenntnis, dass der Mann "dermassen verletzt" ist?
Das ist keine Erkenntnis. Es ist eine Vermutung. Wir alle hier kennen den Mann nicht.
Aber ich geb es zu: Meine Fantasie reicht halt nicht, um mir vorstellen zu können, dass ein Mann nach Jahren einer langen, monogamen Ehe nun gerade wenige Monate nach seiner lebensbedrohlichen Krebserkrankung und der infolgedessen aufgetretenen Erektionsproblematik von einer offenen Ehe begeistert ist. Der Mann ist doch aktuell überhaupt nicht in der emotionalen Lage, sich da klar zu positionieren.
Ich wiederhole gerne noch mal meine Frage von vor etlichen Seiten: Hätte die Frau nun Brustkrebs gehabt und eine Volloperation, wäre es dann wenige Monate danach o.k., wenn der Mann seine Vorliebe für Titten mit einer gesunden Frau auslebt?
Wer meine Beiträge liest, der weiß, dass ich keiner von den Männern bin, der je jammert, dass "wir Männer" es so viel schwerer haben. Eher im Gegenteil. Aber ich bin mir zu 100% sicher, dass der Mann hier andere Reaktionen zu lesen bekäme als die Frau.
Wäre ich in dieser Situation und würde meine Frau mir das so vorschlagen, ich glaube, ich würde mich trennen. Und das gar nicht mal, weil ich nicht gerne gemeinsam mit ihr nach auf sie sexuell komplett befriedigenden Lösungen schauen wollen würde. Sondern weil ich wenige Monate nach meiner Krebserkrankung mir Rückhalt wünschen würde und Rücksicht und keine egozentrische Fixierung auf den perfekten Sex.