@Vogelfrei: Du meinst also, es könnte ihn tatsächlich glücklich machen? Warum will/kann er dabei denn dann nicht zuschauen und ihr Glück live und in Farbe miterleben?! Eben weil ein ganz fader Beigeschmack bei alledem mitschwingt und er arg und vermutlich still leiden würde. So masochistisch ist er dann wohl doch nicht unterwegs, würde es ihm doch einmal mehr seine Unzulänglichkeit vor Augen führen, während sie freudig in die Laken stöhnt. Sorry, das passt einfach nicht zusammen und wenn ich versuche, mich in diesen Menschen einzufühlen werde ich tatsächlich ein Stückweit fassungslos wegen dieser Anstands-/Rücksichtslosigkeit, den eigenen Trieb zum Non plus Ultra zu erklären.
Er bringt hier ein großes Opfer - diese Selbstlosigkeit mag aus Liebe geschehen. Ich vermute tatssächlich, dass er es ihr zugesteht, damit sie nicht ohne diese Legitimation denselben Weg geht, denn das wäre dann ja regelrechter Betrug. Sein Motiv ist daher wohl auch eher Verzweiflung geschuldet und das finde ich mehr als fragwürdig.
Es wurde hier nach Meinungen gefragt und meine ist die, dass ich ein solches Verhalten egozentrisch fände, das den Partner aller Zugeständnisse zum Trotz innerlich verletzt.
Einen Menschen, den ich wirklich liebe, möchte ich nicht leiden sehen. Ich käme mir schon aus meinem Selbstverständnis heraus schäbig vor, für ein so verzichtbares Ziel der 100% Befriedigung den anderen so zu verletzen, wenn ich doch auch 95 % Befriedigung mit ihm erleben könnte. Kann man sich da nicht selber mal ein bisschen zurücknehmen?
Am Ende ist es aber sowieso die TE, die entscheiden muss, welchen Weg sie geht.