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Überlegungen unsere Ehe zu öffnen

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@Pfefferminzdrops

Danke. Das, was du schreibst, hat mit konservativen Moralvorstellung weniger zu tun als mit Anstand. Es sei denn, eben dieser Anstand ist mittlerweile schon konservativ.

Ich gönne jedem und jeder jede Form der sexuellen Befriedigung. Ich gönne auch der Frau des Krebskranken die offenbar unabdingbare Penetration durch einen Gesunden.

Die Frage, ob diese Bedürfnisbefriedung es wert ist, einen Kranken dermaßen zu verletzen, dermaßen zu beanspruchen, das wird und muss sie mit sich selbst klären.

Selektives Lesen könnte helfen. Es gab doch reichlich Absolution hier, die kann sie doch nehmen.
 
Danke. Das, was du schreibst, hat mit konservativen Moralvorstellung weniger zu tun als mit Anstand. Es sei denn, eben dieser Anstand ist mittlerweile schon konservativ.

Wieso ist es so schwer zu akzeptieren, dass andere Menschen andere Vorstellungen von Beziehungen haben? Ich glaube, es gibt gar nicht wenige Menschen, die es glücklich macht, ihren Partner glücklich zu sehen und wenn das in dem Fall eben der Sex mit einem anderen Menschen ist. Damit zu leben, dass die Partnerin ihr Leben lang auf etwas verzichtet, was ihr wichtig ist, kann doch genauso bedrücken und zu Zweifeln führen.
Ich verstehe nicht, warum es so schwer ist, das stehen zu lassen und zu akzeptieren (Unterschiedlichkeit zu akzeptieren & auszuhalten wäre dann eher meine Definition von Anstand).

Die Frage, ob diese Bedürfnisbefriedung es wert ist, einen Kranken dermaßen zu verletzen, dermaßen zu beanspruchen, das wird und muss sie mit sich selbst klären.

DICH würde das verletzten (mich wahrscheinlich auch), aber der Partner der TE ist ein anderer Mensch.
 
Nun könnten wir. Aber man sollte auch im Sinn behalten , das jeder Unterschiedlich ist. Unser Arzt hat meinen Mann da erst mal keine Hoffnung gemacht.
Dennoch ist es zu früh, nach gerade mal 5 Monaten, sich Gedanken über eine offene Beziehung zu machen. Ist dir eigentlich klar, welche seelischen Spuren so eine Krebserkrankung und deren Folgen bei deinem Mann hinterlassen haben könnte? Du solltest in der schweren Zeit deinem Partner zur Seite stehen und deine eigenen Bedürfnisse zurückschrauben, zumindest so lange, bis er das alles verdaut hat.

Anderseits kann noch viel Zeit vergehen.
Wenn mein Mann und ich diese Möglichkeit der Öffnung unser Ehe als Sprungbrett sehen, könnte es nicht sein , das es uns bereichert?
Inwieweit sollte es deinen Mann bereichern? Was hat er davon?
Die einzige die davon profitiert bist du.
 
Wieso ist es so schwer zu akzeptieren, dass andere Menschen andere Vorstellungen von Beziehungen haben?

Ich akzeptiere jede Vorstellung von Beziehung und habe das auch mehrfach geschrieben.

Ich finde halt nur nicht, dass "Mein Mann hatte vor kurzem Krebs und kann mich nicht mehr befriedigen wie ich es am liebsten habe und deshalb will ich nun eine offene Ehe" irgendwas mit partnerschaftlich vereinbarten Beziehungsformen zu tun hat.

Es ist mir aber auch herzlich egal, was du dir aus meinen Beiträgen zusammenphantasierst.
 
Das Öffnen der Ehe ist nur für Dich ein Vorteil.
Dein Mann wird darunter sehr leiden.
Liebst Du ihn, wirst Du auf den Sex mit anderen verzichten können.
Kannst Du nicht verzichten, ist es keine wirkliche Liebe.

Es gibt Möglichkeiten eine Liebe zu leben, auch wenn Penetration nicht mehr möglich ist.
Man muss sich halt lieben!
 
@Vogelfrei: Du meinst also, es könnte ihn tatsächlich glücklich machen? Warum will/kann er dabei denn dann nicht zuschauen und ihr Glück live und in Farbe miterleben?! Eben weil ein ganz fader Beigeschmack bei alledem mitschwingt und er arg und vermutlich still leiden würde. So masochistisch ist er dann wohl doch nicht unterwegs, würde es ihm doch einmal mehr seine Unzulänglichkeit vor Augen führen, während sie freudig in die Laken stöhnt. Sorry, das passt einfach nicht zusammen und wenn ich versuche, mich in diesen Menschen einzufühlen werde ich tatsächlich ein Stückweit fassungslos wegen dieser Anstands-/Rücksichtslosigkeit, den eigenen Trieb zum Non plus Ultra zu erklären.

Er bringt hier ein großes Opfer - diese Selbstlosigkeit mag aus Liebe geschehen. Ich vermute tatssächlich, dass er es ihr zugesteht, damit sie nicht ohne diese Legitimation denselben Weg geht, denn das wäre dann ja regelrechter Betrug. Sein Motiv ist daher wohl auch eher Verzweiflung geschuldet und das finde ich mehr als fragwürdig.

Es wurde hier nach Meinungen gefragt und meine ist die, dass ich ein solches Verhalten egozentrisch fände, das den Partner aller Zugeständnisse zum Trotz innerlich verletzt.
Einen Menschen, den ich wirklich liebe, möchte ich nicht leiden sehen. Ich käme mir schon aus meinem Selbstverständnis heraus schäbig vor, für ein so verzichtbares Ziel der 100% Befriedigung den anderen so zu verletzen, wenn ich doch auch 95 % Befriedigung mit ihm erleben könnte. Kann man sich da nicht selber mal ein bisschen zurücknehmen?

Am Ende ist es aber sowieso die TE, die entscheiden muss, welchen Weg sie geht.
 
Die OP deines Mannes liegt gerade mal 5 Monate zurück.
Er wird froh sein, dass er ,trotz seiner Impotenz noch weiterleben kann.
Nach so kurzer Abstinenz, werden schon Gespräche über eine offene Ehe geführt und mit Sextoys hantiert?
Würde mein Mann mir nach schwerer Krankheit so einen Vorschlag machen, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt.
Aber du greifst seinen Vorschlag begierig auf und willst dich von einem jugendlichen Stecher penetrieren lassen.
Ein wenig mehr Feingefühl sollte man in einer Ehe schon erwarten können.
 
@Vogelfrei: Du meinst also, es könnte ihn tatsächlich glücklich machen? Warum will/kann er dabei denn dann nicht zuschauen und ihr Glück live und in Farbe miterleben?! Eben weil ein ganz fader Beigeschmack bei alledem mitschwingt und er arg und vermutlich still leiden würde. So masochistisch ist er dann wohl doch nicht unterwegs, würde es ihm doch einmal mehr seine Unzulänglichkeit vor Augen führen, während sie freudig in die Laken stöhnt. Sorry, das passt einfach nicht zusammen und wenn ich versuche, mich in diesen Menschen einzufühlen werde ich tatsächlich ein Stückweit fassungslos wegen dieser Anstands-/Rücksichtslosigkeit, den eigenen Trieb zum Non plus Ultra zu erklären.

Ich finde, hier wird wieder (wie so oft im Forum) menschliches Erleben viel zu Eindimensional gedacht. Als könnte er es nur entweder super toll finden, gerne zuschauen, jubelnd daneben stehen oder mit schweren Selbstzweifeln und tief traurig und gekränkt Zuhause sitzen. Nein. Ich lese es so, dass er sich tiefgehend mit dem Thema beschäftigt hat, abgewogen hat, womit es ihm & seiner Partnerin gut gehen könnte, welche Lösungsmöglichkeiten es gibt. Und hierbei kam die Idee heraus, die Beziehung zu öffnen, gemeinsam zu überlegen, in welchen Konstellationen das möglich sei, etc. Wie sich das in der Realität ausgestaltet und ob das die richtige Idee war, wird sich zeigen.

Ich finde es übergriffig, ihm unbekannterweise zu unterstellen, die eigenen Bedürfnisse nicht zu kennen und entgegen seiner eigenen Interessen zu entscheiden. Ich finde, ihr stülpt ihm eure eigenen Moralvorstellungen über und das motiviert mich zu Widerspruch.

Aber ich denke, ich hab hier im Thread geschrieben, was ich beitragen konnte. Ich bin hier erstmal raus.
 
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