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Überfordert von Sex und Grenzen

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Dann fühle ich mich wirklich dumm und bin wütend auf mich selbst.

Welch Fehler- das ist doch jetzt vorbei.
So war es einmal, heute ist dieses Kapitel zu.
Glaub mir, sobald du einen richtigen Freund und wirklich achtsamen, zarten Umgang hast, wo viel Liebe da ist, da wirst du weich und locker wieder und fragst dich, wie kann etwas schöner sein, als diese Regungen. Für dich muss gelten, vorher gibts nix- Murks, nein danke.

Das machen wir alle durch auf der Suche nach Zuwendung, dass wir uns immer wieder recht irren und viel falsch machen.
Da müsste ich mich nur mehr schämen, was mir alles passiert ist. Mach ich aber nicht. Ich habe mir verziehen, war ja nicht Absicht, war alles uuups.

Vermiese dir ja nicht die Tage, die nun kommen, du bist okay, alles an dir: okay!😍 aber garantiert nicht bei jedem und in jeder Situation.😛 Ätsch, bähh..ich gefalle nur mehr da, wo es mir wirklich gut geht.
 
Vielen Dank für eure Antworten, das hilft mir sehr.
Da stecken viele Anregungen drin, die ich hoffentlich für mich umsetzen kann. Ich habe mir einiges auf Zettel geschrieben und an die Wand hinter meinem Schreibtisch gepinnt, damit ich es mir immer wieder durchlesen kann.
Was du, grisou, beschreibst, hat mich sehr getröstet und mir auch Mut gemacht. Es ist wirklich so, dass plötzlich nur Watte in meinem Kopf ist, sobald jemand Forderungen an mich stellt. Ich habe dann gar keinen Zugriff auf meine Grenzen und Bedürfnisse, weil mein Gegenüber den Platz in meinem Denken dafür einnimmt.
Deshalb denke ich, dass ich dem Thema Sex erstmal für lange Zeit aus dem Weg gehen werde, bis ich das im Alltag ausreichend trainiert habe. Ich habe einen sehr netten Mann kennengelernt, der auch Interesse anmeldet und Verständnis für meine Situation als Alleinerziehende hat, aber mir wird fast schlecht bei dem Gedanken, mit ihm auf irdendeine Weise intim zu werden. Am Ende würde ich sicher in den gleichen Trott verfallen und ihn damit irgendwie zum Täter machen, was er überhaupt nicht verdient hat.

ScaryCindy, was du schreibst, berührt mich sehr. Es ist nicht so, dass mein Ex-Mann gewalttätig war oder so. Er konnte sich einfach nicht in mich hinein versetzen und hat es persönlich genommen, wenn ich etwas anderes wollte als er. Deshalb wurde dann so lange diskutiert und die Worte im Mund verdreht, bis ich mich angepasst oder entschuldigt habe. Im Laufe der Beziehung habe ich mehr und mehr das Gefühl entwickelt, psychisch krank zu sein und ihm zu schaden, deshalb war da immer sehr viel Schuld. Er hat mir immer wieder gesagt, dass ich der Grund bin, dass es ihm schlecht geht, weil ich überzogene Forderungen stelle und nie zufrieden bin, außerdem würde ich ihn finanziell ausbeuten (weil ich in Elternzeit war) und undankbar sein. Er hat auch mit Suizid gedroht, sollte ich mich von ihm trennen. Er meinte, dass ich sein Leben zerstören würde, wenn ich ihn verlasse und er dann keine Motivation mehr hätte, weiterzuleben. Es war sehr schwer, trotzdem zu gehen.

Ein Punkt, an dem ich nicht mehr konnte, war tatsächlich das letzte Mal, als wir miteinander geschlafen haben.
Wir hatten nie ein Vorspiel, denn das war ihm zu mühsam (weil mit mir ja etwas nicht in Ordnung war und ich viel länger brauchte als der Durchschnitt nach seiner Aussage), deshalb ging es direkt mit Penetration los. Das war immer recht schmerzhaft und ich hab immer gehofft, dass es schnell vorbeigeht. Daher hab ich mitgemacht, war laut und hab Dinge gesagt, von denen ich wusste, dass er sie gerne hört. An einer Stelle tat es so weh, dass ich dabei weinen musste, aber er hat es nicht gemerkt. Als er fertig war, wollte er, dass ich mich in seinen Arm lege, aber ich hab mich unter einem Vorwand zu den Kindern geschlichen und bin nicht mehr zurück. Ich musste mich sehr zusammenreißen, um nicht zu rennen. Da war plötzlich so viel in mir kaputt und ich habe kaum Luft bekommen.

Ich glaube, dass der emotionale Puffer nach all den Konflikten und der ständigen Kritik (er hat einige Zwänge und wird ungeduldig, wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen geschieht, sei es Geschirrspüler einräumen, Wäsche aufhängen etc) nicht mehr vorhanden war und ich nicht mehr wegsehen konnte, dass zwischen uns ganz arg etwas nicht stimmt. Ich habe dann eine Paartherapie angeleiert, die letztendlich zu einer Trennungsberatung wurde, weil mir in diesen Gesprächen die Therapeutin als objektive Partei widerspiegelte, dass er überhaupt nicht auf mich eingehen konnte und ausschließlich angriff und emotional erpresste.

Da war der Knoten für mich geplatzt und ich hab das erste Mal gedacht, dass mit mir vielleicht alles in Ordnung ist. Daran arbeite ich jetzt und habe mich die letzten Tage auch um eine Therapie gekümmert.

Aber Sex ist für mich einfach schwierig. Der Gedanke, wieder mit jemandem intim zu werden, macht mir Angst. Vielleicht kommt das mit der Zeit.

Nochmals vielen Dank für eure lieben Worte und die Zeit, die ihr in die Texte investiert habt.

Alles Liebe,

Anna
Ich bin entsetzt! Dass du das als nicht gewalttätig betrachtest und dass du dir da selbst Schuld gibst, ist das Ergebnis seiner empathielosen seelischen Misshandlung an dir. Und dass du körperlich misshandelt worden bist, steht wohl außer Frage! Es tut mir Leid, dir das mitteilen zu müssen, aber er war ganz sicher nicht zu dumm um zu erkennen, dass er dich verletzt hat, es war ihm schlichtweg egal. Also keine Ahnung was ihm diagnostiziert worden ist, ist auch egal, aber wenn du dir was Gutes tun willst, dann brich den Kontakt ab bzw. reduziere es auf das notwendige.

Um eins klar zu stellen, du musst mit niemandem intim werden. Dates sind kein Versprechen, dass es intim werden muss, du bist niemandem was schuldig. Du musst auch nichts mitmachen, in der Hoffnung die Lust würde schon noch kommen; erst kommt die Lust und dann, wenn DU das willst, eine intime Begegnung. Wenn sich dein Körper danach sehnt, dann wird es auch schön.

Was mir dazu noch einfällt: Das Schlimmste ist im Nachhinein, dass ich mit Sicherheit über die Hälfte der sexuellen Begegnungen selbst initiiert habe, seit es für die Harmonie oder weil er mir zu verstehen gegeben hat, dass es zu wenig Sex ist. Dadurch habe ich jetzt das Gefühl, dass ich mir das ja alles selbst angetan habe und Schuld daran bin, dass ich jetzt ein Problem mit Sex habe. So quasi ein selbst gemachtes Trauma. Dann fühle ich mich wirklich dumm und bin wütend auf mich selbst.
Du bist manipuliert worden! Natürlich bist du daran nicht selbst Schuld, hör auf dir sowas einzureden!

Du musst diese krasse Unterwürfigkeit unbedingt los werden. Das ist das, was dich in diese Situationen bringt. Hör in dich rein, kümmere dich IMMER zuerst um dich. Du bist so wichtig!
 
Ich stimme @Knirsch zu.
Solange du dass nicht im Griff hast mit dem "Nein" sagen solltest du dich erstmal von der Männerwelt fernhalten. Ob du eine Therapie benötigst weiß ich nicht. Es wäre zumindest ein Versuch wert. Alles Gute.
 
Es klingt vermutlich lächerlich, aber durch den von ihm bezahlten Tee und die
auch, wenn das nun unsensibel klingt... du solltest Dir mehr wert sein als ein Tee...
oder fühltest Du die Verpflcihtung, weil er was gezahlt hat, egal, wieviel?
sei Dir gesagt,
es gibt durchaus soziale Kreise, da ist es vollkommen normal, auch heute noch, dass der Mann zahlt bzw.
auf jeden Fall beim ersten date.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat sinngemäß : ""Was hat er davon, wenn sie nichts davon hat?"""🥴...das ist doch egal, Hauptsache das Köpfchen wird gewärmt.. man benutzt Werkzeuge, das sind wir Frauen für Männer und nicht selten auch Männer für Frauen in ganz vielen Bereichen, nicht bloß im Bett.
 
Zitat sinngemäß : ""Was hat er davon, wenn sie nichts davon hat?"""🥴...das ist doch egal, Hauptsache das Köpfchen wird gewärmt.. man benutzt Werkzeuge, das sind wir Frauen für Männer und nicht selten auch Männer für Frauen in ganz vielen Bereichen, nicht bloß im Bett.
So easy , ist das halt immer nicht.
 
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