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Typisierung von Menschen (Kindern)

Ich finde das Thema hoch interessant.

Leider irritieren mich die "Farben", die hier eingebracht werden.
Ich bin nach HBDI (Herrmann) gelb, im Stressprofil blau, also A und D Quadrant. Da geht es allerdings nicht ums Naturell sondern um die Denkpräferenz.

Das PDF, das du @Werner Montag gepostet hast, finde ich daher ebenfalls einigermaßen verwirrend.
Sorry, wenn dich die Zusammenstellung meines Kollegen verwirrt hat.

Nach meiner Erfahrung mit verschiedenen Persönlichkeitsmodellen ist es sinnvoll, sich auf eines zu beschränken, mit dem man am meisten anfangen kann. Das kann ja je nach Anwendungsbereich ganz verschieden sein; einer meiner Brüder hat das HBDI (oder ein vergleichbares, ich erinnere mich nicht mehr genau) z. B. als Consultant benutzt, ein anderer schwört auf das Enneagramm in der Seelsorge.

Ich habe mir vor fast 30 Jahren verschiedene angeschaut und keines gefunden, das mir besser vorkam als das, was heute Naturellwissenschaft heißt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat sich einer der anderen hier schon versucht zu typisieren?
Ich hatte das Glück ein HBDI-Profil von mir erstellen lassen zu können, das ist kostenpflichtig. Das zugehörige Gespräch wird von einer entsprechend geschulten Person geführt usw.
Großartig! Das hat mir einen so tiefen Blick auf mich eröffnet und mich vieles besser verstehen lassen im Bezug aufs Miteinander.
 
Ich bin ein Kopfmensch.🙂
Ich auch 🙂 ... in der Naturellwissenschaft heißen ist das ein Untertyp und heißt "Denker".
"Denker-Typen" bevorzugen das Verarbeiten von Reizen gegenüber dem Aussenden von Reizen ("Machen"). Die dritten sind die "Fühler", die nehmen Reize besonders stark auf und haben dafür oft Probleme, sie adäquat zu verarbeiten.

Triade-Fuehlen-Denken-Machen.jpg
 
Das ist folgendermaßen: Jemand möchte, dass ich etwas für ihn mache, „Phönix, hilfst du mir mit …?“. Ich möchte nicht direkt „Nein“ sagen, sage „Ja, ich schau mal was ich tun kann“ und hoffe in der Zwischenzeit jemand zu treffen, der hilfreich ist oder eine Lösung zu finden.
Das wäre aus meiner Perspektive ein "Vielleicht", kein "Ja".

Ist ja okay, wenn du das so sagst. Ich würde das auch nicht als ein sicheres Versprechen auffassen, sondern als Zusage deinerseits, dass du die Augen offenhältst.
 
Ich hatte das Glück ein HBDI-Profil von mir erstellen lassen zu können, das ist kostenpflichtig. Das zugehörige Gespräch wird von einer entsprechend geschulten Person geführt usw.
Großartig! Das hat mir einen so tiefen Blick auf mich eröffnet und mich vieles besser verstehen lassen im Bezug aufs Miteinander.

Magst du erzählen welcher Typ du bist und wie das Wissen darum dein Leben bereichert hat?
 
Das wäre aus meiner Perspektive ein "Vielleicht", kein "Ja".

Ist ja okay, wenn du das so sagst. Ich würde das auch nicht als ein sicheres Versprechen auffassen, sondern als Zusage deinerseits, dass du die Augen offenhältst.
Ja, so ist das auch gemeint. Ich halte dann die Augen offen 👀 und hoffe natürlich, dass ich etwas hilfreiches finde. Wenn sich das aber nicht ergibt, werde ich langsam unglücklich.
 
Ja, so ist das auch gemeint. Ich halte dann die Augen offen 👀 und hoffe natürlich, dass ich etwas hilfreiches finde. Wenn sich das aber nicht ergibt, werde ich langsam unglücklich.
Ich kenne das aus der Zeit vor meiner psychologischen Ausbildung. Da war ich oft hilflos, wenn jemand Hilfe wollte (ich habe mit ehrenamtlich mit Suizidgefährdeten und -überlebenden gearbeitet).

Was mir sehr geholfen hat waren die Gesprächsführungstechniken aus der "Lösungsorientierten Kurztherapie" (Steve de Shazer, Paul Watzlawick u. a.). De Shazer hatte übrigens auch drei Typen bei Leuten beobachtet, die zu ihm in die Beratung kommen: Besucher, Klagende und Kunden.
 
Ich kenne das aus der Zeit vor meiner psychologischen Ausbildung. Da war ich oft hilflos, wenn jemand Hilfe wollte (ich habe mit ehrenamtlich mit Suizidgefährdeten und -überlebenden gearbeitet).

Was mir sehr geholfen hat waren die Gesprächsführungstechniken aus der "Lösungsorientierten Kurztherapie" (Steve de Shazer, Paul Watzlawick u. a.). De Shazer hatte übrigens auch drei Typen bei Leuten beobachtet, die zu ihm in die Beratung kommen: Besucher, Klagende und Kunden.

So krass ist das bei mir nicht. Ich arbeite nicht mit Suizidgefährdeten zum Glück.
Das sind eher so Alltagsdinge.

Ich habe das (wahrscheinlich) von meinem Vater geerbt. Der ist ein „Kümmerer“ aber er macht das von Herzen gern und gut und kennt auch immer wen, der wen kennt… und ich?
Ich hingegen bin nicht so gut darin, was mich ärgert.

Ich hätte gerne seine „Fähigkeiten“… Seine Fähigkeiten, das ist nicht ungewöhnliche Klugheit oder ungewöhnliche Toughness. Ich weiß nicht mal wie man diese Fähigkeit nennt. *Lol* Ich weiß nur, dass er ein hohes Maß davon hat und ich finde das bewundernswert… aber es ist mir nicht gegeben. Vielleicht kommt es ja, wenn ich älter werde.

Kannst du diese Techniken kurz beschreiben?
 
Ich weiß nicht mal wie man diese Fähigkeit nennt. *Lol* Ich weiß nur, dass er ein hohes Maß davon hat und ich finde das bewundernswert… aber es ist mir nicht gegeben. Vielleicht kommt es ja, wenn ich älter werde.

Kannst du diese Techniken kurz beschreiben?
Dieses "es ist mir gegeben/nicht gegeben" ist genau der Punkt, wo ich das angeborene Naturell als Ursache sehe. Denn mit dem jeweiligen Naturell kommt ein Stärken/Schwächen-Paket mitgeliefert. Wenn man das kennt, kann man gezielt daran arbeiten, die Schwachstellen auszugleichen und es mit den eigenen Stärken nicht zu übertreiben 🙂

Zu den lösungsorientierten Gesprächstechniken ... "kurz" ist gut 🙂

Zentral ist die Verwendung so genannter "Universalschlüssel". Du brauchst also nicht für jedes Problem die genaue Kenntnis oder Expertise. Die Idee ist stattdessen, dass der "Probleminhaber" auch einen Ansatz zur Lösung mitbringt (nicht immer natürlich). Und wenn du entsprechend fragst, kommt der auch drauf.

Beispiele für solche Universalschlüssel oder Werkzeuge zur Lösungsfindung wären:
- die Suche nach Ausnahmezeiten, in denen das Problem nicht oder schwächer auftrat (darin liegen oft die Lösungsrezepte, die man wiederholen kann)
- das Beachten dessen, was funktioniert, was noch gut ist, was gelingt (also nicht auf dem Problem herumreiten oder nachdessen Ursachen suchen); stattdessen geht es darum "mehr von dem, was funktioniert" zu versuchen
- genaue Zieldefinitionen; es sollte klar sein, woran man erkennt, dass aus dem Problem eine Lösung geworden ist; hat man das Ziel, kann man Schritte dahin definieren und sie gehen
- Verwendung von 1-10-Skalen: Nicht nur sagen "mir geht es heute so und so", sondern "heute bin ich auf einer 5"; dann kannst du fragen: Was wäre anders, wenn es morgen eine 6 wäre? Oder: Was war anders, als du zum letzten Mal auf der X (eigener Zielwert, der ist nicht immer 10) warst.

Ein gutes Buch ist z. B. "Lösungsorientierte Beratung" von Günter G. Bamberger. Da sind viele praktische Fälle beschrieben. Von Paul Watzlawick könnte ich "Lösungen" empfehlen, von Steve de Shazer "Wege der erfolgreichen Kurztherapie". Meine eigenen darf ich ja hier nicht empfehlen 😉
 
Magst du erzählen welcher Typ du bist und wie das Wissen darum dein Leben bereichert hat?
Ich bin ein Chaot 😄
Das wusste ich zwar vorher schon, aber nicht, dass damit durchaus auch viel positives verbunden ist.
Mein Stressprofil hat mich vom Stuhl gehauen. Da kam der Mensch bei raus, der weiter weg von mir nicht hätte sein können. So dachte ich zumindest bis dahin. Das hat mich wirklich besser verstehen lassen, was an mir für andere schwierig ist bzw. sein könnte.
 

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