Werner
Sehr aktives Mitglied
Steve de Shazer, den ich sehr schätze, hat in einer Weiterbildung mal ausführlich über die Sprachfalle im Deutschen gesprochen, die durch die Verwendung von "Ich bin ..." entsteht. Er schlug uns vor, doch mal alternativ zu formulieren: "Ich kann ..." oder "Ich zeige ...". Oder zu sagen: "Ich bin manchmal/auch ..." und dann ein Adjektiv ("chaotisch") bzw. über ein Verb ("Ich neige dazu, zu chaotisieren") 🙂Ich bin ein Chaot 😄
Durch das "Ich bin" entsteht rasch eine Art Identität (z. B. "Ich bin Alkoholiker", "Ich bin Deutscher" usw.). Das scheint in anderen Sprachen nicht so ausgeprägt zu sein.
Bei der Arbeit mit Typologien kann es hilfreich sein, das im Hinterkopf zu behalten.