Ich weiß nicht mal wie man diese Fähigkeit nennt. *Lol* Ich weiß nur, dass er ein hohes Maß davon hat und ich finde das bewundernswert… aber es ist mir nicht gegeben. Vielleicht kommt es ja, wenn ich älter werde.
Kannst du diese Techniken kurz beschreiben?
Dieses "es ist mir gegeben/nicht gegeben" ist genau der Punkt, wo ich das angeborene Naturell als Ursache sehe. Denn mit dem jeweiligen Naturell kommt ein Stärken/Schwächen-Paket mitgeliefert. Wenn man das kennt, kann man gezielt daran arbeiten, die Schwachstellen auszugleichen und es mit den eigenen Stärken nicht zu übertreiben
🙂
Zu den lösungsorientierten Gesprächstechniken ... "kurz" ist gut
🙂
Zentral ist die Verwendung so genannter "Universalschlüssel". Du brauchst also nicht für jedes Problem die genaue Kenntnis oder Expertise. Die Idee ist stattdessen, dass der "Probleminhaber" auch einen Ansatz zur Lösung mitbringt (nicht immer natürlich). Und wenn du entsprechend fragst, kommt der auch drauf.
Beispiele für solche Universalschlüssel oder Werkzeuge zur Lösungsfindung wären:
- die Suche nach Ausnahmezeiten, in denen das Problem nicht oder schwächer auftrat (darin liegen oft die Lösungsrezepte, die man wiederholen kann)
- das Beachten dessen, was funktioniert, was noch gut ist, was gelingt (also nicht auf dem Problem herumreiten oder nachdessen Ursachen suchen); stattdessen geht es darum "mehr von dem, was funktioniert" zu versuchen
- genaue Zieldefinitionen; es sollte klar sein, woran man erkennt, dass aus dem Problem eine Lösung geworden ist; hat man das Ziel, kann man Schritte dahin definieren und sie gehen
- Verwendung von 1-10-Skalen: Nicht nur sagen "mir geht es heute so und so", sondern "heute bin ich auf einer 5"; dann kannst du fragen: Was wäre anders, wenn es morgen eine 6 wäre? Oder: Was war anders, als du zum letzten Mal auf der X (eigener Zielwert, der ist nicht immer 10) warst.
Ein gutes Buch ist z. B. "Lösungsorientierte Beratung" von Günter G. Bamberger. Da sind viele praktische Fälle beschrieben. Von Paul Watzlawick könnte ich "Lösungen" empfehlen, von Steve de Shazer "Wege der erfolgreichen Kurztherapie". Meine eigenen darf ich ja hier nicht empfehlen
😉