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Caligula94

Mitglied
Ich würde auf Studis online ebenfalls nichts geben. Hab zwar selber im Bereich Informatik studiert und bin arbeitsplatztechnisch damit auf der sonnigen Seite, aber was meine Genossen da teils von sich geben geht in meinen Augen auf keine Kuhhaut mehr. Da frage ich mich manchmal schon, wie unzufrieden man eigentlich mit sich selbst sein muss, um es nötig zu haben, andere derart anzugehen. Und warum die Leute dann nicht daran arbeiten, sich selbst zufriedener zu machen, anstatt auf andere einzuhacken.

Zumal auch ich der Meinung bin, dass kein Studium ganz umsonst ist. Klar, rein fachlich kann man nicht jeden Studiengang sofort verwerten. Aber Geisteswissenschaftler haben dafür oft viele Softskills gelernt, was man bei mir in der Informatik leider nicht immer tut. Und zumindest meiner Erfahrung nach lernt man nötiges Fachwissen recht schnell. Nur Softskills, da sieht es böse aus, wenn man sich die (z.B. im Studium) nebenher nicht angeeignet hat. Weil für die ist ein längerer Prozess nötig, bei welchem man viel an seiner Persönlichkeit arbeiten muss, da ist es mit einer Schulung nicht getan.

Daher würde ich allen GeWis hier mal empfehlen zu schauen, was sie eigentlich alles können, das eben nicht direkt in Stellenanzeigen gesucht wird. Auch Kommunikationsfähigkeit bzw. die Fähigkeit, sich selbstständig in Dinge einzuarbeiten sind etwas wert. Und glaubt mir, es gibt viel zu viele Absolventen auch in technischen Fächern, die genau das leider nicht gelernt haben (und denen man jegliches Wissen, das man man nicht auf Seite1 bei Google findet förmlich hinterhertragen muss).

Und dann natürlich schauen, dass man Praktika usw. in Bereichen auftreibt, wo man genau diese Fähigkeiten brauchen kann.

Naja mein Problem ist, dass ich die letzten Jahre schon etwas zu gleichgültig agiert habe. Anstatt Praktikas zu machen, habe ich Nebenjobs in der Gastronomie oder im Verkauf gemacht, da ich selber wenig Selbstachtung vor dem eigenem Studium hatte und mir nicht einmal die Mühe machte mich nach Praktikas zu erkundigen. Natürlich war auch von Anfang an eingeplant den Master in Medienwissenschaft zu machen, aber diesen Plan habe ich über den Haufen geworfen. Und jetzt mit Mitte 20 kam so ein Weckruf: Was hast du eigentlich die letzten 4 Jahre gemacht, außer einfach so vor dich hin zu studieren und während des Studium mal quer durch Asien zu reisen. Vielleicht bin ich auch später erwachsen geworden, wie andere Studenten. Aber ich denke jetzt aufzuwachen und noch zu versuchen, alles irgendwie noch zum bestmöglichen Ergebnis zu wenden, ist immer noch besser als erst mit Ende 20 oder noch später. Ich hoffe, dass ich da durch Selbstdisziplin, Fleiß und klare Ziele in den nächsten 3 Jahren noch irgendwie halbwegs zufriedenstellend herauskomme.
 

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Sofakissen

Aktives Mitglied
Dann änderst du eben jetzt erst die Richtung. Na und? Du sagst, dass du in deinem Studium erwachsen geworden bist. Das ist doch schonmal etwas. Es gibt Leute, die schaffen nicht mal das. Ernsthaft, ich kenne Leute, die haben Abschlüsse in gesuchten Fächern, sind sonst aber derart unselbstständig, dass ich für sie nur hoffen kann, dass Mutti mindestens 90 wird und fit bleibt.

Dann überlegst du dir eben erst jetzt welche Berufe dir liegen könnten, welche davon besonders realistisch sind und wie du da hin kommst. Selbst wenn du erst mit Ende20/ Anfang 30 beruflich richtig Fuß fasst - so what? Wir werden immer älter und können froh sein, wenn wir nicht länger als bis zur 70 arbeiten müssen. Warum sich also schon in jungen Jahren das Leben vollkommen diktieren lassen? Warum sich nicht ein paar Jahre gönnen, in denen einem das was man macht Spaß macht, unabhängig davon, ob es einem jetzt direkt was bringt?

Ich bin mir sicher, dass du irgendwann eine solide Arbeit finden wirst, wenn du wirklich darauf hinarbeitest und den Kopf nicht in den Sand steckst.
 

Caligula94

Mitglied
Dann änderst du eben jetzt erst die Richtung. Na und? Du sagst, dass du in deinem Studium erwachsen geworden bist. Das ist doch schonmal etwas. Es gibt Leute, die schaffen nicht mal das. Ernsthaft, ich kenne Leute, die haben Abschlüsse in gesuchten Fächern, sind sonst aber derart unselbstständig, dass ich für sie nur hoffen kann, dass Mutti mindestens 90 wird und fit bleibt.

Dann überlegst du dir eben erst jetzt welche Berufe dir liegen könnten, welche davon besonders realistisch sind und wie du da hin kommst. Selbst wenn du erst mit Ende20/ Anfang 30 beruflich richtig Fuß fasst - so what? Wir werden immer älter und können froh sein, wenn wir nicht länger als bis zur 70 arbeiten müssen. Warum sich also schon in jungen Jahren das Leben vollkommen diktieren lassen? Warum sich nicht ein paar Jahre gönnen, in denen einem das was man macht Spaß macht, unabhängig davon, ob es einem jetzt direkt was bringt?

Ich bin mir sicher, dass du irgendwann eine solide Arbeit finden wirst, wenn du wirklich darauf hinarbeitest und den Kopf nicht in den Sand steckst.

Das Problem mit den Eltern habe ich auch zum Teil. Aber ich will mich wirklich davon lösen, obwohl die das immer beleidigend auffassen. Ich will arbeiten und studieren und mich vollkommen selber finanzieren (auch wenn es eine WG sein muss), aber meine Eltern helfen mir finanziell freiwillig und andere meinen, dass ich ein Idiot sei, wenn ich das nicht annehme.
 

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