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Bloodangel´s Cry

Aktives Mitglied
Diese Frage interessiert mich nach einigen Gesprächen mit Bekannten, deren Situationen Fragen offen lassen :unsure:

Klar, wer Medizin studiert hat, wird Arzt, bei Ingenieurwissenschaften Ingenieur, usw. Da stellt sich diese Frage (in der Regel) nicht. Nun gibt es aber diverse Studiengänge, bei denen es anders aussehen könnte.

Fiktives Beispiel:
Jemand hat in einem nicht berufsspezifischen Studium einen Abschluss erworben. Formal gesehen gilt er nicht als Ungelernter, das ist mir klar. Aber wie es in solchen Studiengängen häufig ist, muss er sich nach allen Seiten umblicken, als Quereinsteiger Fuß fassen, etc. Also Bereiche, in denen ggf. eine fachspezifische Ausbildung fehlt.
Zählt das Studium trotzdem als Qualifikation? Oder wäre er trotz seines Abschlusses verdammt, ewiger „Hilfsarbeiter“ mit entsprechender Entlohnung zu sein?

Ich kann mir vorstellen, dass Erfahrung (und natürlich die Stelle, auf die sich beworben wird, etwa ÖD) zusätzlich eine tragende Rolle spielt, aber sagen wir mal, dieser jemand hat nach der Schule direkt sein Studium angefangen und es durchgezogen, ohne groß nebenbei ein klares Profil aufzubauen.
 

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I

Immerlernen

Gast
Ein Studium, genau wie eine Schulbildung sagt nichts darüber aus was ich nachher leisten kann.
Da geht es um Theorie, mit vielleicht einigen Praktika.
Haben ja auch nicht alle die gleiche Intelligenz um gut abzuschneiden.
Deshalb braucht es für die meisten Berufe eine Ausbildung,
Es fehlt aber an der Beruf Praxis und Erfahrung, die ich durch Fortbildung und Schulung erreiche.
Ist ein Lebenslanger Prozeß sonst bleibst du auf der Strecke.
 

Santino

Aktives Mitglied
Natürlich zählt ein Studium als Qualifikation.
So ist es. Und ob man dann im Beruf als Fachkraft oder Nicht-Fachkraft gilt, kommt, glaube ich, bei allen Studienabschlüssen stark auf die Branche bzw. das konkrete Berufsbild an, das man anstrebt. Manche Branchen und Berufsbilder setzen z.T. Volontariate, Stage, Praktika oder Trainee-Stellen voraus, die Bewerbern mit unterschiedlichen Studienabschlüssen offenstehen. Das ist aber nicht überall so und ist branchenintern oft auch nicht einheitlich geregelt. Manche Unternehmen setzen das dann voraus, andere nicht.

Und auch mit einem "spezifischeren" Studium gilt man gelegentlich als "Quereinsteiger" in studiengangsfremden Branchen. Das kann natürlich bei "unspezifischeren" Studiengängen genauso passieren. Dazu kommt, dass man im Studium ja auch entsprechende Schwerpunkte setzt (auch in vermeintlich unspezifischen Studiengängen) und Nebenjobs bzw. Praktika macht, bei denen man sich schon in eine bestimmte Richtung festlegt. Man kann einem unspezfischen Studium bspw. mit einem speziellen Thema bei der Abschlussarbeit eine spezielle Richtung geben. Oder zum Beispiel schon in der gewünschten Branche verschiedene Praktika machen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hamsterpups

Mitglied
Jemand hat in einem nicht berufsspezifischen Studium einen Abschluss erworben. Formal gesehen gilt er nicht als Ungelernter, das ist mir klar. Aber wie es in solchen Studiengängen häufig ist, muss er sich nach allen Seiten umblicken, als Quereinsteiger Fuß fassen, etc. Also Bereiche, in denen ggf. eine fachspezifische Ausbildung fehlt.
Zählt das Studium trotzdem als Qualifikation? Oder wäre er trotz seines Abschlusses verdammt, ewiger „Hilfsarbeiter“ mit entsprechender Entlohnung zu sein?
Das kann man nicht generell beantworten. Es kommt immer auch darauf an, worum es geht.

Ich habe beispielsweise einen M.A. in Germanistik und Geschichte.
Für das Arbeitsamt und das Jobcenter gelte ich je nach Sachbearbeiter mal als "ungelernt" (= ohne Berufsausbildung), mal nicht.
Für die Arbeitgeber, bei denen ich mich nach dem Studium um eine Arbeitsstelle beworben habe, galt ich als "ungelernt", für die Arbeitgeber, bei denen ich mich um eine Ausbildungsstelle beworben habe, als "gelernt".
Das gleiche für 3 meiner früheren Arbeitgeber, 2 sagten "ungelernt", 1 "gelernt".
Meine heutigen beiden Arbeitgeber hat es überhaupt nicht interessiert. Einer davon ist ÖD, da wird eh nach Tarif bezahlt, und dem anderen war es einfach wurscht.

Natürlich ist ein abgeschlossenes Studium immer eine Qualifikation. Aber eine solche kann Sprungbrett, aber auch Klotz am Bein sein.
Mein persönliches Beispiel: Für eine Ausbildung durch das Studium überqualifiziert, für eine fachspezifische Arbeitstelle nicht ausgebildet.

Deshalb mein grundsätzlicher Tipp: Wenn man etwas studiert, was nicht explizit berufsspezifisch ist, sollte man sich bereits während des Studiums nach Arbeit umschauen und ggf. Zusatzqualifikationen erwerben.
 
I

Immerlernen

Gast
Natürlich zählt ein Studium als Qualifikation.
Warum wird es dann nix?
Decke die verborgenen Fehler der Leute nicht auf, denn du raubst ihnen die Ehre und dir das Vertrauen.
Je höher die Stellung eines Vorgesetzten, desto mehr Fehler darf er machen.
Und wenn er nur noch Fehler macht, dann ist das sein Stil.
 

Bloodangel´s Cry

Aktives Mitglied
Deshalb mein grundsätzlicher Tipp: Wenn man etwas studiert, was nicht explizit berufsspezifisch ist, sollte man sich bereits während des Studiums nach Arbeit umschauen und ggf. Zusatzqualifikationen erwerben.
Und konntest du selbst welche vorweisen?
Ich kenne nun hauptsächlich Leute, die eben ein solches unspezifisches Studium abschließen und eben kaum bis nichts vorweisen können (wenn man von dem ein oder anderen Minijob, wie z.B. Servicekraft, Reinigungskraft oder Nachtwächter, absieht). Die haben teilweise sehr große Bedenken, wie es mit ihnen weitergehen soll, gar große Zukunftsangst.
Da frage ich mich, ob man das Studium als solches nicht als größtmöglichen Pluspunkt setzen kann.
 

Santino

Aktives Mitglied
Da frage ich mich, ob man das Studium als solches nicht als größtmöglichen Pluspunkt setzen kann.
Kann man. Aber du solltest dem Studium eben währenddessen ggf. eine entsprechende Richtung geben. Ansonsten: gibt doch gerade für Menschen mit Abschlüssen aus "unspezifischen" Studiengängen wirklich viele Möglichkeiten, sich zusätzlich für ein Berufsbild ausbilden zu lassen, z.B. über Volontariate, Trainee-Stellen, Stage, Praktika, kostenpflichtige Weiterbildungen (während du bspw. einer Hilfstätigkeit in der gewünschten Branche nachgehst, um danach "Einblicke" vorweisen zu können), usw.

Auch ein Zweitstudium kann manchmal nützlich sein.
 
S

Studiosuss

Gast
Kann man. Aber du solltest dem Studium eben währenddessen ggf. eine entsprechende Richtung geben. Ansonsten: gibt doch gerade für Menschen mit Abschlüssen aus "unspezifischen" Studiengängen wirklich viele Möglichkeiten, sich zusätzlich für ein Berufsbild ausbilden zu lassen, z.B. über Volontariate, Trainee-Stellen, Stage, Praktika, kostenpflichtige Weiterbildungen (während du bspw. einer Hilfstätigkeit in der gewünschten Branche nachgehst, um danach "Einblicke" vorweisen zu können), usw.

Auch ein Zweitstudium kann manchmal nützlich sein.
Einblicke / Hilfstätigkeiten sind jetzt Ausbildungen, was nützen die, kann man auch Zeitungen austragen dafür nehmen.
Ich persönlich ziehe die Universität vor.
Die haben uns immer Geld und Einrichtung gegeben und wir brauchten nichts zu produzieren.
Du weißt nicht, wie das draußen zugeht.
Ich war schon mal in der Privatwirtschaft, die erwarten Resultate!
Habe mir vorgenommen dieses Semester besser zu planen...
Am besten bis zur Rente studieren, da kann nix mehr passieren!
 

Peter1968

Moderator
Teammitglied
Ein Studium ist immer eine Qualifikation. Gute Weiterbildungen sind dies ebenso. Es kommt aber doch immer darauf an was man damit macht. Bin ich völlig Berufsfremd am arbeiten bringen mir Qualifikationen nichts die damit null zu tun haben. Wenn ich einen Programmierer einstelle und habe einen Bewerber mit Medizinstudium, überlege ich mir erstens ob ich ihn überhaupt einstelle und wenn dann erst an unterster Stelle. Habe ich einen Bewerber der viel Programmiert,wenn auch nur privat und vielleicht "nur" einen erweiterten Lehrgang oder eine Fortbildung vorzuweisen hat kann es sein dass dieser schon eine Stufe höher anfängt. Ebenso müssen doch auch viele nach einem Studium erst noch in die Lehre, ein Studium setzt doch keine praktischen Kenntnisse voraus.
 

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