Ich sehe das etwas anders.
Kann es nicht sein, dass wir sowohl für unsere "Sünden" als auch für unsere guten Taten verantwortlich sind und den entsprechenden positiven oder negativen Lohn empfangen werden?
Kann ja sein, dass Gott ein Auge zudrückt und einem sagen wir 90%ig guten Menschen die schlechten 10 % erläßt. Aber darauf kann man nur hoffen.
Es wäre ja schon viel, wenn Gott einfach 1🤐 auf unseren positiven und negativen Taten reagiert. Der Stellvertretungsgedanke hat dagegen leicht den Beigeschmack einer "billigen" Vergebung (auch schwerer Taten!). Und das geht eigentlich gegen den Gedanken der Gerechtigkeit.
Und deshalb sollte es nicht heißen: "Gott vergibt Ungerechtigkeit" sondern "Gott schafft Gerechtigkeit".
Ohne diese Hoffnung bleibt eben ein Weltbild ohne den gerechten Gott (ein ungerechter Gott wäre unlogisch) zwangsläufig traurig.
Ist Hoffnung auch etwas Eingebildetes? Ist Hoffnung ein Märchen?
Ist Atheismus vielleicht das Weltbild der Enttäuschten, Hoffnungslosen?
Zum Glück muss man sich um religiös zu sein, nicht einem Dogma unterwerfen. Es besteht die Möglichkeit einer Offenbarung oder der von mir bevorzugte einfache Weg der Vernunft, die fast jedem Menschen erwachsenen Menschen zur Verfügung steht, wenn er sich mal Gedanken macht. Und vernünftige Menschen pflegen ihr Gehirn zum Denken zu benutzen 😉.