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Trennung mit 2jährigem kind

@Sigillaria Es ist ohne Zweifel die emotional heftigste Zeit meines Lebens. Ich habe früher schon Trennungen erlebt – mit Streit und Vorankündigung –, da war die Welt nach ein paar Tagen wieder halbwegs sortiert. Aber das hier ist eine völlig neue Dimension. Ohne Vorwarnung, aus einer funktionierenden Familie heraus, so eine Entscheidung vorgesetzt zu bekommen, fühlt sich an wie ein psychischer Totalschaden. Ich könnte mir kaum etwas Schlimmeres vorstellen, außer vielleicht den Verlust meines Kindes.

Was mich am meisten fassungslos macht, ist das Gefühl, dass unsere Tochter für sie momentan nicht an erster Stelle steht. Als ich sie neulich fragte, ob sie die Kleine vermissen würde, kam nur ein kühles: ‚Ja, ein bisschen.‘

Ich glaube allerdings nicht, dass sie bereit wäre, die Betreuung komplett an mich abzugeben. Alleine schon deshalb nicht, weil ich durch meinen 24-Stunden-Dienst zwangsläufig auf die Hilfe der Großeltern angewiesen wäre. Das aktuelle 2-2-Wechselmodell scheint ihr perfekt in den Kram zu passen: Sie hat zwei feste Abende pro Woche, an denen sie ihr ‚neues Leben‘ ohne jede Verantwortung genießen kann, behält aber an den anderen Tagen ihren Status als Mutter bei.
 
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Re: Trennung mit 2jährigem kind
Ausgiebiges Gaming und deshalb Vernachlässigung des Haushalts, der Beziehung, erinnert mich an meine eigene Exbeziehung. In meinen Augen ein absoluter Beziehungskiller.

Du gibst dich jetzt hier überrascht und beschuldigst sie, hattest aber selber großen Anteil am Scheitern.
Das Argument, Gaming sei ein pauschaler ‚Beziehungskiller‘, greift hier zu kurz. Man muss die Fakten sehen: Meine Partnerin hat mich als Gamer kennengelernt. Das war die Basis, auf der wir uns entschieden haben, ein Kind zu bekommen, ein Haus zu bauen und auf der ich mich für eine Vasektomie entschieden habe. Wenn ein Hobby ein solches Ausschlusskriterium ist, darf man diesen Weg nicht bis zum Ende mitgehen, nur um dann hinterher das Hobby als Vorwand für einen ‚warmen Wechsel‘ zu nutzen.

Aussagen wie ‚Ich habe mir das so nicht vorgestellt‘, ohne auf Nachfrage definieren zu können, was denn ‚so‘ eigentlich bedeutet, zeigen für mich eines: Es fehlte nicht an der Kompatibilität, sondern an der Kommunikationsbereitschaft.

Ich sehe mich absolut nicht als unschuldig an, aber der entscheidende Punkt ist: Die Konfliktgespräche wurden ihrerseits nie gesucht. Ich habe meine familiären Verpflichtungen nicht schleifen lassen. Wenn ich heute durch meine Fotobibliothek scrolle, sehe ich in diesen Monaten der angeblichen Entfremdung eine glückliche, funktionierende Familie – eine Realität, die sie für mich aufrechterhalten hat, während sie im Hintergrund bereits den Ausstieg plante.

Ob es nun Gaming ist, Fußball, ein zeitintensives Hobby oder schlicht unterschiedliche Vorstellungen vom Alltag: Solche Themen sind lösbar, wenn man rechtzeitig den Mund aufmacht. Ein Hobby zum Sündenbock zu machen, nachdem man jahrelang geschwiegen und gemeinsam eine Existenz aufgebaut hat, ist keine Kritik am Gaming – es ist ein Rückzug aus der gemeinsamen Verantwortung
 
Kannst du sie nicht vor die Tür setzen?

Dann kann sie doch gucken, wo sie bleibt.
Theoretisch wäre eine Übernahme des Hauses meinerseits zwar möglich gewesen, aber nur mit einem extrem spitz kalkulierten Bleistift und massiven finanziellen Risiken. Um das Projekt alleine zu stemmen, hätte ich meine andere Eigentumswohnung entweder beleihen oder unter Zeitdruck veräußern müssen. Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Bei meiner eigenen Wohnung steht aktuell eine Sanierung des Dachs an, was mich durch eine hohe Sonderumlage massiv an Liquidität kosten wird. Zudme habe ich es bei der Bank noch nicht angefragt, es steht also in den Sternen ob ich kreditwürdig genug gewesen wäre.

Da meine Ex-Partnerin deutlich mehr Eigenkapital in unsere gemeinsame Immobilie investiert hat, steht sie zudem zu 60 % im Grundbuch. Mir fehlten zum Zeitpunkt des Kaufs schlicht die liquiden Mittel, um mich zu 50 % eintragen zu lassen, da mein Kapital in der anderen Immobilie gebunden war.

Unter dem Strich hätte ich für die Übernahme, die Auszahlung und die Nebenkosten einen Kredit von ca. 250.000 € bis 300.000 € aufnehmen müssen – und das bei den aktuell hohen Zinsen. In meiner Situation als Alleinerziehender im Schichtdienst wäre das eine Belastung, die mich finanziell zwar nicht komplett eingeschnürt hätte aber mehr als 50% meines Gehalts gekostet hätte.
 
Auweia. wenn ich schon
Ich schmiss den Haushalt, kochte, bespaßte die Kleine und zockte nur noch, wenn sie ihrem Hobby (Basteln) nachging.
Auweia, wenn ich das schon lese....

Als Mann kochen und den Haushalt schmeißen....

Wen du dich in so einer Position wiederfindest, kannst du fast immer davon ausgehen dass deine Frau noch einen anderen Mann hat.

Von dem Typen mit dem sie sich trifft wird sie sicherlich nicht erwarten dass er kocht und die Hausfrau spielt...

Sofort die Beziehung beenden und einen guten Anwalt aufsuchen.
 
Verstehe nicht, warum du die Vasektomie andauernd in den Fokus packst.

Das war deine eigene Entscheidung,oder?
Was sie nicht einmal richtig gut fand, oder erinnere ich mich falsch?
Ich rücke die Vasektomie deshalb in den Fokus, weil sie das ultimative Symbol für unser gemeinsames Commitment war. In einer 6Jahre langen Partnerschaft mit Kind und Hausbau trifft man so eine lebensverändernde Entscheidung nicht ‚einfach so‘ für sich allein.

Wenn meine Partnerin gegen diesen Eingriff gewesen wäre oder sich sehnlichst ein zweites Kind gewünscht hätte, dann hätte sie mich wohl kaum höchstpersönlich zur Praxis gefahren und nach dem Eingriff wieder abgeholt. Das war kein passives Hinnehmen, das war aktive Unterstützung einer Entscheidung, die unsere Familienplanung endgültig abgeschlossen hat. Es geht mir nicht darum, auf dem Eingriff herumzureiten, sondern auf der Unaufrichtigkeit: Man kann den Partner nicht physisch zur Sterilisation begleiten und Monate später behaupten, man hätte sich eigentlich immer ein zweites Kind gewünscht und sei deshalb entfremdet.

Das ist eine klassische Rückwärts-Argumentation, um den ‚warmen Wechsel‘ moralisch zu rechtfertigen. Wer schweigt (oder sogar zum Arzt fährt), statt zu kommunizieren, nimmt dem Partner jede Chance, an der Beziehung zu arbeiten. Die Vasektomie ist der Beweis, dass ich ‚All-In‘ für unsere damalige Absprache war – sie hingegen hat die Regeln mitten im Spiel geändert, ohne es auszusprechen. Zudem kam das Thema auch erst hoch nachdem unser bekanntenkreis anfing Ultraschallbilder der zweiten Schwangerschaften zu posten. Sie hätte dann auch einfach argumentieren können, dass es ihrerseits ein Fehler war und sie doch gerne noch ein zweites möchte. Ich wäre der letzte gewesen der das nicht verstanden hätte. Zudem bin ich im Nachhinein nicht ganz sicher ob es nicht ne art mirroring war. Es war oft der fall dass ich ihr Brotkrumen als Argumentationen lieferte die sie in nächsten Situationen dann gegen mich verwendete. Ihre Strategien in Diskussionen waren zuhören und schweigen, aufsaugen und gesprochenes gegen mich verwenden.
 
Habe überlegt mit der Auszahlung meiner Tochter etwas zu bieten. Da sie noch nicht schulpflichtig ist, überlege ich gerne nen Wohnwagen zu kaufen um mit ihr in der Zeit zwischen meinen Schichten (wenn wochende ist) mit ihr ans Meer zu fahren. Qualitytime mit Papi
Kleine Kinder brauchen keine nonstop Bespassung und Abwechslung und Reisen nach weiss Gott wohin. Sie sind glücklich wenn sie mit Papi oder Mami zusammen im Hinterhof Klötzchen aufeinanderstapeln können.
Das aktuelle 2-2-Wechselmodell scheint ihr perfekt in den Kram zu passen
Ich find's S****. Das arme Kind. Kaum hat es sich an ein Bett gewöhnt muss es schon wieder umziehen. Kinder brauchen Beständigkeit. Aber mach halt gemäss Schichtplan.
 
Kleine Kinder brauchen keine nonstop Bespassung und Abwechslung und Reisen nach weiss Gott wohin. Sie sind glücklich wenn sie mit Papi oder Mami zusammen im Hinterhof Klötzchen aufeinanderstapeln können.

Ich find's S****. Das arme Kind. Kaum hat es sich an ein Bett gewöhnt muss es schon wieder umziehen. Kinder brauchen Beständigkeit. Aber mach halt gemäss Schichtplan.

Offenbar war die Familie nicht intakt.
Männer merken das mitunter zeitverzögert.
Gibt auch Statistiken dazu.

Offenbar war die Familie nicht intakt.
Männer merken das mitunter zeitverzögert.
Gibt auch Statistiken dazu.
Ih glaube hier sind einige männerfeindliche frauen unterwegs. Ich bin der letzte der sagt die Beziehung sei in ordnung und ich habe meine fehler ja eingestanden. Aber die art und weise mit nen mangel an
Kleine Kinder brauchen keine nonstop Bespassung und Abwechslung und Reisen nach weiss Gott wohin. Sie sind glücklich wenn sie mit Papi oder Mami zusammen im Hinterhof Klötzchen aufeinanderstapeln können.

Ich find's S****. Das arme Kind. Kaum hat es sich an ein Bett gewöhnt muss es schon wieder umziehen. Kinder brauchen Beständigkeit. Aber mach halt gemäss Schichtplan.
Da hast du absolut recht: Klötzchenstapeln im Hinterhof ist für Kinder das Größte. Das zeigen mir unsere gemeinsamen Nachmittage jeden Tag – sie braucht keinen Luxus, sie braucht Zeit und Aufmerksamkeit. Und genau deshalb ist das aktuelle Modell für uns der Weg. Wir habe uns das ganze durch einen Mitarbeite des Jugendamtes bestätigen lassen.
Natürlich wäre ein fester Ort ideal. Aber Beständigkeit definiert sich für ein zweijähriges Kind nicht nur über den Standort des Bettes, sondern vor allem über die Verlässlichkeit der Bezugspersonen. Ich bin für sie da. Außerdem war es bisher nur eine Idee und natürlich werde ich erstmal ein paar Monate austesten ob sie das mitmachen würde.

Wegen meiner 24-Stunden-Dienste im Schichtplan ist der 2-Tage-Rhythmus aktuell die einzige Möglichkeit, damit ich für meine Tochter ein präsenter Alltagsvater bleibe und kein ‚Wochenend-Besucher‘ werde. Jedes Mal, wenn sie bei mir ist, hat sie ihre gewohnten Rituale, ihr Spielzeug und meine volle Aufmerksamkeit.

Kinder sind extrem anpassungsfähig, solange sie wissen: Egal in welchem Bett ich schlafe, Papa ist da und die Welt ist sicher. Ich finde es wichtiger, dass sie eine enge Bindung zu beiden Elternteilen behält, als dass sie sieben Tage am Stück an einem Ort ist, aber dafür einen Elternteil kaum noch sieht. Dafür habe ich ihr das Leben nicht geschenkt und Ihre Mutter scheint aktuell noch nicht zu wissen wie es weitergeht. Kauft die Wohnung von mir ab aber ihr neuer wohnt 40-50km entfernt.

Offenbar war die Familie nicht intakt.
Männer merken das mitunter zeitverzögert.
Gibt auch Statistiken dazu.
Das ist im Nachhinein natürlich eine einfache Diagnose. Aber man muss differenzieren: War die Familie nicht intakt – oder wurde die Intaktheit von einer Seite schlichtweg über Monate hinweg perfekt inszeniert? Ich habe ja seit ca. Oktober gemerkt dass sexuelle Annäherung nicht mehr stattfanden und die Kuscheleinheiten auf der Couch nicht mehr gewollt waren. Aber auf Nachfrage kam halt nur „ich kochte jetzt hier sitzen“

Statistiken über zeitverzögerte Wahrnehmung bei Männern hin oder her: Sie rechtfertigen nicht das bewusste Schweigen über Unzufriedenheit. Kommunikation ist keine Holschuld, bei der man dem Partner hinterherspionieren muss, um ‚Anzeichen‘ zu finden – sie ist eine Bringschuld in einer funktionierenden Partnerschaft.
 

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