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Gelöscht 135457
Gast
Das Argument, Gaming sei ein pauschaler ‚Beziehungskiller‘, greift hier zu kurz. Man muss die Fakten sehen: Meine Partnerin hat mich als Gamer kennengelernt. Das war die Basis, auf der wir uns entschieden haben, ein Kind zu bekommen, ein Haus zu bauen und auf der ich mich für eine Vasektomie entschieden habe. Wenn ein Hobby ein solches Ausschlusskriterium ist, darf man diesen Weg nicht bis zum Ende mitgehen, nur um dann hinterher das Hobby als Vorwand für einen ‚warmen Wechsel‘ zu nutzen.Ausgiebiges Gaming und deshalb Vernachlässigung des Haushalts, der Beziehung, erinnert mich an meine eigene Exbeziehung. In meinen Augen ein absoluter Beziehungskiller.
Du gibst dich jetzt hier überrascht und beschuldigst sie, hattest aber selber großen Anteil am Scheitern.
Aussagen wie ‚Ich habe mir das so nicht vorgestellt‘, ohne auf Nachfrage definieren zu können, was denn ‚so‘ eigentlich bedeutet, zeigen für mich eines: Es fehlte nicht an der Kompatibilität, sondern an der Kommunikationsbereitschaft.
Ich sehe mich absolut nicht als unschuldig an, aber der entscheidende Punkt ist: Die Konfliktgespräche wurden ihrerseits nie gesucht. Ich habe meine familiären Verpflichtungen nicht schleifen lassen. Wenn ich heute durch meine Fotobibliothek scrolle, sehe ich in diesen Monaten der angeblichen Entfremdung eine glückliche, funktionierende Familie – eine Realität, die sie für mich aufrechterhalten hat, während sie im Hintergrund bereits den Ausstieg plante.
Ob es nun Gaming ist, Fußball, ein zeitintensives Hobby oder schlicht unterschiedliche Vorstellungen vom Alltag: Solche Themen sind lösbar, wenn man rechtzeitig den Mund aufmacht. Ein Hobby zum Sündenbock zu machen, nachdem man jahrelang geschwiegen und gemeinsam eine Existenz aufgebaut hat, ist keine Kritik am Gaming – es ist ein Rückzug aus der gemeinsamen Verantwortung