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Trauma/Wahn(?)/Sexualität ... (Triggergefahr)

F

Filou

Gast
Huhu...

Ich muss mich gerade extrem überwinden, das hier niederzuschreiben, weil ich mich extrem für meine Gedanken schäme. Aber es geht mir gerade sehr schlecht und ich habe das Gefühl, dass es gut wäre, das irgendwie niederzuschreiben, oder so ähnlich. Fühle mich sehr traurig und einsam und ich habe seit Jahren aufgehört, mit meinen Freunden und auch mit meiner Familie über die Themen zu reden, die mich beschäftigen. Es geht auch um Trauma.
Seitdem mein Ex mich verlassen und seine Freunde mich vergewaltigt und sexuell haben, habe ich das Gefühl, dass bei mir innere Blockaden aufgetreten sind und ich mich verschließe und den Zugang zu mir selbst verloren habe. Es sind mittlerweile fünf Jahre, aber es begleitet mich eben immernoch und bis heute. Es ist auch schwierig, damit abzuschließen, weil ich (auch durch erneute Übergriffe während meiner Ausbildung durch meine Vorgesetzten und privat durch meinen Opa und Menschen, die ich für meine Freunde hielt) eine extreme Angst vor Männern entwickelt habe. Immer wenn ich allein unterwegs war, habe ich versucht mich zu verstecken. Damals hatte ich eine Therapie angefangen und dem Therapeuten auch gesagt, dass ich (es ist extrem schwer, das gerade aufzuschreiben, weil ich mich schlecht konzentrieren kann) mich ungerne anderen anvertrauen möchte, weil mir andere ja sowieso ansehen, was ich denke. Er hat auf diese Aussage so heftig reagiert, dass ich Angst bekommen und nie wieder darüber geredet habe. Als ich in der Pubertät war, musste ich wegen selbstverletzendem Verhalten in die Klinik und wurde dort misshandelt. Seitdem bin ich traumatisiert und habe Angst, mich anderen zu öffnen, weil ich immer mit der Angst lebe, dass andere alle Informationen, die ich von mir gebe, gegen mich verwenden. Z.B. um mich aus meinem Job zu schmeißen oder um mich zu manipulieren oder direkt zu vergewaltigen, wie es in der Vergangenheit auch passiert ist.
Mein Therapeut wollte irgendwann meine Traumata mit mir aufarbeiten, aber ich habe abgeblockt. Erstens konnte ich den Schmerz nicht ertragen, zweitens fand ich es unnötig mit ihm darüber zu reden, weil ich dachte, dass er meine Gedanken doch sowieso lesen kann und mich nur demütigen will, um sich abends einen darauf zu wedeln. Deswegen habe ich ihn regelrecht "verarscht" und immer nur über die Arbeit geredet. Meine Therapiestunden waren dann irgendwann alle aufgebraucht und er hat mich dann entlassen, sagte aber auch, dass ich eine starke Person bin und er nicht findet, dass ich noch psychisch krank bin. Er würde aber denken, dass mir eine TP gut tun würde, um nochmal einige Sachen besser zu reflektieren und aufzuarbeiten.
Leider zahlt meine Krankenkasse momentan keine Therapie mehr, aber ich merke halt, wie mehr und mehr hochkommt und ich immer mehr bemerke, wie Dinge hochkommen und ich Sachen reflektiere und zu hinterfragen beginne. Vielleicht liegt es auch an meinem relativ neuen Job (ich arbeite in einer Psychiatrie), dass mir immer mehr an mir auffällt, was mir etwas bitter aufstößt.
Ich habe letztens erfahren, dass meine gesamte Familie wusste, dass mein Opa mich im Schlafzimmer versucht hat zu küssen und mich zu einem heimlichen Übernachtungstreffen drängen wollte, als meine Oma nicht da war. Das sollte ich für mich behalten, und als ich fragte, wieso Oma das nicht mitbekommen dürfe, sagte er, dass sie nicht gut auf mich zu sprechen wäre. Er stirbt bald. Meine Familie hat ne riesige "letzte" Geburtstagsparty gefeiert, während ich so durch den Wind war (auch durch Umzug/Jobwechsel/Machtkämpfe mit meiner Mutter, weil sie wieder die Kontrolle über mein Leben übernehmen wollte), dass ich versehentlich drei Autounfälle hintereinander hatte, am Tag vor meinem Urlaub vor einer Psychiatrie ne Panikattacke bekommen hatte, weil ich nicht wollte, dass man mich erkennt und dann in eine andere gerast bin, um dort mit jemandem zu reden und mit der Ärztin lange diskutieren musste, damit sie mich nicht auf der Geschlossenen behält.
Gleichzeitig bin ich extrem abgefuckt von der seit Jahren andauernden Meta-Kommunikation zwischen meinem Ex und mir (über die ich mit niemandem spreche). Ich habe ihm immer wieder Zeichen geschickt, um ihn wissen zu lassen, dass ich an ihn denke. Vieles habe ich über den Zeitraum vergessen, aber prägnant war zum Beispiel, dass ich mir das Motiv, was er sich auf seine Arme tätowieren lassen wollte, habe stechen lassen. Wenige Wochen später fragte er meine Nachbarin (eine gemeinsame Freundin von uns), ob er die Telefonnummer von unserem Vermieter haben könne, um eine Wohnung zu bekommen. Er hat sich eine Freundin geangelt, von der meine Arbeitskollegin meinte, dass sie so ähnlich aussieht wie ich. Ich hatte mir einige Monate später dann die Haare in der selben Farbe getönt, die ich trug, als wir uns kennengelernt haben und das Foto dann auf Facebook hochgeladen. Zwischendurch hatte ich dummerweise (was mir sehr peinlich ist) versucht, seinen Account zu hacken, es aber nach dem ersten Fehlversuch abgebrochen, weil ich Angst hatte, dass er sofort weiß, dass ich es war. Durch einen blöden Zufall landete ich auf einer Party, auf der er auch war, was dezent eskallierte, weil seine Freundin und er ausgerastet sind und ich eine Panikattacke bekommen habe. Und danach hat er zum zweiten Mal ein Lied gepostet, in dem sich ein paar Zeilen versteckten, die sich wie eine Entschuldigung an mich anhörten. Und seitdem versteckten sich in jedem Post immer irgendwelche Nachrichten an mich. Und er hat besten Freundin nach jahrelanger Kontaktsperre zum Geburtstag gratuliert. Das wurde mir dann irgendwann zu viel, weswegen ich mich dann irgendwann aus Social Media zurück zog. Seine Freundin postete währenddessen immer wieder Stinkefingerbilder, hat ihr Profil mittlerweile aber wieder auf privat gestellt.
Ich hatte auch noch eine andere Beziehung, die aber daran gescheitert ist, dass er eine Frau suchte, die sich seinem Lebensmodell beugt. Nachdem ich mich weigerte, mit ihm zusammen zu ziehen, zog er in eine andere Wohnung, aber im selben Mehrfamilienhaus und duschte und schlief immer heimlich bei mir, wenn ich zur Arbeit ging (er weigerte sich, mir meinen Haustürschlüssel zurück zu geben). Ich habe ihn irgendwann rausgeschmissen und verlassen, weil er der Meinung war, dass ich eine Sexual-Trauma-Therapie bei einer Tantrafrau machen müsse. Er war nämlich bei einer und habe sich dort massieren lassen und mit ihr über unsere Probleme im Bett geredet. Sie sagte, dass sie eine Kollegin hätte, die auch Traumatherapie mache und ich dort in jedem Fall hingehen könne. Und er merkte noch an, dass es doch nicht sein könne, dass er 200 Tacken ausgeben müsse, damit sich mal jemand Mühe gibt. Es hat vier Stunden gedauert, bis er wirklich aus der Wohnung ging und noch viel länger, um ihn loszuwerden. Habe Monate später noch mysteriöse Anrufe von seiner Arbeit bekommen (eine Bar) und ihn blockiert, woraufhin er jede Menge melancholische Bilder postete.

Seitdem habe ich keinen Sex mehr, vor allen Männern Angst und bekomme Panikattacken, wenn einer seine sexuelle Energie auf mich richtet. Ich habe letztens einen gedatet und mich auch ein bisschen verknallt. Als er jedoch vorschlug, dass ich bei ihm übernachten könne, bin ich durchgedreht. Ich habe mir versehentlich den Kopf an der Kofferraumklappe angeschlagen, was eine Platzwunde nach sich zog, hatte letztens wieder einen Autounfall und komme kaum noch mit Yoga gegenan. Er meldet sich auch nicht mehr von selbst bei mir und ich habe Angst, dass ich ihn vergrault habe. Dabei wollte ich mich überhaupt nicht mehr verlieben. Er war auch sehr sensibel, hatte auch den Eindruck, dass er meine Gedanken lesen könne. Und das alles belastet mich extrem.

Ich könnte jetzt noch mehr schreiben, aber es wird mir irgendwie alles zu viel. Jedenfalls beschäftige ich mich auch vermehrt wieder mit Psychiatriegewalt und magischen Ritualen. Eigentlich möchte ich mit jemandem darüber reden. Aber ich habe Angst, dass man mir etwas antun wird, wenn ich es tue. Ich kann das nicht nochmal ertragen, dass man mich einsperrt oder schlimmeres. Und vor Neuroleptika habe ich Angst, weil sie die Nervenbahnen zerstören und die Lebenserwartung verkürzen. Ich weiß nicht, ob das jemand versteht. Auch habe ich seitdem ich lebe mit sexuellen Funktionsstörungen zu kämpfen, die ich gerne heilen möchte. Ich weiß nicht, ob es dafür nicht irgendwelche Rituale oder Methoden gibt, wie man diese beheben kann. Oder ob man irgendwelche Kräfte reaktivieren kann. Irgendwie bescheuert, ich weiß. Bin nur verzweifelt. Ich habe aber Angst, dass ich nachher von den Geistern belästigt werde, wenn ich sie rufe. Das habe ich nämlich schon bei einigen anderen Menschen beobachtet und es hat ihnen überhaupt nicht gut getan. Ich schäme mich sehr dafür, bitte lacht mich nicht aus.

Irgendwie weiß ich nicht einmal, was ich mir davon erhoffe, das hier nieder zu schreiben oder was mir das jetzt bringen soll. Also ja, entschuldigt die Zeitverschwendung.
 

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D

Die Katze

Gast
Also deine Gedanken wirken leider schon wahnhaft. Vor allem weil du vieles in das Verhalten anderer Menschen (siehe Ex und Therapeut) interpretierst und meinst Zeichen zu sehen.

Gut finde ich, dass (ausgehend von deiner Überschrift) ein Teil von dir zu erkennen scheinst, dass etwas mit dir nicht stimmt. Ich würde dir davon abraten Rituale oder anderen esoterischen Hokuspokus zu probieren, da du garantiert danach komplett überschnappen wirst, sondern dich auf der Stelle ich fachärztliche Hände zu begeben.
 

natasternchen

Aktives Mitglied
Ich finde es sehr schräg, dass Du einerseits eine Therapie besuchst aber andererseits Deinen Therapeuten "verarscht", indem Du keines Deiner Probleme offenlegst.

Misstrauen gegenüber Ärzten und Therapeuten ist in so einer krassen und anlasslosen Form nicht angebracht und schadet Dir nur selbst.

Und zu Sex und Männer: Die Auswahl macht es! Natürlich laufen da draußen jede Menge Idioten herum aber ich kann Dir aus meinem eigenen Leben das positive Beispiel geben, noch niemals in eine brenzlige Situation geraten zu sein, obwohl ich wirklich viele Männer gedatet habe.

Hinterfrage mit Freundinnen mal Dein Männerbild, halte Dich von Proleten fern, von Typen, die mit starken Frauen Probleme haben, weil sie selbst so schwache Würstchen sind. Die Lösung für Dich besteht bestimmt nicht darin, als junge Frau ein sexloses Leben zu führen sondern Dir endlich einen Mann gut aussuchen, mit dem Du eine möglichst lange gute Zeit hast.
 
V

von Bodenschatz

Gast
Für mich liest sich der ganze Text wie der von jemandem, der eine Drogenvergangenheit hat und sich nun in einer Parallelwelt befindet.
Das neue Universum bietet Dir jede Menge Möglichkeiten, Dich noch tiefer zu verstricken, aber keinen Ausweg.
Eigentlich müsstest Du „abgeschaltet“ und neu programmiert werden.

Die Situation wird einen Ursprung gehabt haben, der nicht erkannt wurde. Mit den Mitteln, die Dir zur Verfügung standen, hast Du versucht, Dinge zu flicken, was aber nicht funktioniert hat.
Also hat sich ein Gedankengebäude aufgebaut, das sich heute als Ruine erweist.
Durch die Fenster zieht es, oben kommt Wasser durchs Dach, bildet Pfützen, was Schimmel verursacht. Das Dach zu flicken bringt es nicht, weil die Balken morsch geworden sind. Und so weiter.
Folglich suchst Du nach Mittel gegen Schimmel und informierst Dich, wie du den Regen vertreiben kannst bzw suchst Leute, die damit Erfahrung haben?!

Auf der Suche nach Antworten bist Du jetzt auch noch in einem Job, in dem Du Dir Problemlösungen abgucken willst, was natürlich dazu führt, dass Du neue Probleme entdeckst, die es vorher noch nicht gab – und die jetzt auch noch dazu kommen.
Ausserdem beschäftigst Du Dich mit Geheimnachrichten, die Dein Exfreund postet.

Mit all dem wäre so ziemlich jeder überfordert.


Drum hast Du Dir überlegt, ob Du magischer Rituale als Werkzeug benutzen kannst?
Um derartiges Werkzeug sicher zu beherrschen müsstest Du Dir allerdings zunächst Kiloweise neue Probleme besorgen, um zu wissen, wie man was löst. (Den Regen zu vertreiben wäre übrigens die Königsdiziplin. Andere würden sich allerdings das Dach vornehmen)


Leider hast Du die Art Deiner Denkweise mittlerweile derart perfektioniert, dass man Dich in Deiner Welt nicht mehr erreichen kann.


Therapeuten gewährst Du keinen Zutritt, weil sie eh Deine Gedanken lesen können.

Wenn Du eine Beziehung eingegangen bist, dann eher nur, wenn „Gemeinsamkeiten“ entdeckt wurden. Die Priorität lag dann wohl auf der Ebene „Problembewusstsein“, so dass man sich gegenseitig therapiert– so der Plan. Nur stand man dann zu zweit im Nebel, gerne auch mit einer perfekten Landkarte in der Hand, nur weiss keiner, wie rum man sie halten muss.


„Andere“ Ansichten werden Dir zu dem Zweck übermittelt, Dich zu manipulieren – oder Schlimmeres.
Also sind auch diese nicht zulässig oder zielführend.


Was aber sonst denn?


Ich fürchte, dass Du irgendwann jemanden beauftragen musst, der für Dich denkt, so dass Du abschauen kannst, wie Du eigentlich denken solltest.
Dies beginnt aber damit, Deine Welt verlassen zu wollen, nicht dies abzulehnen.
 

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
Hallo Filou :)

Irgendwie weiß ich nicht einmal, was ich mir davon erhoffe, das hier nieder zu schreiben oder was mir das jetzt bringen soll. Also ja, entschuldigt die Zeitverschwendung.
Nein nein nein, dass ist ganz sicher keine Zeitverschwendung.
Du hast ein riesen Paket zu tragen. Das alles aufzuschreiben, dass muss man erstmal hinbekommen. Respekt. (y) Denn das ist doch wie im Zeitraffer. Dabei durchlebt man ja vieles noch mal.
- Hebe Dir den Text gut auf! Wie @baumTraum schon sagte. Irgendwann wirst Du Dir bestimmt eine*n suchen wollen, denn alleine kann man das alles nicht verarbeiten.

Leider gibt es auch bei den Therapeuten solche und solche. Wenn einem das mehrmals passiert, kann man schon dran verzweifeln. Ich hatte das zwei Mal. Aber dann hatte ich doch noch eine kompetente Psychiaterin gefunden, bei der auch die "Chemie" von Anbeginn stimmte.

Bei Dir ist das auch arg Komplex. Und das scheint mir auch längst nicht alles gewesen zu sein.
- Generell finde ich, dass es bei solchen Dingen mehr Sinn macht - sehr kleine Schritte zu gehen. Da muss vieles erst wachsen um fruchtbar werden zu können. Sich langsam vor-tasten. Und ich glaube, Du musst erstmal wieder ein Gefühl dafür bekommen, wie es sich anfühlt - zu vertrauen.

Du weißt doch bestimmt auch wie das ist, mit dem ersten Schritt. Der ist und bleibt der Schwerste. Sich im Anschluss vollständig anzuvertrauen, dass halte ich für illusorisch. Muss auch nicht sein. Step by Step.
Ich habe bis heute auch nicht alles erzählen können. Einfach weil's nicht geht. So gerne ich das "Monster" auch rauslassen würde.

-> Strategisch würde ich Dir empfehlen:
- erst die Stärken zu stärken. Was kannst Du gut bzw. wo liegen Deine Stärken, Filou? Das Jetzt und Hier, die Gegenwart ist jetzt wichtiger. Loslassen können.
- Heißt, Kräfte sammeln/sparen, sich für den Alltag Wappnen. Die Therapie braucht und verbraucht sehr viel Energie, wie Du ja schon gemerkt hast.
- Und bitte, bitte gehe den Dingen mit etwas mehr Zuversicht und Objektiv entgegen. Damit tust Du Dir ganz bestimmt den größten Gefallen. Konzentriere Dich dabei auf Dich. Öfter Nein sagen, auch wenn es schwer fällt. ;)

Und hey... überleg mal! Du hast es bis heute geschafft. Trotz allem. Nochmals Respekt das Du die Zeilen auf die Kette bekommen hast. Ich finde das großartig.
:)

Ich weiß, dass alles braucht viel, viel Kraft und Mut und Zeit, alleine um wieder Vertrauen schöpfen zu können. Du darfst dabei auch mal nachsichtig mit Dir sein. Ist auch wichtig. Niemand ist perfekt.
- Da die Warteizeiten schon 1-2 Jahre sind, versuche Dich so früh wie möglich Listen zu lassen. Die Wartelisten sind echt sehr lang. Weitere Tipps dazu habe ich hier aufgeschrieben:
Erste Schritte zur Therapie

Wenn die Chemie zum Therapeuten nicht stimmt, dann sag es halt. Das passiert und das muss man auch nicht weiter erklären. Passt halt nicht. Ende Gelände.
Nur das Veräppeln, dass verkneif Dir mal lieber, denn das ist ein klassisches Eigentor = Zeit und Kraftverschwendung. Für nix und wieder nix.

Seitdem habe ich keinen Sex mehr, vor allen Männern Angst und bekomme Panikattacken, wenn einer seine sexuelle Energie auf mich richtet. Ich habe letztens einen gedatet und mich auch ein bisschen verknallt. Als er jedoch vorschlug, dass ich bei ihm übernachten könne, bin ich durchgedreht.
Dann lass es doch lieber. Ich finde Deine Großbaustelle braucht mehr Energie und Aufmerksamkeit, als Du momentan zur Verfügung hast.

Alles Gute und viel Kraft, Mut und Zuversicht.
Und hey! Du bist Deine Chefin!!! :)
abendtau
 
F

Filou

Gast
Hallo

Hallo Filou :)


Nein nein nein, dass ist ganz sicher keine Zeitverschwendung.
Du hast ein riesen Paket zu tragen. Das alles aufzuschreiben, dass muss man erstmal hinbekommen. Respekt. (y) Denn das ist doch wie im Zeitraffer. Dabei durchlebt man ja vieles noch mal.
- Hebe Dir den Text gut auf! Wie @baumTraum schon sagte. Irgendwann wirst Du Dir bestimmt eine*n suchen wollen, denn alleine kann man das alles nicht verarbeiten.

Leider gibt es auch bei den Therapeuten solche und solche. Wenn einem das mehrmals passiert, kann man schon dran verzweifeln. Ich hatte das zwei Mal. Aber dann hatte ich doch noch eine kompetente Psychiaterin gefunden, bei der auch die "Chemie" von Anbeginn stimmte.

Bei Dir ist das auch arg Komplex. Und das scheint mir auch längst nicht alles gewesen zu sein.
- Generell finde ich, dass es bei solchen Dingen mehr Sinn macht - sehr kleine Schritte zu gehen. Da muss vieles erst wachsen um fruchtbar werden zu können. Sich langsam vor-tasten. Und ich glaube, Du musst erstmal wieder ein Gefühl dafür bekommen, wie es sich anfühlt - zu vertrauen.

Du weißt doch bestimmt auch wie das ist, mit dem ersten Schritt. Der ist und bleibt der Schwerste. Sich im Anschluss vollständig anzuvertrauen, dass halte ich für illusorisch. Muss auch nicht sein. Step by Step.
Ich habe bis heute auch nicht alles erzählen können. Einfach weil's nicht geht. So gerne ich das "Monster" auch rauslassen würde.

-> Strategisch würde ich Dir empfehlen:
- erst die Stärken zu stärken. Was kannst Du gut bzw. wo liegen Deine Stärken, Filou? Das Jetzt und Hier, die Gegenwart ist jetzt wichtiger. Loslassen können.
- Heißt, Kräfte sammeln/sparen, sich für den Alltag Wappnen. Die Therapie braucht und verbraucht sehr viel Energie, wie Du ja schon gemerkt hast.
- Und bitte, bitte gehe den Dingen mit etwas mehr Zuversicht und Objektiv entgegen. Damit tust Du Dir ganz bestimmt den größten Gefallen. Konzentriere Dich dabei auf Dich. Öfter Nein sagen, auch wenn es schwer fällt. ;)

Und hey... überleg mal! Du hast es bis heute geschafft. Trotz allem. Nochmals Respekt das Du die Zeilen auf die Kette bekommen hast. Ich finde das großartig.
:)

Ich weiß, dass alles braucht viel, viel Kraft und Mut und Zeit, alleine um wieder Vertrauen schöpfen zu können. Du darfst dabei auch mal nachsichtig mit Dir sein. Ist auch wichtig. Niemand ist perfekt.
- Da die Warteizeiten schon 1-2 Jahre sind, versuche Dich so früh wie möglich Listen zu lassen. Die Wartelisten sind echt sehr lang. Weitere Tipps dazu habe ich hier aufgeschrieben:
Erste Schritte zur Therapie

Wenn die Chemie zum Therapeuten nicht stimmt, dann sag es halt. Das passiert und das muss man auch nicht weiter erklären. Passt halt nicht. Ende Gelände.
Nur das Veräppeln, dass verkneif Dir mal lieber, denn das ist ein klassisches Eigentor = Zeit und Kraftverschwendung. Für nix und wieder nix.


Dann lass es doch lieber. Ich finde Deine Großbaustelle braucht mehr Energie und Aufmerksamkeit, als Du momentan zur Verfügung hast.

Alles Gute und viel Kraft, Mut und Zuversicht.
Und hey! Du bist Deine Chefin!!! :)
abendtau
Danke für deine sehr lieben Worte. Ich war eben zu Tränen gerührt, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass jemand so annehmend auf mich reagieren würde. Und irgendwie holt mich dein Beitrag auch ein bisschen aus meinem Loch heraus.

Denn das ist doch wie im Zeitraffer. Dabei durchlebt man ja vieles noch mal.
Ja, das ist es. Es macht mich völlig fertig. Und leider habe ich den Eindruck, dass sich alles wiederholt. Nachdem ich versehentlich auf derselben Party gelandet bin, auf der mein Ex auch war, fing es wieder an, dass sich plötzlich die Kontakte verlaufen haben und seine Freundin ständig Mittelfingerbilder auf Instagram gepostet hat und sich Freunde nicht mehr bei mir meldeten. Den Scheiß hatte ich schon mal und ich kann es nicht ertragen, wenn er wieder meine Freunde infiltriert und von mir wegzerrt, um mich zu isolieren und emotional von sich abhängig zu machen. Ich bin doch nicht seine Sklavin! Die Isolation ertrage ich nicht. Und dass er meiner besten Freundin zum Geburtstag gratuliert hat, hat mich richtig abgefuckt. Ich will nicht, dass er sich in meinen Freundeskreis mischt und von dort meine Freundschaften sabortiert. Darüber habe ich in dieser Form nicht mit meinen Freund*innen gesprochen, aber sie sagten mir alle, dass sie zu mir halten und dass sie mit mir befreundet sind und nicht mit ihm. Immerhin!


natasternchen meinte:
Ich finde es sehr schräg, dass Du einerseits eine Therapie besuchst aber andererseits Deinen Therapeuten "verarscht", indem Du keines Deiner Probleme offenlegst.

Misstrauen gegenüber Ärzten und Therapeuten ist in so einer krassen und anlasslosen Form nicht angebracht und schadet Dir nur selbst.
Woran machst du fest, dass es anlasslos ist? Kennst du die Strukturen in der Psychiatrie und hast du bereits Psychiatriegewalt erfahren? Dass jede Information, die über dich erworben wurde, dazu verwendet wurde, dich zu brechen? Die Erniedrigungen, Freiheitsberaubungen und Körperverletzungen? Das systematische Gaslighting? Es ist schwer, nachzuvollziehen, wie ernorm die Traumatisierungen sind, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Denn leider wird den Menschen, denen es widerfährt, nicht geglaubt. Wenn jemand davon berichtet, dann ist er ja sowieso "irre" und unglaubwürdig. Wenn jemand nach Einnahme von Neuroleptika Halluzinationen bekommt oder sich aus der Gleichgültigkeit heraus selbst verletzt, dann ist das ein Symptom seiner Erkrankung. Die Schulungen sind teilweise unterirdisch und veraltet. Medikamente und Therapiemethoden werden seit Jahrzehnten kaum überholt. Und generell wird halt gespart, gespart, gespart und dank Spahn werden die Therapiestunden auch bald noch weiter gekürzt. Therapeutische Kassensitze werden künstlich niedrig gehalten, da es angeblich keinen Bedarf gäbe. Es ist überhaupt nicht erwünscht, dass die Menschen gesund werden. Mit psychisch kranken Menschen kann man nämlich besser wirtschaften. Depressive wehren sich weniger gegen Restriktionen seitens der Krankenkasse oder des Staates. Dies spart Ausgaben an Steuergeldern. Der Mensch ist doch völlig egal, es geht hier doch nur um Geld und Macht und wir haben keine andere Wahl, als dies hilflos zu ertragen...


Leider gibt es auch bei den Therapeuten solche und solche. Wenn einem das mehrmals passiert, kann man schon dran verzweifeln. Ich hatte das zwei Mal. Aber dann hatte ich doch noch eine kompetente Psychiaterin gefunden, bei der auch die "Chemie" von Anbeginn stimmte.
Ich hoffe sehr, dass ich auch jemanden finde, der/die erstens geschult genug ist, um mit meinen Problemen umzugehen und zweitens auch von der Chemie her passt. Bisher hatte ich schon mehrere Versuche seitdem die Therapie mit meinem alten Therapeuten beendet war, aber ich wurde überall abgelehnt. Leider.

Für mich liest sich der ganze Text wie der von jemandem, der eine Drogenvergangenheit hat und sich nun in einer Parallelwelt befindet.
Das neue Universum bietet Dir jede Menge Möglichkeiten, Dich noch tiefer zu verstricken, aber keinen Ausweg.
Eigentlich müsstest Du „abgeschaltet“ und neu programmiert werden.

Die Situation wird einen Ursprung gehabt haben, der nicht erkannt wurde. Mit den Mitteln, die Dir zur Verfügung standen, hast Du versucht, Dinge zu flicken, was aber nicht funktioniert hat.
Also hat sich ein Gedankengebäude aufgebaut, das sich heute als Ruine erweist.
Durch die Fenster zieht es, oben kommt Wasser durchs Dach, bildet Pfützen, was Schimmel verursacht. Das Dach zu flicken bringt es nicht, weil die Balken morsch geworden sind. Und so weiter.
Folglich suchst Du nach Mittel gegen Schimmel und informierst Dich, wie du den Regen vertreiben kannst bzw suchst Leute, die damit Erfahrung haben?!
Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Was willst du mir damit sagen?
 
F

Filou

Gast
Auf der Suche nach Antworten bist Du jetzt auch noch in einem Job, in dem Du Dir Problemlösungen abgucken willst, was natürlich dazu führt, dass Du neue Probleme entdeckst, die es vorher noch nicht gab – und die jetzt auch noch dazu kommen.
Ich denke mein Arbeitgeber kann sehr froh sein, dass ich dort angefangen habe. Meine persönliche Situation hat keine negativen Auswirkungen auf meine Leistung und auf der Arbeit sind auch alle sehr zufrieden mit mir. Ich bekomme viel Lob, dass ich so gut mit den Patient*innen umgehen kann und immer fröhlich und empathisch bin, selbst wenn "schwierige" Fälle kommen. Sei so nett und urteile nicht vorschnell.

Probleme, die "neu dazukommen" sind eher Probleme, die ich schon lange mit mir herumtrage, aber nun zu reflektieren und zu hinterfragen beginne. Es ist daher eher eine Art der Selbstreflexion und wird persönliches Wachstum nach sich ziehen, wenn ich diese aufgearbeitet habe. Der Prozess hat bereits begonnen.

Ausserdem beschäftigst Du Dich mit Geheimnachrichten, die Dein Exfreund postet.
Klar, es klingt absurd. Aber bevor du vorschnell urteilst: Kennst du meinen Ex? Kennst du unsere Beziehung? Jede Beziehung ist anders und jede Kommunikation ist individuell. Wo die Wahrheit liegt, wird aus der Ferne schwierig zu beurteilen sein.

Bei Dir ist das auch arg Komplex. Und das scheint mir auch längst nicht alles gewesen zu sein.
- Generell finde ich, dass es bei solchen Dingen mehr Sinn macht - sehr kleine Schritte zu gehen. Da muss vieles erst wachsen um fruchtbar werden zu können. Sich langsam vor-tasten. Und ich glaube, Du musst erstmal wieder ein Gefühl dafür bekommen, wie es sich anfühlt - zu vertrauen.
Ja, Vertrauen. Ich fürchte, dass muss ich wirklich wieder lernen. Manchmal beobachte ich meine Mitmenschen dabei, wie sie miteinander umgehen und reden. Und ich war auch schon des Öfteren sehr ergriffen von der Nähe und Vertrautheit, die ich dort spürte. Eine Wärme, die ich bereits vergessen hatte.
-> Strategisch würde ich Dir empfehlen:
- erst die Stärken zu stärken. Was kannst Du gut bzw. wo liegen Deine Stärken, Filou? Das Jetzt und Hier, die Gegenwart ist jetzt wichtiger. Loslassen können.
- Heißt, Kräfte sammeln/sparen, sich für den Alltag Wappnen. Die Therapie braucht und verbraucht sehr viel Energie, wie Du ja schon gemerkt hast.
- Und bitte, bitte gehe den Dingen mit etwas mehr Zuversicht und Objektiv entgegen. Damit tust Du Dir ganz bestimmt den größten Gefallen. Konzentriere Dich dabei auf Dich. Öfter Nein sagen, auch wenn es schwer fällt.
Gute Hinweise! Ich denke, die Stärkung eigener Ressourcen scheint hier sehr wichtig zu sein. Und Entspannungsübungen, damit der Kopf irgendwann auch wieder Ruhe gibt.
Ich weiß, dass alles braucht viel, viel Kraft und Mut und Zeit, alleine um wieder Vertrauen schöpfen zu können. Du darfst dabei auch mal nachsichtig mit Dir sein. Ist auch wichtig. Niemand ist perfekt.
- Da die Warteizeiten schon 1-2 Jahre sind, versuche Dich so früh wie möglich Listen zu lassen. Die Wartelisten sind echt sehr lang. Weitere Tipps dazu habe ich hier aufgeschrieben:
Erste Schritte zur Therapie
Danke!!! Habe heute auch wieder zwei Therapeuten gemailt. Ich kann immer nur nach und nach, alle auf einmal abtelefonieren verlangt mir zu viel ab, auch wegen meiner Arbeitszeiten.

Dann lass es doch lieber. Ich finde Deine Großbaustelle braucht mehr Energie und Aufmerksamkeit, als Du momentan zur Verfügung hast.
Ich glaube, du bist abgesehen von meiner Mutter die erste Person, die das respektiert. Meine Freund*innen thematisieren immer wieder, dass ich mal wieder jemand finden sollte/könnte und hatten auch bei jedem Date, wo ich einen Versuch gestartet habe, große Hoffnungen gelegt, dass es etwas wird. Auch mein damaliger Therapeut versuchte damals auch, mir zu sagen, dass ich doch unbedingt wieder einen Partner brauchen würde. Schließlich dürfe man doch nicht einsam sein. Aber was, wenn man nicht dazu bereit ist?

Ich habe außerdem massive Ängste wegen meiner Entstellungen. Es gibt immer wieder Menschen, die einen Fetisch darauf haben und dies zum Anlass nehmen, einen zu manipulieren und für ihre sexuellen Fantasien zu missbrauchen. Wie soll man dort Vertrauen fassen? Bei jedem neuen Menschen frage ich mich immer wieder, was er eigentlich von mir möchte. Ob er ernsthaft an mir interessiert ist, mich als Projektionsfläche seiner eigenen Bedürfnisse sieht oder mich einfach nur als Gummipuppe missbrauchen will...

Puh...
 

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
Hallo Filou :)

Sorry schon mal vorab, so lang sollte es nicht werden. Das alles soll nun nicht so rüberkommen, dass ich Dich für schwach halte, ganz im Gegenteil.

Danke für deine sehr lieben Worte. Ich war eben zu Tränen gerührt, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass jemand so annehmend auf mich reagieren würde. Und irgendwie holt mich dein Beitrag auch ein bisschen aus meinem Loch heraus.
Danke, das freut mich sehr. :)
Ich war etwas unsicher darüber, ob ich mich nicht doch zu weit aus dem "Fenster" lehne. Zwischen den Zeilen steht ja auch viel Leid.

Denn das ist doch wie im Zeitraffer. Dabei durchlebt man ja vieles noch mal.
Ja, das ist es. Es macht mich völlig fertig. Und leider habe ich den Eindruck, dass sich alles wiederholt. Nachdem ich versehentlich auf derselben Party gelandet bin, auf der mein Ex auch war, fing es wieder an, dass sich plötzlich die Kontakte verlaufen haben und seine Freundin ständig Mittelfingerbilder auf Instagram gepostet hat und sich Freunde nicht mehr bei mir meldeten. Den Scheiß hatte ich schon mal und ich kann es nicht ertragen, wenn er wieder meine Freunde infiltriert und von mir wegzerrt, um mich zu isolieren und emotional von sich abhängig zu machen. Ich bin doch nicht seine Sklavin! Die Isolation ertrage ich nicht. Und dass er meiner besten Freundin zum Geburtstag gratuliert hat, hat mich richtig abgefuckt. Ich will nicht, dass er sich in meinen Freundeskreis mischt und von dort meine Freundschaften sabortiert. Darüber habe ich in dieser Form nicht mit meinen Freund*innen gesprochen, aber sie sagten mir alle, dass sie zu mir halten und dass sie mit mir befreundet sind und nicht mit ihm. Immerhin!
Dein Eindruck dürfte relativ stimmig sein. Selbst wenn nicht, Du hast es so erlebt. Punkt. Ich finde das kann man erstmal so stehen. Schau lieber nach den Menschen, die Dir im RL relativ nahe stehen. Alles andere sorgt doch nur für unnötige emotionale Verstrickungen und Verwirrungen, welche das Gefühl der Wiederholung verstärken. Unser Unterbewusstsein tut das übrige und spielt uns gerne einen streich = Thema blinder Fleck.

Das Du die Isolation nicht erträgst, was durchaus normal/menschlich sein dürfte, dürfte aber auch ein Grund sein, weswegen man sich hier und da für etwas oder jemanden "verbiegt". Möglicherweise auch noch gerne, wenn man unbedingt dazu gehören möchte, nicht abgetrennt.
Das kann ggf. fatale Auswirkungen haben. Man vergisst sich selber.
Wenn man dann von jemanden ignoriert wird der einem wichtig ist, dann wirkt die eigene Vergangenheit wie Säure. Vergiftet zunehmend die eigenen Ressourcen. So meine ganz persönliche Erfahrung. Das ist aber ein längerer Prozess.
Wenn es gewisse emotionale Abhängigkeiten geben sollte, löse Dich besser davon. Wenigstens etwas. Vermutlich triggert Dich die eigene emotionale Überforderung. Diese emotionalen Auslöser solltest Du finden (Macht durch eine emotionale Bindung).
Vielleicht hast Du dich schon mal gefragt, wie es manche Menschen trotz widriger Umstände schaffen, bei Krisen und Stress gesund und sogar gelassen zu bleiben?
- Heißt für Dich, stärke Deine Resilienzen.

Mein Hintergedanke dabei ist, dass ich Dich für einen sehr emotionale und sehr feinfühligen Menschen halte. Finde ich toll, aber das hat halt sein Tücken, wenn dem so ist.
- Deshalb lieber einen Gang zurück schalten, um gelassener zu werden. Dann wird vieles klarer.
- Denke immer daran: In Deinem Leben, bist Du der wichtigste Mensch! :cool: :)

Wenn jemand weiß wie Du Tickst, dann weiß er/sie vermutlich auch, welchen Knopf man bei Dir Drücken muss, um Dich zu manipulieren.
- Es wäre also klug, wenn Du auch weißt wie Du tickst. Oder?
Und hey... vielleicht solltest Du Deinen Freundinnen und Freunden etwas mehr zutrauen, hm? ;)

Auf jeden Fall schleppst Du viel zu viel Altlasten mit Dir herum, Filou. Das macht einem natürlich das Leben schwer und leider auch angreifbar
Vermutlich fehlt Dir ein großes Stück Urvertrauen. (Das lese ich zwischen Deinen Zeilen)
- Was wäre denn, wenn Du ganz alleine durch die Welt gehen könntest? Wenn man all die Kränkungen, Schmerzen, Misstrauen und Enttäuschungen hinter sich lassen könnte.
- Was wäre, wenn Dich die Akzeptanz zur Ruhe kommen ließe, Filou? Ich finde, dass wäre ein sehr guter Grund zum feiern. Im Ernst. Dann würde sich nicht nur Dein manipulierender Ex richtig ärgern. Garantiert. :D

Deine Ur-Erfahrung scheint das Misstrauen zu sein. Von klein auf. Dementsprechend diese Ur-Angst. Das prägt. Was bleibt, ist die Hoffnung. Schau genauer danach, Filou! Die Hoffnung hat einen gewissen Ursprung. Was steht in Deinem Lebensplan und was nicht?
Für mich ist das Misstrauen, dass primäre Problem bei Dir.

____

Kurzum...
versuche die Dinge einfacher zu betrachten.
Tipp:
Tu mal genau das Gegenteil von dem, was Du sonst tun würdest oder denkst. Damit bringt man sich selber aus dem Takt, möglicherweise auch sein Gegenüber welches mich gut kennt. :D Bspw. könntest Du Dich aktiv bei Deinem Ex dafür bedanken, dass er an den Geburtstag Deiner Freundin dachte. Du es aber dennoch als unpassend empfindest.

Versuche herauszufiltern, was gesundes Misstrauen ist und was nicht/übersteigert. Prüfe ob es gesunde/natürliche Angst ist die Dich emotional stresst, oder ob es übersteigerte Ängste sein könnten.
Prüfe Deine Glaubensätze und "Vorurteile".
Grundgedanke hierbei: Wenn ( D )ein "System" ruhiger läuft, steigen auch die Kompetenzen wieder an.

Bist Du ein Scheidungskind? (ich frage wegen dem Urvertrauen)

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zu Teil 2 #8


Danke!!! Habe heute auch wieder zwei Therapeuten gemailt. Ich kann immer nur nach und nach, alle auf einmal abtelefonieren verlangt mir zu viel ab, auch wegen meiner Arbeitszeiten.
Super. *freu* :) (y) :cool:
Das ist doch absolut verständlich, dass man, in Anbetracht Deiner Situation, nicht alles abklappern kann. Ist doch gut und wichtig, dass Du, bei aller schwere, auf Dich Rücksicht nehmen kannst.

Ich glaube, du bist abgesehen von meiner Mutter die erste Person, die das respektiert. Meine Freund*innen thematisieren immer wieder, dass ich mal wieder jemand finden sollte/könnte und hatten auch bei jedem Date, wo ich einen Versuch gestartet habe, große Hoffnungen gelegt, dass es etwas wird. Auch mein damaliger Therapeut versuchte damals auch, mir zu sagen, dass ich doch unbedingt wieder einen Partner brauchen würde. Schließlich dürfe man doch nicht einsam sein. Aber was, wenn man nicht dazu bereit ist?
Uuuii.... dabei ist das doch gar nicht so schwer zu respektieren. Aber danke.

Mich hat man öfters versucht zu verkuppeln. DAS mag ich gar nicht.
Immer mal wieder suggeriert man mir, dass zu zweit alles besser sei, es mir somit deutlich besser gehen würde. Ja verdammt, ich weiß, aber die verschiedenen und gescheiterten Beziehungsversuche, führen genau dazu, dass ich nun nicht mehr will. Vielen dank auch, sag ich mal. Da bin ich lieber alleine als zu zweit einsam. Außerdem soll meine Partnerin nicht zu meiner Therapeutin mutieren. Niemals, denn in einer Partnerschaft fehlte doch automatisch die emotionale Distanz.
Jede*r vernünftige Therapeut*in, würde die Therapie sofort abbrechen müssen, fehlte die emotional Distanz, wenn bestimmte Dinge persönlich genommen werden. Egal von welcher Seite.

Ich habe außerdem massive Ängste wegen meiner Entstellungen. Es gibt immer wieder Menschen, die einen Fetisch darauf haben und dies zum Anlass nehmen, einen zu manipulieren und für ihre sexuellen Fantasien zu missbrauchen. Wie soll man dort Vertrauen fassen? Bei jedem neuen Menschen frage ich mich immer wieder, was er eigentlich von mir möchte. Ob er ernsthaft an mir interessiert ist, mich als Projektionsfläche seiner eigenen Bedürfnisse sieht oder mich einfach nur als Gummipuppe missbrauchen will...

Puh...
Das kenne ich nur zu gut. Und mein Problem mit den Männer sind auch nicht gerade klein. Wenn es formal/sachlich zugeht, ist das absolut kein Problem. Aber so bald es privater wird... :(
Trotz jahrelanger Thera ist das geblieben. Deswegen habe ich im RL so gut wie keine Männer als privaten Kontakt/Freunde. Mir gefällt das ja auch nicht. Aber ändern kann ich das leider nicht.
So wie Du, betrachte ich (m) jeden neuen Kontakt primär als Mensch, nicht das Geschlecht. Das vereinfacht sehr vieles.

Ich bekomme viel Lob, dass ich so gut mit den Patient*innen umgehen kann und immer fröhlich und empathisch bin, selbst wenn "schwierige" Fälle kommen.
Daran solltest Du Dich auch messen, Filou! Ich brauch' Dir ja nicht zu sagen, wie wichtig solch Feedback für das Selbstbild ist. Da bin ich auch froh drum und freu mich für Dich. Ich könnte ja sagen, dass ich mir das schon gedacht habe. :D Nee.... lag halt nah.

-> Vielleicht ist das Zauberwort für Dich: Loslassen.
Ich bin mir sicher, damit wäre Dir schon sehr viel über den Problemberg geholfen. Und verstecken musst Du Dich auch nicht. Das sagt mir meine Kristallkugel über Deinen Charakter. :D ;)
Mach Dein eigenes Ding!
Tu (weiterhin) Dinge die Dir gut tun.
Vielleicht klappt es ja doch etwas früher mit einer Therapie.:) ich wünsch Dir das, und allen die auch eine brauchen, sehr.
Und ich finde es klasse, dass Du im Job eine Ausgleich hast. Denn das tut gut/hebt. Hat ja viel mit der eigenen Identität zu tun.

Sooo.... nun reichts aber mit dem "Roman". :D


Viele Grüße
abendtau
 
Zuletzt bearbeitet:
F

Filou

Gast
Huhu :)
Vorab: Ich werde wahrscheinlich nicht auf alles eingehen können, was du geschrieben hast, deswege entschuldige ich mich vorab. Freue mich aber sehr über deine Antwort!

Dein Eindruck dürfte relativ stimmig sein. Selbst wenn nicht, Du hast es so erlebt. Punkt. Ich finde das kann man erstmal so stehen. Schau lieber nach den Menschen, die Dir im RL relativ nahe stehen. Alles andere sorgt doch nur für unnötige emotionale Verstrickungen und Verwirrungen, welche das Gefühl der Wiederholung verstärken. Unser Unterbewusstsein tut das übrige und spielt uns gerne einen streich = Thema blinder Fleck.
Kannst du das mit dem blinden Fleck nochmal näher erläutern? Ich denke, ich habe da eine Bildungslücke, deren Schließung mir wahrscheinlich sehr helfen und neue Erkenntnisse bringen könnte. Was meinst du damit und wo siehst du welche?


Wenn es gewisse emotionale Abhängigkeiten geben sollte, löse Dich besser davon. Wenigstens etwas. Vermutlich triggert Dich die eigene emotionale Überforderung. Diese emotionalen Auslöser solltest Du finden (Macht durch eine emotionale Bindung).
Vielleicht hast Du dich schon mal gefragt, wie es manche Menschen trotz widriger Umstände schaffen, bei Krisen und Stress gesund und sogar gelassen zu bleiben?
- Heißt für Dich, stärke Deine Resilienzen.
Es wird wahrscheinlich schwierig werden, diese Trigger ohne die Hilfe eines Therapeuten ausfindig zu machen, oder? Oder gibt es Methoden, wie man selbst dahinter kommt? Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig wird, die wunden Punkte zu finden, ohne entsprechend gespiegelt zu werden.

Wenn jemand weiß wie Du Tickst, dann weiß er/sie vermutlich auch, welchen Knopf man bei Dir Drücken muss, um Dich zu manipulieren.
- Es wäre also klug, wenn Du auch weißt wie Du tickst. Oder?
Das Wissen darüber, welche Techniken und Punkte bei mir wirken, würde definitiv jede Wirkung entschärfen, mich vielleicht auch abstumpfen. Aber ich fürchte, dass auch das schwierig zu reflektieren sein wird. Oder gibt es da Methoden?

Auf jeden Fall schleppst Du viel zu viel Altlasten mit Dir herum, Filou. Das macht einem natürlich das Leben schwer und leider auch angreifbar
Word. Aber das ist auch mein Problem. Ich werde sie nicht los, egal wie viel Mühe ich mir gebe. Habe schon sehr vieles ausprobiert und vieles getan, was auf Außenstehende sicher sehr verstörend wirken würde, wenn ich dies preisgebe. Allein meine Menstruation... Die Schmerzen werfen mich jedes Mal komplett aus der Bahn, nicht nur, weil sie sehr stark sind und mich nahezu ohnmächtig werden lassen, sondern auch, weil sie Flashbacks auslösen. Ich muss dann sehr starke Schmerzmittel nehmen, auch Opiate, um sie wieder in den Griff zu bekommen. Tendenziell habe ich nicht den Eindruck, dass es besser wird, eher schlimmer. Und ich versuche halt, mit Yoga und vielen Entspannungsübungen auch über den Zyklus hinweg viel Entspannung in den unteren Rücken und Beckenboden zu bekommen, weil ich jedes Mal Angst habe, dass es mir den Eisprung verhaut und ich wieder Zysten bekomme. Langsam frage ich mich auch, ob es alles nur somatisch ist oder auch PTBS und/oder eine beginnende Opiatabhängigkeit. Ich war auch auf Heroin, als ich den Eingangspost verfasst habe. *schäm*

Deine Ur-Erfahrung scheint das Misstrauen zu sein. Von klein auf. Dementsprechend diese Ur-Angst. Das prägt. Was bleibt, ist die Hoffnung. Schau genauer danach, Filou! Die Hoffnung hat einen gewissen Ursprung. Was steht in Deinem Lebensplan und was nicht?
Für mich ist das Misstrauen, dass primäre Problem bei Dir.
Ich schätze, da hast du recht.


Tipp:
Tu mal genau das Gegenteil von dem, was Du sonst tun würdest oder denkst. Damit bringt man sich selber aus dem Takt, möglicherweise auch sein Gegenüber welches mich gut kennt. :D Bspw. könntest Du Dich aktiv bei Deinem Ex dafür bedanken, dass er an den Geburtstag Deiner Freundin dachte. Du es aber dennoch als unpassend empfindest.
Ich habe sowas in der Art mal versucht. Allerdings hat es dafür gesorgt, dass ich in Panik geraten bin und die ganze Zeit Angst hatte, dass er mir dann etwas tun wird/mich manipulieren wird o.ä. und hatte die gesamte Zeit mit Erinnerungen zu kämpfen hatte. Ich war danach zwei Wochen lang so neben der Spur, auch wegen Schlafstörungen u.ä., dass ich in der Folge Unfälle gebaut habe und mich dabei verletzt habe.

Versuche herauszufiltern, was gesundes Misstrauen ist und was nicht/übersteigert. Prüfe ob es gesunde/natürliche Angst ist die Dich emotional stresst, oder ob es übersteigerte Ängste sein könnten.
Prüfe Deine Glaubensätze und "Vorurteile".
Grundgedanke hierbei: Wenn ( D )ein "System" ruhiger läuft, steigen auch die Kompetenzen wieder an.

Bist Du ein Scheidungskind? (ich frage wegen dem Urvertrauen)
Ich habe heute mit meiner besten Freundin darüber geredet, auch über meine Eindrücke bzgl Gedankenlesen. Sie sagte zu mir, dass es aber wirklich genau so passiert ist damals und dass ich mir das nicht eingebildet habe. Ich hatte mich zwischendurch nämlich gefragt, ob ich schizophren werde, aber sie sagte zu mir, dass es damals tatsächlich so war (sie hat die üble Zeit mit meinem Ex damals live mitbekommen und mich jeden Tag aufgefangen). Es kann aber sein, dass diese Ängste heute in dieser Form nicht mehr angemessen sind. Nur mein Gehirn hat das irgendwie nicht verinnerlicht.

Und ja, meine Eltern sind geschieden, seitdem ich klein bin. Ich hatte das damals aber nicht als psychische Belastung empfunden-


Super. *freu* :) (y) :cool:
Das ist doch absolut verständlich, dass man, in Anbetracht Deiner Situation, nicht alles abklappern kann. Ist doch gut und wichtig, dass Du, bei aller schwere, auf Dich Rücksicht nehmen kannst.
Danke für deinen Zuspruch! :)

Immer mal wieder suggeriert man mir, dass zu zweit alles besser sei, es mir somit deutlich besser gehen würde. Ja verdammt, ich weiß, aber die verschiedenen und gescheiterten Beziehungsversuche, führen genau dazu, dass ich nun nicht mehr will. Vielen dank auch, sag ich mal. Da bin ich lieber alleine als zu zweit einsam. Außerdem soll meine Partnerin nicht zu meiner Therapeutin mutieren. Niemals, denn in einer Partnerschaft fehlte doch automatisch die emotionale Distanz.
Jede*r vernünftige Therapeut*in, würde die Therapie sofort abbrechen müssen, fehlte die emotional Distanz, wenn bestimmte Dinge persönlich genommen werden. Egal von welcher Seite.
Das ist auch das, wovor ich Angst habe. Dass ich innerhalb einer Partnerschaft an eine Person gelange, die mit meinen (Alt)lasten nicht umgehen kann und sich von meinem Leid vereinnahmen lässt. Ich möchte nicht, dass mich mein Partner aus meinem Sumpf rettet, schließlich ist es meine eigene Aufgabe, an mir zu arbeiten. Weder möchte ich einen Retter haben noch möchte ich jemanden, der meine Vulnerabilität für seine Bedürfnisbefriedigung missbraucht. Eben eine gesunde und erwachsene Beziehung. Ich befürchte nur, dass ich das im Moment nicht zulassen kann.

Vielleicht ist das Zauberwort für Dich: Loslassen.
Ich bin mir sicher, damit wäre Dir schon sehr viel über den Problemberg geholfen. Und verstecken musst Du Dich auch nicht. Das sagt mir meine Kristallkugel über Deinen Charakter. :D ;)
Das ist sehr lieb, dass du meinen Charakter für gut hältst. :> Auch wenn wir uns überhaupt nicht kennen. Das mit dem Loslassen ist leider das Problem. Ich kann es nicht, egal was ich versuche. Es ist wie ein Schatten, der dich ständig verfolgt und den du nicht ignorieren kannst. Und es beeinflusst dich in so vielen Dingen, ohne dass du es merkst. Am liebsten möchte ich mein Gehirn austauschen, zumindest mein Stammhirn. Denke, das würde vieles besser machen. xD Vielleicht hilft ja EKT.
 

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