Das geläufigste Kal. ist 7,65, am besten wäre eine Gewehr aus Militärbeständen aber daran wirst du nicht kommen und wenn doch dann nur illegal, diese haben den Vorteil das sie unempfindlich sind gegen Temperaturschwankungen aber auch gegen Nässe und Schlamm.
7,62 x 54 mm werden oft in russischen Gewehren verwendet.Da fällt z.B. die Mosin-Nagant (könnte mit aufgesetzter Zieloptik gut als Jagdgewehr genutzt werden),PKP (für's Jagen weniger effektiv,zumal Maschinengewehre die Aufgabe des Unterstützungsfeuer erfüllen;auch hätte keiner Lust aus einem durchsiebten Wild ein paar hundert Kugeln zu entfernen) oder die Dragunow.Aber eine robuste Armbrust wäre ebenfalls nicht schlecht.
Egal wohin du auch gehst achte auf im Boden liegende Minen, alte erkennst du daran das sich der Boden Kreisrund abgesenkt hat, frisch verlegte daran das sie eine kleine ebenfalls runde Erhebung bilden.
Mir ist kein großer Krieg bekannt,der in Sibirien geführt worden ist (außer der russisch-japanische Krieg 1905,in dem Minen aber keine Verwendung gefunden haben sollten).Aber danke für den Tipp.
sind Deine Eltern hier eigentlich heimisch geworden? Sind sie glücklich?
Auf jeden Fall.Vor allem mein Vater ist überglücklich Russland hinter sich gelassen zu haben.Ihm war,obwohl er als Ingenieur nicht schlecht ausgezahlt wurde,das Leben im Osten zu eintönig und dementsprechend viel zu langweilig.Mit Zusammenbruch der SU stieg insbesondere die Kriminalität und Nahrungsmittel wurden (im Gebiet Togliatti,wo mein Vater zu dieser Zeit lebte) in den Lebensmittelgeschäften rar.Damit er,sein Bruder und seine Eltern sich ausreichend ernähren konnten,mussten sie sich eine Datsche (Garten-/Wochenendhaus) kaufen und das Grundstück gewinnbringend bewirtschaften.Das war die paar Jahre noch zu ertragen gewesen,bis mein Vater 1993 mit seinen Eltern in die BRD ausgewandert ist,aber diese "Nahrungsmittelergänzung" hätte er definitiv nicht ewig weiterführen wollen.Bei meiner Mutter die in ihrem späteren Leben in der Ukraine gelebt hat,war es so ähnlich.Viele zurückgebliebene Verwandte und Bekannte beneiden meine Eltern für ihre erfolgreiche Auswanderung (das ist auch der Tatsache zu verdanken,dass meine Eltern deutschstämmige Wurzeln haben,sprich Russlandsdeutsche sind).
Aber wichtig fände ich eben, sehr ehrlich in Dich hineinzuhören, ob es nur um eine Flucht vor etwas geht.
Hier gibt es nichts,was für mich erstrebenswert wäre (auch wenn ich mal eine Zeit lang davon geträumt habe,Geschichte und WiPo auf Lehramt zu studieren).All die Ziele,die jeder in seinem Leben erreichen möchte,kann ich schlichtweg nicht nachvollziehen.Ich zitiere mich einfach mal selbst:
Ich habe eher hier das Gefühl,wertvolle,unersetzbare Lebensjahre zu verlieren,über die ich mich dann in der Rente ausweinen darf.45 Jahre arbeiten?Für Geld das ich nicht brauche?Eine Wohnung,die ich gar nicht haben will,weil mir vier Betonwände vorkommen wie ein selbst geschaffenes Gefängnis?Sinnlosen Trends,denen ich nicht hinterherlaufen möchte?Da sehe ich meine Erfüllung doch eher in der schlichten Selbstversorgung.
Deswegen macht für mich ein Leben hier wenig Sinn.Wohingegen meine Eltern eine ganz andere Schlussfolgerung aus ihrem Leben in Russland gezogen haben.
~MrHokusPokus