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Traum vom Leben als Aussteiger

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Es wäre ja wohl nicht so unklug, einfach mal Urlaub in Sibirien zu machen, wenn es dort angeblich so schön ist. Verzeih' mir den ironischen Unterton 😉!

Ich gehe davon aus, dass Du noch nie dort warst.

Oder mal ein paar Wochen NordSkandinavien. Die Mücken sind vielleicht bessere Berater als wir 🙂.
 
Gegen Mücken hilft angeblich, sich mit Essig abzuwaschen und auch regelmäßig Essigmixgetränke zu trinken, damit man von innen heraus nach Essig riecht. Die Viecher mögen angeblich den Geruch nicht. Alter Indianertrick, weiß aber nicht, ob es tatsächlich funktioniert, weil ich es noch nie ausprobiert habe. Allerdings darf man anschließend die Viecher, die ratlos um einen herumschwärmen, nicht totschlagen, weil der Geruch zermatschter Artgenossen Mücken so wild macht, daß sie trotz Essig über einen herfallen.
 
Ich gehe davon aus, dass Du noch nie dort warst.

Nein,dass war ich tatsächlich noch nicht.Um dort für ein ersten Einblick hinzugelangen,bräuchte ich aber wiederum Geld.Und das würde sich wahrscheinlich nicht früher als nächsten Sommer bewerkstelligen lassen.

Aber das sit ja immer noch alles harmlos gegen die Wildnis da, immerhin stirbst du von der Polizei mit an Sicherheit grenzender Wahscheinlichkeit, selbst in Russland nicht.

Meine Eltern (Spätaussiedler) sind lange Zeit in der Taiga großgeworden.Sie kennen das wilde Sibirien und das anstrengende Leben in den unbekannten Wäldern (sie sind wenig von diesem tagtäglich kräftezehrenden Lebensstil begeistert). Durchgreifende Justiz gibt es keine.Die Menschen schaffen sich ihre eignen,auf Handschlag vereinbarten Regeln.Zumindest soll es so gegen dem abrupten Ende der Sowjetunion und nach dessen Zerfall,zu Amtszeiten Boris Jelzins gewesen sein.Nur der Rest,der einstmals tief in den Weiten Ost-Russlands lebenden Urvölker existiert so,wie sie es schon vor Jahrhunderten,wenn nicht Jahrtausenden getan haben (auch wenn sie gerne von den Vorzügen moderner Technik profitieren).

Gegen Mücken hilft angeblich, sich mit Essig abzuwaschen und auch regelmäßig Essigmixgetränke zu trinken, damit man von innen heraus nach Essig riecht.

Mir ist nur der Rainfarn als effektives Mückenabwehrmittel bekannt.Damit kann man sowohl die Klamotten einräuchern als auch den Schlafplatz präparieren,damit diese nervigen Biester einem fernbleiben.

~MrHokusPokus
 
Zum erlernen der Fähigkeiten die dir ein Überleben in der Wildnis sichern brauchst du Jahre, außer dem solltest du dich regelmäßig in den Wald verkriechen um deine Fähigkeiten praktisch anzuwenden, aber auch um zu sehen wie du mit deinem größten Feind der Einsamkeit zurecht kommst.

Ich empfehle dir das Buch Überleben ums verrecken von Rüdiger Nehberg wenn du es aufmerksam liest kannst lernst du viel weil es sehr einfach aber auch witzig geschrieben ist.
Meine Ausrüstung kostete in etwas 4.000 Euro, deine wird auf Grund der klimatischen Verhältnisse um einiges teurer und vor allem schwerer, Gewehr, Munition und Fallen nicht eingerechnet.

Es gibt hier in der BRD Einzelpersonen und Gruppen wo du ebenfalls vieles lernen kannst unter anderem den Bau einer Blockhütte.
Zum erlernen von Schreiner und Zimmereifähigkeiten rate ich dir bei selbigen eine Art Praktika zu machen.
Als Axt und Beil empfehle ich dir ausschließlich die von Gransfors diese bekommst du beim Landhandel und /oder jedem Outdoorgeschäft.

Du siehst es dauert noch lange bis zum Aufbruch es sei denn du willst sterben.
 
Zum erlernen der Fähigkeiten die dir ein Überleben in der Wildnis sichern brauchst du Jahre, außer dem solltest du dich regelmäßig in den Wald verkriechen um deine Fähigkeiten praktisch anzuwenden, aber auch um zu sehen wie du mit deinem größten Feind der Einsamkeit zurecht kommst.

Damit rechne ich ebenfalls.Zumal ich als Stadtkind weitaus seltener mit der Natur in Kontakt gekommen bin als diejenigen,die im Dorf großgeworden sind.Da gibt es noch einiges nachzuholen.Das Fundament zum Überleben wollte ich in Deutschland legen,sei es durch bezahlte Survival-Kurse,Praktika oder der Gleichen.Da werde ich mich noch gründlich über die (regionalen) Angebote informieren müssen.Eigene Praxiserfahrungen sollten ebenfalls möglich sein,auch wenn nächtliche Aufenthalte,laut Bundesnaturschutzgesetz,in den nördlichen Bundesländern strengstens untersagt worden sind.Aber da werden sich schon Wege finden.

Meine Ausrüstung kostete in etwas 4.000 Euro, deine wird auf Grund der klimatischen Verhältnisse um einiges teurer und vor allem schwerer, Gewehr, Munition und Fallen nicht eingerechnet.

In Russland sind Schusswaffen (nicht zwangsweise professionelle Jagdgewehre) billiger zu haben.Auch die Munition.Wie es mit der Langlebigkeit dieser Schnäppchen-Waffen her ist,dazu kann ich keine Aussage treffen.Vielleicht nehme ich mir eine als Souvenir von meinem anstehenden Russland-Aufenthalt mit 😀.
Zwar werde ich mir für die ersten Winter eigene witterungsbeständige Klamotten anschaffen müssen,vor Ort würde ich dennoch irgendwann auf selbst gefertigte Pelzäquivalente umrüsten (sofern ich einen freundlichen Gerber finden sollte,der mir seine Berufserfahrung zu Teil werden lässt).Und Fallen,um Tiere einfangen zu können,erhoffe ich mir ebenfalls von einem Jäger erlernen zu können (sowohl in Deutschland als auch irgendwo in Sibirien).Diese wiederzufinden wird wohl dann die Herausforderung sein.

Du siehst es dauert noch lange bis zum Aufbruch es sei denn du willst sterben.

Ich schätze,dass ich frühstens mit 30 Jahren eigenständig in der Wildnis umherstreifen werde,sollte bis dahin alles,was ich mir vorgenommen habe,ungesetzt worden sein.Es könnte zwar etwas knapp mit der Lebensdauer werden (50 Jahre wäre schon ein echt hervorragendes Ergebnis in der Wildnis),da zu dem Zeitpunkt mein körperliche Stärke seinen Höhepunkt erreicht haben müsste,aber das wäre es mir definitiv wert.

~MrHokusPokus
 
Deine Lebensdauer aber auch dein Überleben hängen davon ab wie gut du dich vorbereitet hast und von deinem Können generell.
Manche sterben im ersten Jahr andere werden auch in der Wildnis alt.
Das geläufigste Kal. ist 7,65, am besten wäre eine Gewehr aus Militärbeständen aber daran wirst du nicht kommen und wenn doch dann nur illegal, diese haben den Vorteil das sie unempfindlich sind gegen Temperaturschwankungen aber auch gegen Nässe und Schlamm.

Wäre ich du würde ich nach Südamerika oder Afrika gehen, im Dschungel wächst dein Essen auf Bäumen und Wasser findest du in Lianen. zudem ist es dort warm statt kalt, das macht vieles einfacher.
Das Okiwangodelta wäre so eine Gegend oder der Amazonasdschungel, dieser aber erst hinter der Stadt Manous weil bis dahin ist der Amazonas von Großschiffen befahrbar, die Zivilisation endet dort.

Egal wohin du auch gehst achte auf im Boden liegende Minen, alte erkennst du daran das sich der Boden Kreisrund abgesenkt hat, frisch verlegte daran das sie eine kleine ebenfalls runde Erhebung bilden.
Fallen stellen wird dir kein deutscher Jäger zeigen da verboten das musst du wo anders lernen.
Als Kocher nehme einen Benzinkocher, Gaskocher sind zwar einfacher zu händeln Gas selber bekommt man aber nicht einmal flächendeckend in Europa.

Wenn du ein Feuer machst dann nur als Grubenfeuer das hat den Vorteil das es nicht gesehen wird und du sogar darauf backen kannst.
Hierzu werden zwei Gruben ausgehoben mit einen mit einen Durchbruch auf Bodenniveau die eine Grube dient als Kamin.
 
In Südamerika und Afrika ist es zwar warm, aber dafür kann man sich dort alle Arten von Krankheitserregern und Parasiten einfangen, gegen die es keine Impfung gibt. Gerade im Urwald. Wer denkt schon daran, daß Kontakt mit Urin eines Flughundes oder gar die Berührung solch eines Tiers Krankheiten wie Ebola übertragen kann? Und wer denkt schon daran, daß in offenen Gewässer jederzeit Bilharziose oder andere böse Parasiten lauern können? Cook it, peel it (oder benutz chemischen Wasserentkeimer) or forget it, uralte Regel für Tropenreisende.
 
Lieber MrHokusPokus,

sind Deine Eltern hier eigentlich heimisch geworden? Sind sie glücklich?

Ich frage, weil Du erwähnt hast, daß sie ungefähr aus dem Bereich stammen, in den Du auswandern willst. Bei so wichtigen Entscheidungen, auf die man sich so lange vorbereitet, und bei so großen Lebensträumen, macht es aus meiner Sicht Sinn, sich zumindest einmal zu fragen, ob es der eigene Traum ist oder ob man die Verbundenheit von Eltern oder Ahnen aufrechterhalten möchte. Und damit eine Aufgabe übernimmt, die gar nicht die eigene ist.

Was unser ureigenster Lebensweg und unsere Lebensaufgabe ist, das ist eine der größten Fragen unseres Lebens finde ich. Manchmal geht man aus Liebe zu den Ahnen einen Weg oder trägt eine Aufgabe, die knapp neben dem eigenen Seelenweg liegt. Aber knapp vorbei ist auch vorbei...

Wie gesagt, ich finde es völlig legitim, sich für eine bestimmte Lebensform zu entscheiden und sich darauf sinnvoll vorzubereiten. Du bist jetzt noch jung genug, um die entscheidenden Weichen z.B. bei Berufswahl und Lebensweise zu stellen, um Dich zielgerichtet auf die Verwirklichung eines Lebenstraumes auszurichten.

Aber wichtig fände ich eben, sehr ehrlich in Dich hineinzuhören, ob es nur um eine Flucht vor etwas geht. D.h. ob Du nur irgendwo weg willst. Oder ob Du irgendwohin willst. Das macht für mich schon einen Unterschied. Und wenn Du tatsächlich dort hin willst, schließt sich die Frage an, ob es Dein Lebensziel ist oder ob Du unbewußt den Wunsch eines anderen leben möchtest. Vielleicht kann Dir eine schamanische Ahnenreise zu gegebener Zeit wichtige Antworten dazu geben. Währende der Lehr- und Vorbereitungsjahre ist es möglich, daß Deine innere Stimme Dir klar den Weg weist und deutliche Antworten gibt. Ich würde mich da immer wieder neu befragen. Aber vielleicht ist auch nicht mal das Auswandern selbst das Ziel, sondern gerade dieses Ausrichtung darauf, die damit verbundenen Weichenstellungen und was sich daraus ergibt. Wer weiß das schon... Leben ist spannend...
 
Zuletzt bearbeitet:
Das geläufigste Kal. ist 7,65, am besten wäre eine Gewehr aus Militärbeständen aber daran wirst du nicht kommen und wenn doch dann nur illegal, diese haben den Vorteil das sie unempfindlich sind gegen Temperaturschwankungen aber auch gegen Nässe und Schlamm.

7,62 x 54 mm werden oft in russischen Gewehren verwendet.Da fällt z.B. die Mosin-Nagant (könnte mit aufgesetzter Zieloptik gut als Jagdgewehr genutzt werden),PKP (für's Jagen weniger effektiv,zumal Maschinengewehre die Aufgabe des Unterstützungsfeuer erfüllen;auch hätte keiner Lust aus einem durchsiebten Wild ein paar hundert Kugeln zu entfernen) oder die Dragunow.Aber eine robuste Armbrust wäre ebenfalls nicht schlecht.

Egal wohin du auch gehst achte auf im Boden liegende Minen, alte erkennst du daran das sich der Boden Kreisrund abgesenkt hat, frisch verlegte daran das sie eine kleine ebenfalls runde Erhebung bilden.

Mir ist kein großer Krieg bekannt,der in Sibirien geführt worden ist (außer der russisch-japanische Krieg 1905,in dem Minen aber keine Verwendung gefunden haben sollten).Aber danke für den Tipp.

sind Deine Eltern hier eigentlich heimisch geworden? Sind sie glücklich?

Auf jeden Fall.Vor allem mein Vater ist überglücklich Russland hinter sich gelassen zu haben.Ihm war,obwohl er als Ingenieur nicht schlecht ausgezahlt wurde,das Leben im Osten zu eintönig und dementsprechend viel zu langweilig.Mit Zusammenbruch der SU stieg insbesondere die Kriminalität und Nahrungsmittel wurden (im Gebiet Togliatti,wo mein Vater zu dieser Zeit lebte) in den Lebensmittelgeschäften rar.Damit er,sein Bruder und seine Eltern sich ausreichend ernähren konnten,mussten sie sich eine Datsche (Garten-/Wochenendhaus) kaufen und das Grundstück gewinnbringend bewirtschaften.Das war die paar Jahre noch zu ertragen gewesen,bis mein Vater 1993 mit seinen Eltern in die BRD ausgewandert ist,aber diese "Nahrungsmittelergänzung" hätte er definitiv nicht ewig weiterführen wollen.Bei meiner Mutter die in ihrem späteren Leben in der Ukraine gelebt hat,war es so ähnlich.Viele zurückgebliebene Verwandte und Bekannte beneiden meine Eltern für ihre erfolgreiche Auswanderung (das ist auch der Tatsache zu verdanken,dass meine Eltern deutschstämmige Wurzeln haben,sprich Russlandsdeutsche sind).

Aber wichtig fände ich eben, sehr ehrlich in Dich hineinzuhören, ob es nur um eine Flucht vor etwas geht.

Hier gibt es nichts,was für mich erstrebenswert wäre (auch wenn ich mal eine Zeit lang davon geträumt habe,Geschichte und WiPo auf Lehramt zu studieren).All die Ziele,die jeder in seinem Leben erreichen möchte,kann ich schlichtweg nicht nachvollziehen.Ich zitiere mich einfach mal selbst:

Ich habe eher hier das Gefühl,wertvolle,unersetzbare Lebensjahre zu verlieren,über die ich mich dann in der Rente ausweinen darf.45 Jahre arbeiten?Für Geld das ich nicht brauche?Eine Wohnung,die ich gar nicht haben will,weil mir vier Betonwände vorkommen wie ein selbst geschaffenes Gefängnis?Sinnlosen Trends,denen ich nicht hinterherlaufen möchte?Da sehe ich meine Erfüllung doch eher in der schlichten Selbstversorgung.

Deswegen macht für mich ein Leben hier wenig Sinn.Wohingegen meine Eltern eine ganz andere Schlussfolgerung aus ihrem Leben in Russland gezogen haben.

~MrHokusPokus
 
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